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Er beißt gelegentlich

von Jini
KurzgeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Magnus Bane Woosley Scott
01.02.2015
01.02.2015
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Es tut mir Leid. Es tut mir endgültig und aufrichtig Leid. Was soll ich sagen; Magnus' Worte aus Clockwork Princess gingen mir nie aus dem Kopf. Und ganz im Gegensatz zu Alecs Entjungferung ging mir das hier relativ leicht von der Hand :S  Ich schäme mich dafür. Steinigt mich nicht.

[Alte Geschichte. War in der falschen Kategorie, deshalb neu hochgeladen]


Disclaimer:
Mir gehören keine der erwähnten Figuren oder Handlungssträngen.


Warnings:
Slash, Lemon, OOC
Schmutzige, lieblose Sexytime ahead :X


Woolsey beißt gelegentlich

Mit einem tiefen, erschöpften Seufzen hob ich den Kopf und blinzelte zu der teuren Standuhr am anderen Ende des Zimmers. Was seine Einrichtung betraf hatte der Hausherr einen wirklich exquisiten Geschmack. Edles Holz und feinste Details aus purem Gold. Doch ob nun teuer oder nicht, auch eine billige Uhr würde mir sagen, dass es bereits weit nach Mitternacht war. Genau genommen beinahe zwei Uhr in der früh. Ich streckte meine müden Glieder und lehnte mich auf meinem Stuhl zurück. Die vielen Stunden, die ich tief über einen Stapel Dokumente gebeugt verbracht hatte, forderten ihren Tribut. Meine Konzentration schwand dahin. Es wäre wohl angebracht, die Arbeit ruhen zu lassen und schlafen zu gehen.

Ich rieb mir mit der Rückseite einer Hand über die Augen. Zugegeben, müde war ich über alle Maßen, aber mir war überhaupt nicht danach, jetzt ins Bett zu gehen. Meine Gedanken schweiften zu dem Jungen, dem ich diese spätnächtlichen Forschungssitzungen verdankte. William Herondale.
Ich kann nicht genau sagen, was mich dazu veranlasste ihm helfen zu wollen, aber ich tat es. Mein Hauswirt vermutete, ich sei verliebt in ihn, aber ich war mir nicht sicher. Ich mochte ihn auf eine verdrehte Art und Weise und ich wollte ihm helfen. Er schien immer so zerbrechlich. Meine ehemalige Geliebte Camille hatte einmal spöttisch angemerkt, ich sei vernarrt in zerbrochene Dinge und dass Will selbst diese Worte wiederholt hatte, sollte mir eigentlich zu denken geben. Lachhaft.
Dennoch fand ich mich hier des Nachts mit zahllosen Stapeln verschiedenster Aufzeichnungen, um ein Heilmittel für das Leiden seines besten Freundes zu finden. Einen jungen Mann, den ich nicht einmal kannte.

Die Nächte in meinem vorübergehenden Domizil waren oft einsam, doch nicht überraschenderweise. Man konnte wohl kaum etwas anderes erwarten, wenn man mit einem Werwolf zusammenwohnte. Mondsüchtige kleine Biester.
Aber er ließ mich immerhin hier wohnen und das mehr oder weniger umsonst, also beklagte ich mich nicht. Außerdem kam er dann und wann als Ablenkung ganz gelegen.
Heute sah es jedoch nicht danach aus als würde er allzu bald zurückkehren.

Ich seufzte wieder und zog ein weiteres Papier zu mir heran, um es genauestens zu studieren, als ich ein klacken hörte, das aus Richtung der Eingangstür kam. Ich runzelte die Stirn und warf einen erneuten Blick auf die Uhr neben dem Kamin.
Ein Schlüssel wurde schwerfällig im Schloss herumgedreht, dann hörte ich eine Reihe von dumpfen Geräuschen, eine Art Poltern und schließlich, nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, Schritte.

