Fünf Freunde und der Fluch des Pharaos

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
04.02.2015
15.03.2015
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04.02.2015 2.085
 
Hallo, Fünf Freunde Fans!!!!!;)


Hier ist sie nun, die heiß ersehnte Fortsetzung von "Die berühmten Fünf.....gegen alle."
Diesmal ist es meine Vision zu Fünf Freunde 4. Also, für alle, die den Film noch nicht gesehen haben, Spoileralarm!!!
Es wäre sinnvoll, die erste Geschichte zu lesen, um einzelne Zusammenhänge zu verstehen.


Ich hoffe, ihr habt wieder genauso viel Spaß daran, wie bei meiner ersten Geschichte.;)

Hier noch eine kleine Info zum Alter:

Julian - 14 Jahre

George - 14 Jahre

Anne - 12 Jahre

Dick - 13 Jahre

und natürlich darf ich, den neuen Freund und Helfer, der Fünf nicht vergessen:

der Taschendieb Auni - 15 Jahre.


So, jetzt hab ich euch lange genug aufgehalten. Los, gehts!;)

FAMOUS FIVE FOREVER!!!!

euer Artie








                            KAPITEL 1 - ÜBERRASCHENDER BESUCH







“Mann tut das gut, endlich wieder Zuhause zu sein.”, seufzte George und ließ sich rücklings auf ihr Bett fallen. “Nach dem langen Flug, kann ich mir besten Gewissens, ein kleines Nickerchen gönnen.” Zufrieden, endlich wieder in ihren eigenen Bett zu liegen und die kühle Meeresbrise, die durchs offene Fenster zog, auf den Gesicht zu spüren. Thailand war schön gewesen. Exotisch und voller Abenteuer. Aber es gab keinen Ort auf dieser Welt, der schöner war als ihr Zuhause. Das Felsenhaus und die Felseninsel. Dort war sie aufgewachsen und genau dort gehörte sie hin. Sie alle Fünf. Hier waren ihre Wurzeln. George atmete die frische Meeresluft tief ein und entspannte sich noch mehr. Tat das gut. Es war so still in ihrem Zimmer, das George fast eingenickt wäre. Doch schon nach wenigen Sekunden, war es mit der angenehmen Ruhe vorbei. Anne kam durch die Tür gepoltert.

Oder besser gesagt, Ju kam hineingepoltert. In beiden Händen zwei große Rosa Koffer. Um seine Schulter eine dazupassende Reisetasche und unter dem Arm, hatte er sich auch noch Annes Notfallköfferchen geklemmt. Keuchend schwankte er ins Zimmer, dicht gefolgt von Anne, die mit wachsamen Augen aufpasste, das ihm ja nichts runter fiel. George öffnete genervt ihre Augen und richtete sich auf. Nun war`s definitiv aus mit der wohlverdienten Ruhepause. “Müsst ihr denn solchen Lärm machen. Ich versuche hier zu schlafen.”, beschwerte sie sich sofort. Ju schnaubte nur, als er das Gepäck seiner Schwester, neben deren Bett abstellte. Wie immer, würden sich George und Anne, sich das große Zimmer teilen. “Tut mir wirklich leid, deinen Schönheitsschlaf gestört zu haben, George. Aber versuch du mal, das ganze Gepäck, leise durchs Treppenhaus zu befördern.”

Anne faste ihren Bruder dankend an den Arm. “Danke noch mal dafür, Ju. Du bist der Beste.”, dann wandte sie sich ihrem Gepäck zu und betrachtete es kritisch. “Ich glaube du hast in einem Koffer eine Delle reingeschlagen.” George verdrehte die Augen und Julian ließ seufzend die Schultern sinken. So oft, wie ihm die Koffer, beim Treppensteigen runtergefallen waren, war das auch kein Wunder. “Sorry, Anne. Du hättest mir ja wenigstens, die Reisetasche abnehmen können oder das kleine Köfferchen.” Anne hörte ihn schon gar nicht mehr, sie begann bereits ihre Koffer auszupacken. Sehr zum Ärger von George, die sich genervt vom Bett schwang. Mal wieder typisch Anne. Immer auf den perfekten Haushalt bestimmt. “Muss das jetzt wirklich sein, Anne. Du kannst doch später auch noch deine Koffer auspacken.” Julian hielt sich seinen schmerzenden Rücken, grinste aber leicht, als seine kleine Schwester sich empört zu ihrer Cousine umdrehte.

