Was aus uns wurde

von JoeBestan
GeschichteAbenteuer / P16
08.02.2015
17.02.2019
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Gut, wir werden die Divisionen so aufteilen. Teile es allen anderen sofort mit.“

Ok, Marco, wird sofort erledigt.“, sagten die Kommandanten einstimmig und verließen ihn dann, um das soeben Beschlossene sofort in die Tat umzusetzen.
Der Blonde seufzte laut auf. Die letzten Monate waren sehr anstrengend für ihn gewesen. Nach der Gipfelschlacht, in der Whitebeard, Ace und so viele seiner Kameraden gestorben waren, wurde er zum Kapitän der Whitebeardpiratenbande ernannt. Marco hatte sich erst dagegen gesträubt doch er wurde regelrecht dazu gezwungen. Am Anfang, als seine Brüder und Schwestern ihn darum gebeten
hatten den Platz des Kapitäns zu übernehmen, fühlte er sich dieser Aufgabe, Whitebeards Nachfolger zu werden, noch nicht gewachsen. Als der Phönix sich dann allerding überlegte, welche Alternativen seine Geschwister hatten, wurde ihm eines klar:
Sie hatten keine. Für viele von ihnen war das Leben als Whitebeardpirat alles was sie hatten. Marco konnte und wollte das Leben seiner Kameraden nicht zerstören, indem er es ablehnte Kapitän zu sein. Also hatte er den Posten zum Wohle seiner Geschwister doch noch angenommen.
Marco seufzte erneut. Er ging zum Hauptmast ihres Schiffes, lehnte sich dagegen und blickte sehnsüchtig in Richtung Himmel hinauf.
Paps, ich vermisse dich so sehr“, dachte der Phönix, „Wärst du jetzt hier, hättest du bestimmt einen Weg gefunden alles wieder in Ordnung zu bringen
Tief in seinen Gedanken versunken, bemerkte er nicht die Person die sich ihm näherte und erschrak als diese anfing leise zu sprechen.
Na, den Gesichtsausdruck kenne ich doch“, wurde er von dieser aus seinen trüben Gedanken gerissen. Er drehte sich dem Sprecher zu, um zu antworten:
Oh, Vista, du bist es. Ich hab wieder an Paps gedacht, ich vermisse ihn. Sehr sogar.
Der Schwertkämpfer nickte verstehend mit dem Kopf und lehnte sich neben seinen Kapitän an den Mast an. Mit einem wissenden Lächeln im Gesicht sprach er:
Ich vermisse ihn auch. Die Erinnerung dieses Verlustes wird unvergesslich in unseren Köpfen bleiben, doch wir müssen jetzt stark sein. Unser Vater hätte sicherlich nicht gewollt, dass wir uns in unserer Trauer verlieren.“
Ich weiß, Vista, ich weiß“, antwortete Marco, „Aber manchmal denke ich einfach, dass ich nicht so ein guter Kapitän bin, wie Paps es war. Ich kann diese Fußstapfen einfach nicht so füllen, wie ich es gerne hätte und wie ihr es verdient. Ich fühle mich manchmal so allein.“
Der Schwertkämpfer verstand den Blonden nur zu gut, sie alle hatten um Whitebeard getrauert.
Aber das bist du nicht, Bruder. Wir alle werden dich unterstützen, wo wir nur können“, antwortete Vista.
Der Schwarzhaarige lächelte, klopfte Marco kameradschaftlich auf die Schulter und verließ ihn dann, um unter Deck zu gehen. Der Blonde starrte noch eine Weile die Tür an, durch die Vista verschwunden war, dann wandte er sich, mit einem Lächeln im Gesicht, wieder dem Geschehen auf Deck zu. Der Phönix beobachtete seine Männer, wie sie ihre täglichen Pflichten erledigten.
Und so hing Marco seinen eigenen Gedanken nach, als plötzlich jemand oben vom Krähennest rief:
Ein unbekanntes Schiff auf zwölf Uhr und es kommt schnell näher!“

Ahhhhh, nicht schon wieder. Das ist jetzt schon das vierte Mal diese Woche. Das macht echt keinen Spaß mehr.“, stöhnte Marco genervt, „Hey, Jozu! Trommel die Mannschaft zusammen, wir machen uns kampfbereit!“
Ok, wird erledigt!“, rief dieser ernst zurück, „Gut, Männer ihr habt unseren Käpt‘n ja gehört. Alles stehen und liegen lassen und bereit für´s Gefecht machen.“ In Windeseile hörten alle auf mit dem was sie taten und holten ihre Waffen hervor. Vista, der den Lärm gehört hatte trat wieder an Deck und gesellte sich zu seinem Bruder.
Ah, Marco, was ist denn jetzt schon wieder los“, fragte der Schwertkämpfer, „Da ist man mal kurz unter Deck, um sein Schwert in Ruhe wieder auf Vordermann zu bringen und dann ist hier so ein Lärm. Du weißt ganz genau, dass ich so was überhaupt nicht leiden kann.“ Setzte er noch genervt hinzu.

