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Tanz des Spiels 3

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18
Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Momoi Satsuki Murasakibara Atsushi
07.02.2015
10.06.2015
48
54.269
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10.06.2015 1.449
 
Daiki wartete vor Rukas Klassenzimmer, um sie gleich mit zu nehmen. „Hallo, Daiki-kun“, begrüßte sie ihn schüchtern. „Hallo, Ruka-chan. Können wir los?“ Sie nickte und folgte ihm. Der Rest der Gruppe stand schon am Eingangstor. Alle außer Ivory. „Wo ist den Ivory-chan?“, fragte Ruka erstaunt. „Sie holt noch unser Kind von der Schule ab“, erklärte Kagami lächelnd. „Also kommt sie?“ Akashi nickte. „Ich hab mir schon Sorgen um sie gemacht, wegen ihrer Zerrissenheit. Ich hab gestern mitbekommen, dass sie sich nicht entscheiden kann, zwischen dir, Kagami-kun und der Company.“
Schweigen folgte. „Ja, sie kann sich nicht entscheiden. Sollte es aber wenn möglich bald“, bemerkte Kagami ausdruckslos. „Was ist eigentlich mit dir Nanase-chan?“ „Akashi kommt mit mir mit nach England. Das ist schon abgemacht. Er wollte nach der Uni sowieso nach England und da würden wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, erklärte sie und gab Akashi einen Kuss auf die Wange. Dieser lächelte und legte ihr einen Arm um die Schultern.
Sie verließen das Gelände und machten sich auf in den Park. Überall lagen schon Decken und Menschen liefen herum. An einer besonders schönen Stelle hielt die Gruppe an und breitete Decken aus. Ruka hatte sich ebenfalls eine mitgenommen. Außerdem selbstgemachte Muffins. Drei verschiedene Sorten und von jeder Sorte 12 Stück. Deswegen hatte sie auch einen wirklich großen Korb dabei. Sie setzte sich auf ihre Decke und wusste nicht wohin mit sich, bis sich Daiki neben sie fallen ließ, seinen Kopf in ihren Schoß. „Dai-chan!“, rief Momoi entsetzt. Auch Iv und Nanase sahen ihn entsetzt an. „Was’n?“, fragte er, ohne die Augen zu öffnen. „Du hast dich auf den Schoß eines Mädchens gelegt, welches du nicht kennst“, bemerkte Midorima. „Das ist ziemlich unhöflich, Aomine“, stimmte Akashi zu.
Ruka war knallrot angelaufen. Sie fand es eigentlich gar nicht so unangenehm. Immerhin war es ja nicht das erste Mal, dass er so bei ihr lag. Nur hatte sie immer Chihiro genannt. Hatte ihre Schwester in ihr gesehen. Hatte es nicht besser gewusst. Das hatte keiner der Jungs. Außer Shigeru. Er hatte Ruka und Chihiro zur Rede gestellt. Chihiro hatte so getan, als wäre sie an nichts schuld gewesen. Doch Shigeru hatte ihr nicht geglaubt und sie ziemlich grob behandelt. Anschließend war Chihiro weinend weg gerannt. Zu Aomines Pech, hatte er sie gefunden.
„Ist schon ok. Wenn’s bequem ist“, wank sie ab und öffnete den Korb. „Will jemand Muffins?“
Aomine roch den Geruch nach ganz speziellen Muffins. Die Muffins von Chihiro. Aber das konnte nicht sein. Chihiro war tot. Er schlug die Augen auf und sah ihr Lächeln. Ihre Augen. Nein, die Farbe war falsch. Also doch nicht Chihiro? Aber die Haare stimmten, das Gesicht. Er setzte sich auf und nahm ihr Gesicht in seine Hände. „Chihiro?“ Mit großen Augen sah sie ihn an. „Du…“ „Sorry, ich hab dich grade mit jemandem verwechselt“, plapperte er ihr dazwischen und ließ sie los.
Ruka biss sich auf die Unterlippe und sah weg. Er hatte sie wieder einmal Chihiro genannt. Hatte wieder nicht sie gesehen. Nicht Tsung Ruka, die Tänzerin. Nein, er hatte Tsung Chihiro gesehen. Die wunderbare Athletin. Aomine stand auf und setzte sich neben Satsuki. Diese beschwerte sich bei ihm wegen irgendwas. Dafür setzte sich jemand anderes neben sie. Ivory. „Hi“, grinste sie. Ruka nickte ihr misstrauisch lächelnd zu. „Was ist los?“ „Ich traue deinem Blick nicht, Ivory-chan.“ Iv lachte. Und nicht nur sie. „Sie hat dich durchschaut, Iv“, bemerkte Takao. „Du bist gemein!“, beschwerte sich die Amerikanerin und streckte ihm die Zunge raus.
Ruka fühlte sich wohl in Mitten dieser Chaoten. So hatte sie sich noch nie gefühlt. Natürlich hatte sie Hina. Aber Hina war Chihiros Freundin gewesen. Chihiro hatte Ruka nur in der Gegend rum gezogen und ihre Freunde hatten es akzeptiert.Zwar waren sie nicht begeistert gewesen, hatten sie aber weitgehend ignoriert. Aber diese Gruppe war anders. War fröhlicher. Lauter. Sie neckten sich, hatten Spaß zusammen. Und sie banden Ruka mit ein. Inzwischen waren sie und Iv in einem Team gegen Kagami und Takao beim Volleyball. Zwar waren sie stark im Nachteil, aber Iv lachte trotzdem durchgehend. Auch Taiga und Kazunari hatten ein Lächelnd auf den Lippen.
Nach dem Spiel machten sie sich über die restlichen Muffins her. Aomine sah Ruka grüblerisch an. Ihre Bewegungen und ihr Verhalten. Ihr Lachen. Das alles kam ihm mehr als nur bekannt vor. Konnte es stimmen? Konnte es stimmen, was Shigeru ihm erzählt hatte?

