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Die Sonne über dem Labyrinth

GeschichteAbenteuer, Humor / P16
Ben Gally Minho Newt Teresa Agnes Thomas
14.02.2015
09.10.2015
25
40.274
10
Alle Kapitel
50 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
14.02.2015 1.312
 
Einige Infos für's Verständnis ;)

♣ So gut wie alles ist genauso passiert wie im Buch, aber:
♣ Thomas und Minho haben das Griewerloch nie gefunden → sie sind immer noch auf der Lichtung
♣ Teresa kam tatsächlich erst einen Monat nach Thomas auf die Lichtung (Es gab nie einen Hinweis, das sie die letzte ist.)
♣ Jeden Monat kam entweder ein Junge oder ein Mädchen auf die Lichtung
♣ Mittlerweile gibt es vier Mädchen auf der Lichtung

--> Wenn Aline auftaucht, ändert sich die Handlung des Buches vollkommen, die FF wird sich also sehr vom Buch unterscheiden

Und bitte, bitte nehmt diese ganze FF nicht zu ernst :3

Prolog: Bei Angst


Ihre Schritte hallten von den Wänden nieder und es war, als würde der Raum sämtliche Geräusche verschlingen. Ohne nach hinten zu schauen lief ein Mann und eine Frau durch den Korridor und sie hielten erst, als sie eine Tür mit der Aufschrift: Experimente Todeszone – Vorbereitung, erreichten.
„Sie dürfen voraus gehen“, sagte Jahnson und lächelte Ava Paige kurz zu. Diese strich sich noch einmal über den Mantel und stieß dann die Tür auf.
Im Inneren roch es nach Blut und nach Raumspray, als wolle man vertuschen, was hier getrieben wurde. „Wie weit sind sie?“, fragte die Präsidentin und sah sich nach dem Leiter der Experimente um.
„Wir sind so gut wie fertig. Kommen Sie ums Eck“, kam es aus der rechten Ecke und, wie ein Roboter, begann Ava auf die Stimme zuzulaufen.
Hinter einer Trennwand konnte die Frau nun das ganze Geschehen betrachten. All die Verlorenen saßen an eine Wand gelehnt, die Augen geschlossen, sie schliefen. Sie sahen aus, als wären sie durch einen Fleischwolf gedreht worden. So waren sie unglaublich dünn und die Augen lagen in tiefen Höhlen.
„Was genau haben sie jetzt gemacht?“, wollte Jahnson wissen und stupste einen der Verlorenen am Arm an. Keine Reaktion. „Wir haben ihnen die Stimmbänder so verkürzt, dass sie nur noch einen unverständlichen Laut hervor bringen“, sagte der Leiter der Experimente und setzte sein charmantestes Lächeln auf.
„Und was ist das für ein Laut?“, sagte Jahnson, während er seinen Blick prüfend über die Messgeräte schweifen ließ. „Nun ja .. Ungefähr .. So: Gnarf“, imitierte der Leiter und senkte den Kopf:“ Sie sind bereit. Wir können mit Phase 1.3 anfangen.“
„Machen Sie das“, sagte Ava Paige und musterte ein letztes Mal die Verlorenen. Die Verlorenen – das passte. „Wie werden Sie es anstellen?“.
„Wir schicken einen neuen Frischling hoch und lassen die Verlorenen auftauchen. Alles kein Problem“, kam die Antwort und zufrieden nickte Ava. „Der Raum ist fertig?“.
„Mehr als fertig.“
„Wann wachen die Verlorenen auf?“.
„Ich schätze, dass sie in einer halben Stunde aufwachen.“
„Erklären Sie ihnen den Sachverhalt. Währenddessen schicke ich einen neuen Frischling hoch.“, Ava wollte sich zum Gehen, als die Stimme des Leiters ein weiteres Mal ertönte:“ Verraten sie mir, wer das Vergnügen haben wird?“.
Ein leichtes Lächeln umspielte die Mundwinkel der Präsidentin:“Aline.“
Und dann verließ sie den Raum.


Aline POV


Das Erste was ich hörte, war ein Grunzen. Kein einfaches Grunzen, als würde man einen Vorschlag seines Gegenübers ablehnen, nein, ein lautes und aufdringliches Grunzen. Zuerst realisierte ich gar nicht wo ich war, dann realisierte ich, dass ich gar nicht wusste wer ich war und dann realisierte ich, dass ich ziemlich am Arsch war.
Na gut, meinen Gedanken überschlugen sich und in diesem Moment konnte ich keinen klaren Gedanken fassen, während ich mich fragte, wo ich mich befand und warum ich hier war. Nur leider gab es keine Definition für dieses kleine Personalpronomen 'Ich'.
Vielleicht hatte dieses 'Ich' zu viel Alkohol getrunken, aber es war doch nicht normal, dass man darauf hin alles vergessen hat, was man über sich selber wusste.
Aber da war nichts, rein nichts. Natürlich könnte ich definieren, was Alkohol war, aber ich konnte nicht von mir behaupten, dass ich Alkohol getrunken hatte.
Das war nicht gut.

