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Göttlich verdammt - Lucas' Sicht

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Helen Hamilton Lucas Delos
14.02.2015
11.05.2020
8
10.582
1
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
14.02.2015 1.533
 
Hallo zusammen,
kurz vorneweg: ich habe die Geschichte vor Jahren angefangen und lange nicht weiter geschrieben. Aber jetzt bin ich wieder da und schreibe weiter. Ich habe allerdings die alten Kapitel ein wenig verändert, da mir das ein oder andere nicht mehr gefallen hat. Ansonsten gehören mir die Charaktere natürlich nicht. Auch werde nicht nicht alle Szenen aus Lucas' Sicht schreiben, da es einige gibt. Diese Stellen werde ich natürlich überspringen. Andere werde ich möglicherweise kürzen. Wenn ihr bestimmte Szenen aus Lucas' Sicht lesen wollt, lasst es mich gerne wissen.

Über eine kurze Review freue ich mich immer :)

Und jetzt viel Spaß beim Lesen!


Kapitel 1

Lucas Delos umkreiste sein Haus ein letztes Mal und landete auf dem Dach. Er durfte sich nicht zu weit entfernen, da es bald Abendessen geben würde und seine Mutter war nicht in der Stimmung, um auf ihn zu warten. Die letzten Wochen waren anstrengen und die Stimmung in der Familie war zum Zerreißen gespannt. Lucas wollte seine Mutter nicht unnötig reizen, aber er brauchte Zeit zum Nachdenken.

Die letzten Tage waren der reinste Horror. Nachdem die Entscheidung gefallen war, dass seine Familie von Spanien nach Massachusetts umziehen würde, ging die Hektik los. Ein schneller Transport der Möbel musste organisiert werden, Flüge gebucht, Lucas, seine Schwester und Cousins an der High School angemeldet werden und noch viel mehr. Dazu kam, dass ihre Freunde in der Schule eine Abschiedsparty machen wollten und das, obwohl die Zeit so knapp war. Dies hatte erstaunlicherweise geklappt, womit Lucas nicht gerechnet hatte. Normalerweise bekamen seine Freunde nichts derartiges so schnell auf die Reihe, aber für seine Cousins und ihn hatten sie sich angestrengt. Die Feier war alles in allem gelungen gewesen, die Location war super, genau wie Verpflegung und Musik. Die Party hatte allerdings einen Streit unter ihnen ausgelöst. Die Gemüter waren durch viele Diskussionen und Streits über den Umzug aufgeheizt und sie alle hatten sich auf der Party nicht gerade vorbildlich verhalten. Jason war enttäuscht und ein wenig angewidert von Hector und Lucas, da die beiden am Abend der Feier mit mehreren Mädchen geschlafen hatten und er dieses respektlose Verhalten nicht nachvollziehen konnte und wollte. Hector war sauer auf Ariadne, weil er der Meinung war, dass sie nicht mit so vielen Typen hätte rummachen sollen. Dieses Verhalten konnte Lucas wiederrum nicht verstehen, da Hector an diesem Abend mit 4 Mädchen im Bett war. Ariadne war ziemlich wütend auf Jason aus dem Grund, dass der sich auf der Feier sehr betrunken hatte. Lucas‘ kleine Schwester Cassandra, die gar nicht auf der Feier war, war sauer auf sie alle, weil sie sich alle daneben benommen hatten. Lucas konnte seine kleine Schwester gut verstehen, selbst für ihn, der schon viele Mädchen hatte, war dieser Abend ein Tiefpunkt gewesen. Er war bisher immer ein paar Tage oder auf Partys eine Nacht, bei einem Mädchen geblieben, des Anstands wegen. Inzwischen schämte er sich für sein Verhalten an diesem Abend und war froh, dass seine Eltern nichts davon mitbekommen hatten. Er würde seiner Mutter nicht mehr in die Augen schauen können. Lucas wusste zwar, dass auch sein Vater Castor und sein Onkel Pallas in ihrer Jugend „wild“ waren, außerdem war sein Verhalten für männliche Scions in diesem Alter nicht untypische, aber Hector und er hatten es, seiner Meinung nach, ein wenig übertrieben. Nach diesem Gedanken beschloss Lucas, dass er sich nie wieder so benehmen würde. Leider war das nur ein kleiner Teil, der Dinge über die Lucas sich Sorgen machte. Der Konflikt zwischen seiner Familie und den 100 Cousins war immer größer geworden und das war auch der Grund,  warum sie Spanien verlassen würden. Am vorigen Tag hatte der Streit seinen Höhepunkt erreicht, Kreon sein Cousin und der Sohn von Tantalus, dem Anführer der 100, hatte einen Streit mit Hector vom Zaun gebrochen, der damit endete das die Beiden aufeinander losgingen und sich fast zu Tode prügelten. Hector war nun so verletzt, dass er am nächsten Tag nicht mit abreisen konnte und mit ihrer Tante Pandora nach kommen würde. Das nächste Problem in einer langen Reihe von Problemen war Lucas‘ kleine Schwester. Cassandra wollte Spanien nicht verlassen. Natürlich glaubte sie nicht an den Schwachsinn, dass Atlantis wieder auftauchen würde, aber sie war das Orakel und wusste mehr als die Anderen. Als die Diskussion darüber anfing, ob sie wegziehen sollten, war sie dagegen mit der Begründung, dass sie gesehen habe, dass auf Nantucket Probleme auf die Familie lauern würden. Lucas konnte sich noch gut an den Abend erinnern, als Cassandra ihnen ihre Bedenken mitteilte. Sie warnte ihn besonders, er sollte sich von jemanden fernhalten, sie wüsste aber leider nicht sehen von wem. Würde er es nicht tun, würde die Zukunft nicht so rosig aussehen und zwar nicht nur für die Familie, sondern für viele unschuldige Menschen. Lucas dachte über die Worte seiner Schwester nach und schwor sich es nie soweit kommen zulassen, dass es für Unschuldige gefährlich werden würde. Er würde stärker sein, als das, was möglicherweise auf ihn zukam.

