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Die perfekte Lösung

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya
11.02.2015
06.03.2016
24
29.212
7
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Dieses Kapitel
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20.09.2015 1.447
 
Die schneebedeckte Landschaft flog förmlich an Kise vorbei. Ständig peitschten ihm die großen Schneeflocken des heftigen Sturms ins Gesicht und erschwerten ihm den Weg, doch er störte sich nicht daran. Er lief immer weiter, als wäre der Teufel hinter ihm her. Schrie verzweifelt Kurokos Namen, doch er bekam keine Antwort. Die ganze Umgebung wirkte wie ausgestorben, kein Mensch war zu sehen. Auch wenn es bei diesen Wetterverhältnissen schwer war überhaupt etwas zu erkennen.
»Wo bist du?! Kurokocchi!! «, schrie Kise erneut. Durch das Laufen fehlte ihm langsam der Atem. Er blieb stehen und stützte sich in einer leichten Hocke auf seinen eigenen Knien ab.
Wo war Kuroko nur? Lag er jetzt irgendwo, vergraben unter Schnee und war am erfrieren? Oder hatte er sich verlaufen? Immerhin war Kuroko noch nie in dem Viertel dieser Stadt, in dem Kise wohnte. Vielleicht war ihm auch etwas anderes zugestoßen, der Blonde konnte schließlich nicht wissen was los war.
Mit einem hektischen Blick sah er um sich, in der Hoffnung seinen Freund irgendwo zu entdecken, doch es war vergebens. Von dem Blauhaarigen fehlte jede Spur. Noch etwas schwer atmend bewegte sich der Blonde wieder vorwärts.
Nach einiger Zeit konnte er in der Ferne schwache Umrisse einer Person erkennen. Umso näher er sich heran wagte, umso genauer wurden die Konturen. Bald erkannte er dass es sich um eine Person handelte welche am Boden saß. Soweit Kise es beurteilen konnte handelte es sich um einen schwarz gekleideten Mann. Er konnte aber nicht erkennen wer es war, da sich dieser Mann vorwärts nach unten beugte und ihm seine Haare ins Gesicht fielen. Außerdem hatte er eine schwarze Kapuze über gezogen.
»H-Hallo? Was...?«
Kise brach mitten in der Frage ab und seine Augen weiteten sich. Als er genauer hinsah bemerkte er was hier vor sich ging. Der schwarz gekleidete Fremde saß auf Kurokos Hüfte. Mit einer Hand hielt er den Kleinen fest, mit der anderen schlug er immer wieder auf ihn ein. Kuroko selbst wehrte sich nur sehr schwach, er schien schon aufgegeben zu haben.
»Was denkst du was du hier tust?! «, schrie das Model, so laut es ihm möglich war. Bevor der Unbekannte darauf reagieren konnte trat Kise ihm hart in die Seite. Der Mann fiel mit einem leisen Keuchen auf den Boden, aber das wurde nur mäßig beachtet. Stattdessen kniete sich der Blonde neben seinen Freund.
»Kurokocchi! Geht es die gut?! «, fragte er panisch und nahm ihn vorsichtig in den Arm. Der Kleine sah ihn mit halb offenen Augen an und nickte schwach, doch das Bild alleine sprach für sich. Von einem blauen Auge, bis hin zu einer Platzwunde an der Stirn, aus der Blut heraus quoll. Ein paar Bluttropfen rannen ihm auch aus dem Mundwinkel und aus der Nase. Durch die Schläge waren seine Wange rot und angeschwollen.
»Es tut mir so leid! Ich hätte sofort bemerken müssen das du weg warst, das ist alles meine Schuld! «, brachte Kise traurig hervor, doch Kuroko war im Moment nicht in der Lage zu antworten. Er war viel zu erschöpft und seine Augen fielen immer wieder zu.
Schweren Herzens stand das Model auf und nahm Kuroko auf seine Arme, doch bevor er losgehen konnte hörte er eine Stimme hinter sich.
»Es ist schön dich wieder zu sehen Ryouta. Ich habe dich schrecklich vermisst mein Schatz. «
Diese Stimme... Kise erstarrte als er sie zuordnen konnte. Im ersten Moment weckte die Stimme Erinnerungen, dann überkam ihn ein Schaudern am ganzen Körper. Wie ferngesteuert drehte er sich um und sah den Fremden an.
Sein Gesicht war zu Hälfte von einer Maske verhüllt. Er trug schwarze Klamotten und war um einiges größer als Kise.
»Das darf doch nicht wahr sein. «, murmelte Kise leise, mit einem ungläubigen Blick starrte er sein Gegenüber an.
»Du wirkst seltsamer weiße so überrascht. Ich habe dir doch versprochen dass ich wieder kommen werde. Komm schon, gib mir eine Umarmung. «, sagte der Mann belustigt. Dabei breitete er die Arme aus und trat einen Schritt näher an Kise und Kuroko heran. Der Blonde allerdings wich schnell einen Schritt zurück.
»Was willst du? Du... du müsstest im Gefängnis sein... «, nuschelte er mehr zu sich selbst. Ein schauderhaftes Kichern seits des Fremden ertönte.
»Müsste ich das? «, war das einzige was er erwiderte.
Kises Blick fiel auf Kuroko, der immer noch schlaff in seinen Armen hing.
»Warum hast du ihm weh getan? Er hat mit alldem nichts zu tun! «, fuhr er ihn überraschend selbstsicher an.
»Natürlich hat er das! Du gehörst mir, deshalb soll dieser Zwerg seine dreckigen Pfoten von dir lassen! «
Das Model drückte Kuroko fester an sich. Er wusste dass er weglaufen sollte, aber seine Beine wollten ihm nicht gehorchen und zitterten stark.


