Der verrückte Valentinstag

von Titziana
KurzgeschichteHumor, Romanze / P12
Balu Rebecca Cunningham Wildkatz
14.02.2015
14.02.2015
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Hey Leute!
Ich wünsche euch mit dieser Geschichte einen wunderschönen Valentinstag! :)
Eure Titziana


***



Rebecca betrat das Firmengebäude von Höher und Höher. Sie summte fröhlich vor sich hin und belächelte die anderen Leute, die sie vorhin gesehen hatte. Valentinstag. Ha! Was für ein alberner Tag! Wer bekam da schon Blumen? Sie ganz bestimmt nicht! Sie fand den Tag lächerlich. Er war nur für junge frisch Verliebte erfunden worden. Eine reine Geldsache! Doch dann hielt sie hin. Was war das?
Erstaunt blickte sie auf ihren Schreibtisch. Rote Rosen! Wer um alles in der Welt hatte ihr rote Rosen auf den Tisch gestellt! Sie schnappte nach Luft und eilte darauf zu. Schnell sah sie sich um. Da war nirgends ein Zettel dabei… Von wem die wohl waren? Sie setzte sich auf ihren Stuhl und betrachtete sie skeptisch. Sie könnten von Balu sein… Aber das war doch albern. Wieso sollte er ihr rote Rosen schenken? Sie grübelte weiter. Ausser Balu kam da keiner mehr in frage… ausser. Wildkatz. Sie schüttelte den Kopf. So ein Unsinn! Er würde ihr doch nie im Leben Blumen schenken! Er doch nicht! Oder doch?

Draussen vor dem Gebäude war er. Wildkatz.
Er strahlte und lief den Gehweg entlang. Einige Schneeglöckchen säumten den Weg. Er grüsste jedes Einzelne von ihnen. „ Hallo kleine Glöckchen. Schön seht ihr aus.“ Sachte tätschelte er eines und redete ihm gut zu. Er hatte im letzten Herbst Schneeglöckchenzwiebeln gesetzt und war nun überaus erfreut, dass sie so schön den Weg säumten. Bestimmt war es den Anderen auch schon aufgefallen. Ob sie sich fragten, wer diese dort hin gesetzt hatte?
Er grinste vor sich hin. Ja er hatte es gemacht! Er würde eines Tages noch ein richtiger Gärtner werden!
Stolz streckte er sich und verabschiedete sich von den Blumen. Dann machte er sich auf zur Tür. Drinnen angekommen begrüsste ihn Rebecca und musterte ihn skeptisch. Er strahlte und gluckste, wie er es immer tat und wollte schon die Gerümpelkammer aufsuchen, als Rebecca ihn zurückhielt. „ Du, Wildkatz…?“ Sie trat von einem Fuss auf den Anderen, als wüsste sie nicht, wie sie ihn fragen sollte. Doch dann rang sie sich durch und fragte: „ Sind diese Blumen von dir?“
Wildkatz strahlte sie an. Sie hatte die Schneeglöckchen also doch bemerkt!!! Er grinste breit und nickte eifrig. „ Ja, ja Miss Cunningham die sind von mir. Sind sie nicht wunderschön?!“ Rebecca wurde blass neben ihm und trat einen Schritt zurück. „ Äh,.. wirklich… sehr schön…. Danke….“ Sie machte kehrt und verkroch sich wieder hinter ihren Schreibtisch.
Wildkatz gluckste und machte sich zurück an die Arbeit.

Als er ihr Büro wieder verlassen hatte, stützte sich Rebecca mit den Armen auf dem Bürotisch ab und starrte die Rosen vor ihr an. Sie waren von Wildkatz…. Wildkatz… Wildkatz!!!
Wenn sie es nur oft genug wiederholen würde, würde sie es vielleicht sogar irgendwann glauben….

Sie schüttelte den Kopf. Das durfte doch nicht wahr sein! Ihr Mechaniker war in sie verliebt! Wenn sie doch nur von Balu wären, dann wäre es nicht so schlimm. Aber doch nicht von ihm! Sie stöhnte und setzte sich wieder auf ihren Stuhl. Gerade als sie ihr Gesicht in ihren Händen vergrub, betrat Balu das Büro. Er schloss die Tür und strich sein Hemd glatt.
Ob Rebecca wohl seine Rosen schon gesehen hatte? Er hatte absichtlich nicht seinen Namen auf das Etikett geschrieben. Er wollte zuerst sehen, wie sie darauf reagieren würde. Doch als er in ihr Gesicht sah, war er sich gar nicht mehr so sicher, ob er ihr sagen sollte, dass sie von ihm waren. „ Guten Morgen Becky.“ Begrüsste er sie und lehnte sich an ihren Schreibtisch.
„ Das heisst Rebecca.“ Korrigierte sie ihn und starrte die Rosen weiter an.
Balu zögerte. Sollte er die Rosen erwähnen?
Er stockte. Doch dann räusperte er sich und sagte: „  Oh, du hast Rosen bekommen. Hast du einen heimlichen Verehrer?“ Rebecca schnaubte. „ Erinnere mich bloss nicht daran!“ Anscheinend war sie nicht gerade begeistert davon.
Balu lächelte entschuldigend. „ Freust du dich nicht?“ „ Freuen!.... Wieso um alles in der Welt sollte ich mich darüber freuen, dass ich von Wildkatz Blumen bekommen habe!“

„ WILDKATZ!“ Platzte es aus Balu heraus. Wieso dachte sie, dass die Blumen von ihm waren?

