Standing Ovation

GeschichteHumor, Romanze / P12 Slash
31.01.2015
31.01.2015
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Kommentar: Diesmal ein neues/altes Pairing. Ich bin mir nicht sicher, ob es das hier schon gibt und ich bin gespannt, was ihr von den beiden halten. Ist auch nur was Kurzes für zwischendurch. Viel Spaß beim Lesen. :)

Disclaimer: Der Inhalt dieses Oneshots basiert nicht auf Tatsachen. Alle Ereignisse entspringen lediglich meiner eigenen Phantasie. Ich kenne keine der hier genannten Personen, ich verdiene kein Geld damit und möchte auch niemandem zu nahe treten.





Standing Ovation



Montréal, Kanada
Am Morgen des: 15. Juni 2003


Jacques stand sein wunderbarer Traum noch vor seinen geschlossenen Augen. Ein seliges Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und er streckte alle Viere weiter von sich. Die Kissen waren wunderbar weich, das Bett warm und kuschelig. So, wie er es am liebsten hatte. Er wollte noch nicht aufstehen sondern viel lieber diese Gemütlichkeit genießen, die ihm während der Saison selten vergönnt war.

Eine sehr sanfte, fast schon zaghafte Berührung brachte den Kanadier dazu, sich wohlig auf den Laken zu rekeln. Das war in seinem Traum auch so gewesen, wie er sich erinnerte. Diese liebevolle Berührung wanderte ganz langsam von seinem Knöchel aufwärts, das Wadenbein hinauf, seitlich am Knie vorbei und immer höher. Es war gut. Es war erregend. Es war…

Mit einem Mal verschwand das Grinsen auf Jacques' Gesicht. Er riss die Augen auf, ruckte hoch und umklammerte den Unterschenkel seines Freundes, damit der aufhörte, ihm eine Erektion zu verpassen. Leicht schockiert blickte er in das viel zu amüsierte Gesicht des Jüngeren. Die hellen Augen funkelten mutwillig und sein freches Grinsen war wie immer ein bisschen zu breit. Jacques musste sich schon zusammen reißen, um nicht augenblicklich über den blonden Briten herzufallen. Er schluckte, bevor er meinte: „Verdammt noch mal, Jense! Das ist unfair! Was- was soll das überhaupt werden, hm?“
Jensons Grinsen wurde noch ein wenig intensiver, was nicht gerade zu dem unschuldigen Blick passte, an dem sich der Größere versuchte. „Ich mach doch gar nichts“, versuchte Jenson sich zu verteidigen, unterdrückte dabei ein Lachen, doch das blieb Jacques nicht verborgen.
„Du bist böse!“, informierte der Ältere ihn und konnte dabei nicht verhindern, dass seine Mundwinkel ein bisschen zuckten. „Soll ich den ganzen Morgen mit ‚Standing Ovation‘ rumlaufen, oder was?“

Fast hätte Jenson bei dieser Wortwahl losgeprustet. Er presste seine Lippen fest zusammen, während ein leises Kichern trotzdem aus ihm heraus brach. Natürlich konnte er seinem Teamkollegen ansehen, dass er wenig begeistert davon war, aber genau das machte es eben so komisch.
Jacques' Stimme war irgendwo zwischen Belustigung und Fassungslosigkeit als er den Briten mehrmals ungläubig anblinzelte und meinte: „Das ist nicht komisch, Kleiner.“ Jenson war größer als er und das nicht zu knapp, aber... er war trotzdem sein Kleiner!
„Doch. Ist es“, gluckste Jenson und musste einem Kissen ausweichen, das nach ihm geworfen wurde. Jacques aber gab sich alle Mühe zu schmollen und nutzte den gewonnen Abstand, den das Wurfgeschoss zwischen ihnen verursacht hatte, um sich demonstrativ abzuwenden.

Jenson legte den Kopf schief und beobachtete den Älteren einen Moment, ehe er sich von hinten zu ihm herüber schlich. Er schlang die Arme um Jacques und legte das Kinn auf seiner Schulter ab. „Ach, komm schon…“

Jacques schnaubte nur beleidigt. „Wie kannst du nur sowas mit mir machen, wo ich immer so lieb zu dir bin?“ Das stimmte natürlich. Aber es war zu niedlich wie Jacques übertreiben konnte, wenn er ein kleines bisschen bockig war.

Jenson machte ganz große Augen, als sein Teamkollege sich halb zu ihm umdrehte, denn er wusste, dass er den Kanadier damit erweichen konnte. „Nun ja…“, begann Jenson dann und versuchte so schuldbewusst wie möglich zu klingen. „Wir könnten doch auch etwas gegen deine ‚Standing Ovation‘ unternehmen, oder?“

Jacques' Grinsen war eindeutig dreckig.
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