Aomine lief Kise so schnell es ging hinterher. Was hatte sich der Blonde dabei gedacht einfach blind los zu laufen? Immerhin war dieser Verbrecher hinter ihm her, da sollte er etwas vorsichtiger sein.
Nach wenigen Minuten hatte Aomine ihn eingeholt und kam links neben ihn zum stehen.
»Da bist du ja! Was hast du dir dabei gedacht weg zu laufen?! «, fragte er leicht wütend. Doch Kise antwortete nicht und sah starr gerade aus. Als Aomine seinem Blick folgte, konnte er nur noch erkennen wie eine dunkle Gestalt um die nächste Ecke verschwand. Schnell wandte er sich wieder an den Blonden, welcher noch immer sehr abwesend schien.
»Was ist denn passiert? «, fragte er unsicher, doch auch dieses Mal folgte keine Antwort. Gerade als Aomine noch etwas sagen wollte, bemerkte er etwas. In Kises Armen lag ein verletzter Kuroko. Der Blauhaarige schien nicht wach zu sein und sein Atem war nur sehr schwach.
»Tetsu? «, fragte er, doch der Kleine reagierte nicht.
»Es ist alles meine Schuld. «, sagt Kise, der nun endlich aus seiner Starre erwacht war. Eine einzelne Träne rann ihm über die Wange.
»Wenn ich nicht wäre, dann hätte ihn niemand verletzt. Dann wäre er nicht in Gefahr. «, nuschelte er leise.
»Jetzt reiß dich zusammen Kise. Wir kriegen das wieder hin, aber zuerst müssen wir von hier verschwinden. «, erwiderte Aomine aufmunternd und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter. Im Gedanken versunken gingen die Beiden nebeneinander los und machten sich auf den Weg zu Aomine nach Hause.
Sie kamen relativ schnell an, doch redeten sie während des gehens kein Wort. Als sie ankamen, machten sie sich zuerst daran Kurokos Wunden zu versorgen. Der Kleine ließ ab und zu ein leises Wimmern hören, ansonsten blieb er still und bewegte sich auch nicht sonderlich viel.
Als sie fertig waren blieb Kise weiterhin neben Kuroko sitzen und musterte ihn besorgt. Sein Blick glitt über seine geschlossenen Augen, über seine zarten Lippen, über die geröteten Wangen. Dann beugte sich Kise zu ihm vor und gab ihm einen Kuss auf die Stirn.
»Es wird dich nie wieder jemand anfassen. Dafür sorge ich. «, flüsterte er seinem schlafenden Freund zu, doch dieser antwortete nicht. Kuroko blieb wie eine Puppe regungslos liegen und schlief friedlich weiter, diese Erholung schien er zu brauchen.
»Du solltest dich auch ausruhen Kise. Es war ein langer anstrengender Tag. «, meldete sich Aomine. Der Touou Spieler hatte Kise und Kuroko still beobachtet, es fiel ihm schwer im Angesicht der Lage sachlich zu bleiben. Wenigstens er musste nun einen kühlen Kopf behalten, sonst würde es keiner tun. Eigentlich hätte er jetzt vor Wut gegen die Wand geschlagen, oder er wäre sofort losgezogen um diesen verrückten Stalker zur Strecke zu bringen. Doch er riss sich zusammen, für seine Freunde.
»Dir macht es sicher nichts aus hier bei Tetsu im Bett zu schlafen. Ich werde es mir auf der Couch gemütlich machen. «
»Danke für alles Aominecchi. Ich schulde dir etwas «, sagte Kise mit großer Aufrichtigkeit. Schon der Blick des Models alleine verriet wie dankbar er Aomine war. Ohne ihn wüsste Kise nicht wohin er gehen sollte.
Langsam und vorsichtig legte sich der Blonde neben seinen kleinen Freund und nahm ihn behutsam in den Arm. Sanft streichelte er über Kurokos zierlichen Körper, erst jetzt bemerkte er wie kalt der Blauhaarige war. Darum schlang er seine Arme enger um ihn, damit er ihn aufwärmen konnte.
Nach diesem Tag, der endlos erschien, konnten sie nun endlich zur Ruhe kommen. Nach einiger Zeit, in der Kise im Gedanken versunken war, fielen ihm die Augen zu und er versank in einen tiefen Schlaf. Seine letzten Gedanken bevor er einschlief waren voller Sorge, was auf sie zukommen würde wenn er seine Augen am nächsten Tag wieder öffnete.



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Hey :D
Endlich ist das neue Kapitel fertig. Ich hoffe es hat euch gefallen.. auch wenn ich selbst nicht ganz zufrieden damit bin. Irgentwas stört mich, ich weiß aber nicht mal was :0
Ach egal, die Hauptsache ist doch das es da ist :D
Ich würde mich wie immer sehr über ein kleines Kommi freuen *-*
Bis zum nächsten Kapitel
LG  Melli <3
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