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Die Vereinbarung

von Aligator
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
1.FFC Frankfurt
29.01.2015
25.10.2016
40
91.394
6
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29.01.2015 775
 
Die Vereinbarung
Ana-Maria Crnogorčević x OC (Nila)     

Nebencharaktere: Mannschaft  FFC Frankfurt, Anas Familie/Schwester

Kapitel 1: Frankfurt City

POV: Ana-Maria Crnogorčević

Heute Frankfurt City – darauf habe ich mich riesig gefreut. Da meine Schwester zu Besuch ist und ihre beiden Kids dabei hat, darf ich heute meinen kleinen Neffen Marko zum Shoppen mitnehmen. Außerdem hat Nina dann endlich mal einen ruhigen Nachmittag mit ihrer Kleinen. Und auch so ein vier Monate altes Baby kann mal Ruhe vom großen Bruder gebrauchen.

Auf dem Weg in die Stadt alberten Marko und ich die ganze Zeit rum und schmiedeten Pläne, was wir Cooles anstellen könnten. Das musste alles gut überlegt sein, denn immerhin musste ich später noch direkt zu meinem Spiel. Mittwochsabends – eine ungewöhnliche Zeit, um Fußball zu spielen, aber der Enge Spielplan aufgrund der WM im Sommer und unserer weiteren Teilnahme an der Champions League, machten andere Spielansetzungen nicht mehr möglich.

Nachdem wir von einem zum anderen Laden geschlendert sind und sowohl Marko als auch ich mir einige coole Klamotten ausgesucht hatten, wurde es so langsam Zeit zum Auto zurück zu gehen und zum Stadion zu fahren. Schließlich musste ich ja immer zwei Stunden vor dem Anpfiff auf dem Gelände erscheinen. Mein Trainer hasste Unpünktlichkeit und seinen Unmut hatte ich in letzter Zeit nur allzu oft zu spüren bekommen. Heute hatte ich nach solch einem schönen Tag nun wirklich keine Lust auf Ärger und außerdem erhoffte ich mir heute mal wieder von Beginn an spielen zu dürfen. Essen, unser letztjähriger Pokalfinalgegner, sollte heute unser Gegner sein. Die waren, wie immer, nicht zu unterschätzen und unangenehm zu spielen.

Nur war Marko von der Idee jetzt schon wieder Heim fahren zu müssen - zu seiner Mama und seiner kleinen Schwester - so gar nicht begeistert. Ganz plötzlich wollte er noch ein Eis mit seiner Tante essen, weil er mich ja leider nur so selten besuchen kommen kann. Ich stand also im Laden an der Kasse, um unsere letzten Errungenschaften zu bezahlen und versuchte Marko irgendwie zu vertrösten, bevor er noch lauter zu protestieren anfing. Das gelang mir jedoch eher schlecht und, wie trotzige kleine Kinder nun einmal so sind, machte er auch alle nebenstehenden Kunden auf uns aufmerksam. Ich ermahnte ihn noch einmal leise, aber energisch: „Marko, ich habe dir doch eben schon gesagt, dass wir keine Zeit mehr für ein Eis haben, da deine Tante Ana zum Fußball muss. Aber ich verspreche dir, dass Mama dir im Stadion was Schönes kauft.“ Ich war nun an der Reihe und durfte zahlen. Als ich mich umdrehte, um Marko an die Hand zu nehmen und aus dem Geschäft zu führen, war von ihm weit und breit keine Spur mehr.

Panik kroch in mir hoch. Weit konnte er mit seinen kurzen Beinchen ja noch nicht gekommen sein. Aber wohin konnte er so schnell verschwinden, sodass ich ihn nicht mal mehr erblicken konnte? Ich suchte den ganzen Laden ab und entschied mich dann nach draußen zu gehen. Vielleicht würde er ja dort schon auf mich warten. Aber auch vor der Tür, zwischen den ganzen umherströmenden und immer in Eile scheinenden Bankern, keine Spur von meinem Kleinen. Langsam stiegen mir Tränen der Wut, aber auch der Verzweiflung in die Augen. Wo ist er nur hin? Und warum läuft Marko einfach davon? Nur weil er kein Eis bekommen hat? War ich vorhin zu streng mit ihm? Und vor allem, wie sollte ich das Ganze Nina erklären? Sie würde mir den Kopf abreißen. Meint sie doch sowieso immer, auf mich könne man sich nie verlassen, so verrückt wie ich wäre. Nie wieder würde sie mir eines ihrer Kinder anvertrauen, um damit allein etwas zu unternehmen. Dabei liebe ich beide über alles. Auch aus diesem Grunde habe ich mir ihre Namen auf den Arm tätowieren lassen.

Bei dem Gedanken daran liefen mir nun endgültig die Tränen über die Wangen. Schnell lief ich die Einkaufsstraße auf und ab und blieb panisch an einer Eisdiele stehen, um dort nachzufragen, ob die Verkäuferin einen kleinen, blonden Jungen gesehen hatte. Aber leider Fehlanzeige. Sie konnte mir nicht weiterhelfen. Voller Hektik versuchte ich einen klaren Gedanken zu fassen. Was sollte ich nun tun? Nina anrufen oder die Polizei informieren? Aber eigentlich fehlte mir inzwischen auch die Zeit, um weiter nach ihm zu suchen beziehungsweise der Polizei die ganze Geschichte zu erklären. Es war höchste Zeit zum Stadion zu fahren. Wäre es verantwortungslos erst zum Fußball zu fahren und sich dann um die weitere Suche nach Marko zu kümmern? Völlig verwirrt von all den Gedanken wischte ich mir die Tränen aus dem Gesicht. Was sollte ich nun tun?

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Mein erster Versuch eine Geschichte zu schreiben. Gefällt sie euch? Möchtet ihr eine Fortsetzung lesen?
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