Blutfeder's Filmkiste

GeschichteAllgemein / P18
03.02.2015
29.05.2015
19
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03.02.2015 896
 
Inhalt (bitte überspringen, wenn ihr nicht gespoilert werden wollt):
Die Familie Perron zieht in ein altes Farmhaus in Rhode Island. Das erste Anzeichen, dass etwas nicht stimmt, ist, dass der Familienhund nicht das neue Haus betreten will. Wenn man einen solchen Film sieht, fragt man sich instinktiv, wieso die Leute im Film solche Warnzeichen nicht beachten, aber würdet ihr, nur weil euer Hund nicht ins Haus will sofort ausziehen oder gar nicht erst einziehen? Weitere Warnzeichen sind, dass es im Haus kalt ist und in einem der Zimmer ein seltsamer Geruch herrscht „als wäre da drin jemand gestorben“.
Schon kurze Zeit später werden die Warnungen konkreter: der Familienhund stirbt und die Mutter hat einen unerklärlichen Bluterguss. Auch bleiben alle Uhren im Haus um 3 Uhr und 7 Minuten stehen. Des Weiteren fängt eine der Töchter, Cindy, an schlafzuwandeln, obwohl dies seit einiger Zeit nicht mehr passiert ist, und wird dabei von einem alten Kleiderschwank angezogen. Es sieht in etwa so aus, als würde man in einem Videospiel gegen eine Wand laufen und versuchen hindurch zu laufen.
Die jüngste Tochter hat einen Unsichtbaren Freund, der sich als Geist herausstellt, den man nur sehen kann, wenn man in den Spiegel einer Spieluhr sieht. Diese hat sie am Tag des Einzugs unter einem alten Baum gefunden.
Mit solchen paranormalen Ereignissen geht es weiter, zum Beispiel Fallen Bilder von den Wänden, zwei der 5 Töchter werden durch Berührungen geweckt, Türen schlagen von alleine zu. Ich will jedoch nicht alles verraten und steige mit meiner Inhaltsangabe erst wieder ein, wenn Ed und Lorraine Warren, das erste mal handlungsrelevant auftauchen.
Nach einem Angriff auf ihre Tochter besucht die Mutter einen Vortag der Warrens und bittet sie im Anschluss sich ihr Haus einmal anzusehen. Nach kurzer Weigerung stimmen sie zu. Als sie ankommen schläft die gesamte Familie im Wohnzimmer, weil es der einzige bewohnbare Raum ist. Auch fliegen Vögel gegen das Haus und sterben in den meisten Fällen dabei. Lorraine Warren, ein Medium, spürt im Keller, dass etwas schreckliches dort passiert ist. Nachdem sie auch den Freund der jüngsten Tochter gesehen hat geht sie hinaus zum See, hört dort jedoch ein Seil knarzen und sieht a dem Baum, unter dem die Spieluhr gefunden wurde, eine Leiche hängen. Infolgedessen beschießen die Warrens beweise zu Sammeln, um einen Exorzismus zu ermöglichen.
Zu Hause angekommen, decken die Warrens die Geschichte des Hauses auf, mit einer Verbindung nach Salem und einigen ungeklärten Morden. Am nächsten Tag wird das Haus der Perrons vollständig überwacht um jede Spur eines Geistes einzufangen.
In der augenscheinlich zweiten Nacht der Überwachung geschieht etwas. Der hinzugezogene Polizist sieht eine Frau in Dienstmädchenkleidung und die Tochter Cindy Schlafwandelt. Da sie die Kameras nicht auslösen kann, folgen sie ihr bis zu dem Schrank, gegen den sie beim schlafwandeln schon mehrmals gelaufen ist. Dahinter verbirgt sich ein Loch, worin sich der Geist eines Jungen, dem Freund der jüngsten Tochter, immer versteckt wenn er Angst hat. Lorraine klettert hinein und Rutscht durch die Wand in den Keller wo sie den Geist einer Mutter, die ihr Kind getötet hat, sieht. Nachdem sie erklärt hat, was die Blauen Flecken zu bedeuten haben, fallen alle Kruzifixe um und eine der Töchter wird, ganz genretypisch, an den Haaren durch das Zimmer gezogen, jedoch kann man die Ursache nicht sehen.
Die nächste Warnung ist gegen die Warren gerichtet, Lorraine sieht ihre Tochter ertrunken im See hinter dem Haus. Sofort nach einem Leichten Angriff ereilt sie die Nachricht, dass die Mutter mit zwei ihrer Töchter aus dem Hotel raus ist und wahrscheinlich zum Haus zurück fährt. Dort angekommen hören sie die Kinder schon Schreien und die Mutter, besessen, eine ihrer Töchter mit einer Schere bedrohen. Da sie nicht ohne das leben der Mutter zu gefährden, diese für einen Exorzismus zu einem Priester bringen können, beschließt Ed Warren diesen selbst durchzuführen, obwohl er dazu nicht berechtigt ist und bisher nur bei einigen assistiert hat.

Hier beende ich die Inhaltsangabe, da ich das ende nicht verraten will.


Bewertung:

Alles in allem ein typischer Haunted-House-Film. Ich mag solche Filme, ist aber nicht jedermanns Geschmack.
Zu den Technischen Details, die Kulisse ist sehr gut gewählt, auch die Szenenbilder sind hervorragend gestaltet. Was etwas vorhersehbar ist, dass der technische Assistent der Warrens ein Asiate ist. Wieso müssen in Filmen immer die Asiaten die Techniknerds geben? Auch etwas ungewohnt sind die Kammeraschwenks von einer an der Decke Montierten Kamera, bei denen am ende das Bild auf dem Kopf steht. Etwas ungewohnt und sicher nichts für immer aber in Maßen eingesetzt, so wie in diesem Film, ein passendes Stilmittel.
Zur Handlung, sie ist typisch, harmlos anfangend und sich immer weiter steigernd. Es gibt kaum Längen, die 105 Minuten werden gut ausgefüllt. Die „actionreichen“ Szenen sind gut mit den ruhigeren Charakterszenen abgewechselt, ohne irgendwie hektisch zu wirken. Eine Charakterentwicklung findet kaum statt, jedoch ist sie unnötig. Der Film umfasst einen zu kurzen Raum, um großartige Charakterwandlungen zuzulassen.

Im Großen und ganzen gebe ich dem Film 8 von 10 Punkten. Ein Guter Film, jedoch nicht überragend. Für Genrefans auf jeden Fall zu empfehlen, auch gut geeignet für den Einstieg in das Haunted-House-Subgenre bei den Horrorfilmen. Er geht wie viele Filme, nach den Werken von Stephen King eher auf die Psyche und Bluteffekte werden nur zur Unterstreichung eingesetzt. Also eher weniger für zartbesaitete Gemüter und absolut nichts für Leute, die bei einem Horrorfilm Unmengen von Blut sehen wollen.
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