Jokainen on oman onnensa seppä

von Saekki
GeschichteMystery, Fantasy / P18 Slash
Byun Baekhyun D.O. / Do Kyungsoo Kim Jong-in Kris / Wu Yifan Lu Han Oh Sehun
11.02.2015
08.05.2015
50
94561
38
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102 Reviews
Dieses Kapitel
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Hallöchen =)
Das hier ist mein Versuch an einer "Vampir FF". Bitte lasst mich ausreden, bevor alle wieder panisch wegklicken xD Eigentlich möchte ich die FF nicht so betiteln, weil das immer so einen hässlichen Klischee-Beigeschmack hat, aber okay, es geht nun mal nicht anders (denn wer hätte es gedacht, es geht tatsächlich um Vampire). Ich behaupte jetzt mal, dass ich von dem üblichen Schema abgewichen bin und etwas anderes versucht habe, ich habe vor allem einen starken Fokus auf die Vergangenheit gelegt, aber lest einfach selbst ^-^

EDIT: Die liebe SchattenTod war so frei und unglaublich und hat einen Trailer für diese FF erstellt *-* Fokus liegt hierbei aber auf einem der Nebenpairings: KaiSoo - The Animal
Danke nochmal :*

Am Ende der Story (also quasi das letzte Kapitel) habe ich eine Übersicht/Zeitstrahl gepostet, zum besseren Verständnis. Auch hier klare Warnung: Spoiler! Ab Kapitel 25 seid ihr aber relativ sicher ;)

Lasst mir gerne eure Kritik da, ich freu mich drauf und viel Spaß beim lesen =) Ich freue mich auch über einsätzige Reviews ;)
Betaleserin für die FF ist übrigens die liebe Maya88, vielen Dank an dieser Stelle, ich bin dir echt dankbar, dass du dir die Zeit nimmst =)
Und jetzt hör ich auch auf und lasse euch in Ruhe lesen xD

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„Realität ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhört, daran zu glauben.“
Philip K. Dick