„Daiki! Ich weiß, du kannst mich nicht leiden, aber ich gebe dir einen Rat. Halte dich von Chihiro fern. Sie treibt ein doppeltes Spiel. Nicht nur mit dir. Sie hat dieses Spiel mit allen getrieben.“ „Willst du mich verarschen?“ „Nein. Ich will dich vor einer Schmach bewahren.“
Damit ging der Blondschopf und ließ einen verwirrten Aomine zurück.


Aomine hatte damals angenommen, Shigeru wolle ihn nur ärgern. Aber wenn er so darüber nachdachte, leuchtete es ein. Wenn sie sich getroffen hatten, war Chihiros Haar immer hoch gebunden gewesen. In der Schule trug sie es offen.Bei ihren Treffen hatte sie eine höhere Stimme gehabt und war auch irgendwie größer gewesen. Ihr Duft war anders gewesen. Da fiel es Aomine wie Schuppen von den Augen. Shigeru hatte Recht gehabt.
Aomine packte Ruka an der Hand und zerrte sie hinter sich her. „A-Aomine-kun?“, fragte sie überrumpelt. „Wir reden“, knurrte er. Sie antwortete nichts, ging einfach mit ihm mit. An der Waldgrenze blieben sie stehen. Er nagelte sie an einem Baum fest. „Warum? Warum hast du mir was vorgespielt?“, fauchte er. Sie wandte den Blick ab. „Ich wollte es nicht, aber meine Schwester hatte etwas gegen mich in der Hand“, gab sie zu. „Das da wäre?“, fragte er wütend. „Das geht dich gar nichts an!“, knurrte sie und sah ihm fest in die Augen. „Oh doch! Immerhin bin ich derjenige, den du verarscht hast!“ Sie schloss resigniert die Augen und ließ den Kopf hängen. „Ich war schwanger. Unsere Eltern wussten es nicht und hätten mich für immer und ewig eingesperrt, hätten sie es raus gefunden. Hätten mir alles verboten“, flüsterte Ruka.
Aomine starrte sie mit riesigen Augen an. „Du warst schw…“ Sie hielt ihm den Mund zu. „Schrei nicht so!“ Er riss sich ihre Hand vom Mund. „Warum hast du dich erpressen lassen?“ „Ist das dein Ernst? Sie hatte Beweise.“ „Das ist noch lange kein…“ „Gund? Weißt du was, Dai? Fahr zur Hölle!“
Sie machte sich los mit einem Trick, den er ihr einmal gezeigt hatte, und ging ihre Sachen holen. Sie schnappte sich ihre Decke und ihre Schultasche. Ohne ein weiteres Wort rannte sie fast schon weg. Tränen sammelten sich in ihren Augen. Zuhause rannen sie Ruka über die Wangen und wollten gar nicht mehr aufhören.

Derweil bekam Daiki von vier weiblichen Wesen den Kopf gewaschen, bis er sich auf machte, sich bei Ruka zu entschuldigen. Iv wollte mit gehen, aber Kagami hielt sie zurück. Dafür war Aomine ihm mehr als dankbar. Mit Iv im Nacken hätte er sich noch unwohler als notwendig gefühlt.
Vor ihrer Haustür atmete er nochmal tief durch. Dann klingelte er. Lange Zeit tat sich nichts. Dann wurde die Tür einen Spalt breit geöffnet. „Was?“ „Es tut mir leid. Ich war schon wieder zu aufbrausend.“ „Du kommst nur wegen Ivory“, schniefte Ruka. „Und wegen Satsuki und Nanase und Kumiko“, führte er weiter auf. Verblüfft sah sie ihn an. Dann lächelte sie. „Du warst schon immer ehrlich.“ Sie öffnete die Tür und ließ ihn rein. Daiki grinst schief und trat ein.
Er sah sich um und musste lächeln. „Ich erkenne, dass du diejenige warst, die mit mir ausgegangen ist. Dein Styl ist gleich geblieben. Du hast aus den gewöhnlichsten Dingen etwas wunderbares gezaubert. Wie mit dem Holzstück. Weißt du noch?“ Ruka nickte. Wie könnte sie das vergessen? Er hatte ihr immerhin beim Aussuchen geholfen. Dafür waren sie in den Wald gegangen und…

(Info: Hier wird Ruka als Chihiro dagestelt, da Daiki ja noch nichts von der Verarsche wusste) …„Was machen wir hier?“, fragte Daiki. „Wir gehen ein Holzstück suchen, das ich bearbeiten kann“, verkündete Chihiro. „Und warum genau?“ „Weil ich etwas herstellen möchte, das uns beiden gehört!“ Daiki schnaubte und gab ihr einen Kuss aufs Haar. „In Ordnung. Was für ein Holzstück suchst du denn?“…

„Am nächsten Tag wusstest du nichts mehr davon. Zumindest deine Schwester. Ich weiß noch, dass du dich kurz nach meiner Frage heftig mit ihr gestritten hast“, bemerkte Daiki. „Das hast du bemerkt?“, fragte Ruka erstaunt. „Japp. Irgendwie hab ich es wohl schon damals geahnt, dass irgendwas schief lief. Aber ich war zu stur um es zu bemerken“, sagte er einsichtig. „Das war damals. Aber jetzt ist jetzt. Wir leben der Gegenwardt. Und vielleicht schaffe ich es ja, dich als Ruka zu verführen.“
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