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Die perfekte Lösung

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya
11.02.2015
06.03.2016
24
29.212
7
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Dieses Kapitel
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04.10.2015 1.544
 
Aomine starrte den Zettel noch kurze Zeit an. Na super, da waren sie ja in eine tolle Situation geraten. Was sollten sie denn jetzt tun?
Eines war erstmal klar, er würde Kise auf keinen Fall dahin gehen lassen. Wer weiß was dieser Stalker mit ihm anstellt. Solche Psychopathen darf man nicht unterschätzen.
Aber auf den Zettel stand auch, dass es Tote geben würde wenn Kise nicht gehen würde. Die Situation schien aussichtslos.
»Was hast du denn da in der Hand? «, kam es links von Aomine, der vor Schreck zusammen zuckte. Er war so in seine Gedenken vertieft gewesen dass er gar nicht bemerkt hatte dass Kise zu ihm gekommen war.
»Ach gar nichts! Es ist nichts! «
Kise hatte den Zettel nicht gesehen, das hieß auch er konnte nichts von den Forderungen des Stalkers wissen. Aomine wusste sofort dass sich der Blonde wegen seinem übertriebenen Beschützerinstinkt gegenüber Kuroko heimlich davon schleichen würde, auch wenn sie nicht wollten dass er geht.
Er hielt den Zettel hinter seinen Rücken versteckt, dass Kise ihn nicht sah. Dieser setzte einen skeptischen Blick auf.
»Ist wirklich nichts? «, fragte er zweifelnd. Aomine nickte schnell, worauf sich sein Gegenüber abwandte.
»Wie auch immer, wir sollten rein gehen. Hier draußen ist es nicht sicher. «
Ohne Worte gingen die beiden wieder ins Haus hinein, wo sie sich zu Kuroko ins Wohnzimmer gesellten. Der Kleine sah sie müde an.
»Ist der böse Mann weg? «, fragte er, in seinen Augen konnte man einen Hauch von Angst sehen. Eine Begegnung mit dem Verrückten hatte ihm anscheinend gereicht. Das war verständlich, wenn man bedachte wie sehr er von ihm zugerichtet wurde.
»Keine Angst, er wird dir nichts tun. Ich beschütze dich. «, sagte Kise und auch wenn es ihm in dieser Situation schwer fiel, versuchte er aufmunternd zu lächeln. Vorsichtig strich er ihm durch die Haare, worauf der Blauhaarige sich an ihn kuschelte und versuchte sich zu entspannen.
»Wie geht es jetzt weiter? «, fragte Kise, doch die Frage war mehr an ihn selbst gerichtet.
Was schon mal klar war, weglaufen war unmöglich. Genauso wie es eine dumme Idee war zur Polizei zu gehen. Wenn sie wirklich beobachtet wurden, dann wäre dass wohl ihr Todesurteil. Welche Optionen blieben da noch?
»Wir bleiben erst mal hier. Und niemand wird alleine vor die Tür gehen, das gilt am meisten für euch beide. Auch wenn dieser Typ hinter dir her ist Kise, hat er eine enorme Wut gegen Tetsu. Das haben wir schon einmal erlebt, nochmal will ich das nicht. «, erklärte Aomine ernst, Kise nickte zustimmen und drückte Kuroko sanft an sich. Die Erinnerung alleine reichte aus um ihm Schuldgefühle zu bereiten.
»Dann bleiben wir einfach immer zusammen. Wenn wir raus gehen müssen, dann nur zu dritt. «, erwiderte der Blonde. Ganz leicht wurde er von Kuroko an der Schulter angestubst, woraufhin er ihn ansah.
»Kise-kun.. ich fühle mich nicht so gut. «, sagte der Kleinere mit schwacher Stimme. Er sah seinen Freund mit halb offenen Augen an, unter denen man leichte Augenringe erkennen konnte. Wenn man es genau nahm war er auch ziemlich blass.
»Was hast du denn? «, fragte Kise besorgt, woraufhin sich eine kleine Träne von Kurokos Augen löste.
»Mir tut alles weh... am meisten m-mein Kopf... und mir ist so heiß und schwindling. «, gab er schluchzend von sich. Auch wenn Kuroko niemand war der seinen Schmerz offen zeigte, so hielt er es trotzdem langsam nicht mehr aus. Seine Schmerzen wurden immer schlimmer.
Kise versuchte ihn zu beruhigen und streichelte ihn zärtlich, während er ihn vorsichtig hielt.
»Das vergeht wieder, es wird alles wieder gut. «, sagte er mit sanfter Stimme, doch heimlich warf er Aomine einen hilfesuchenden Blick zu, da er nicht wusste wie er Kuroko helfen konnte.
Aomine wusste sich anfangs auch nicht zu helfen, versuchte aber stark zu bleiben und es zu überspielen. Er musste jetzt derjenige sein der einen kühlen Kopf behielt, sonst würden sie gleich alle durchdrehen.
»Ich schaue nach was ich an Schmerzmittel im Haus habe. «, sagte er, dann ging er in die Küche zu einer Schublade, in der er immer seine Arznei verstaute. Das meiste was dort vorzufinden war, waren Pflaster, ein dünner Verband, ein Mittel gegen Erkältungen und Fieber und zum Schluss noch Schlaftabletten. Aomine seufzte schwer. Warum musste ausgerechnet das Schmerzmittel in dieser Sammlung fehlen?! Ausgerechnet jetzt!
Verärgert nahm er die Schlaftabletten und das Mittel gegen Fieber heraus. Man wusste ja nie, Kuroko hatte schließlich gesagt ihm wäre so furchtbar heiß.
