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Tanz des Spiels 3

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18
Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Momoi Satsuki Murasakibara Atsushi
07.02.2015
10.06.2015
48
54.269
5
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28.05.2015 1.472
 
Das Fest neigte sich langsam seinem Ende und auch der Rest der Clique strebte die Heimat an. Midorima musste laufen, da seine Bahn schon weg war. Takao blieb bei Kumiko. Der hat’s gut, dachte Midorima sauer. Sogar Aomine hatte nun jemanden, der ihn ansprach. Innerlich fluchend ging er durch die menschenleeren Straßen. Die Hände tief in den Hosentaschen vergraben. Er kickte eine Dose vor sich her. Plötzlich hörte er einen leisen Schrei und Männerlachen. Dabei ahnte er Schlimmes. Und wirklich. Als er um die nächste Häuserecke bog, sah er zwei Männer über ein Mädchen gebeugt. Sie hatte einen weißen Bobschnitt und trug ziemlich hohe Hacken. Allerdings schöne Schuhe. Schwarz mit schwarzen Bändern als Halt. An der Außenseite der Schuhe war jeweils eine große Schleife angbracht. Dazu trug sie ein Kleid, welches bis zur Mitte des Bauches schwarz war und ab dort dann mit bunten Blumen bedruckt war…
Midorima erkannte das Mädchen wieder. Sie war eine Freundin von Gou und studierte Jura. Sie hatte ein Gedächtnis der Oberklasse und war ziemlich temperamentvoll. Warum wehrte sie sich also nicht? Schnell sah er den Grund. Ja, gegen ein Messer würde ich auch nichts ausrichten können. Fieberhaft dachte Midorima nach. Polizie konnte er sich sparen. Die würde niemals rechtzeitig hier sein. Aber Aomine hatte ihm mal Polizeigriffe beigebracht, falls er sich wehren musste. Wenn der eigene Vater Polizist war, hatte man wirklich einen Profi in Sachen Verteidigung in der Nähe.
Shintaro ging auf die zwielichtigen Gestalten und Hibiko zu. Zuerst schlug er den Mann ohne Messer zu Boden. Der steht vor morgen nicht mehr auf, dachte der Grünhaarige zufrieden. Der andere Mann wandte sich ihm zu und stach mit dem Messer zu. Midorima war eine Sekunde zu langsam und hatte einen Schnitt in der Seite. Nicht tief, aber trotzdem nicht gerade eine Wohltat. Den Moment des Abgelenktseins hatte Hibiko genutzt und trat ihm ihren Pfenningabsatz in den Fußrist. Schreiend ging der Mann zu Boden. Schnell rannten Hibiko und Shintaro weg. Nach zwei Häuserblocks blieben sie stehen. Schwer atmend ließ sich Hibiko an einer Hauswand zu Boden sinken. Midorima blieb vorn über gebeugt stehen.
„Alles ok mit dir? Irgendwelche Verletzungen?“, fragte er besorgt. Hibiko schüttelte erschöpft den Kopf. „Ich bring dich nach Hause“, entschied Shintaro und half ihr auf. „Das könnte schwierig werden. Ich wohne 20 Autominuten von hier weg“, erklärte sie mit einem schiefen Lächeln. Midorima blieb der Mund offen stehen. „Und wie kommst du dann zur Schule?“ „Ich werde meistens gebracht.“ Sie zuckte mit den Schultern.
„Dann kommst du mit zu mir. Mein Mitbewohner ist eh nicht da“, verkündete Midorima und nahm ihre kleine Hand in seine. Hibiko hatte gar keine Chance Einwände hervor zu bringen. Denn sie standen schon vor seiner Haustür. Im zweiten Stock stieß er eine Tür auf. „Fühl dich wie Zuhause.“ Er zog seine Schuhe an der Tür aus und stellte sie ordentlich hin. Dann warf er den Schlüssel auf ein Schränkchen und ging ins Wohnzimmer.
Hibiko biss sich auf die Lippe. War es wirklich eine gute Idee, bei einem fremden Jungen zu schlafen? Aber wo sollte sie sonst hin? Nochmal auf die Straße wollte sie nicht und Heim konnte sie heute Nacht auch nicht. Sie hatte die Sperrstunde verpasst. Also blieb ihr nichts anderes übrig. Seufzend zog sie ihre Schuhe aus und folgte dem Grünhaarigen. Er war gerade dabei, die Couch zu beziehen. Sie war ziemlich breit.
„Links die erste Tür ist mein Zimmer. Da kannst du schlafen. Ich schlafe auf dem Sofa“, verkündete er. „Aber tu dir selber einen Gefallen und schau nicht in das Zimmer daneben. Mein Mitbewohner hat‘s nicht so mit Ordnung.“ „Ich bräuchte was zum Schlafen“, sagte Hibiko ein wenig zögerlich. „Oh, ja, klar.“ Midorima ging an ihr vorbei und in sein Zimmer. Zuerst nahm er ein T-Shirt für sie aus seinem Schrank und warf es ihr zu. Dann nahm er sich seinen Schlafanzug und verließ mit einem „Gute Nacht“ den Raum.
Hibiko sah sich um. Es war ein Jungenzimmer. Das war gar nicht zu übersehen. Viele Poster mit Basketballstars hingen an den Wänden und ein Basketball lag in einer Ecke. Was sie allerdings doch ein Wenig verwirrte, waren die ganzen Gegenstände in einem Regal. Eine Haarspange, ein Stoffteddy mit Karateanzug, ein Speilzeugfrosch und noch einiges mehr. Er sammelt hoffentlich nicht auch noch Müll.
Hibiko zog sich ihr Kleid aus und das T-Shirt drüber.Es war ihr natürlich um x-Nummern zu groß. Aber es war ja auch nur zum Schlafen. Zögerlich setzte sie sich auf die weiche Matraze und legte sich schließlich ganz ins Bett. Trotz der Befürchtungen, dass sie vielleicht nicht würde einschlafen können, war sie schnell im Land der Träume angekommen.

