“The Falling of Worlds - The Rise of an Hero” aka Borderlands the Pre-Prequel

von fraessig
GeschichteAbenteuer, Humor / P16
Angel Handsome Jack
28.01.2015
11.05.2016
6
20.993
2
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28.01.2015 1.077
 
Kurze Warnung noch, dieser Prolog enthält möglicherweise einen Haufen Spoiler auf das Ende von Borderlands - The Pre-Sequel (nein, tut er eigentlich nicht .. naja egal). Wer dem entgehen möchte, überliest diesen einfach und springt direkt zum ersten Kapitel.
Ansonsten vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

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“The Falling of Worlds - The Rise of an Hero” aka Borderlands the Pre-Prequel

Prolog - A Handsome Hero

Irgendwo im pandorianischen Orbit

Zielsicher schritt Jack durch den Büroraum. In der rechten Hand hielt er eine gelbe, mit aufwendigen Spitzen und Verzierungen versehene Pistole. Die Angestellten, die man an kleine, voneinander abgetrennte Schreibtische gezwängt hatte, unterbrachen ihre Arbeit und schauten ihn mit ehrfürchtigem Gesicht an. Für eine kurze Zeit badete Jack sich in der ihm geltenden Aufmerksamkeit, bevor er sich in Richtung der abgedunkelten Glastür drehte. Langsam ging Jack darauf zu. Er hatte es nicht sonderlich eilig . Bei dem was er vorhatte, kam es wirklich nicht mehr auf jede einzelne Minute an. Und immerhin hatte er sich auf diesen Moment schon seit langem gefreut. Er würde jede verdammte Sekunde davon auskosten. Langsam glitten die Türen zur Seite und Jack betrat den Raum. „Hallo Harold“, sagte Jack mit einem süffisanten Lächeln und die Tür schloss sich hinter ihm geräuschlos. „Hallo John, ich habe Sie erwartet, setzen Sie sich“, antworte der Mann hinter dem Schreibtisch mit ernster Miene. „Aus dieser Nummer können Sie sich nicht mehr herauswinden, Tassiter.“
„Dessen bin ich mir durchaus bewusst, John. Setzen Sie sich bitte. Ein letztes Mal.“
„Ganz wie in den alten Zeiten, was? Das gefällt mir Tassiter, wirklich, sie hatten schon immer Stil. Naja bis auf die Nebensächlichkeit, dass sie ein komplettes Arschloch sind.“
Die Miene des Mannes mit den zurückgegeelten, schwarzen Haaren und dem Rattengesicht blieb weiterhin eisig. „Also bitte“, sagte dieser und deutete mit Nachdruck auf den Stuhl am anderen Ende des Schreibtisches. „Das können Sie vergessen!“ Jack hob die Pistole und zielte damit auf den Kopf seines Gegenübers. „Zeit abzudanken, Tassiter.“
Enttäuscht hob der Mann hinter dem Schreibtisch die Hände: „Wie Sie meinen, John. Tun Sie wofür Sie gekommen sind.“
„Mit Vergnügen.“ Der Neuankömmling setzte wieder sein Lächeln auf und entsicherte die Pistole.
„JACK … “.
Kurz bevor er abdrücken wollte, meldete sich die Stimme eines Mädchens über sein Echo-Gerät. „Ich bin zurzeit etwas beschäftigt, Angel. Ich melde mich zurück.“
„Jack …“, ertönte wieder die Stimme des Mädchens. „Hilf mir.“
„Was zum … Was ist los, Angel?“ Er wandte sich von Tassiter ab und sprach in das Echo-Gerät. „Angel, rede mit mir, verdammt nochmal!“
„Hilf mir Jack … jemand ist hier, das Eridium, bitte komm her, es tut so weh…“ Dann brach die Verbindung ab. Verzweifelt blickte Jack zu Tassiter, dann wieder zu dem Echo.
„Schau an, Subjekt 4B“, diesmal war es der Mann hinter dem Schreibtisch der lächelte, „es ist ja allgemein bekannt, dass sie eine … engere Bindung zu dem Mädchen haben. Wie war ihr Name doch gleich … Angel? Wie treffend, wenn man bedenkt, dass sie in wenigen Stunden nicht mehr unter uns weilen wird. Ich kann mir gar nicht vorstellen, welche Qualen sie erleidet, so ganz ohne die Geräte und abgeschnitten von jeglicher Eridium-Versorgung. Armes Mädchen.“
„DU BASTARD!“ Mit wutverzerrtem Gesicht, sprang Jack über den Schreibtisch und stürzte sich auf seinen Vorgesetzen. „WAS. HAST. DU. MIT IHR. GEMACHT. DU SCHWEIN.“ Jack prügelte auf den am Boden liegenden Tassiter ein. Bereits nach kurzer Zeit wurde dieser ohnmächtig, doch das interessierte ihn nicht. Erst als sein Handballen blutverschmiert war, schaffte er es, sich zu zügeln. Er durfte Tassiter nicht umbringen. Nicht jetzt, wo dieser womöglich der Einzige war, der wusste was genau Angel zugestoßen war. Wütend verließ er das Büro seines Vorgesetzten: „Wilhelm!“ „Was ist los, Boss?“, fragte der Cyborg, der die Angestellten mit einer Schrotflinte in Schach hielt. „Planänderung, du musst sofort zurück nach Pandora, ein paar Freaks umlegen und Angel retten. Ich schick dir die Koordinaten auf dein Echo, Details gibt’s wenn du im Shuttle sitzt."
„Wer ist Angel?“
„Was hab ich gerade gesagt! Wenn du auch noch eine Sekunde mehr verschwendest, reiß ich dir deine künstlichen Organe einzeln raus.“ Wilhelm wusste inzwischen, dass man mit Jack besser nicht diskutierte, wenn er wütend war. Und so wütend hatte er ihn noch nie erlebt. Zumindest nicht seit der Sache in der Kammer. Wortlos stieg der Cyborg in das Shuttle ein, gab die Koordinaten ein und flog los.