Ich tat abgelenkt, als mein gnädiger Herr Hausbesitzer die Stube betrat. Ich erwartete eine Begrüßung, stattdessen kamen die schwerfälligen Schritte näher, bis ein zwei kräftige Arme sich von hinten um meine Schultern schlangen.
„Noch wach?“, fragte eine raue Stimme an meinem Ohr. Ich konnte Rauch und billigen Alkohol riechen und schüttelte den Kopf angewidert. Wenn er auch nur halb soviel Geschmack bei seiner Gesellschaft und abendlichem Amusement beweisen würde, wie bei seiner Inneneinrichtung…

„Ich arbeite“, gab ich mit einem Seufzen zurück und wedelte zur Unterstützung mit meinem Papier.
„Ich arbeite“, äffte er mich grunzend nach, „du arbeitest doch immer seit der Schattenjäger und sein Hexenmädchen hier waren. Arbeiten solltest du am Tage. Die Nacht ist für Vergnügungen.“
Seine starken Hände glitten meine Arme entlang und entwanden mir das Dokument, um es achtlos auf den Tisch zu werfen.

„Woolsey“, sagte ich matt, „ich bin erschöpft und wirklich nicht in der Befindlichkeit für Vergnügungen.“ Natürlich scherte ihn das nicht. „Wenn du erschöpft bist“, antwortete er und ich konnte das Grinsen geradezu hören, „solltest du dann nicht im Bett sein?“ Seine Lippen glitten über meine Wange und meinen Hals, während er meine Arme festhielt.

„Ich bin zu aufgewühlt“, seufzte ich. Natürlich wusste ich, dass ich genau das sagte, was ihn in seinem Vorhaben bekräftigen würde. Ich tat es mit Absicht und war mir dessen Bewusst – Genau wie Woolsey auch. Es war wie ein Spiel.

„Dann lass mich dir Ablenkung verschaffen“, und mit einem kräftigen Ruck seiner unmenschlichen Arme zog er mich von meinem Stuhl hoch und wirbelte mich herum, nur um mich rückwärts gegen den Holztisch zu drücken.
Hungrige Lippen pressten sich auf meine, und ich musste mich hinter mir auf der Tischplatte abstützen, um nicht die Balance zu verlieren. Seine Hände schoben mein Hemd nach oben, strichen mit rauen Fingerkuppen über meinen Bauch und meine Seiten und machten sich ohne Umschweife daran, meine Hose zu öffnen.

Seine Zunge drang in meinen Mund ein, der Kuss war wild und hart und gierig. Ich konnte fühlen, dass er bereits in Ekstase war. Er war eben ein Tier.
Sein Mund löste sich von meinem, ich keuchte, als er ihn auf meinen Hals senkte. Er küsste und leckte darüber, bis ich ihm meine Hüften entgegen stieß.
Mit einer raschen, abrupten Bewegung griff er nach meinem Hemd und schlitzte es in ganzer Länge auf. Seine Klauen glitten durch den Stoff wie durch Wasser. Ich hätte protestiert ob der Respektlosigkeit, doch einer seiner klauenartigen Nägel verfehlte sein Ziel und schnitt mir die Haut auf. Ich stöhnte und erkannte in seinen Augen, dass es kein Versehen war.

Gierig beugte er sich hinab und ließ die Zunge über den Kratzer fahren, der längst über meine Brust verlief, leckte das Blut auf, als wäre er ein Vampir. Ich erschauderte und keuchte.
Ich würde es morgen heilen müssen, sonst könnte ich eine Narbe zurückbehalten, doch in diesem Augenblick war es mir egal.
Ich war so erregt, ich wollte nur dass er fortfuhr und ich würde so ziemlich alles erdulden. Ich drückte ihm meinen Körper entgegen, ergeben und willig.

