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Die perfekte Lösung

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya
11.02.2015
06.03.2016
24
29.212
7
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25.08.2015 1.264
 
Der heftige Sturm, der draußen tobte peitschte ihnen große Schneefloken ins Gesicht. Die Tatsache dass es stockdunkel war, machte ihnen den Weg noch um einiges schwerer.
Kuroko torkelte so schnell es ging hinter Kise und Aomine her und tat sich dabei sichtlich schwer die beiden nicht aus den Augen zu verlieren. Jede Minute kam dem Kleinen vor wie eine Ewigkeit. Seine Arme und Beine waren ganz schlaff vor Anstrengung, schon seit Stunden war er unglaublich müde, auch wenn er die ganze Zeit versuchte es zu verstecken. Er hatte das Gefühl im stehen einschlafen zu können und seine Augen fielen immer wieder kurz zu. Aber er durfte jetzt nicht schlapp machen, der Weg war nicht mehr weit. Also ging er weiter, dabei schwankte er hin und her, woran der starke Wind auch nicht ganz unschuldig war. So übermüdet wie Kuroko war, war es ein Wunder dass ihn der Sturm nicht schon längst umgehauen hatte.
»Müde..«, nuschelte der Kleine und rieb sich die Augen, doch seine leise Stimme ging in diesen Wetterverhältnissen unter. Keiner bemerkte so recht dass Kuroko immer langsamer wurde, nicht einmal ihm selbst fiel dies so richtig auf. Ein Gähnen entfuhr ihm und seine Augen fiehlen wieder zu, jedoch dieses Mal für längere Zeit. Noch zwei kleine Schritte torkelte er vorwärts, dann kippte er mit dem Gesicht voraus nach vorn und landete im weichen Schnee. Er war so weggetreten in seinem Schwächeanfall, dass er den Aufprall gar nicht bemerkte. Er war mit seinen Kräften am Ende.
Waren es jetzt fünf Minuten oder fünf Stunden seit er hingefallen war? Die Zeit schien in diesem Moment etwas so unwirkliches zu sein, jedenfalls für Kuroko. Er schwebte irgentwo zwischen Bewusstlosigkeit und Realität und bekam in diesem Zustand nicht ganz mit was um ihn herum passierte. In seiner starken Benommenheit dachte er nicht einmal daran dass er mitten im Schnee lag und den Anschluss zu seinen Freunden verloren hatte. Um ehrlich zu sein dachte er an gar nichts, es herrschte Leere und Dunkelheit in seinem Kopf. Alles war so still, nur das wilde Rauschen des Windes war zu hören. Kuroko wegitierte immer weiter vor sich hin bis er so tief in diesem Zustand versunken war, dass er den Bezug zur Realität vollkommen verlor.
Nach einiger Zeit näherte sich dem kleinen schlaffen Körper das Geräusch von regelmäßigen und vor allem langsamen Schritten. Kuroko bemerkte dies in seiner Bewusstlosigkeit allerdings nicht.
»Wen haben wir denn da? Ist da etwa jemand vor Erschöpfung zusammen gebrochen? Wie erbärmlich. «, machte sich eine dunkle Stimme bemerkbar. Sie klang abwertend und bestimmend zugleich, als würde sich derjenige zu der sie gehört für etwas besseres halten.
Keine Sekunde später stand ein ziemlich großer Mann neben Kurokos schlaffen Körper, der nach wie vor schlafend am Boden lag. Der Mann kniete sich neben ihn. Sein Gesicht war zur Hälfte mit einer Maske bedeckt und er hatte eine schwarze Kapuze übergezogen.
»Na los! Wach auf «, sagte er genervt. Als Kuroko jedoch keine Regung zeigte fing er an immer wieder gegen seine Wange zu tätscheln. Jedes mal wenn der Kleine darauf keine Reaktion zeigte wurde es fester, bis daraus kleine Schläge wurden. Sie waren nicht sonderlich stark, doch hinterließen sie Abdrücke auf Kurokos Wangen.
»Du denkst du darfst dich hier als Ryoutas neuer Freund aufspielen? Da hast du falsch gedacht, denn er gehört mir! Mir alleine! Du darfst ihn nicht haben! «, sagte er in einem lauten Tonfall, während er immer weiter gegen Kurokos Wangen schlug. Mittlerweile war es ihm egal ob der Kleine davon aufwachen würde oder nicht, er war in einen Blutrausch der Wut gefangen und wollte seinen Zorn an jemanden oder etwas auslassen.
Bald wurden die zuvor leichten Schläge immer fester und rücksichtsloser, bis er den Blauhaarigen mit einer Hand am Kragen packte. Dann stand er auf und zog ihn so mit sich hoch.
»Du hältst dich wohl für besonders toll wenn du dich an ein Model ran machst! «, rief der Fremde wutentbrannt. Kuroko bewegte sich allerdings immer noch nicht und seine Füße baumelten wenige Zentimeter über den Boden. Dann biss der Unbekannte die Zähne zusammen und ballte seine freie Hand zu einer Faust. Damit schlug er Kuroko ohne zu zögern ins Gesicht. Dieses Mal war es um einiges fester und der Kleine fiel schlapp zu Boden. Der Schlag riss ihn förmlich wieder ins Bewusstsein zurück.
Kurokos Augen öffneten sich langsam einen kleinen Spalt. Mit einem leisen Wimmern sah er zu seinen Angreifer auf. Aus seiner Nase lief ein klein wenig Blut und tropfte zu Boden, wo es im Schnee versickerte. Seine Sicht war noch sehr verschwommen und sein Kopf dröhnte wegen dem Schlag zuvor.
»Soll ich dir etwas verraten? Du bist nicht gut genug für ihn! Du bist nichts weiter als ein dreckiger kleiner Wicht, der sofort ersetzt werden kann! Warum sollte dich jemand wollen? Warum sollte Ryouta einen so unbedeutenden Jungen wie dich lieben? «, schrie ihn der Fremde an.
Der Kleine war nicht in der Verfassung sich zu bewegen und blickte benommen ins Leere, doch eine dicke Träne löste sich von seinen müden Augen und rann ihm langsam die Wange hinunter.
»Na gut, wenn du das nicht kapierst werde ich eben selbst dafür sorgen das du dich von Ryouta fern hältst!  «
Kuroko fing an zu zittern und bekam große Angst, allerdings spürte er nach wie vor keinen einzigen Muskel seines Körpers. Er wusste nicht einmal was genau hier passierte, das einzige was er wusste war, dass er schnell Hilfe brauchte. Sonst würde es ihm bald schlecht ergehen.