1998 - London

Es regnete und kalt fegte der Wind durch die leeren Straßen. Typisches Herbstwetter.
Eine Frau mittleren Alters, mit schweren Tüten in den Händen, eilte die gepflasterte Straße hinunter. Ihr dunkler Schal war mehr schlecht als recht um ihren Kopf gewickelt, um den Regen wenigstens ein bisschen abzuhalten, viel brachte es allerdings nicht. Hinter ihr folgte ein kleiner Junge, nicht älter als neun Jahre, der Mühe hatte mit ihr Schritt zu halten. Auch er trug eine Tüte in seinen Armen, über welche er gerade so hinweggucken konnte. Seine gelbe Regenjacke wirkte beinahe wie ein Fremdkörper in der sonst dunklen Umgebung.
Die Straßenlaternen leuchteten nur schwach, einige Motten saßen auf den Lichtquellen und suchten Schutz vor der Nässe.
„Bleib immer schön hinter mir!“
Der kleine Junge strengte sich an, zu seiner Mutter aufzuholen, doch seine Beine waren einfach zu kurz und die Plastiktüte zu gewaltig. Seine Augenlider waren schwer und er gähnte leise. Es war ein langer Tag gewesen und im Nachhinein hätte der Junge wohl doch das Angebot seiner Großmutter annehmen und bei ihr übernachten sollen. Missmutig kniff er seine Augen zusammen, als er einen besonders dicken Wassertopfen direkt ins Gesicht bekam.
Plötzlich blieb der Schwarzhaarige stehen und horchte auf.
Der Regen rieselte leise auf den bereits nassen Asphalt und- da war es schon wieder.
Der Junge blickte sich um und sah wenige Schritte hinter sich eine Gasse, an der er anscheinend unbewusst vorbeigelaufen war.
Rasch sah er zu seiner Mutter, die unbeirrt weiterlief, und dann wieder zu der dunklen Seitenstraße. Erneut hörte er das Geräusch. Seine Neugier gewann die Oberhand.
Vorsichtig stellte er die Tüte gegen die nächste Hauswand und tapste dann auf den Eingang zu. Seine Müdigkeit war auf einmal wie verflogen und das Geräusch wurde immer intensiver, je näher er kam.
Hohe Backsteinwände gestalteten diese und eine finstere Schwärze kroch aus ihrem hinteren Ende.
Das Herz des Jungen schlug aufgeregt gegen seinen kleinen Oberkörper und er machte einen mutigen Schritt in die Dunkelheit.
Langsam gewöhnten sich seine Augen an das Dunkel und er konnte mehrere verdreckte Müllcontainer an den Seiten erkennen, der Geruch ließ ihn die Nase rümpfen.
Er trat so vorsichtig auf den Boden auf, dass seine eigenen Geräusche von dem Regen geschluckt wurden.
Als er in der Mitte der Gasse angekommen war, blieb er unvermittelt stehen, seine Augen starr vor sich gerichtet.
Auf dem Boden kniete, nur wenige Meter entfernt, ein blonder Mann, dessen Gesicht der kleine Junge nicht erkennen konnte, da er es in seinen Schoß gesenkt hatte. Dort schien eine weitere Person zu liegen, die sich aber nicht bewegte.
Der Schwarzhaarige wusste nicht, was er tun sollte.
Es sah so aus, als würde der Mann mit der Person reden, hören konnte er aber nichts.
Das Geräusch drang klar und deutlich an seine Ohren. So etwas hatte er noch nie zuvor in seinem jungen Leben gehört und ihm gefror beinahe das Blut in den Adern. Es war, als würde Haut mit Gewalt zerrissen werden und Schluckgeräusche folgten, die mehr als grässlich und obszön klangen.
Der Junge war auf einmal gar nicht mehr so neugierig, nein, ganz im Gegenteil: Er wünschte sich, er hätte diese dunkle Gasse nie betreten und er hätte diese widerlichen Geräusche niemals gehört. Wäre er doch bloß brav seiner Mutter gefolgt.
Eine Gänsehaut lief ihm über den Rücken und er krallte unsicher die Hände in seine Jacke.
Verängstigt stolperte er einen Schritt zurück- und landete mit seinem Fuß in einer Pfütze. Das laute Platschen ließ ihn erstarren.
Ruckartig riss der Blonde vor ihm den Kopf hoch und der Junge konnte es nicht verhindern, dass er spitz aufschrie und hart prallte der Laut von den dunklen Ziegelwänden ab.
Das bleiche Gesicht des Mannes war naseabwärts mit Blut verschmiert und unnatürlich spitze Zähne ragten aus seinem geöffneten Mund, aus dem schwer das dunkle Blut tropfte. Doch die Augen des Mannes waren es, die dem Jungen letztendlich die pure Panik durch den Körper schickten.
Kein einziger Tropfen Weiß war in dessen Augen zu sehen, nur schwarze, gähnende Leere. Neben der fahlen Haut wirkten sie beinahe wie ein bedrohlicher Abgrund und der Junge hatte das Gefühl, dass diese Augen direkt in seine Gedanken sehen konnten.
So sehr er es wollte, der Schwarzhaarige konnte sich nicht bewegen, er war wie gelähmt vor Angst. Während er weiter auf den Fremden vor sich starrte, konnte er sehen, dass tatsächlich jemand in dessen Schoß lag. Es war eine Frau, ihr nasses Haar bedeckte ihr Gesicht, aber der blutüberströmte Hals war eigentlich das Einzige, was der Junge wirklich wahrnahm.
Plötzlich stand der Fremde in einer fließenden Bewegung auf und der reglose Körper der Frau rutschte auf die nassen Pflastersteine.
Alles in dem Schwarzhaarigen schrie danach fortzulaufen, zu seiner Mutter, irgendwo hin, nur weg von diesem … Monster.
„Sehun?“
Der Ruf seiner Mutter schnitt wie ein Messer durch die Luft und dem Jungen rutschte das Herz in die Hose.
Der Fremde blieb augenblicklich stehen und starrte den Kleinen ausdruckslos an. Keiner der Beiden brach den Blickkontakt.
Ungläubig sah der Junge plötzlich, wie sich die Augen des Fremden veränderten. Das Schwarz in ihnen wich an den Seiten einem natürlichen Weiß, so dass seine Iriden abnormal geweitet aussahen. Noch mehr Panik überkam ihn und er schrie erneut.
Dann hob der Blonde unerwartet einen Finger an den blutverschmierten Mund und schüttelte langsam den Kopf. Seine dunklen Höhlen ließen den Schwarzhaarigen nicht aus den Augen. Die Warnung war beinahe greifbar.
Fluchtartig drehte er sich jäh um und verschwand von einer Sekunde auf die andere in der Finsternis und der Junge war allein.
Schmerzhaft donnerte sein Herz gegen die kleine Brust und er spürte seine Beine langsam wieder. Kraftlos sank er auf die Knie und starrte in die Dunkelheit, in welche der Blonde verschwunden war.
„Sehun! Was machst du denn hier?“
Hastig zog ihn ein Arm auf seine schwachen Beine und er erkannte das Gesicht seiner Mutter. Schlagartig füllten sich seine Augen mit Tränen und ängstlich klammerte er sich an ihre Jacke.
„Ist ja gut, Mama ist ja hier, du musst keine Angst mehr haben.“
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