Weihnachten bei den Sanzo Ikkou

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Cho Hakkai Genjo Sanzô Sha Gojyo Son Goku
01.02.2015
01.02.2015
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Konban wa! ^^
Das hier ist meine erste Saiyuki - FF, seid also bitte nicht so streng mit mir... *bettelnd schau*
Zuerst muss ich einige Sachen erklären:

-- Ich habe mal vorausgesetzt, dass Sanzo ein buddhistischer Priester ist, denn das hab ich mal irgendwo gelesen. (glaube ich... bin mir aber relativ sicher) Dazu muss ich hinzufügen, dass ich vom Buddhismus keine Ahnung habe, deswegen hab ich es jetzt einfach mal so dargestellt, als hätte Sanzo als Buddhist keine Ahnung von Weihnachten. Die anderen wissen übrigens eigentlich auch nichts darüber, sondern haben es nur durch Zufall im Dorf gehört.

-- Des Weiteren hab ich Goku hier jetzt einfach mal als "der Jüngste" betitelt. Natürlich weiß ich, dass das NICHT so ist, aber da er eindeutig am Jüngsten aussieht und auch in seinem Eintrag im Saiyuki - Wiki steht, dass er wie 17 oder 18 aussieht, habe ich es jetzt mal so gemacht.

Joa... Ich glaub, das war alles.
Viel Spaß beim Lesen! ^^

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Weihnachten bei den Sanzo Ikkou

