Leya

MitmachgeschichteFamilie, Fantasy / P16
Elijah Mikaelson Niklaus Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
12.02.2015
21.03.2016
32
49102
7
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Genervt strich ich mir die roten Haare aus dem Gesicht. Der Wind war heute wieder unerträglich kalt. Hoffentlich hörte es über die Nacht auf. Langsam bekam ich Angst vor dem Wintereinbruch. Wenn es noch kälter werden würde, war das Risiko zu erfrieren verdammt hoch. Beim Gedanken daran kauerte ich mich noch enger zusammen. Immerhin war es besser als bei den Smiths zu wohnen. Alles war besser als bei diesen Leuten zu wohnen. Ein fröhliches Kinder Lachen zog mich aus meinen Erinnerungen. Ein blondes kleines Mädchen rannte lachend über den Asphalt. Die Kälte schien ihr überhaupt nichts auszumachen. Hinter liefen gleich fünf Erwachsene her. Augenblicklich flammte Neid in mir auf. Ich hatte grade mal für fünf Jahre oder so eine Mutter gehabt. Mein Dad hatte sich nie für mich interessiert und andere Verwandte wollten mich erst recht nicht. Das Kinder der Hexe wollte eben niemand haben…

Plötzlich sah einer der Männer zu mir. Abrupt blieb er stehen. Kurz erwiderte ich den Blick. Doch lange hielt ich das nicht durch. Der durchdringende Blick war zu angsteinflößend. Also stand ich auf und packte meine Sachen und verschwand in der nächsten Seitengasse. Unsicher lief ich durch die Gegend. Ich war zum ersten Mal in New Orleans. Eigentlich liebte ich diese Stadt für alles was sie symbolisierte. Meine Schritte beschleunigten sich immer mehr, da ich das Gefühl hatte beobachtet zu werden. Immer fester krallte ich meine Hand in den alten Gitarrenkoffer. Irgendwann stand ich in einer Sackgasse. Zum rüber klettern war ich zu klein und nirgendwo standen Mülltonnen oder so als Sprunghilfe. Wiederwillig drehte ich mich um und lief langsam zurück. Das Gefühl beobachtet zu werden nahm immer weiter zu. Unruhig schaute ich mich um. Warum hatte ich dieses Verdammte Gefühl? Nur weil mich der Typ so angestarrt? Gerade wollte ich um die nächste Ecke gehen, als ich hinter mir einen Schatten bemerkte. Schnell drehte ich mich um. Der Typ war mir gefolgt! Ängstlich stolperte ich ein paar Schritte zurück. Was war das für ein Verrückter? Regungslos blieb er vor mir stehen und starrte mich an. Fast schon panisch suchte ich nach einem Ausweg.

„Elijah!“, schallte ein strenge Stimme durch die Gassen.

Hinter dem dunkelhaarigen Mann kam ein Mann mit hellerem Haar. Er hatte viel Ähnlichkeit mit dem kleinen Mädchen. Vielleicht war er der Vater… Nur wer war der Verrückte vor mir? Jetzt kam auch noch der dritte Mann dazu. Er und der Verrückte hatten eine gewisse Ähnlichkeit… Vielleicht waren sie Brüder.

„Was hast du denn mit der Kleinen vor, Bruder? Sie scheint ein echter Leckerbissen zu sein“, grinste der Mann und ließ mich noch weiter zurück weichen.

Nachdem er fertig gesprochen hatte, verschwand er kurz aus meinem Blickfeld. Dann tauchte er keine fünf Zentimeter von mir entfernt von mir wieder auf. Erschrocken hielt ich die Luft an. Warum lief ich immer in Vampire rein? So viel Pech konnte doch nicht haben! Hier raus zu kommen war allerdings schwerer als bei den andren. Beim ersten Mal war ein Lagerfeuer gleich hinter mir gewesen und ich hatte nur im richtigen Moment zur Seite springen müssen. Später hatten mich irgendwelche Autofahrer mitgenommen und mich so gerettet.

Hier gab es weder Feuer noch Autofahrer. Also musste ich ihn irgendwie anders los werden. Wie war das nochmal? Holz war doch auch tödlich für Vampire, oder? Dann musste ich wohl so schnell wie möglich ein Stück Holz finden und ihn ins Herz rammen… Wenn das überhaupt stimmte. Bei diesen komischen Vampiren in Twilight – oder wie das hieß – funktionierte das irgendwie nicht, oder?

„Finger weg von ihr!“, knurrte Elijah plötzlich und packte den Mann am Oberarm. Ohne sich groß anzustrengen warf er den Typen hinter den Blonden.

„Was soll das, Elijah?“, keifte der Mann während er sich aufrappelte.

„Fass sie einfach nicht an, Kol“, knurrte Elijah und starrte mich an.  

„Was ist an der Kleinen so besonders?“, fauchte Kol.