Der nächste Morgen offenbarte Hibiko, dass sie ihr Kleid nicht würde anziehen können. „Verdammt.“ Im Rockteil waren mehrere Schlitze und der Gürtel war abgerissen. Was um Himmels Willen soll ich denn jetzt anziehen? Ich kann ja nicht in zerrissenen Sachen oder in dem übergroßen T-Shirt rumrennen! Sie lugte aus der Tür heraus. Irgendwo klapperte Geschirr. Also war Midorima ein Frühaufsteher wie sie selbst. Das Kleid an ihre Brust gedrückt verließ sie das Zimmer und suchte ihren Gastgeber. In der Küche wurde sie fündig. Er trug seine Brille nicht. Damit sah er irgendwie nicht ganz so streng aus.
Als er sie bemerkte, wandte er sich von seiner Tasse und einer Zeitung ab und sah sie an. „Guten Morgen, Yada-san“, begrüßte er sie. „Morgen, Midorima-san. Ich hätte da ein Problem.“ Sie hielt ihm das Kleid entgegen. Er angelte nach der Brille, die neben ihm lag und setzte sie auf. Als er das kaputte Stoffstück sah, bekam er einen entsetzten Ausdruck. „Das kannst du auf keinen Fall mehr anziehen.“ Er runzelte die Stirn. „Ich könnte eine Freundin fragen, ob sie dir was leiht. Nur für heute. Hoffentlich killen sie und ihr Freund mich nicht. Welche Größe hast du?“ „Bei Oberteilen S oder M und bei Hosen oder Röcken S bis XS.“ Überrascht sah er sie an. „So klein kommst du mir gar nicht vor“, bemerkte er und griff nach seinem Handy. Die Hülle war grün mit einem roten Glitzerpinguin.
„Hast du nen bestimmten Tick oder warum hast du so ne Hülle?“, fragte sie. „Mein Horoskop hat mir gesagt, dass ich dieses Lucky Item brauche“, sagte er schlicht und wählte.
Wer auch imme du bist, ich hoffe es gibt einen triftigen Grund“, grummelte der Angerufene. „Ja, den gibt es. Ich brauche Frauenkleider.“ Es war kurzzeitig still. „Bist du jetzt wirklich unter die Transen gegangen?“ „Ha ha, sehr witzig.“ „Ok, ok. Was brauchst du denn?“, fragte die Stimme nun schon viel wacher. „Ich brauche Kleidung. Oberteile zweischen den Größen S und M, und Rock oder Hose in Größe S bis XS“, erklärte er schlicht. Auf der anderen Seite hörte Midorima die Person rumräumen und ein Brummen.
Ok, also ich kann dir was bringen. Oder du kommst…“ „Wunderbar, bis gleich.“ Er legte auf, bevor die Sache noch komplizierter wurde. Dann wandte er sich an seinen Gast. „In ca. 10 Minuten bekommst du Kleidung“, informierte er sie. „Möchtest du einen Tee oder Kaffe?“ Hibiko nickte. „Ein Tee wäre toll.“ Shintaro öffnete ein Hängeschrankfach und zeigte Hibiko die Auswahl. „Du hast grünen Tee?“, fragte sie überrascht.

In genau 10 Minuten klingelte es an die Tür. Dafor stand Iv mit einer Tüte in der Hand. „Also, ich hab die Klamotten genommen, die ihm zu klein waren, er ist ja eh nicht so groß und…“ „Was?“, fragte Midorima. „Naja, nachdem die Größen so klein waren, hab ich mich bei Tetsu bedient. Das mit den Frauenkleidern kann nur ein Scherz gewesen sein. Tetsu lässt dir übrigens ausrichten, dass er dezent sauer ist, weil du uns um diese Uhrzeit schon belästigt hast. Und das hat er gesagt, Wort für-“  Sie brach ab, als sie das Mädchen im Wohnzimmer sitzen sah
Midorima konnte quasie sehen, wie sich die kleinen Rädchen in wahnsinniger Geschwindigkeit in Ivs Kopf drehten. „Nein, sie hat nichts mit mir. Sie wurde gestern angegriffen und ich hab sie mit zu mir genommen“, erklärte Midorima, bevor es ungemütlich wurde. Iv nickte. Dann fluchte sie. „Die Klamotten waren für dich, hab ich Recht?“ Hibiko nickte. Iv sah sich suchend um. Dann grinste sie. „Shin-kun, hast du einen dünnen Flechtgürtel?“
5 Minuten später hatte Hibiko zwar wirklich das T-Shirt von Kuroko an, aber es sah nicht mehr wie ein T-Shirt aus. Da es Hibiko bis zu den Knien ging, hatte Iv den dünnen Gürtel um Hibikos Taille gebunden, die Ärmel so genäht, dass sie enger und anders geformt aussahen und den Stoff hier und da noch ein Wenig zurecht gezupft. Schon sah es aus wie ein Kleid. Die Weißhaarige bestaunte sich im Spiegel. „Wow. Du bist echt ein Genie.“ Iv lachte. „Wohl kaum. Ich hab nur gute Ideen“, wank sie ab. „Trotzdem sollten wir uns beeilen, damit wir noch rechtzeitig zur Schule kommen.“
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