„Sanzo! Sanzo!“
Der blonde Priester wandte sich mit missbilligendem Blick zu dem Rufenden um. „Was ist, Goku?“
Der Braunhaarige sprang aufgeregt um ihn herum. „Sanzo, können wir Weihnachten feiern?“
Genjo Sanzo zog die Augenbrauen zusammen. „Weihnachten? Was soll das für ein Fest sein? Und warum willst du es feiern?“
„Was das genau ist, weiß ich auch nicht“, gestand Son Goku. „Man feiert es wohl in anderen Ländern für den Sohn eines Gottes. Und man macht sich Geschenke!“
„Ah, daher weht der Wind.“ Sanzo verdrehte die Augen. „Ich weiß schon, warum du der Affengo – äh… warum Gojyo dich ‚dummer Affe‘ nennt.“
„Das ist fies, Sanzo. Außerdem hast du meine Frage noch nicht beantwortet.“
„Die Frage nach diesem ‚Weihnachten‘? Woher weißt du überhaupt davon?“
„Hab ich im Dorf von gehört.“ Goku verschränkte die Arme vor der Brust. „Also?“
„Also was?“, mischte sich Cho Hakkai ein, der gerade gemeinsam mit Sha Gojyo das Herbergszimmer betrat.
„Da seid ihr ja, ich hab mich schon gefragt, wo ihr bleibt“, atmete Sanzo auf. „Helft ihr mir, Goku davon zu überzeugen, dass dieses ‚Weihnachten‘ ein völlig unsinniges Fest ist?“
„Aber gerne doch. Wie weit dürfen wir gehen?“, fragte Gojyo grinsend nach. Er konnte sich doch keine Gelegenheit entgehen lassen, den Affengott zu ärgern
Doch der Jüngste wollte sich partout nicht von seiner Idee abbringen lassen: „Hey, wenn wir es feiern, bekommen wir Geschenke!“
„Und von wem, dummer Affe?“, lautete Sanzos gereizter Kommentar. „Ich hab das schon ernst gemeint, als ich meinte, ich würde lieber sterben als mit euch zu reisen.“
Inzwischen waren Goku und Gojyo wieder dazu übergegangen, aufeinander einzuschlagen – warum genau, hatten Sanzo und Hakkai nicht mitbekommen, es schien jedoch auch mit Weihnachten zusammenzuhängen.
„Das feiert man garantiert nicht im Sommer!“, rief der Hanyou gerade und verpasste Goku eine Ohrfeige.
„Es ist egal, wann man es feiert. Nur die Geschenke sind wichtig!“, lautete der Gegenkommentar des Brünetten, der Gojyo einen Tritt in den Magen verpasste.
Auch Hakkai mischte sich nun zaghaft ein: „Ich denke, bei diesem Fest zählt eher der religiöse Aspekt, wenn man es für den Sohn eines Gottes feiert…“
Da wurde es Sanzo genug. „Hey! Seid jetzt verdammt nochmal alle still!“ Zur Bekräftigung seiner Worte zog er seinen Revolver. „Das geht mir auf die Nerven! Gut. Also, von mir aus können wir Weihnachten feiern… Genau einmal. Da es ein religiöses Fest zu sein scheint, wird es sicher jedes Jahr gefeiert… Wir werden es aber dieses Jahr genau ein einziges Mal feiern. In den nächsten Jahren nicht mehr…“
„Juhu!“ Goku riss sich von Gojyo los und hüpfte fröhlich auf und ab. „Gehen wir Geschenke kaufen? Und gutes Essen?“
Sanzo schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn. „Sicher doch, Goku, sicher doch… Aber WEHE, du gibst wieder unser ganzes Geld für Essen aus, klar, Affe?“
„Ich bin kein Affe! … Aber ja, es ist mir klar.“
„Das hast du letztes Mal auch gesagt und danach waren wir pleite.“
„Dafür hatten wir viele Vorräte!“
„Die nicht mal für eine Woche gereicht haben, weil du so viel gegessen hast“, widerlegte der Priester. „Hakkai, tu mir den Gefallen und begleite ihn, ja? Damit ich nicht am Schock sterben muss.“
Der Yôkai bedeutete ihm mit einem höflichen Nicken, dass er verstanden hatte und begleitete das jüngste Teammitglied wieder zurück ins Dorf, aus dem sie gerade gekommen waren.
„Ne, San~zo~sama“, begann Gojyo. „Willst du das wirklich?“
„Was?“
„Weihnachten feiern.“
Resigniert seufzend schüttelte der Blonde den Kopf. „Nein. Aber wenn Gojyo dann Ruhe gibt…“
„Das glaubst du nicht wirklich. Der Affe findet immer was zum Betteln. Und wenn’s nur Essen ist.“
„Als ob ich das nicht wüsste. Aber dann hat er ein Thema weniger.“
Dem wusste der Hanyou nichts entgegenzusetzen, doch das musste er auch gar nicht, weil Sanzo ihn fragte: „Was weißt du eigentlich über Weihnachten? Du redest so, als wüsstest du alles darüber.“
„Da gibt’s nicht viel zu wissen. Wie Goku schon gesagt hat, man feiert es zu Ehren des Sohnes eines Gottes… Die Meisten machen sich gegenseitig Geschenke… Warum weißt du das nicht, dummer Mönch?“
„Erstens: Nenn mich nicht ‚dummer Mönch‘. Zweitens: Ich bin Buddhist, ich feiere andere Feste. Und drittens war ich nicht mit euch im Dorf, folglich habe ich nichts davon gehört, stimmst du mir soweit zu?“
„Hast recht, San~zo~sama.“
„Ich hasse es, wenn du meinen Namen so betonst.“
„Schon klar. Willst du auch Sake?“, wechselte der Rotäugige das Thema.
„Du hast Sake gekauft, Kakerlake?“
„Hey, einigen wir uns? Ich versuche, deinen Namen nicht mehr so zu betonen und du nennst mich nicht mehr Kakerlake oder Wasserratte?“
Mit einigen Sekunden Verzögerung kam ein langsames Kopfschütteln von Sanzo. „Nein, wir einigen uns nicht.“
„Schade.“ Achselzuckend nahm Gojyo einen Schluck Sake. „Dann nicht.“
„Scheint dir ja wenig auszumachen…“
„Was ja auch nur ein Versuch“, tat der Hanyou das Thema ab. „Ob mich jetzt einer so nennt oder zwei… ist doch auch egal.“
„Wie du meinst.“ Sanzo zögerte kurz, bevor er fragte: „Muss ich noch irgendwas vorbereiten? Nur, dass Goku nichts zum Meckern hat.“
„Normalerweise stellen sich die Leute einen geschmückten Tannenbaum ins Haus, aber… Wir sind hier in einem Herbergszimmer, wo sollen wir hier einen Baum hinstellen?“
„Wenn wir einen hier hochtragen und schmücken…?“
„Gomen na‘, Sanzo.“ Gojyo grinste. „Aber das ist eine relativ idiotische Idee. Alle können uns sehen, wenn wir dieses Haus betreten. Und wenn wir versuchen, einen Baum hier hochzubringen, wird uns das nur unangenehme Fragen einbringen.“
„Pah!“ Der Priester hätte wirklich keine so kluge Bemerkung von dem Womanizer des Teams erwartet. „Dann halt nicht. Wenn Goku meckert, bist du verantwortlich.“
„Wenn du’s sagst, San~zo~sama.“
Mit einem gereizten Schnauben lehnte der Blonde sich zurück an die Wand hinter sich und zündete sich eine Zigarette an.
Gojyo streckte die Hand aus.
„Was willst du?“, knurrte Sanzo ungnädig.
„Auch eine Zigarette.“
„Hast du keine Eigenen mehr?“
„Die sind leer…“
„Du warst vorhin im Dorf. Warum hast du da keine Neuen gekauft?“
„Weil ich… kein Geld mehr hatte…“
Sanzo zog die Augenbrauen zusammen. „Was hast du denn gekauft?“
„Sake.“
„Sake? Nur Sake?! Und deswegen kommst du jetzt und bettelst mich um Zigaretten an?!“ Wütend zog er seinen Fächer hervor und ließ ihn auf den Kopf des Jüngeren niedersausen.
„Au! Wofür war das denn jetzt?!“
„Mir war eben danach. Außerdem erhöhen leichte Schläge auf den Hinterkopf das Denkvermögen.“
„So Heftige wie deine bestimmt nicht“, grummelte der Hanyou und rieb sich den schmerzenden Hinterkopf.
„Willst du sterben?“
„Nein. Ich bin mit meinem Leben völlig zufrieden.“
„Gut.“