“Im Gegensatz zu dir, bin ich eben ordentlich. Und schmeiße meine Koffer nicht, in die nächste Ecke und lasse die Schmutzwäsche darin vergammeln.”, stemmte sie anklagend, die Hände gegen die Hüften und sah dabei aus, wie Tante Fanny, die Onkel Quentin tadelte, wenn er mal wieder vor lauter Arbeit vergisst was zu essen. “Gott, ich will gar nicht daran denken, wie Dicks Wäsche wohl stinkt. Habt ihr gewusst, das er immer noch die Socken anhat, mit denen wir im Nouteka waren?” Ju und George warfen sich belustigende Blicke zu. Das war diesmal, typisch Dick. Bei seinem ersten Besuch hier, hatte er tatsächlich nur ein paar Socken dabeigehabt….und zwar die, die er angehabt hatte.

George gab auf, Anne umzustimmen. Bei ihrer kleinen Cousine, war in Sachen Ordnung, jeder Widerstand zwecklos. Stattdessen, schlug sie Ju in die Seite und machte eine kurze Kopfbewegung zu Tür. Am besten machten sie den Abflug, bevor Anne so richtig mit ihren Sauberkeitsvorträgen beginnen konnte. “Lass gut sein, Anne. Wir überlassen dich jetzt deiner Wäsche und verziehn uns nach unten.”, winkte George ab und packte ihren Cousin an der Hand. “Dem Geruch nach zu urteilen, hat meine Mutter bereits den Ofen angeworfen.” Anne nickte zustimmend, als sie ihre perfekt gefalteten T-Shirts aus den Koffer nahm. “Tante Fanny macht Pfannkuchen für uns. Dick und Timmy haben sich sofort als Hilfsköche angeboten.” Ju schmunzelte leise. “Dann können wir nur beten, das nachher auch was für uns überbleibt. Ihr wisst doch, Dick hat immer Hunger.” Lachend, stimmten ihn die Mädchen zu. Tante Fannys berühmten Pfannkuchen, konnte Dick am wenigsten widerstehen.

***

Gemeinsam verließen George und Ju das Zimmer und überließen Anne, ganz ihrer Wäsche. Es wird einige Zeit dauern, bis damit fertig war, alles auszuräumen und in den Schrank einzuräumen. Weder Julian noch George konnten nicht verstehen, wie man so viel Zeit dafür verschwenden konnte. Anne das Hausmütterchen war aber ganz in ihrem Element. “Geht’s Dick eigentlich schon wieder besser? Er war ja im Flugzeug total niedergeschlagen, das er keinen Bissen runter gebracht hat.”, wollte George wissen, als sie und Ju, die Treppe hinuntertrotteten. Julian zuckte mit den Schultern. Was in seinem Bruder gerade vorging, war nicht leicht zu deuten. Nach dem traurigen Abschied von Jo, war Dick wie in Trance gewesen. Man konnte ihn überhaupt nicht mehr ansprechen, so weggetreten war er gewesen. Es war ihm nicht leicht gefallen, das Mädchen zurückzulassen, mit der er seinen ersten Kuss geteilt hatte.

