Der Fall

von Nairalin
DrabbleAllgemein / P6
Rover (Mondhund)
29.01.2015
29.01.2015
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Er spielte und rannte durch den Wald, weiter und weiter, bis er nicht mehr konnte. Regen fiel und er war bereits nass und dreckig. Rover schüttelte sich und setzte ein zufriedenes Hundegrinsen auf, nur um weiter zu gehen und die Welt zu erkunden. Er war es satt in dem Dorf zu leben und nur dieses zu kennen.

Die Welt war größer, hatte tausende Gerüche zu bieten und war bunter, als der Ort an dem er geboren worden war. Es war so viel mehr, als er es sich erträumen hätte können und Rover war sich sicher, dass da tausende Dinge waren, die es zu erkunden galt und die er nicht kannte. Er fing Mäuse und lief den Schmetterlingen nach, lebte wild und frei.

Er war ein Wanderer und er liebte die Reise und das Entdecken.

Tage vergingen und er war weit gekommen. Nichts ähnelte mehr der Landschaft, die er einst kannte, alles war fremd. Endlose Grasebenen mit langen Halmen, in denen er versank. Gleich einem gewaltigen Meer, nur grün und nicht nass.

Die Sonne leuchtete warm vom Himmel und Schmetterlinge tanzten mit den Winden ihren Reigen. Rover rannte ihnen nach und versuchte sie zu fangen. Ein Gelber war vorwitzig und flog um seine Nase herum, kitzelte ihn, als ob er ihn zum Spiele auffordern wollte.

Kläffend jagte er dem flatternden Ding nach und versuchte vergeblich, es zu erwischen. Kaum glaubte er sich sicher und nah genug, erhob sich der gelbe Farbklecks in die Höhe und entzog sich ihm, nur um dann wieder neckend um seinen Kopf herum zu schwirren und ihn erneut zu locken.

Rover war wütend und versuchte immer mehr, den Schmetterling zu erhaschen, der ihn so tritzte, doch erfolglos. Schließlich sah er seine Chance und sprang mit einem gewaltigen Satz für seine Größe nach vorne…

…und fiel.
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