Eine halbe Stunde später kehrten Hakkai und Goku zu ihnen zurück.
Der Affengott grinste zufrieden. „Wir haben ganz tolle Geschenke gekauft, nicht wahr, Hakkai?“
„Sicher doch, Goku…“
Ein wenig geschafft sah der Yôkai ja doch aus, überlegte Gojyo und zog genüsslich an seiner Zigarette, die Sanzo ihm nach einer Diskussion und einigen weiteren Schlägen mit dem Fächer überlassen hatte. Irgendwie war er ja schon froh, dass nicht er mit Goku ins Dorf hatte gehen müssen.
„Wann feiern wir, Sanzo?“, fragte Goku aufgeregt.
Der Priester verspürte den heftigen Drang, seinen Kopf gegen eine Wand zu schlagen, begnügte sich dann aber doch damit, dem Gott mit seinem geliebten Fächer eins überzuziehen. „Es ist erst Mittag, Goku. Dieses Fest feiert man abends. Wenigstens daran sollten wir uns halten.“
Das hatte Gojyo ihm erklärt und Sanzo war der Meinung gewesen, dass sie doch zumindest diese Tradition einhalten sollten. Dass Goku darauf mit einem Schmollen und beleidigt verzogenem Gesicht reagierte, war ihm dabei herzlich egal.
„Nein, perverser Kappa, wir haben nicht nur Essen gekauft!“, riss ihn die laute Stimme des Brünetten aus den Gedanken. „Ich hab doch gesagt, wir haben Geschenke gekauft!“
„Nenn mich nicht ‚perverser Kappa‘, du dummer Affe!“
„Dann nenn du mich nicht ‚dummer Affe‘!“
„Wie denn dann? Chibi – Affe?“, fragte Gojyo lauernd.
„Hör allgemein auf, dir solche Spitznamen auszudenken!“
„Als wärst du so viel besser!“
Und schon hatte Goku wieder Gojyos Faust im Gesicht.
„Müsst ihr euch jetzt streiten?“, wollte Hakkai sie besänftigen, doch er wurde ignoriert – genauso wie Sanzos zuckende Augenbraue.
Diese wurde zumindest von dem braunhaarigen Yôkai bemerkt, der daraufhin versuchte, den 25jährigen zu beruhigen.
„Komm schon, Sanzo, du müsstest dich doch –“
Aber niemand wollte dem armen Hakkai zuhören; weder Goku und Gojyo noch Sanzo.
Letzterer machte einfach wieder Gebrauch von seinem Fächer, der erneut Bekanntschaft mit den Köpfen der beiden Streitenden machen durfte. „Seid jetzt gefälligst still! Ich will meine Zeitung lesen! Und zwar in Ruhe!“
Schmollend und sich den schmerzenden Kopf reibend verzog Goku sich in eine Ecke des Zimmers. „Viererzimmer sind doof. Da muss ich immer mit der stinkenden Wasserratte in einem Doppelbett schlafen…“
„Das finde ich nicht besser!“, rief der als ‚stinkende Wasserratte‘ Betitelte aus einer anderen Ecke. „Du schnarchst viel zu laut!“
„WAS?! Ich schnarche überhaupt nicht! Wenn hier einer schnarcht, dann ja wohl du!“, kam sogleich der empörte Protest.
Innerhalb von nicht mal fünf Sekunden knallte es zweimal und unmittelbar neben den Köpfen der beiden schlug je eine Pistolenkugel in die Wand ein. „Der nächste Schuss trifft!“ Damit wandte sich Sanzo wieder seiner Zeitung zu.