Er fand es genug. Mit einem Ruck zog er meine Hose herab, packte grob meinen nackten Gesäß und hob mich auf den Tisch. Dann zog er mir die übrige Bekleidung von den Beinen und küsste mich einmal mehr.
Während seine Zunge mit meiner eigenen rang, tastete er nach meinen Oberschenkeln, rieb grob über die Innenseiten und schob sie dann auseinander.
Ich stöhnte ungehalten in seinen Mund, als er sich zwischen meinen Beinen an mich drückte, die Arme fest um meine Taille.
Der Stoff seiner Kleidung rieb an meiner Brust, der Schnitt brannte schmerzhaft, doch es machte mich nur wilder. Ich presste die Oberschenkel angespannt um seine Hüfte, die Arme um seinen Nacken geschlungen, um nicht den Halt zu verlieren.

Sein Mund war wieder an meinem Hals, ich keuchte und endlich, endlich grub er seine Zähne in meine Haut. Ich zuckte zusammen, stöhnte laut und drückte seinen Kopf in meine Halsbeuge.
Der Biss war kaum der Rede wert. Ein menschliches Gebiss ist nicht allzu gefährlich.
Er leckte über die lädierte Stelle, wanderte ein Stück weiter und biss erneut zu. Diesmal schrie ich vor Schmerz und Lust auf. Spitze, lange Zähne bohrten sich in meine Schulter.
Wolfszähne.
Ich grub die Fingernägel in seine Kopfhaut, während sich mein ganzer Körper ihm wie von selbst entgegen bog. Die Hitze in meinem Unterleib war unerträglich. Ich wollte Erlösung und zwar gleich.

„Scott!“, keuchte ich atemlos, „Bitte…“
Er griff nach meinem Kinn, ich sah ihm einen Moment lang in die wild glühenden Augen, dann küsste er mich hart und ich schmeckte mein eigenes Blut auf seinen Lippen. Meine Augen fielen zu und als er den Kopf zurückzog, wimmerte ich.
„Bitte“, flehte ich mit geschlossenen Augen, meine Erregung war schmerzhaft. Er lachte und es klang ein wenig wie ein Bellen.

„Bist du nicht zu erschöpft?“, fragte er gefährlich leise an meinem Ohr. Ich stöhnte, krallte die zitternden Finger in seine Kleidung. „Nein“, brachte ich mit gebrochener Stimme hervor, „Erlös mich… bitte…“
Ich bettelte und es war mir egal. Ich mg ein mächtiger Hexenmeister sein und er nur ein lächerlicher kleiner Werwolf, doch in diesem Augenblick hatte er alle Macht der Welt über mich.

Mit einem Knurren stieß er gegen meine Brust. Grob drückte er mich auf den Tisch, ich fühlte das kalte, harte Holz und unzählige meiner wichtigen Papiere an meinem Rücken, doch daran konnte ich keinen Gedanken verschwenden.
Ich wand mich erwartungsvoll in meiner Position, während er schnell seine Hose öffnete. Mehr brauchte er nicht, und ich auch nicht. Eine Hand hielt meinen rechten Oberschenkel fest, drückte ihn weiter nach oben, während er mit der anderen sich selbst zwischen meinen Schenkeln positionierte.
Ich hielt den Atem an, die Augen wie im Gebet geschlossen, als er endlich erbarmen zeigte.

Schnell und ungestüm stieß er in mich hinein und ich schrie. Es tat weh, aber es war ein süßer Schmerz, wie die Wunde an meinem Hals.
Er hielt nicht inne. Kaum war er tief in mir, zog er sich zurück um erneut zuzustoßen. Blitze zuckten durch meinen Körper, möglicherweise stoben tatsächlich ein paar blaue Funken aus meinen Fingerspitzen.
Er nahm einen Rhythmus auf, langsam und gewaltig und ich nahm ihn nur zu willig in mir auf.

„Mehr!“, brachte ich atemlos stöhnend hervor, „Härter!“
Ein Knurren. Grob drückte er mein Bein über seine Schulter um noch tiefer in mich einzudringen. Stöhnend warf ich den Kopf in den Nacken, bog den Rücken durch, gefangen in dem einzigartigen Gefühl der Benommenheit. Alles um mich herum war unwichtig, nichts zählte außer seiner harten Männlichkeit in mir.

