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Tanz des Spiels 3

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18
Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Momoi Satsuki Murasakibara Atsushi
07.02.2015
10.06.2015
48
54.269
5
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28.05.2015 2.102
 
Kyoko war den ganzen Morgen über hyperaktiv. Sie rannte mal von da wieder hier hin und dann wieder weg. „Was ist denn los?“, fragte Kuroko irgendwann. „Ich… gehe doch heute mit Taiga-nii und Ivory-nee die neue Schule ansehen. Und da hab ich ein bisschen Angst. Was, wenn die anderen Kinder mich gleich auslachen? Wenn mir die Uniform nicht gefällt? Wenn ich die Schule nicht mag? Wenn die Lehrer gemein sind?“ Ihre Unterlippe begann zu zittern und Tränen sammelten sich in ihren Augenwinkeln. Kuroko nahm sie in den Arm. „Du musst dir keine Sorgen machen. Ich meine, schau dir mal all die Leute an, mit denen du immer wieder zu tun hast. Wenn dir irgendwer was tut oder dumm kommt, dann hast du 12 Leute, die dich beschützen werden und dich verteidigen“, beruhigte Kuroko das Mädchen. Kyoko atmete tief durch und nickte. „Danke, Tetsu-nii.“
Gemeinsam mit Taiga machten sie sich auf den Weg zur Uni. Unterwegs trafen die auch den Rest. Dabei fiel ihnen auf, dass ein neues Mädchen bei ihnen war. Die Weißaarige vom Fest. Kuroko fiel sofort auf, dass es sein hellblaues T-Shirt war, welches sie trug. Nur war es irgendwie verändert. Doch es machte ihm nichts aus. Er wusste, dass Iv nichts gemacht hätte, wenn sie es nicht wieder rückgängig machen konnte. „Wow, das Kleid ist super“, schwärmte Satsuki. „Und ein Unikat“, sagte Iv grinsend. Satsuki schmollte. „Woher willst du das denn wissen?“, fragte Aomine. „Weil sie es gemacht hat“, erklärte Hibiko an Ivs Stelle. Sofort wanderten alle Blick zu der Brünetten. „Sowas kannst du?“, fragte Satsuki. Iv zuckte nonchalent mit den Schultern. „Is nix Besonderes.“
Taiga schnaubte. „An der SoS hat sie mal ne Modenshow gemacht. Sie hat Sportmode gemacht und dann Betzy, Natasha und Jason dazu gebrach, sie vorzuführen“, erzählte Kagami grinsend. Iv stieß ihm mit voller Wucht den Ellenbogen in die Seite. Fluchend krümmte er sich und hielt sich die schmerzende Stelle.

Iv hob die Shorts aus himbeerfarbenem Stoff hoch. Sie war sehr kurz, ging gerade so über den Hintern und war sehr elastisch. Außerdem besaß sie eine kleine Schleife an der linken Seite. Dazu hatte sie ein schwarzes Top mit einer Erdbeere gemacht. Unter der Erdbeere stand: ‚So sweet!‘
Dann noch eine Basketballshort für die Jungs. Ein silbermetallikfarbener Stoff war an den Außenseiten mit Bändern aus weißem Taft hoch gezogen. An den Außenseiten verlief auserdem noch ein dünnes, weißes Band, in dem wiederum ein noch dünneres Schwarzes war. Dazu hatte die Hose keinen Reißverschluss, sondern drei Knöpfe aus Bernstein. Als Oberteil hatte Iv sich wieder ein schwarzes Oberteil genommen, dieses Mal aber einen Basketball auf die linke Schulter gestickt und sowohl Vorne als auch Hinten ein ‚#1‘ aufgestickt. Um die ‚#1‘ herum waren lauter Maskottchen aus dem Internet von allen möglichen Basketballvereinen.
Als alles fertig war – insgesamt genau 7 Outfits pro Geschlecht – hatte sie sich in den Kopf gesetzt, eine Modenshow zu veranstalten. Jason hatte sich freiwillig gemeldet und Natasha ebenfalls. Betzy, die es eigentlich nicht so mit Mode hatte, hatte ihre Hilfe als Model auch sofort zur Verfügung gestellt.