„Nisha, bist du da?“ Jack hörte ausgelassenes Gelächter und Gegröle im Hintergrund, als sie endlich antwortete: „Ich weiß grad nicht, ob ich es süß oder krank finden soll, dass du bereits nach zwei Stunden, die ich weg bin, eifersüchtig wirst.“
„Die Party ist vorbei, Nisha. Ich habe einen Auftrag. Also schnapp dir einen Wagen und triff dich mit Wilhelm bei diesen Koordinaten.“
„Dein Ernst, Süßer? Weiß du, wie spät es hier auf Pandora ist?“
„SOFORT, NISHA!“
„Okay, ist ja gut, ich mach mich ja schon auf den weg.“

Als Tassiter aufwachte, wurde er gerade von Jack an seinen Bürostuhl gefesselt. Er hatte höllische Schmerzen und Blut lief ihm übers Gesicht und tropfte von seinem spitzen Kinn auf seinen Anzug. „Also nochmal, wer ist Angel gleich?“, meldete sich Wilhelm über das Echo.
„Meine Tochter.“
„DU HAST EINE TOCHTER?“, fragte Nisha überrascht. „Hättest du mir das nicht vielleicht eher sagen sollen?“
„Ist eine lange Geschichte, wirklich, erledigt einfach den Job.“
„Also bis ich wieder auf Pandora bin, vergehen bestimmt zwei Stunden, oder so.“
„Jop, bei mir auch, ich fahr zwar schon so schnell ich kann, aber fliegen kann ich auch nicht, Schätzchen.“
„Verdammte Torkschei…“ Jack kniff die Augen zusammen. „Wie lange wird sie ohne Eridium überleben?“, fragte er Tassiter.
„Keine Ahnung, vielleicht eine Stunde, vielleicht zwei Tage. Subjekt 4B ist in vielerlei Hinsicht … einzigartig.“
„Hör auf sie so zu nennen oder ich sorge dafür, dass du vor deinem Tod noch den Geschmack deiner eigenen Zehen kennen lernst.“
„Wie Sie meinen, John.“
„Und hören Sie auf MICH so zu nennen!“
„Wie Sie meinen…“, Tassiter hielt es tatsächlich für klüger Jack nicht noch mehr zu verärgern. Seine Situation war auch so schlimm genug.
„Ich warte hier immer noch auf die Geschichte, um mir den Flug zu verkürzen“, meldete sich Wilhelm. Jack ließ die Schultern hängen und schluckte seinen Ärger herunter. „Ich denke es kann nicht schaden, Euch ein wenig mehr darüber zu erzählen. Aber seid gewarnt, diese Geschichte ist wirklich, wirklich ziemlich … awsome. Und sie wird die Letzte sein, die ihr hört, sollte Angel sterben, habt Ihr mich verstanden?“
„Fang schon an, Jack.“
„Puh, also gut. Alles begann … mit meiner Großmutter.“
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