Anschließend bereitete er noch ein Glas Wasser vor und ging dann zurück zu seinen Freunden. Dort angekommen war das erste was er sah, dass sich Kuroko fest an Kise gekrallt hatte und sein Gesicht in dessen Brust vergrub. Immer wieder hörte man ein leises Schluchzen.
Kise sah etwas überfordert aus, streichelte ihn aber vorsichtig am Kopf und flüsterte ihm immer wieder etwas zu. Man verstand nur schwer was er sagte, es war etwas wie "Es tut bald nicht mehr weh" oder "Aominecchi bringt dir etwas, dann geht es dir besser." Er sah selbst etwas fertig aus, wollte Kuroko aber Trost spenden.
Bei diesem Anblick biss Aomine die Zähne zusammen, der Druck um das Glas dass er hielt wurde größer und er musste aufpassen es nicht vor Wut kaputt zu machen. Sollte der Stalker doch kommen, am besten wäre es wenn er jetzt direkt vor ihm stehen würde. Dieser Verrückte würde den nächsten Tag nicht mehr erleben. Zu dieser Wut hinzu war er aber auch traurig, weil er im Moment nicht in der Lage war etwas auszurichten.
Er riss sich so gut es ging zusammen und trat näher an seine Freunde heran. Kise bemerkte ihn sofort, Kuroko jedoch zeigte keine Reaktion und krallte sich noch fester an den Blonden.
»Hast du etwas finden können? «, fragte Kise mit einem Funken Hoffnung.
»Ja, es ist zwar kein Schmerzmittel aber er sollte sich dadurch besser fühlen. «, antwortete Aomine und zeigte Kise die Packung mit den Tabletten. Dieser lächelte leicht und tippte Kuroko sachte an der Schulter an.
»Schau mal Kurokocchi, wir haben etwas womit es dir besser gehen wird. «, sagte er mit erleichterung in der Stimme. Der Kleine drehte seinen Kopf langsam zu Aomine, der auch ein Lächeln aufsetzte. Er reichte ihm das Glas Wasser und eine Tablette. Normalerweiße konnte man bis zu zwei Stück nehmen, das traf jedenfalls bei Aomine zu. Doch bei Kuroko wäre eine Tablette wohl stark genug.
»Die wird dir helfen. «, sagte er freundlich. Der Blauhaarige sah unsicher auf die Tablette, sie kam ihm so groß vor. Das kam wahrscheinlich davon dass er so gut wie nie etwas nahm. Er weigerte sich eigenlich immer irgentwelche Medikamente zu nehmen. Aber der Schmerz trieb ihm immer mehr Tränen in die Augen, der Schwindel wurde immer stärker.
»Wenn du sie nimmst bekommst du einen Kuss und süße Träume. «, sagte Kise lächelnd, während er ihm über die Wange strich.
Der Blauhaarige gab sich geschlagen, er hielt es einfach nicht mehr aus. Mit einem letzten zögern schluckte er die Tablette und trank darauf das Wasserglas fast leer.
Kise nahm ihn daraufhin vorsichtig in den Arm und legte sich mit ihm zurück. Die Wolldecke die halb über ihnen lag, wickelte er Kuroko langsam um.
Der Blauhaarige kuschelte sich an ihn, sein Zittern war noch durch die Decke spürbar. Nach nicht ganz 10 Minuten, in denen er von seinen Freunden beobachtet wurde, verspürte er eine unglaubliche Müdigkeit. Kise gab ihm einen zärtlichen Kuss.
»Träum süß mein Kleiner. «, hauchte er noch gegen seine Lippen, doch da war Kuroko auch schon eingeschlafen. Das Model musterte den Schlafenden traurig. Wenn der Kleine schlief, hatte er wenigstens keine Schmerzen. Nach einer gefühlten Ewigkeit sah Kise zu Aomine, der sich inzwischen auf einen Stuhl gesetzt hatte und die beiden beobachtete.
»Was sollen wir jetzt nur tun? «, fragte der Blonde verzweifelt. Das alles war schon etwas belastend.
»Im Moment geht es ihm gut. Mach dir keine Gedanken. «, versuchte der Befragte ihn zu beruhigen. Das klappte allerdings schlecht.
»Es geht ihm nicht gut! Er spürt nur nichts weil er schläft, was machen wir dann wenn er aufwacht? «
Aomine sah zu Boden.
»Ich weiß auch nicht. «, gab er widerwillig zu.
»So geht das nicht weiter. Wir müssen ihn ins Krankenhaus bringen. Oder wenigstens zu einem Arzt der ihn untersucht. Wir wissen nicht mal genau was er hat. «, meinte Kise, dabei sah er wieder besorgt auf Kuroko herab, der fest in seinen Armen lag.
Das war ein gutes Argument, seit er zusammen geschlagen wurde, hatten sie ihn nicht untersuchen lassen. Wer konnte also wissen welche Folgen das hatte?
»Du hast recht Kise. «, sagte Aomine, damit war es beschlossen. Er stand auf und verließ mit einem "komm gleich wieder" das Zimmer.
Schnell ging er ins Schlafzimmer und verstaute den Drohbrief in einer Schublade, damit Kise ihn nicht finden würde. Er musste nur noch überlegen was er wegen den Forderungen tun soll, er wollte jedenfalls nicht darauf eingehen. Es blieb noch ein Tag für Überlegungen was sie nun tun sollten. Jetzt war aber einmal das wichtigste Kuroko von einem Arzt untersuchen zu lassen, damit sie etwas gegen seine Schmerzen tun konnten.





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Dieses Mal war ich aber schnell mit dem neuen Kapitel :D
Jedenfalls kommt mir das so vor. Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr lasst ein kleines Review da. Würde mich echt freuen :D
Bis zum nächsten Kapitel
LG  Melli <3
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