„Gibt’s davon Filme?“, fragte Takao. „Musst du mit Tobi reden“, antwortete Iv noch immer in der schönen Erinnerung gefangen. „Hast du die Klamotten noch?“, fragte Satsuki. Überrasch sah Iv auf. „Ich glaube schon. Wenn ich Zuhause bin schau ich mal nach“, versprach sie. „Ansonsten kannst du ja heute mal bei unserer Schneiderwerkstadt vorbei schaun“, schlug Satsuki vor.
Als sie an ihrer Haltestelle ausstiegen, lief ihnen der Strumpfhosenbastard vor die Füße. Er wollte gerade wieder was Fieses sagen, als er Hibiko sah. „Wow. Das Kleid ist Hammer. Genau wie seine Trägerin.“ Hibiko sah ihn angewiedert an. „Ich mag keine Lustmolche“, erklärte sie schlicht und sah weg. „Na schön, aber das Kleid ist wirklich toll. Woher hast du das?“, fragte er. „Hab ich anfertigen lassen von einer Bekannten“, erklärte sie völlig cool. Die Clique musste sich wirklich das Lachen verkneifen. Takao fragte Dimitri irgendwann: „Bist du neidisch, weil du so ein schönes Kleid nicht besitzt und es deswegen nicht anziehen kannst?“ Schallendes Gelächter erfüllte den Bahnsteig. Dimitri sah ihnen wütend entgegen. „Man kann auch kein vernünftiges Wort mit euch wechseln!“ „Kann man schon, aber du bist eine Person in unserem Umkreis, die wir nicht ausstehen können“, erklärte Aomine völlig gelassen.
Den ganzen Tag über stand Hibiko bei ihnen und bekam von allen möglichen Leuten Komplimente für das Kleid. Und Hibiko gab gerne zu, dass Iv das Kleid gemacht hatte. Diese hörte nach dem fünften Mal auf, dazu etwas zu sagen und verlegte sich auf‘s Schulterzucken. Sogar einige Lehrer machten der Weißhaarigen Komplimente.
Am Ende des Tages hackte sich Hibiko bei Iv unter und lächelte. „Du wirst ab sofort meine persönliche Schneiderin. Dieses Kleid, welches eigentlich ein ganz einfaches T-Shirt ist, hat so viel Aufmerksamkeit bekommen, wie ein richtiges, von langer Hand entworfenes Kleid. Wenn du meine Garderobe bestücken würdest, wäre das ein Traum“, verkündete sie. Iv lächelte entschuldigend. „Das war eine Ausnahme, Hibiko-chan. Ich mach das als Hobby, wenn ich gerade Zeit habe. Aber ich kann sowas nicht auf Knopfdruck. Wenn mir gerade was einfällt, mache ich es. Oder wenn es eine Situation unbedingt erfordert.“
Hibiko verzog das Gesicht. „Dann eben nicht.“ Sie trennte sich winkend vom Rest und stieg in ein wartendes Auto. „Kam es nur mir so vor oder war sie mehr als nur beleidigt?“, fragte Kise in die Runde.