Ja, ja, nur die Ruhe mein Freund. Das waren wir auch nicht. Wenn du dich bei jemanden beschweren willst, dann bei denen da.“, versuchte der Phönix seinen Freund zu beruhigen und zeigte dabei in Richtung des feindlichen Schiffes.
Wie können die es nur wagen mich bei der Pflege meines Schwertes zu stören? Na warte, die können was erleben.“, rief Vista wütend. Am liebsten hätte der Schwarzhaarige das Schiff auf der Stelle zu Kleinholz verarbeitet, doch ohne Schwert ging das schlecht. Also wartete er grummelnd
auf das sich immer schneller nähernde Schiff und die Besatzung, die ihn bei seiner Arbeit gestört hatte, um diese ordentlich zu verprügeln. Tja, auch wenn Vista die meiste Zeit sich wie ein Gentleman benahm und sonst eigentlich ziemlich cool drauf war, bei dem Thema Schwerter kannte er kein Pardon, das Thema nahm er sehr ernst. Da er nicht sofort angreifen konnte wartete er mit Marco, mehr oder weniger geduldig, an der Reling, Erstgenannter dabei zähneknirschend.

Mit verschränkten Armen besahen sich die beiden jene Idioten, die es wagten sie anzugreifen. Ihr Schiff war ziemlich protzig. Ein, in allen möglichen Farben bestrichener und mit Nieten übersäter Kahn. Am Mast wehte eine Totenkopfflagge, die weder Marco noch Vista kannten.
Großartig.“, dachte er genervt, „Rookies, die meinen sich mit uns anlegen müssen.“
Marco knurrte wütend.
Die werden es bald bereuen, glaub mir Bruder.“, sagte Vista, der sich inzwischen wieder beruhigt hatte ,mit einem sadistischen Grinsen im Gesicht.
Marco schluckte unmerklich. Der Blonde war wirklich froh darüber, den Schwertkämpfer zu seinen Freunden zählen zu können und nicht zu seinen Feinden.
Der Gedanke allein ließ den Phönix erschaudern, doch dann konzentrierte er sich wieder auf das aktuelle Problem vor ihnen und war wieder voll bei der Sache. Sie wurden wieder von irgendeiner No-Name-Piratenbande angegriffen, die sich dachte berühmt werden zu können, indem sie die „Überbleibsel“ der Whitebeardbande auslöschte. Viele hatten es probiert, bisher aber waren sie alle, glücklicherweise, gescheitert. Am Anfang hatte die Crew diese Ablenkung sehr begrüßt, doch jetzt war es einfach nur noch lästig.
Marcos Körper versteifte sich unmerklich „Aufgepasst, da kommen sie.“ sagte er.
Das feindliche Schiff war nähergekommen. Die ersten Gegner sprangen von Bord. Es waren hauptsächlich Schwertkämpfer und Faustschwinger. 
Einige Bombenwerfer waren auch dabei, die sofort ausgeschaltet werden mussten, um ihr Schiff nicht zu gefährden. Marco gab entsprechende Befehle, kümmerte sich, wie immer, einen Überblick zu behalten. Einen kühlen Kopf zu bewahren.
Voller Tatendrang stürzte sich Jozu in die feindliche Horde. Die Körper der Piraten flogen nur so über das Deck, als er sie mit seinen diamantenen Fäusten traf. Marco erblickte Vista, der einem feindlichen Schwertkämpfer einen heftigen Kinnhaken verpasste und ihm sein Schwert abnahm.
Mit prüfenden Blick besah er sich die Waffe und schnaubte verächtlich.
Das wird wohl für diesen Kampf ausreichen müssen.“, sagte er und fing an zu kämpfen.
der Schwarzhaarige zog so schnell sein Schwert, dass seine Gegner es nicht einmal mitbekamen, wie sie fertig gemacht wurden. Alles in Allem, hatte die Whitebeardbande nichts zu befürchten, doch dann passierte etwas Erschreckendes.