»Tetsu?! «, schrie Aomine und sah hektisch um sich.
»Wo bist du?! «, rief Kise durch die Nacht und versuchte seinen kleinen Freund irgentwo zu entdecken. Es kam keine Antwort und keine Menschenseele war zu sehen. Warum mussten sie sich gerade jetzt aus den Augen verlieren? Das war wohl der unpassenste Zeitpunkt den man sich vorstellen konnte! Man sah gerade Mal fünf Meter vor sich, danach konnte man durch die Dunkelheit und den dichten Schneefall nichts mehr erkennen
Plötzlich durchfuhr Kise ein schlechtes Gefühl, wie ein starker Stich in der Brust. Der Blonde legte sich eine Hand direkt über sein Herz.
»Kurokocchi..«, nuschelte er fast unhörbar.
Er hatte das Gefühl etwas schlimmes würde geschehen wenn er Kuroko nicht sofort holen würde. Man kann es Intuition nennen, oder auch schlicht weg eine schlechte Vorahnung, aber Kises Instinkte sagten ihm das sein Kleiner ihn jetzt sofort brauchte. Er durfte keine Zeit verlieren.
Aomine sah ihn skeptisch an.
»Alles okay? Ich bringe dich schnell zu mir nach Hause, dann gehe ich nach Tetsu suchen. Du wirst die Tür verschließen und niema-...«
Der Touou Spieler konnte nicht ausreden, da war Kise auch schon losgelaufen. Der Blonde hatte ihm nicht mal zugehört. Seine Gedanken waren ganz wo anderst, sie waren alle bei Kuroko. Sein Kleiner brauchte ihn, jetzt sofort. Er hatte keine Zeit zu verlieren, sein Gefühl sagte ihm "lauf".
»Tut mir leid Aominecchi! «, rief er hektisch zurück.
Der Blonde sah gar nicht hinter sich. Ob Aomine ihm wohl folgte? Er wusste es nicht und in diesem Moment war es ihm auch vollkommen egal. Er wollte zu Kuroko. Er wollte ihn umarmen und vor allem beschützen was ihm auch nur im Entferntesten weh tun könnte.









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Lauf Kise! Lauf! Rette dein Schätzchen!
Das mit den Schlägen auf Kuroko tut mir voll leid. So ein aggresiver Psycho ist eben nicht nett und sanft :(
Und jetzt mal eine Frage. Wenn dieser Stalker jetzt vor euch stehen würde, was würdet ihr mit ihm machen? Lasst eurer Fantasie und eurer Wut freien Lauf. Ich bin jedenfalls darauf gespannt XD
Ich bin dann Mal weg, es ist schon verdammt spät *gähn*
Bis zum nächsten mal
LG  Melli <3
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