Am Nachmittag war es dann soweit. Ivory, Taiga, Seijuro, Nanase, Tesuya und Kyoko standen vor der Schule. Es war ein großes, weißes Gebäude. In den Fenstern hingen Fensterbilder, links war eine große Turnhalle und in der Nähe des Eingangastors befand sich ein Fahrradständer. Auf dem Hof befanden sich einige Kinder. Sie trugen ähnliche Uniformen, nur gab es sechs verschiedene Farbvarianten. Schwarzweiß-karrierter Knierock, weißer Blazer mit schwarzer Umrandung, weiße Kniestrümpfe mit einer kleinen Schleife Außen, eine weiße Bluse und eine schwarz-weiß-linierte Krawatte. Die Jungs sahen ähnlich aus, trugen aber statt dem Rock eine weiße Hose.
Die zweite Variante war ähnlich, nur, dass karrierter Rock und Hose ein kräftiges, dunkles Lila hatten. Bei der Dritten waren Hose und Rock Dunkelblau. Vierte sah komplett anders aus. Der Blazer war schwarz mit weißer Umrandung. Bluse war weiß, aber die Krawatte war rotweiß-liniert. Genauso der Rock der Mädchen. Die Hose war schwarz. Fünfte waren moosgrün. Sechste hatte ein staubiges Braun. Die Schülerinnen und Schüler, die eine braunschwarze Uniform trugen, waren die Ältesten auf dem Hof und damit wohl die Abschlussjahrgänge.
Kyoko klammerte sich an Ivs Hand, als die Schüler sie anstarrten und tuschelten. „Keine Angst, Kyoko. Wir sind alle da“, beruhigte Akashi das Kind und strich ihr durch die schwarzen Locken. Gemeinsam gingen sie ins Schulgebäude. Durch Fragen fanden sie schließlich das Sekretariat. Iv klopfte und nach einem „Herein“, trat die Gruppe ein. Die Sekretärin, eine mollige Rothaarige sah ihnen freundlich entgegen. „Ah, Sie müssen die Familie der kleinen Kyoko sein.“ Iv nickte. „Ja. Wenn auch nur die Hälfte.“ Die Frau lachte herzlich. „Dann hat Kyoko-chan ja eine ganze Menge Rückendeckung und Hilfe“, bemerkte die Dame.
Die Frau drehte sich weg und wühlte in den Unterlagen. Schließlich zog sie einen Umschlag hervor. „So, diese Unterlagen müssen Sie bitte ausfüllen.“ Iv nickte und setzte sich an den kleinen Tisch, der im Raum stand.

Name des Kindes: Sasabe Kyoko
Eltern/ Erziehungsberechtigte: Sasabe Ivory, Kagami Taiga, Akashi Seijuro, Makehio Nanase
Frühere Schule: Klosterwaisenhaus
Telefonnummer: xxx/xxxxxx
Handynummer: xxx/xxxxxx ; xxx/xxxxxxx ; xxx/xxxxxx ; xxx/xxxxxx
Wohnhaft:…


Gewissenhaft füllte Iv alles aus. Mit Absicht hatte sie Seijuro und Nanase mit eingeschrieben. Sollten Iv und Taiga mal keine Zeit haben, konnte das andere Paar sie abholen. Mit dem Stift in der Hand stockte Iv. Taiga bemerkte es und fragte nach dem Grund. „Soll ich den Rest auch eintragen? Wenn wir vier mal keine Zeit haben, muss sie ja jemand anders abholen.“ Er nickte. „Trag den Rest des wilden Haufens auch ein.“ Also schrieb Iv auch den Rest auf, ließ aber Kumiko raus, da sich Kyoko und sie noch nicht so warm waren wie der Rest. Schließlich gab Ivory alles ab und zog die Kopie von Kyokos altem Zeugnis aus ihrer Tasche.
„Gut, dann brauche ich noch deine Kleidergröße für die Uniform“, sagte die Dame hinter dem Tresen. Kyoko gab ihre Größe an und griff nach Ivs Hand. „Gut, da du in die zweite Klasse kommst, wird deine Uniform einen lila-karrierten Rocke haben“, erklärte die Rothaarige. Kyoko nickte schüchtern. „Gut, wann und wo sollen wir die abholen?“, fragte Kagami. „Sie können die Uniform gleich im Raum 301 abholen. Hier ist der Zettel.“ Die Dame überreichte ihm einen kleinen Zettel, auf dem mit Unterschrift eine Bestellung stand. Drei Uniformen.Die Gruppe verabschiedete sich und ging zu besagtem Raum. Ein älterer Herr ging zu den Unmengen an Uniformen und holte drei hervor. „Na, dann wünsch ich dir viel Spaß an unsere Schule.“
Zuhause probierte Kyoko die Sachen sofort an. „Oh Gott bist du süß“, quietschte Nanase. Die Jungs, die gerade das Essen kochten, sahen auf und staunten. Kyoko sah in ihrer Uniform wirklich zum anbeißen niedlich aus. „Das wird morgen bestimmt ein toller Tag“, versprach Ivory und gab Kyoko einen Kuss auf die Haare.


