Das Geheimnis von Zhamorrah

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
03.02.2015
05.01.2019
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Lachend rannte ich mit Shafirio durch den feinen Sand, gefolgt von meinem kleinen Bruder Jalif. „Vielleicht werde ich einem echten Ork begegnen, der unschuldige Flüchtlinge bedroht“, träumte Shafirio und schlug mit einem Stock gegen einen Felsen, als wäre dieser ein gefährlicher Gegner. „Ich werde gegen ihn kämpfen. Und ihn natürlich besiegen. Meine Eltern werden stolz auf mich sein.“ Mit einem Satz sprang er auf den Felsen und streckte seine Waffe triumphal in die Höhe.
„Ich würde so gerne mit dir kommen“, meinte ich sehnsüchtig.
Shafirio wurde nächste Woche zwölf Jahre alt und durfte das erste Mal mit seinen Eltern auf eine grössere Reise gehen, in Richtung Süden bis nach Khunchom. Ich beneidete ihn. Ich kam nur selten aus unserem kleinen Dorf heraus und wenn, dann nicht weiter als bis nach Zorgan.
„Ich gehe lieber mit Vater fischen“, warf Jalif ein. „Habe ich euch schon erzählt, was für einen grossen Fisch ich neulich gefangen habe?“
„Schon ungefähr 100 Mal“, erwiderte ich genervt. Für das Fischen hatte ich mich nie sonderlich interessiert. Ich wollte die Welt erkunden, durch Berge und Wüsten wandern und mit Achaz, Waldmenschen und Zwergen sprechen. Es gab so vieles in der Welt, das ich noch nicht kannte.
Ich nahm Shafirio seinen Stock ab. „Eines Tages werde ich auch so weit reisen wie du. Ich werde ganz Aranien durchqueren, bis zur Wüste Khôm und zum Raschtulswall. Dann werde ich jedes Volk und jedes Tier kennen und kein Ork wird sich trauen, sich mir in den Weg zu stellen.“
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