Er hatte die Zähne gefletscht als er die Nägel in meine Hüfte bohrte, meinen Körper in Stellung hielt, während er sein Tempo erhöhte. Er stieß hart und hastig und immer schneller in mich.
Ich wusste nicht länger wohin mit meiner Erregung. Gequälte, rastlose Laute verließen in unregelmäßigen Abständen meine Lippen, meine Hände glitten haltsuchend über den Tisch, fanden nur Papier. In Ekstase zerknitterten die Dokumente zwischen meinen Finger, es hätte mir nicht gleicher sein können.

Ich spürte wie sie näher rückte, die ultimative Erlösung und ich wusste, dass es ihm nicht anders ging. Wolfgleiche Laute drangen aus seiner Kehle, seine Stöße wurden heftiger, unkontrollierter. Kein Irdischer könnte das vollbringen, keiner ohne die übermenschliche Kraft und Ausdauer eines Werwolfs könnte so gnadenlos in mir walten.
Schmerz war längst vergessen, ich konnte nichts mehr fühlen als pure, überwältigende Lust.

Mein Körper verkrampfte sich, jeder Muskel war aufs Äußerste gespannt, ich war so nah. Ich konnte alles spüren, als seien meine Sinne geschärft.
Die kalte Luft, die meine erhitzte, vom Schweiß feuchte Haut kühlte, seine Finger die sich in meine Schenkel drückten, die harte Tischplatte an meinen Schulterblättern und dann, mit einem tiefen, letzten Stoß schickte er mich über die Klippe.
In mir zog sich alles zusammen, meine Fingernägel kratzten armselig über das Holz und mit einem letzten Schrei kam die Erlösung über mich.

Keuchend versuchte ich, wieder zur Besinnung zu kommen. Blinkende Sterne tanzten vor meinen Augen. Meine Sinne waren vernebelt, ich spürte wie Woolsey sich noch einige Male in mich trieb, bevor auch er sich entlud. Ich konnte es heiß in mir fühlen und ein mattes Wimmern entfloh meiner Kehle.

Langsam und schwer atmend löste er seine Hände von mir, zog sich aus mir zurück. Ich gab ein Seufzen von mir, meine Beine sanken kraftlos herab, meine Augen fielen zu.

Ich war so unglaublich erschöpft. Ich konnte seine Stimme durch den Nebel hören, sanft und ehrlich, aber ich verstand ihn nicht. Es war egal.
Eine Hand an meiner Schulter, mein Oberkörper wurde angehoben, ein Arm in meiner Kniebeuge, nahm er mich hoch. Mein Kopf ruhte an seiner Brust, stark und warm, als er mich in sein Schlafzimmer trug. Er legte mich auf die weiche Matratze, zog eine Decke über mich und ich wollte etwas sagen, aber der Schlaf übermannt mich.

Es war egal. Keine Gedanken rasten durch meinen Kopf. Keine zerstörten Hemden oder zerknitterten Papiere, keine unfindbaren Heilmittel, keine hübschen Herondale-Jungen, kein gebrochenes Herz, keine verlorene Liebe, keine Scham, kein Bedauern, keine Ewigkeit. Nur dankbare Erschöpfung und tiefer unendlicher Schlaf.
Es war egal. Er ließ mich hier wohnen. Ich war ihm dankbar dafür und er wusste es.


Anhang:

Über Magnus:

Ich weiß, ich sollte aufhören so besessen von ihm zu sein.
Magnus ist nicht sehr Magnus-haft, aber das geht in einem Falle wie diesem auch gar nicht. Ich finde er macht sich nicht schlecht. Ich hatte diesmal nicht den anspruch ihn irgendwie in seinem Charakter zu lassen, während ich mir Woolsey ganz genau so vorstelle :D

Wieso "Scott":
Ernsthaft? Woolsey? Was ist das fürn Name?! Ist das überhaupt ein Name? Sorry, aber keiner kann mir erzählen dass "Woolsey" dafür geeignet ist, ihn beim Sex gestöhnt zu werden, okay? Also Scott. Das ist ein Name.
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