Tanz der Klingen

DrabbleAllgemein / P12
28.01.2015
28.01.2015
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Hallo, willkommen!
Dies ist mein 400-Worte Drabble für mein Wichtelkind Thainwyn
Geschrieben wurde es für AutrixMundis Trailer und Soundtrack Drabbles
Das Lied, oder eher der Soundtrack, zu dem ich geschrieben habe, heißt The Witcher 3 Wild Hunt und meine Vorgaben lauteten insgesamt so:


Link zum Lied: The Sword of Destiny - Percival Schuttenbach http://www.youtube.com/watch?v=1s0aw4twQ2w&list=PLDQOENU1K10pPMYrc2neiBOdDl43Hhe_1&index=2
Verarbeitung des Liedes: Nur als Anregung
Drabbleform: Frei
Max. erwünschtes Rating: P18
Fandom: J.R.R.Tolkien, Assassin's Creed, Das Lied von Eis und Feuer, The Elder Scrolls, Harry Potter, Amnesia, Naruto, Outlast, FA
Sonstiges:

Tut mir leid, dass es kein Fandom wurde, aber schon beim ersten Hören hatte ich eine Kampfszene aus einem anderen Buch vor Augen... ich musste einfach etwas in diese Richtung schreiben :)
Ich hoffe, es gefällt euch allgemein und meinem Wichtelkind im Besonderen trotzdem ;)
Viel Spaß wünsche ich! :D


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Klar und deutlich hörte Marcus, wie das Stadthorn den Morgen einläutete und den Arbeitern zu verstehen gab, dass es Zeit war, aufzustehen. Seit einer Stunde hockte er auf dem Dach des reich verzierten Hauses und beobachtete den Marktplatz unter sich. Hier würde sich bald etwas Interessantes abspielen, dem er unbedingt beiwohnen wollte.  

Hexenjagd, Teufelskampf, wirbelnde Klingen, fließende Körper, Tanz, Magie.

Eine weitere Stunde verstrich, und der Marktplatz füllte sich mit Buden voller orientalisch anmutenden Gegenständen und Lebensmitteln. Der Geruch nach Curry umspielte Marcus Nase und ließ seinen Mund wässern, doch er regte sich nicht. Er hatte einen Auftrag.
Da kamen sie; eine prächtige Parade von Soldaten, die zwei Frauen mit sich führten. Hexen. Teufelsbrut. Wunderschön und anmutig in ihren ungezähmten Wildheit.
Fasziniert beobachtete Marcus, wie die zwei Frauen mit den wirren Haaren in den Staub geworfen wurden. Um sie herum bildete sich eine große kreisförmige Fläche; die Besucher des Marktes rieben sich schon voller Vorfreude die Hände, setzten auf die Gewinnerin des nahenden Kampfes.

In Blut und Tod würde sich entscheiden, welche der beiden Frauen log und welche die Wahrheit sagte.

Gott würde seinen eigenen Schuldspruch sprechen, so hatte der Sultan entschieden. Marcus sah ihn, einen reich geschmückten, alten Mann. Er trat soeben aus dem Kreis der Gaffer auf die zwei Frauen zu, warf ihnen zwei Krummschwerter hin und drehte sich mit wirbelnden Rocksaum wieder um.
Hastig griffen die zwei Frauen nach den Säbeln und richteten sich auf. Sie wussten, um was es ging – ihr Leben.

Blut und Tod würden die Erde nässen, noch bevor die Sonne heute Abend im Wüstensand versinken würde.

In einem Sturm aus Klingen gingen sie aufeinander los, die blanken Klingen reflektierten das Sonnenlicht. Anmutig wirbelten sie um sich selbst, hieben und stachen, griffen an und parierten in müheloser Präzision und graziler Anmut, dass es Marcus den Atem anhalten ließ.
Irgendwo spielte ein Instrument auf und sandte schrille Töne über den Platz, die Frauen wiegten sich im Rhythmus der Klänge wie Gräser im Wind, elegant und tödlich. Marcus bedauerte, dass eine von ihnen beim ersten Fehler ihr Leben verlieren würde. Es war eine Schande.
Doch das war nicht sein Auftrag, er hatte sich um den Sultan zu kümmern. Da stand er, vorne in der Menge und beobachtete den Tanz der Klingen. Es war Zeit, zum Geschäft überzugehen.

Töte ihn. Befreie das Reich von seinem Joch! Das ist dein Auftrag, Assassine.

Und seinen Auftrag, würde er erfüllen.
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