Möglicherweise hatte mich jemand entführt. Und .. Und hatte mir dann die Erinnerungen geklaut. Aber wie sollen einem die Erinnerungen geklaut werden? Das 'Ich' kam auf die Idee, dass es Aliens sein könnten. So abwegig erschien mir das gar nicht und durch Atemübungen versuchte ich, mich selber zu beruhigen.
Also entweder hatten die Aliens die Erde übernommen und mich als Testperson fest genommen oder man hatte mich entführt und ich hatte einen heftigen Schlag auf den Kopf bekommen, sodass ich alles, was mich betraf; vergaß.
Ich tendierte zu der ersten Möglichkeit.
Aber selbst diese Theorie erklärte nicht, warum ich ihn einem dunklen Raum saß und neben mir ein Grunzen ertönte. Ausgesprochen seltsam.

Plötzlich gab es einen Ruck und der Raum begann langsam nach oben zu fahren. Anscheinend fungierte das Teil wie eine Art Fahrstuhl. Na super.
Langsam begann ich mir echt Sorgen zu machen, immerhin .. Entweder hatten irgendwelche Psychopathen oder Aliens mich entführt! Leider konnte ich nicht wirklich sagen, welche der beiden Theorien schlimmer war.
Am Meisten quälte mich aber die Frage nach diesem 'Ich'. Mein Geschlecht konnte ich dank meiner Oberweite und Rundungen ziemlich schnell bestimmen, aber wie alt war ich? Anscheinend war ich bereits ausgewachsen, hatte keine Falten, also schätzte ich mich auf eine 'junge Erwachsene'.
Und, verdammt, .. ich wollte wissen, wer 'ich' war, ich wollte einen Namen.
Vielleicht konnte ich mir ja einfach selber einen Namen geben. Kurz überlegte ich, welcher Name die Ehre hatte, mein Name zu werden.
„Audrey?“ - Nein, danke, war ja keine Highschool-Tunte.
„Cassie?“ - Zu niedlich.
„Aline?“ - Kurz dachte ich über diesen Namen nach und irgendwie kam ich nicht am ihm vorbei. Möglicherweise stimmte es ja, möglicherweise war das ja tatsächlich mein Name! Und desto länger ich darüber nachdachte, desto sicherer wurde ich mir, dass ich tatsächlich Aline hieß. Aline also.
Ein wunderschöner Name.

Wieder riss mich das Grunzen aus den Gedanken und ich begann langsam mich voran zu tasten. Der Raum war geschlossen, aber die Decke schien Löcher zu haben, .. ein Gitter? Links von mir war anscheinend ein weiterer Käfig, von dem das Gegrunze her kam. Ein Schwein also.
Links befanden sich weitere Kisten, in denen sich Brot und Körner befanden. Gierig griff ich nach einem Laib Brot, brach mir die Hälfte ab und steckte sie in meinen Mund.
„Mmhh“, schnurrte ich und rollte mich auf den Rücken. Was würde mich wohl erwarten, wenn das Dingsbums endlich oben hielt?
Und tatsächlich – kaum ein paar Minuten später, quietschte es laut auf, sodass ich mir vor Schreck den Kopf am Gitter anschlug und ein grünes Licht tauchte auf.
Jetzt war es so weit .. Gleich würde ich meine Entführer sehen und eins schwor ich mir – denen würde ich zeigen, dass man sich nicht mit mir anlegen sollte! Zumindest war das der anfängliche Plan.

Der Fahrstuhl kam nun endgültig zum stehen, das wahnsinnig nervende grüne Licht verschwand und eine Klappe von oben öffnete sich, sodass warmes und helles Sonnenlicht zu mir drang. Aus Reflex hielt ich mir schützend die Hand vor die Augen, während ich meinen Mittelfinger nach vorn streckte.
„Ein Mädchen! Und ich dachte, dass es dieses Mal tatsächlich ein Schlitzer werden könnte“, ertönte es und sofort nahm ich die Hand herunter, um den Entführern die Faust auf den Kopf zu schlagen. Oder die Faust in den Mund. Konnten sie sich aussuchen.
Vom Sonnenlicht geblendet konnte ich meine Entführer nicht ausmachen und sah unschlüssig in die Richtungen aus denen die Stimmen ertönte.
„Hey .. Willkommen auf der Lichtung“, ein blonder Wuschelkopf, der anscheinend noch nie etwas zu Essen gesehen hatte, so mager war der, sprang zu mir herunter und reichte mir die Hand.
„Ich bin Newt.“
„Und ich leite ein Verfahren gegen euch Schweinehunde ein.“
Überrascht zog der seltsame Typ eine Augenbraue nach oben und verschränkte die Arme:“ Also bitte. Kommst du jetzt mit hoch?“.
Aber im selben Moment überlegte ich es mir anders. Erblickte den Dolch an seinem Gürtel und riss ihn heraus, um ihn ihm dann an die Kehle zu halten.
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