Lucas hörte seine Mutter seinen Namen brüllen und dass das Essen fertig sei. Er flog in den Graten und ging durchs Wohnzimmer ins Esszimmer. Dort saß schon die ganze Familie, mit Ausnahme von Hector, der mit Bett liegen musste. „Wo warst du?“, fragte Noel ihren Sohn. „Auf dem Dach. Ich musste Nachdenken“, antwortet Lucas kurz angebunden. Die Familie reichte das Essen herum und begann zu essen. „Habt ihr alles gepackt?“, wollte Noel wissen. Lucas fand, dass seine Mutter nervöser als sonst wirkte. Er hatte den Verdacht, dass sie glücklich war das ganz Geschehen hinter sich zu lassen und es somit kaum abwarten konnte abzureisen. „Ja Tante Noel“, meinte Jason leicht genervt. Lucas schien es, als wäre es nicht das erste Mal, dass sie gefragt habe. „Gut, und ihr anderen? Ihr wisst, wir müssen morgen um 5 Uhr los! Ich möchte keinen Stress haben!“, sagte Noel in einem Befehlston, der keine Wiederrede duldete. „Liebling, wir haben alles zusammen und werden bestimmt rechtzeitig ohne Stress weg kommen“, beruhigte Castor seine Frau. „Und für alle Fälle können Hector und ich vergessene Sachen mitbringen“, unterstütze Pandora ihren Bruder. „Ich denke immer noch, dass Nantucket kein geeignetes Ziel für uns ist“, warf Cassandra in den Raum. „Cassie wir haben, dass jetzt schon oft genug durch gesprochen!“, erwiderte Ariadne gereizt. „Ich habe eben ein ungutes Gefühl bei diesem Umzug und mache mir Sorgen“, schnaubte Cassandra beleidigt und warf ihrem großen Bruder dabei einen bedeutungsvollen Blick zu. Lucas verzog entnervt das Gesicht: „Cassie wir haben das jetzt schon 100 Mal besprochen! Du kannst mir nicht genau sagen, was du siehst und daher kann ich dir nichts sagen außer, dass ich auf mich aufpassen werde. Ich habe jetzt keine Lust nochmal darüber zu diskutieren!“ Lucas‘ Geduld war am Ende. Seine Schwester wollte etwas erwidern, aber Lucas starrte sie böse an und deshalb war sie ruhig. Dafür erntete Lucas allerdings einen bösen Blick von seinen Eltern, was im egal war. Lucas hatte seine Entscheidung auf dem Dach getroffen: er würde stark bleiben, egal was ihn erwarten mochte. Jason unterstütze seinen Cousin: „Cass ich gebe Luke recht, wir sollten erst einmal abwarten und dann Weiteres besprechen.“ Lucas warf ihm einen dankbaren Blick zu, er hasste es mit seiner Schwester zu streiten. Er liebte sie über Alles, aber manchmal konnte er es nicht ertragen, wenn sie anfing sich über ein Thema aus zulassen. Lucas vermisste die Cassandra, die immer seine Hand gehalten hatte, aber das Orakel schimmerte immer mehr aus ihr heraus. Cassandra wollte gerade Luft holen, um Jason etwas an den Kopf zu werfen, als Pandora sich einschaltete: „ Wie wäre es wenn ihr alle ins Bett geht? Ihr müsst morgen alle früh raus und es wird ein langer Tag.“ Alle nickten zustimmend und machten sich auf den Weg ins Bett.

Bevor Lucas in seinem Zimmer verschwand, schaute er nochmal bei Hector vorbei. „Wie geht es dir?“ erkundigte Lucas sich beim betreten des Zimmers. „Soweit ganz in Ordnung, den Umständen entsprechend. Wie geht es dir? Hat Cass schon wieder angefangen?“, erkundigte sich Hector mitfühlend bei seinem Cousin. „Ja, ich weiß nicht was ich davon halten soll. Sie übertreibt wahrscheinlich“, antwortete dieser. „Kann sein. Aber ganz ignorieren solltest du sie auch nicht, Luke. Du weißt sie lügt nicht“, riet Hector. „Ich habe nicht vor sie zu ignorieren, selbst wenn sie lügen würde wäre ich ja wohl der Erste der etwas merken würde“, Lucas musste dabei freundlos lachen, er war ein Falschfinder und manchmal hasste er es einfach. „Ich werde einfach abwarten. Was anderes bleibt mir sowieso nicht übrig.“ Lucas konnte den Rest der Familie gut verstehen, aber bis jetzt gab es nichts worüber er sich ernsthaft Sorgen machen müsste, abgesehen von den 100 Cousins. „Ich vertraue dir. Du kannst deine eigenen Entscheidungen treffen und wirst hoffe ich darüber nachdenken. Aber ich glaube du solltest dich jetzt hinlegen“, meinte Hector. „Ja Mum wird sonst sauer. Aber du solltest dich auch ausruhen. Also Gute Nacht und Tschüss bis in ein paar Tagen“, verabschiedete Lucas sich von Hector. „Bis dann und pass auf dich auf“. „Mach ich. Du auch und Gute Besserung!“, mit diesen Worten schloss Lucas die Tür. In seinem Zimmer legte er sich in sein Bett, allerdings schwirrte ihm immer noch die Warnung seiner Schwester durch den Kopf.
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