“Das werden wir spätestens beim Pfannkuchenessen feststellen können.”, scherzte er, hoffte aber, das es seinem Bruder wieder besser ging. Es nütze doch nichts, sich in Traurigkeit versinken zu lassen. Er und Jo konnten doch eine Art Fernbeziehung führen oder so was in der Art. Nur weil sie jetzt getrennt waren, hieß das noch lange nicht, das sie es für immer waren. “Also wenn du mich fragst, dann steigert sich der Gute da etwas zu sehr hinein. Das was zwischen ihm und Jo gelaufen ist, war doch eh nur eine Schwärmerei gewesen.”, meinte George, direkt wie immer. Sie sagte immer das, was sie gerade dachte. Meist klang das dann etwas zu schroff. Aber das war nun mal ihre Art. Julian griff nach ihrer Hand und blieb auf einer der Treppenstufen stehn. George musste wohl oder übel ebenfalls anhalten. Fragend musterte sie ihn.

“Ist irgendwas?”, fragte sie ihn verwirrt. Julian sah sie mit einem Blick an, der schwer zu deuten war. “Diese Worte erwähnst du besser nicht, in Dicks Gegenwart. Für ihn war das bestimmt keine Schwärmerei gewesen. So wie er mit mir über Jo geredet hat, kann das nur was Ernstes gewesen sein. Dick hat sich wirklich in Jo verliebt.”, verteidigte er seinen kleinen Bruder, er das erste mal so richtig verliebt war. George spürte, wie er seine Hand fester um ihre schloss und leicht zitterte. Er war mehr als angespannt und die nächsten Worte, wählte er sorgfältig. “Oder findest du etwa auch, das diese Sache mit uns, auch nur eine Schwärmerei war?”

Seine Worte löste bei ihr Herzrasen aus. Peinlich berührt warf sie einen Blick zur Treppe hinunter und hoffte das sie jetzt niemand hörte. Ihr war es noch immer etwas unangenehm, wenn er ihr in aller Öffentlichkeit näher kam. Sie hatte ihm zwar vor kurzen, auf der Jacht, versprochen, den Anderen von ihrer heimlichen Beziehung zu erzählen, doch bis jetzt war der passenden Zeitpunkt noch nicht gekommen. “Das ist doch komplett was anderes.”, stritt sie entschieden ab. Ihr war das mit Julian vollkommen Ernst. Sie hatte ja schließlich ewig gebraucht, um sich ihre Gefühle für ihn überhaupt einzugestehen. Und jetzt dachte er tatsächlich, das sie ihre heimliche Beziehung als Schwärmerei abtat? Da kannte er sie aber schlecht. “Du weißt, das ich lange gebraucht habe um meine Gefühle für dich zu akzeptieren. Ich stehe zu meinen Gefühlen.”, versicherte sie ihm und drückte dabei ebenfalls seine Hand.

Julian entspannten sich wieder etwas. Es war in der Tat nicht leicht, eine Beziehung mit George zu führen. Ihre trotzigen Phasen konnte ihm noch den letzen Nerv rauben. Aber da ging es ihr nicht anderes. Wie oft ärgerte sie sich, über seinen übertriebenen Beschützerinstinkt und seiner rechthaberischen Art. “Und ich zu meinen.”, erwiderte er ohne zu zögern. “Ich schlage vor, das wir es noch solange geheim halten, bis Dick sich wieder beruhigt hat. Er wird es jetzt bestimmt nicht gut aufnehmen.” George stimmte sofort zu. Ihr war es nur recht, diese Offenbarung noch rauszögern zu können. Auch wenn sie Geheimnistuereien hasste. “Bin ganz deiner Meinung. Und jetzt, sehen wir mal, wie sich unser schwerverliebter Vielfraß in der Küche so anstellt.” Darauf musste Julian einfach lachen, auch wenn er sich vor kurzen noch, darüber sorgte, was Georges Gefühle für ihn angingen. Wie heißt es doch immer….Liebe brauchte Zeit, um zu wachsen.