Der Kapitän der feindlichen Piratenbande trat Marco in den Weg.
Ah, sieh da, Marco der Phönix. Ich bin Rodrago der Berserker Ich werde dich fertig machen, dann wird eure Bande Geschichte sein.“
Der Blonde schnaubte verächtlich und meinte nur:
Das werden wir ja noch sehen. Ich werde mich doch nicht, von so einem Schwächling wie dir, fertig machen lassen.“ Mit diesen Worten rannte Marco geradewegs auf diesen widerlichen Typen zu.
Rodrago wollte mit einem Faustschlag kontern, doch der Phönix wich aus. Dabei bemerkte er es:
Der Typ benutzte Faustringe aus Seestein. Allein schon Nähe dieser Teufelsdinger entzog dem Blonden die Kraft. Nun ging Marco auf Abstand zu Rodrago.
Na fällt dir nichts Besseres ein, als Seestein gegen Teufelsfruchtnutzer zu verwenden“, sagte der Blonde belustigt, „Richtige Könner wenden natürlich Busoushoku Haki an, aber dazu braucht man natürlich einen starken Willen und den hast du offenbar nicht.“ Diese Worte machten Rodrago so rasend vor Wut. Er stürmte nun auf den Phönix zu. Er holte erneut mit seiner Faust aus, traf Marco aber nicht. Die erwünschte Wirkung trat dennoch ein. Die Nähe des Seesteins entzog Marco wieder ein bisschen Energie und er knurrte frustriert auf.
Ich brauche kein ach so tolles Busoushoku Haki, um dich fertig zu machen.“, sagte der feindliche Kapitän, „Seestein reicht dafür völlig aus und es funktioniert bestens.“ Wieder griff Rodrago an, dieses Mal mit mehreren Faustschlägen hintereinander. Ausgelaugt wie Marco schon war, passte er nicht richtig auf und damit verpasste der Fettwanst ihm einen kräftigen Kinnhaken, der ihn auf den Boden knallen ließ. Benommen und nun völlig entkräftet versuchte Marco aufzustehen, doch Rodrago presste ihn, mit Hilfe der Seesteinfaustringe, zurück auf den Boden.
"Ha, hab ich dich. Jetzt werde ich dich fertig machen, du Wurm.
Noch irgendwelche letzten Worte?", fragte der Pirat spöttisch. Marco schwieg, es gab nichts mehr dazu zu sagen. „Nun gut. Wie du willst.“, sagte Rodrago dann nur. Er holte einen Dolch hervor, mit dem er Marco erstechen wollte. Dieser starrte ihn einfach nur an.
Das darf nicht das Ende sein“, dachte Marco bei sich, „Nicht hier und nicht jetzt. Meine Geschwister brauchen mich noch. Wer kümmert sich um sie, wenn auch ich nicht mehr bei ihnen bin.
Der Phönix versuchte sich aus dem Griff von Rodrago zu befreien, doch dazu fehlte ihm die Kraft.
Haha, nun werde ich berühmt, berühmt als derjenige, der Marco den Phönix getötet und die Whitebeardpiratenbande endgültig zerstört hat, haah.
Der Pirat holte zum tödlichen Schlag aus. Marco sah die Klinge auf seine Brust zurasen.
Pops es tut mir Leid. Ich konnte deinen letzten Wunsch nicht erfüllen. Ich hoffe du verzeihst mir.“ dachte Marco.
Der Phönix kniff die Augen zusammen und er wartete auf den Schmerz, der jetzt unweigerlich kommen musste, doch er kam nicht.
Stattdessen hörte er wie ein Dolch zu Boden fiel. Vorsichtig öffnete Marco seine Augen und sah wie Rodrago Blut aus dem Mund tropfte. Das riesige Schwert, was in seiner Brust steckte wurde langsam rausgezogen und der Fettwanst fiel auf den Rücken. Er schaute sich nach seinem Mörder um und als er ihn sah keuchte er:
Du, du bist das also.“

Das waren seine letzten Worte, dann fiel er leblos zu Boden.
Marco konnte es kaum fassen. Er lebte noch. Der Blonde entspannte sich sichtlich. Schwer atmend und völlig erschöpft lag er am Boden. Der Seestein hatte ihm schwer zugesetzt. Trotz seiner Stärke, war doch genau das auch seine größte Schwäche. Der Rookie hatte ihn tatsächlich mit dieser Aktion überrascht und aus seinem Konzept gebracht. Seufzend nahm Marco sich vor an dieser Schwäche zu arbeiten, damit er beim nächsten Mal vorbereitet war. 
Dann trat jemand auf ihn zu und beugte sich zu ihm herunter.
Die Person fragte: „He,  alles klar bei dir?“
Daraufhin drehte Marco sich zu der Stimme um, die ihn angesprochen hatte, was er sah verschlug ihm dem Atem
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