Am nächsten Tag mussten sie früher aufstehen als sonst, da Kyokos Schultag schon um 8 Uhr begann. Iv machte es nichts aus, grüher aufzustehen, da sie, wenn es nötig war, ein Frühaufsteher sein konnte. Sie machte Kyoko ein Bento, während diese aß und dann ins Badezimmer huschte. Gestern hatten sie schon alle Schulsachen besorgt und in Kyokos Rucksack gesteckt. „Ivory-nee, kannst du mir die Haare machen?“, bat Kyoko leise, damit die Jungs nicht aufwachten. Iv nickte und flocht ihr die Haare zu einem französischen Zopf zusammen. Dann gab sie ihr den Rucksack und packte noch das Bento ein. Gemeinsam verließen sie die Wohnung und liefen zur Schule. Zu Fuß waren das 5 Minuten, also kein unendlicher Marsch. Dort angekommen klammerte sich Kyoko immer stärker an Ivs Hand. Diese ging vor Kyoko in die Hocke. „Soll ich mit rein kommen?“, bot sie an. Kyoko sah zwischen Iv und der Schule hin und her. Dann schüttelte sie den Kopf. „Nein. Ich werde alleine gehen“, entschied das Kind. Iv gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Meine tapfere Kyoko. Wir holen dich um Fünf ab, ok?“ Kyoko nickte und umarmte Iv zum Abschied, ehe sie ins Schulgebäude ging.
Dort wurde sie von allen gemustert. Sie tuschelten mit einander und lachten. Doch Kyoko bekam schnell mit, dass die Kinder nicht über sie. Mit neuem Mut betrat sie das Klassenzimmer. Vorne an der Tafel stand schon eine Lehrerin. Sie sah Kyoko mit sanften Augen an. „Du musst Sasabe Kyoko sein, richtig?“ Das Kind nickte scheu. „Ich bin Saya-sensei, deine Lehrerin.“ Das Kind lächelte schüchtern.
Nach und nach trudelten die Schüler ein und sahen Kyoko staunend an. Als schließlich alle saßen, sollte sich Kyoko selbst vorstellen. „Mein Name ist Sasabe Kyoko und ich wurde adoptiert, weil meine Eltern gestorben sind. Ich wohne jetzt bei einigen Studenten, die richtig toll sind. Ich hab sogar zwei Hunde. Ich bin ganz gut im Ballett und lerne gerade Basketball.“ Ein Junge aus der Klasse lachte. „Mädchen können kein Basketball spielen“, behaupttete er. „Eben schon“, wiedersprach ihm Kyoko. „Ivory-nee kann super Basketball spielen!“ „Jeder sagt über seine Geschwister, dass sie gut sind“, antwortete ein weiterer Junge. „Die Studenten, die dich adoptiert haben, sind wahrscheinlich richtige Looser“, stichelte ein Mädchen. Bei dieser Bemerkung machte es in Kyokos Kopf „Klick“. „Sind sie nicht“, erklärte das Kind auf einmal völlig ruhig. „Die Generation der Wunder sagt euch doch was, oder?“ Allgemeines Nicken. „Tja, Ivory-nee und Nanase-nee trainieren mit ihnen und Nanase-nee ist sogar mit Seijuro-nii zusammen!“
Die Klasse wurde komplett still. „Du lügst“, behauptete der erste Junge. „Tu ich nicht. Seijuro-nii und Tetsu-nii waren gestern sogar mit hier, als ich eingeschrieben wurde.“ „Wirklich?“, fragte ein Mädchen mit blonden, schulterlangen Locken. Kyoko nickte heftig. „Das will ich sehen“, verlangte der zweite Junge und verschrenkte die Arme vor der Brust. „Bevor ihr weiter streitet, setz dich erst einmal neben Gin-chan“, unterbrach die Lehrerin. Kyoko tat wie geheißen und setzte sich neben die Blonde.
Der Unterricht verlief weitgehend normal. In den Pausen stellte Gin Kyoko ihre Freunde vor. Ein Junge namens Hibiki und ein Mädchen namens Yuuka. Hibiki sah sie neugierig an und staunte dann. „Bist du das Mädchen, dass bei Sasabe Ivory und Kagami Taiga lebt?“, fragte er frei heraus. Kyoko nickte schüchtern. „Meine Schwester hat gesagt, dass du mit den Basketballgenies zusammen warst. Kannst du Basketball? Ich bin darin schlecht.“ Kyoko kicherte. „Ich lerne es gerade. Ich tanze eigentlich Ballett. Genau wie meine Onee-chans.“
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