Der Blonde war ruhig und hatte mich einfach genauso angestarrt wie Elijah zuvor. Blitzschnell stand der Blonde vor mir. Suchend starrte er mir in die Augen. Wonach suchte er? Konnten die Verrückten sich nicht gegenseitig zerfleischen und mich in Ruhe lassen? Langsam richtete sich der Blonde wieder auf.

„Sie sieht wirklich aus wie sie… Aber die Augen stimmen nicht. Sie hat deine Augen“, stellte der Blonde fest.

„Und was soll das wieder heißen, Klaus“, schnaubte Kol.

„Das Melinda damals nicht gelogen hat. Sie hat den Zauber wirklich hinbekommen“, murmelte Elijah.

Verwirrt sah ich zwischen ihnen hin und her. Dieser Elijah und Klaus wussten, wer meine Mum war. Vor allem sie wussten, dass sie eine Hexe gewesen war. In meinem Kopf begann es zu rattern. Mum hatte mir doch mal meinen Vater beschrieben. Wie hatte sie ihn noch Mal beschrieben? Dunkele Harre, check. Helle Haut, check. Schick angezogen, der Anzug fiel unter schick, also check. Kantiges Gesicht, check. Und die Augen… Er hatte die selben dunkelbraunen Augen, fast schon schwarzen Augen, wie ich, soweit ich das jedenfalls sagen konnte.  In diesem fahlen Licht war das schwer zu sagen.

„Wie ist dein Name, Kleines?“, fragte Elijah ruhig und charmant.

„Catlyn… Catlyn Dupont, ähm… nein Smith, Catlyn Smith“, stotterte ich leicht zögernd und sehr leise. Ich hatte mich noch immer nicht daran gewöhnt, dass ich nicht mehr den Namen meiner Mutter trug. Der Hauptgrund war sicher, dass ich Dupont einfach viel schöner fand. Smith hörte sich langweilig und gewöhnlich an und wenn es eine Sache gab dich ich nicht war, war es langweilig und gewöhnlich. Mein Leben war noch nie auch nur etwas normal gewesen.

„Was jetzt Smith oder Dupont? Kennst du nicht mal deinen eigenen Namen“, höhnte Kol und zeigte ein spöttisches Lächeln. Er stand am weitesten von mir entfernt. Dafür war ich dankbar. Bei ihm konnte ich nicht sagen, ob er mich angreifen wollte oder nur Spielen. Elijah und Klaus waren auch bedrohlich, schienen sich jedoch eher positiv für mich zu interessieren.

„Hat deine Mutter erst geheiratet?“, fragte Elijah leicht verbittert.

„Nein, adoptiert“, wisperte ich leise.

„Sie ist tot?“, stellte Eliijah fest, obwohl es sich eher nach einer Frage anhörte.

Stumm nickte ich ihm zu und starrte auf den Boden. Plötzlich stand Elijah dicht neben seinem Bruder. Seine Mine spiegelte irgendetwas zwischen Trauer, Wut und Schuldgefühlen. Gab er sich oder mir die Schuld? Irgendeine Hexe hatte Mum umgebracht. Ich wusste zwar nicht genau warum, aber ich würde sie nie vergessen. Diese Daliha hatte meine Familie vollkommen zerstört. Stille machte sich breit. Konnten sie jetzt nicht einfach verschwinden? Immerhin hatte ich ihnen schon alles gesagt, was sie interessieren könnte, oder?

Laute Schritte durchbrachen die Stille. Schnell wechselten die Drei einen Blick. Vielleicht wollten sie ja abhauen? Eigentlich betete ich schon lange nicht mehr, aber in diesem Moment begann ich zu beten. Leider hatte ich kein Glück.

„Catlyn, würdest du bitte mit uns mitkommen? Ich würde gerne mit dir über deine Mutter und deinen Vater reden“, erklärte Elijah und legte mir die Hand auf die Schulter.  Sofort versteifte ich mich und versuchte ihn abzuschütteln.

„Nein, das können Sie sich sparen“, knurrte ich und riss mich los. Schnell rannte ich los. Eine dumme Idee. Ich wusste genau, dass Vampire mich ohne Probleme einholen konnten. Menschen waren eben nicht so schnell wie Vampire. Noch bevor ich um die nächste Ecke bog, wurde ich hart gegen die nächste Wand gestoßen. Ein schmerzhaftes Stöhnen entfuhr mir, während ich auf den Boden rutschte. Warum begann sich plötzlich alles zu drehen? Und wo kamen die schwarzen Punkte her? Langsam wurde alles um mich herum schwarz. Der Stoß war wohl doch stärker gewesen…

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Also ich meld mich mal nach einem ewiglangen Winterschlaf zurück ;) Die Kapitel kommen wie bei jeder Geschichte je nach Lust und Laune :D Ich hoffe das erste Kapitel hat euch gefallen und ihr seid motiviert einen Review da zu lassen ^^
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