Der Vegane Krieg

GeschichteAbenteuer, Drama / P16
07.02.2015
11.03.2015
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07.02.2015 692
 
Michael und ich hatten alles nötige herausgefunden und uns ausgiebig vorbereitet. Wir kannten die Adresse dieses Arschlochs und wussten wann er dort sein würde. Wir machten uns auf den weg. Er fuhr.
„Du musst nicht mitkommen Mick“, sagte ich, nachdem wir auf die Autobahn gebogen waren. „Das ist mein Kampf, nicht deiner.“
„Halt die Klappe Ronny. John war mein Patensohn, ich hab den kleinen Frechdachs geliebt wie ein eigenes Kind. Ich gehe mit dir und sobald wir dahier erledigt haben, melde ich mich freiwillig. Kommst du da mit?“
Ich nickte nur stumm und schloss die Augen. Ich ging unseren Plan im Geiste noch einmal durch und rief mir Erinnerungen an John und Fiona ins Gedächtnis. Wir kamen nach einer Stunde an einem kleinen Häuschen an. Es stand am Stadtrand an der Grenze zum Wald. Wir parkten etwas Abseits und gingen, jeder einen Rucksack auf dem Rücken zur Haustür. Er klingelte und ich wartete bis die Tür geöffnet wurde. Sobald dies geschah packte ich den Öffner an der Gurgel und drängte ihn ins Haus. Es war der Handwerker. Ich erkannte ihn sofort. Er versuchte sich zu wehren, doch mein Arm war wie aus Stahl. Michael folge mir hinein und zog seinen Rucksack aus. Aus diesem Nahm er eine Rolle Gaffatape. Ich drängte ihn rückwärts auf einen Stuhl, auf dem er sofort festgeklebt wurde. Dieses tierknutschende Arschloch schien mich zu erkennen und zu wissen was ihm blühte, er sagte zwar nichts, doch seinen Blick konnte ich Lesen wie ein Buch.
„Du weißt wieso wir hier sind, oder? Klar ich seh's doch in deinem Blick!“, herrschte ich ihn an.
Von ihm kam Schweigen.
„Wir machen dich sofort los, wenn wir wissen, wer dein Führungsagent ist. Also rück mit der Sprache raus, klar?“
Wieder schweigen.
„Ronny, der sagt uns nichts, vielleicht sollten wir uns ein wenig umsehen, was meinst du?“
„Das machen wir, aber kleb dieses Arschloch vorher noch am Tisch fest. Er soll's ja nicht zu einfach haben!“
Gesagt, getan. Wir trennten uns, ich ging ins Obergeschoss, während Michael unten blieb und dort alles auf links drehte. Im Schlafzimmer war wenig zu finden. Allein ein Kampfmesser im Nachttisch. Nebenan, im Arbeitszimmer fand ich einige Akten, jedoch ohne verwertbare Informationen. Trotzdem packte ich diese Akten ein. Im zweiten Schlafzimmer war gar nichts. Obwohl ich die Wände abklopfte, fand ich nichts weiter. Gerade als ich wieder runter wollte um mit Michael den Keller zu durchsuchen, hörte ich ihn schreien.
Ich flog hinunter und sah dieses Arschloch über Michael stehen. Er blutete Stark an einem Handgelenk und um Michaels Hals herum bildete sich schnell eine große Blutlache. Ich stürze vor und mein Messer, schlitzte das blutige Handgelenk weiter auf. Ein zweiter stoß mit dem Messer, diesmal genau ins Zentralmassiv beendete den Kampf. Ich fesselte ihn erneut und nahm Michaels Rucksack.
„Gut, du hast also eine Rasierklinge in deinem Ärmel gehabt, wir hätten dich durchsuchen sollen, den Fehler, werde ich nicht mehr begehen!“
Ich zog einen kleinen Metalldetektor aus dem Rucksack und suchte meinen Gefangenen ab. Er war sauber. Nachdem dies erledigt war, nahm ich einen Zimmermannshammer aus Michaels Rucksack.
„Versuchen wir es nochmal, wer ist dein Führungsoffizier?“
Schweigen.
„Meinst du ich hab den Hammer dabei, um hier ein Bild an die Wand zu Nageln? Also, wenn du jetzt nichts sagst, dann wird es dir leid tun!“
Schweigen, unterbrochen von einem tierischen Schrei, als ich seine linke Kniescheibe durch einen Schlag mit dem Hammer zertrümmerte.
„Bist du jetzt gesprächiger?“
Schmerzliches Röcheln, gefolgt von einer Ladung spucke in meinem Gesicht.
„Oh ein Kämpfer, also die Fähigkeit zu gehen, kannst du erstmal vergessen“
Gerade als ich erneut mit dem Hammer aushole, unterbricht er mich.
„Scheiße, ja ich sag's dir. Mein Führungsoffizier ist Hermann Mayer.“
Ich notiere diesen Namen, und bohre weiter nach. Es kommen diverse Namen ans Licht. Sie alle notiere ich und stelle meine Letzte Frage.
„Willst du weiterleben?“
„Ja, verdammt!“
„Sehr gut“
Ich gehe hinaus und rufe die Notfallnummer an. Nach 20 Minuten kommt eine Spezialeinheit der Armee an und nimmt ihn mit. Mich ebenso, doch zum Zweck mich der Musterung zuzuführen, da ich mich gleich bei ihrem Eintreffen freiwillig gemeldet habe.