Bis es draußen dunkel wurde, war es verhältnismäßig ruhig im Zimmer der Sanzo Ikkou, was auch daran liegen konnte, dass Goku sich allein aufgemacht hatte, die Speisekammer der Herberge zu plündern.
Pünktlich um halb sieben abends stand er wieder mit vollen Taschen im Zimmer. „Sanzo? Feiern wir jetzt?“
Der Priester seufzte resigniert, als er von Hakkai ein eingepacktes Päckchen hingehalten bekam.
Denn damit hatte der Yôkai sich den Nachmittag vertrieben: Er hatte die Gegenstände, die Goku und er als Geschenke gekauft hatten in Geschenkpapier eingepackt.
„Bitte, Sanzo. Damit Goku Ruhe gibt…“
„Pah!“ Doch nach einem kurzen inneren Konflikt nahm er das Päckchen und hielt es Goku hin.
Dieser schnappte es begeistert. „Arigato, Sanzo!“
Als er sah, wie glücklich der Braunhaarige war, lächelte Sanzo schwach. Auch, wenn ihm seine Begleiter oft noch so sehr auf die Nerven gingen, wollte er sie doch schon lange nicht mehr missen.
Ein Finger piekste ihn in die Seite. „Warum lächelst du so, dummer Mönch?“
Mal wieder traf der Fächer auf Gojyos Kopf. „Ich lächle nicht.“
„Doch.“
„Nein.“
„Doch.“
„Nein.“ Bei jedem ‚Nein‘ Sanzos schrie der Hanyou schmerzerfüllt ob des Fächers, der immer wieder dieselbe Stelle an seinem Kopf traf und ihm so einen heftig schmerzenden blauen Fleck bescherte, auf.
„Ist gut, ist gut, ist gut! Du hast nicht gelächelt!“
„Genau, Kakerlake.“ Mehr oder weniger zufrieden ließ Sanzo von ihm ab.
„Sanzo, Sanzo, Sanzo!“ Aufgeregt hüpfte Goku um ihn herum. „Hier! Wir haben auch was für dich gekauft! … Okay, ich weiß nicht, was es ist, Hakkai hat’s gekauft. Aber pack es einfach aus!“
Zuerst zog der Blonde misstrauisch die Augenbrauen zusammen, doch dann beschloss er, seinen… Freunden zu vertrauen und packte das Geschenk aus. Ein wenig verwirrt sah er auf eine Zeitung, eine Schachtel Zigaretten und einen neuen Fächer hinab, bis er verstand. „Danke“, murmelte er, ließ sich aber ansonsten nichts anmerken.
Eine Weile lang ‚feierten‘ sie noch so, bevor Sanzo seine Begleiter ins Bett schickte: „Wir müssen morgen schließlich weiterreisen.“
„Aber, Sanzo…“ Goku sah ihn beinahe schon bettelnd an. „Ich will nicht mit dem perversen Kappa in einem Bett schlafen.“
Sanzo verdrehte die Augen, doch irgendwie war er gerade zu einer guten Tat aufgelegt, weshalb er verkündete: „Wenn das für Hakkai in Ordnung ist, kannst du bei mir schlafen.“
Der Yôkai nickte zustimmend und augenblicklich fing Goku wieder an zu strahlen. „Danke!“
„Ach, schon gut…“
Wenig später lagen die vier – wie in den beiden vorherigen Nächten – wieder in den beiden Doppelbetten in dem Viererzimmer, mit dem Unterschied, dass Goku nun im gleichen Bett schlief wie Sanzo.
Oder auch nicht, denn auch nachdem Gojyo und Hakkai schon eingeschlafen waren, wälzte sich der Affengott noch unruhig auf seiner Seite des Betts herum, bis er sich zu fragen traute: „Du, Sanzo? Kann ich näher zu dir rücken?“
Der Blonde seufzte leise; das hatte er nun von seinem Angebot, nun konnte er schlecht ‚Nein‘ sagen. „Komm her.“
Darum bemüht, die beiden Schlafenden nicht zu wecken, rutschte Goku ein Stück näher zu Sanzo, bis sie sich beinahe berührten, doch einschlafen konnte er danach immer noch nicht.
Das merkte auch der Priester, weshalb er kurz darauf zögernd anfing, sanft über den ihm zugewandten Rücken Gokus zu streicheln.
Ein Seufzen war von dem Kleineren zu hören, dann entspannte er sich merklich und schlief schließlich ein.

Als Hakkai am nächsten Morgen als Erster aufwachte und seine Freunde wecken wollte, machte er eine verblüffende Entdeckung, die ihm ein Lächeln auf die Lippen zauberte: Goku lag in Sanzos Armen, der 25jährige drückte ihn fest an sich. Und… Sanzo lächelte.
„Wie süß…“

*~Owari~*
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