***

Dick hatte sich überraschender Weise, als Koch nicht ganz so schlecht angestellt, wie bisher angenommen. Nur die drei, von im gemachten, Pfannkuchen waren verbrannt. Die restlichen, dufteten unwiderstehlich und waren goldbraun gebacken. Tante Fanny war eben die besten Köchin, die es jemals gab. Mit großen Hunger schlangen alle die Pfannkuchen hinunter und unterhielten sich über das spannende Abenteuer, das sie in Thailand erlebt hatten. Tante Fanny stockte immer wieder der Atem, als die Fünf von den gefährlichsten Situationen ihrer Schatzsuche erzählten. Es war wirklich verdammt knapp gewesen. Alles, was im Nouteka und auf der Jacht, des geldgierigen Fieslings Haynes, passiert war. “…aber am Ende, haben die Fünf Freunde mal wieder bewiesen, das sie unschlagbar sind.”, meinte George stolz und warf den Anderen vielsagende Blicke zu. Timmy, zu ihren Füßen bellte einmal ganz laut und machte sich dann wie wild um seinen Pfannkuchen her.

“Timmy, ist mal wieder meiner Meinung.”, fügte sie lachend hinzu. Onkel Quentin, der mal wieder einen ernsten Gesichtsausdruck aufgesetzt hatte, zeigte auf seine Ohren. “Ich hoffe doch sehr, das ihr euch im Felsenhaus zu benehmen wisst. Nach diesen turbulenten Tagen, muss ich mich wieder ganz auf meine Arbeit konzentrieren. Und dabei wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr eure Lautstärke etwas runterfahren könnt.” George verdrehte kurz die Augen und seufzte leise. Jetzt hieß es, sich wieder zu benehmen und so wenig wie möglich Krach zu machen. “Keine Sorge, Dad. Wir werden uns, die meiste Zeit draußen aufhalten. Oder, Leute?”, fragte George in die Runde.

Julian nickte ihr zustimmend zu und auch Anne war sofort ihrer Meinung. “Wir waren schon lange nicht mehr auf der Felseninsel.” Der Gedanke an ihre gemeinsame Insel, ließ ihre Herzen vor Freude schneller schlagen. Dort konnten sie so laut sein wie sie wollten, und mal wieder ganz unter sich sein. Dick war ganz abwesend. Aß nur stumm seinen fünften Pfannkuchen  und sah dabei nicht ein einziges mal vom Teller auf. Julian warf ihn einen sorgenvollen Blick zu, aber es war Tante Fanny, die ihren jüngeren Neffen ansprach. “Ist bei dir alles in Ordnung, Dick? Du bist heute so schweigsam.” Onkel Quentin, der mit seinen Gedanken schon wieder bei seiner Arbeit war, murmelte etwas vor sich hin. “Na, krank ist er bestimmt nicht. Er isst bereits seinen fünften Pfannkuchen. Und bis zum Ende der Ferien, unsere ganze Speisekammer leer.” Die Anderen mussten sich ein Lachen verkneifen. Sie wusste natürlich was Dick so schwer im Magen lag. Die Trennung von Jo.

“Genau genommen, ist Dick krank.”, merkte Anne  traurig an und blickten ihren Bruder voller Mitleid an. “Er hat leidet unter Herzschmerzen.” Onkel Quentin horchte erschrocken auf. Mal wieder ein deutliches Zeichen, das er völlig neben sich stand. “Dann sollten wir sofort einen Arzt rufen. Herzprobleme im diesen Alter, sind nicht zu unterschätzen.” Jetzt mussten sie nun doch lachen, auch Dick der endlich von seinem Teller aufsah. “Kein Grund zur Panik, Onkel Quentin. Nicht solche Herzschmerzen.”, klärte Anne ihn auf. “Er vermisst Jo.” Dick nickte traurig und lehnte sich mit vollgeschlagenen Bauch zurück. “In der Tat. Jo, hätten meine Pfannkuchen bestimmt geschmeckt.” George wollte schon zu einer lustigen Bemerkung ausholen, da unterbrach sie die laute Türklingel. Wer konnte das den jetzt sein? Hoffnungsvoll horchte Dick auf. Meinte er tatsächlich, das Jo ihm nachgereist war?

Tante Fanny ging eilig zu Tür und rief überraschend und fröhlich zu gleich: “Bernhard, so eine Überraschung! Was machst du den hier?” Julian, Dick und Anne horchten sofort auf. Was machte den ihr Vater hier?
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