Der Vegane Krieg

GeschichteAbenteuer, Drama / P16
07.02.2015
11.03.2015
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12.02.2015 783
 
Ich war einer der ersten bei der VPD. Ich war sogar bei der Gründung dabei, bekleidete aber keinen Posten. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon seit zehn Jahren Veganer und davor drei Vegetarier. Ich fand die ursprünglichen Ideen der VPD gut. Auch einige Aktionen des radikalen Flügels fand ich gut. Wenn zum Beispiel alle Tiere eines Mastbetriebes befreit wurden und anschließend dieser Betrieb in Flammen aufging. Auch half ich bei solchen Aktionen mit. Jedoch nur solange, wie keine Menschen bei solchen Aktionen verletzt oder getötet wurden. Ich bin der Meinung, dass jedes Leben schützenswert ist. Als die ersten Metzger verprügelt wurden, wollte ich da raus. Doch die Anführer des militanten Flügels waren davon nicht angetan. Besonders Ralf war dagegen. Als ich ihm meinen Austritt bekanntgab, schrie er mich an: „Was? Du willst raus? Wieso? Haben dich diese drecks Fleischfresser umgedreht? Glaubst du nicht mehr an unsere Mission? Diese Mission führt uns zu einer besseren Zukunft. Es ist ein Krieg. Ein Krieg gegen die Dummheit! Gegen die Unterdrückung der Tiere! Wiesen Krieg müssen wir mit allen Mittel führen! In jedem Krieg gibt es Opfer und wenn auf der anderen Seite mehr Opfer sind, wird sie nachgeben und wir werden den Sieg davontragen! Also sag mir, wieso willst du raus!“
„Ganz einfach Ralf. Jedes Leben ist schützenswert. Ich war dabei, als wir nur Tiere Befreit und Tier-KZs abgefackelt haben. Das ist eine Sache. Es ist eine gänzlich andere Sache wenn Menschen geschädigt werden. Wenn es jetzt gegen Menschen geht, bin ich raus. Wo ist die Grenze? Bei Mord? Wenn ja wo? Sind Heckenschützenattentae ok? Ist es Ok in Menschenmengen leute mit einem Genickschuss zu töten und zu verschwinden? Oder hören wir auf wenn Zielpersonen entführt und wie Tiere geschlachtet werden? Oder erst dann wenn wir Opfer irgendwo einsperren und bei lebendigem Leib verbrennen? Sag mir das mal!“
„Mein lieber Manuel, es gibt keine Grenze. Wir hören erst dann auf, wenn keine Tiere auf der Welt mehr unterdrückt werden. Dazu sind uns alle Mittel recht. Auch Terror. Wen kümmert es ob zehn, hunderte oder tausende dafür dran glauben müssen. Scheiße es könnten sogar Millionen sein. Das ist aber nicht wichtig. Der Weg ist unwichtig. Das Ziel ist alles was zählt!“
„Mir scheint du hast aus den Augen verloren, worum es geht. Hab ich was verpasst? Seit wann ist Terror ein Mittel dessen wir uns bedienen? So langsam frage ich mich, ob das hier noch der richtige Weg ist.“
„Wie meinst du das?“, fragte Ralf mit einem gefährlichen Unterton.
„Wann haben die Fleischfresser je eine Tofufabrik oder das Verlagsgebäude einer Veganerzeitschfit angegriffen oder in Brand gesteckt? Wann wurden je Veganer dafür körperlich angegriffen, wie sie sich ernähren oder die Welt sehen? Dann wurden je Tierschützer angegriffen, weil es Tierschützer sind? Wir müssen uns immer noch den bestehenden Gesetzen beugen. Wenn die VPD erst an der Macht ist, dann werden die Gesetze geändert und wir haben das Gesetz auf unserer Seite. Jedoch spreche ich mich auch dann gegen Physische Attacken gegen Fleischfresser aus. Verdammt auch das sind Lebewesen. Wollten wir nicht alle Lebewesen schützen?“
„Du siehst dir doch gerne Star Trek an. Was waren die Letzten Worte von Spock als er in Reaktor ging um alle anderen zu retten? War es nicht 'Das Wohl von vielen wiegt schwerer als das Wohl von wenigen, oder eines einzelnen'? Also, was sind schon die Leben einiger Verbrecher auf der einen Seite, gegen die Leben von Milliarden von Lebewesen?“
Hier stand ich auf und brüllte ihn an: „Wage es ja nicht. Wage ja nicht Spocks letzte Worte gegen mich zu verwenden. Ich bin raus hier. Endgültig!“
Mit diesen Worten drehte ich mich um und wollte aus seinem Büro gehen. Ich hörte seine Schublade und ein Schuss krachte. Direkt neben mit im Türrahmen schlug eine Kugel ein.
„Komm ganz langsam zurück. Sonst streicht die nächste die Wand mit deinem Hirn. Du bist erst dann raus, wenn ich dir sage, dass du raus bist!“, hörte ich seine Stimme beunruhigend ruhig hinter mir.
Ich drehte mich langsam um und sah seinen Colt Government in seiner hand. Langsam ging ich auf ihn zu und legte meine Stirn an die Mündung und entgegnete kalt: „Na dann los, lass mein Blut an deinen Händen kleben!“
Als er zögerte handelte ich blitzschnell. Ich griff nach dem lauf, verdrehte ihm die Waffe in der Hand und zielte dann meinerseits auf ihn. Er sah mich erschrocken an und ich ging langsam aus seinem Büro.
Danach tauchte ich erst einmal unter und schloss mich bei Ausbruch des Krieges der dritten Fraktion in diesem krieg an. Der Friedensbewegung, die sich, um die Verwundeten kümmert und von beiden Gegnern in Ruhe gelassen wird, da sie sich um alle gleichermaßen kümmert.