Alles was bleibt

von Yorihisa
GeschichteRomanze / P12
Angela Cartwright Condright "Condor" Vaughn Fibyura Jake alias Raimund Müller Mahiro Shinomiya Ren Shido
11.02.2015
05.11.2015
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Das ist meine erste FF, aber ich hoffe, dass sie euch gefällt. Über Feedbacks würd' ich mich sehr freuen.^^
(Was bisher geschah: Band 3 - Condor, Jake, Ren und Angie haben Mahiro endlich gefunden, Crown ist wieder bei Mahiro und jetzt geht es darum, sich in Sicherheit zu bringen.)

Bald schon verließ die Gruppe die schützende Deckung der Felsen und erreichte den Wald.
Mahiro schlug sich tapfer, sie wollte keine Belastung für die anderen darstellen. Mühsam hielt sie mit den anderen Schritt, beschwerte sich aber nicht. Condor musste sie dafür einfach bewundern.
Er warf einen raschen Blick nach hinten, versicherte sich, dass es ihr gut ging, bevor seine Aufmerksamkeit wieder dem Gelände um sie herum galt.
"Du kannst dich auf mich verlassen. Ich werde nicht zulassen, dass dir etwas passiert. Das versprech ich dir!" Das hatte er Mahiro versichert und er würde genau das tun. Selbst wenn es ihm das Leben kosten würde. Nicht nur weil Ren ihn engagiert hatte. Nein, für Mahiro selbst und für sich. Er wollte sie nicht verlieren.
Es war egal. dass sie nicht wusste, wie er für sie empfand. Es war nicht wichtig. Dass sie dasselbe oder zumindest ähnlich fühlte, davon träumte er nicht einmal
Das einzige was zählte, was wirklich wichtig war, war etwas anderes.
Vertrauen.
Und Mahiro vertraute Condor. Bedingungslos.

Eine Bewegung aus den Augenwinkeln alamierte Condor, versetzte ihn in höchste Alarmbereitschaft. Mit raschen Blick sondierte er die Umgebung, aber nichts verdächtiges war zu sehen. Und doch hatte er ein ungutes Gefühl im Magen und darauf nicht zu vertrauen hatte ihn beinahe einmal das Leben gekostet.
"Mahiro!" schoss es ihm durch den Kopf, wie oder warum wusste er nicht, aber sein Körper reagierte instinktiv und in einem Augenblick war er an Mahiros Seite bevor auch nur einer der anderen merkte, was los war.
Mahiro hatte kaum registiert, dass Condor auf einmal vor ihr stand, als auch schon ein lauter Knall die Stille zeriss und Blut in die Luft spritzte. Mit einem dumpfen Geräusch stürzte Condor zu Boden. Blut lief aus einer Wunde, tränkte seine Kleidung und tropfte auf den staubigen Boden. Schmerz brannte in seinem Körper und wie aus weiter Ferne vernahm der die aufgebrachten Stimmen der anderen, die seinen Namen riefen und auf ihn zu gestürzt kamen.
Wie durch Watte vernahm Condor wie in der Ferne eine Waffe geladen wurde und im selben Moment waren die Schmerzen vergessen.
Es war noch nicht vorbei, die Gefahr blieb bestehen.
In einer raschen Bewegung hatte sich Condor aufgerappelt und sich ohne einen Moment des Zögerns als Schutzschild vor Mahiro aufgebaut.

"Los räumt den Typen auch aus den Weg. Die Auftragsgeberin hat ausdrücklich betont, dass gerade der auch getötet werden soll. Zusammen mit der Kleinen. Die anderen drei sind nur ein Bonus!" erteilte der Söldnerführer den Befehl. Er wusste zwar nicht warum gerade dieser Mann mit auf der Abschussliste stand, aber wer wollte sich schon beschweren solange die Bezahlung stimmte? Man würde diesem Vogel schon die Flüge stutzen.

Kugel um Kugel traf Condor.
Blut spritzte.Langsam quoll es aus den zahlreichen Wunden und es war ihm, als würde sein gesamter Körper in Flammen aufgehen.
Seine Beine wollte ihn schon nicht mehr tragen, einzig sein Wille hielt ihn aufrecht.
Er musste Mahiro beschützen.
Endlich kam auch Bewegung in Jake und Ren. Die Söldner bekamen nun die volle Wut der beiden zu spüren. Einer nach dem anderen stürzte getroffen zu Boden und rührte sich nicht mehr.
Auch Condor hatte seine Waffe gezogen und seine Treffsicherheit war beinahe so gut wie sonst. Adrenalin pumpte durch seine Adern und hielt ihn so bei Bewusstsein. Neue Schusswunden durch die langsam verzweifelnden Söldner spürte er schon gar nicht mehr.
"Bleib wach! Steh und schieß!" befahl er sich selbst und wie ein Mantra geisterten die Worte in seinem Kopf. "Noch nicht. Noch nicht."

Schließlich verklangen die letzten Schüsse und die Stille legte sich wie ein Tuch über sie. Jeder wartete angespannt, dachte jeden Moment würde ein weiterer Söldner auftauchen.
Nichts geschah.
Condor spürte, wie ihn langsam die Kraft verließ. Seine Muskeln gaben nach, seine Beine knickten ein und er fiel.
Sein Blut durchtränkte den Stoff seiner Kleidung nach und nach, lief nach unten und bildete allmählich eine Lache auf der Erde. Mit dem Blutverlust kam die Kälte. Es wurde kälter und seine Schmerzen klangen ab. Kaum ein Muskel wollte ihm mehr gehorchen und es wurde zusehends mühsamer die Augen offen zu halten. Selbst das Atem fiel ihm schwer.
Wie durch dichten Nebel nahm er eine Person wahr, die auf ihn zugestürtzt kam und im Hintergrund drei weitere Gestalten. Sein Oberkörper wurde aufgerichtet und da spürte er heiße Tränen auf sein Gesicht tropfen.
"Condor", schluchzte Mahiro mit bebender Stimme. Angst schnürte ihr die Kehle zu und sie brachte kaum ein weiteres Wort hervor. Soviel Angst wie in diesem Moment, die Angst um Condor, hatte sie in der ganzen Zeit nicht gespürt.
Hustend spuckte Condor Blut. Er wollte etwas sagen, versuchte mit schwacher Stimme Worte zu bilden bevor ihn die Kraft endgültig verließ. "Ich habe Wort gehalten und ...", flüsterte er mit brechender Stimme und diese paar Worte forderten seine letzten Kräfte. Den letzten Teil - "Ich liebe dich" - brachte er nicht mehr hervor.
Die Kälte übermannte ihn. Er spürte seine Beine und seine Arme nicht mehr. Er war müde, so müde.
Sein letzter Blick galt Mahiro, dann gab er der Müdigkeit nach. Er schloss die Augen und die Kälte nahm überhand. Langsam versank er in stiller Dunkelheit.

Hier der erste Teil und der zweite folgt sogleich. (Wofür langweilige Psychologiestunden doch gut sind ^^)
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