„ Du glaubst die sind von ihm?“ Rebecca nickte. „ Ich glaube es nicht nur, ich weiss es. Ich habe ihn vorhin danach gefragt.“
Balu glaubte sich verhört zu haben. Wildkatz behauptete allen ernstes das diese Blumen von ihm waren! Wieso denn das? Er hatte noch nie festgestellt, dass Wildkatz Gefühle für Rebecca hegte… Hatte er da etwas nicht mitbekommen?

„ Oh Balu. Was mache ich jetzt nur? Ich möchte doch Wildkatz Gefühle nicht verletzten..“ Jammerte Rebecca und holte Balu aus den Gedanken zurück.
„ Also ich denken nicht das,…“ Doch weiter kam er nicht. Rebecca schnitt ihm das Wort ab und lief umher. „ Weißt du. Er ist ja nett und so,… aber er ist so… so….“ **Dumm, kopflos, verrückt und hat nicht mehr ganz alle Tassen im Schrank** Wollte sie hinzufügen, liess es jedoch bleiben und machte eine ausholende Handbewegung, um das Gedachte in Worte zu fassen.
Balu nickte verstehend und entschied der Sache auf den Grund zu gehen. Schnell liess er sich eine kurze Entschuldigung einfallen und eilte zur Tür hinaus. Draussen angekommen, sah er sich suchend um. Wo steckte er den bloss wieder?
„ Wildkatz?“ Balu lief den Gehweg entlang und fand den verrückten Mechaniker bei der Arbeit. Er reparierte gerade einen Rassenmäher. „ Ja Balu?“
„ Wildkatz, was um alles in der Welt hast du dir dabei gedacht?“ Doch Wildkatz verstand nicht recht und werkelte eifrig weiter. Balu schnaubte. „ Na los sag schon! Wieso hast du Rebecca gesagt, dass die Blumen von dir sind?“
Wildkatz sah auf. „ Na weil sie auch von mir sind.“ Er verstand nicht recht auf was Balu hinauswollte. Doch dieser schien gar nicht begeistert von Wildkatz antwort zu sein. Er zehrte ihn auf die Beine und ergriff seinen Kragen. „ Bist du verrückt geworden! Die Blumen sind doch von mir!“
Wildkatz zögerte. „ Nein, ich habe sie letzten Herbst dort gepflanzt. Sie können nicht von dir sein,… ausser du hast auch welche gepflanzt.“ Sagte er und deutete auf den Gehweg links von ihnen.
Balu liess Wildkatz los und sah in die besagte Richtung. Schneeglöckchen wuchsen am Wegrand.
Schneeglöckchen….?
Jetzt war es Balu, der verwirrt war. „ Heisst dass, du meintest die ganze Zeit, diese Schneeglöckchen dort, und nicht die Rosen auf Rebeccas Schreibtisch.“
„ Ja, oder was hast du gedacht?“ Wildkatz gluckste. „ Ach Wildkatz.“ Balu stiess erleichtert Luft aus und fuhr fort: „ Rebecca hat schon geglaubt, dass die Rosen auf ihrem Schreibtisch von dir sind. Dabei waren sie von mir. Sie wird lachen, wenn sie erfährt, dass du die ganze Zeit von Schneeglöckchen geredet hast.“ Balu lachte und klopfte Wildkatz auf die Schulter.
„ Komm erzähl ihr davon.“ Wildkatz nickte und lief seinem Freund nach.

Drinnen angekommen hob Rebecca den Kopf, als sie beide vor ihrem Schreibtisch zum stehen kamen. „ Wildkatz hat dir was zu sagen.“ Grinste Balu. Rebecca verzog missmutig das Gesicht. Was jetzt wohl kommen würde? Schlimmer als einen Heiratsantrag konnte es ja wohl kaum kommen… oder?
Wildkatz lachte und sagte dann: „ Hier gibt es wohl eine Verwechslung Miss Cunningham. Diese Rosen sind nicht von mir.“ Er zeigte auf die Rosen auf ihrem Schreibtisch und zeigte dann auf Balu: „ Sie sind von ihm.“
Balu erschrak.
Er wollte doch nur, dass Rebecca die Wahrheit wusste, aber doch nicht das sie erfuhr, dass die Rosen von ihm waren!!!
Sofort sah Balu zu Boden. Er wollte und konnte Rebecca nicht in die Augen sehen.

„ Von dir.“ Kam es von Rebecca. Sie lief um den Schreibtisch herum und blieb vor Balu stehen. „ … Ich weiss nicht, was ich sagen soll.“
Balu lächelte verlegen und kratzte sich am Kopf. „ Ähm.. ja… alles Gute zum Valentinstag.“

Rebeccas Gesicht erhellte sich. Die Rosen waren also doch von Balu! Sie strahlte ihn an und fiel ihm um den Hals. „ Vielen Dank Balu!“ Dann gab sie ihm einen kurzen Kuss auf die Wange und liess den verlegenen Bär alleine.
Er und Wildkatz sahen ihr zu, wie sie fröhlich durch die Tür verschwand, um noch einige Dinge zu erledigen.
Wildkatz gluckste. „ Gut gemacht. Du hast unsere Chefin glücklich gemacht.“ Er stiess Balu freundschaftlich an und sah zu, wie dieser nur noch roter wurde.
So einen verrückten Valentinstag würde er garantiert nie mehr vergessen.


Ende




* :D Ich hoffe, sie hat euch gefallen. Hinterlasst mir doch ein kurzes Review. :) Bis bald! *
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