Two Years: Second Love

GeschichteFreundschaft / P12
Nana Komatsu Nana Osaki
26.01.2015
26.01.2015
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Hallo, ihr alle da draußen ^^
Genau heute vor zwei Jahren haben wir uns bei Fanfiktion angemeldet. Schon zwei Jahre sind um...kaum zu fassen. Zwei Jahre voller Höhen und Tiefen und wir freuen uns auf ein erfolgreiches drittes Jahr!
Wir danken allen, die uns unterstützt haben und zur Belohnung gibt es in unserem 2-Jahres-Jubiläum 5 kleine OS. Die nächsten 5 folgen an unserem 2. Jubiläum, an dem wir unsere ersten Ffs hochgeladen haben. Aber erstmal wünschen wir viel Spaß beim Lesen!
Ps: Wer Lust hat kann gerne in unser 1-Jahres-Jubiläum reinschauen ;)


~ angesiedelt zwischen Chapter 19 und 20 ~


Sag mir Nana, auch jetzt gibt es nicht einen Tag, an dem ich nicht bete, dass du wieder an diesem Tisch sitzt. Viele Male... So oft ich es tun muss...

Es war so einsam. So einsam, dass sie manchmal minutenlang vor dem Waschbecken stand und die Wassertropfen zählte, die aus dem undichten Hahn drangen. So einsam, dass sie vor dem Ofen die Sekunden mitzählte, bis der leicht verbrannte Geruch in ihre Nase stieg und sie das Essen aus dem Ofen holte. So einsam, dass sie manchmal gefühlte Stunden regungslos an ihrem gemeinsamen Tisch saß, sodass ihr Kaffee eiskalt war.
Es war so einsam ohne Nana.

Hachi seufzte leise. Sie konnte beim besten Willen nicht sagen, wie oft sie allein heute schon geseufzt hatte.

»Ich wünschte es würde etwas passieren! Ich wünschte ich könnte noch länger arbeiten! Ich wünschte Nana würde wieder kommen!«

Bei ihrem letzten Satz senkte die braunhaarige Frau ihren Kopf, die mittlerweile leicht fettigen Strähnen hingen in ihrem Gesicht.  

"Sei nicht so selbstsüchtig. Nana ist bei Ren und sicherlich sehr glücklich."

Dennoch kam sie nicht umhin, sich weiterhin Gedanken um die Schwarzhaarige zu machen. Was sie wohl gerade tat? Wie es ihr wohl ging? Auf welche Weise nutzten die beiden die zwei freien Wochen wohl? Ein leichter Rotschimmer legte sich auf ihr Gesicht.

»Ich wünschte Nobu wäre hier...«

Mit einem dumpfen Geräusch knallte Hachi ihre Stirn auf den Tisch und seufzte erneut. Shin und Yasu waren ebenfalls beschäftigt und Junko konnte sie nicht erreichen. Die Bandmember nahmen sich nur ein paar Tage Auszeit von ihren Proben, sodass sie diese nicht einmal im Studio sehen konnte.

»Bin ich denn die Einzige ohne aktives Privatleben?«

Traurig schniefte die junge Frau und klang dabei wie ein allein gelassener Welpe. Sie vermisste Nana wirklich schrecklich. Ihr gemeinsames Apartment wirkte so groß, viel zu groß ohne ihre strahlende Präsenz.

Hachi brauchte einen Moment, bis sie endlich das piepende Handy bemerkte, welches durch die Vibration in Richtung der Tischkante geraten war und nun herunterzufallen drohte. Im letzten Moment fing sie es auf, nur um es beinahe erneut fallen zu lassen. Sie erwischte es noch knapp. Als sie auf den Bildschirm blickte, stiegen Tränen in ihre Augen, Tränen der Erleichterung und Freude.

»Hachiko.«

Die Tränen wagten den Sprung ins Freie. Hachi konnte sich nicht mehr zurückhalten und begann laut zu weinen.

»NANA!!!«

»Warum weinst du denn?!«

Nana war so geschockt, dass die Braunhaarige am anderen Ende der Leitung lachen musste.

»Ich bin so froh, dass du anrufst.«

Man hörte Nana seufzen, mit beinahe genau dem gleichen Tonfall wie Hachi. Dann räusperte sich die Schwarzhaarige laut und ihre Freundin fragte sich, ob sie bei Ren noch mehr oder weniger rauchte als üblich.

»Willst du auf ein Date mit mir?«

Eine Sekunde herrschte Stille. Aus den Sekunden wurde eine Minute. Dann vernahm Hachi wieder ein leises Räuspern.

»Bist du noch dran? Tut mir leid falls das etwas plötzlich kommt, aber ich-«

»Natürlich will ich!!!«, schrie Hachi urplötzlich los und Nana, die Rens Handy an ihr Ohr gepresst hielt, um auf eine Reaktion zu lauschen, schrie ebenfalls los, allerdings vor Schmerz.

»Oh das ist gut. Ich maile dir die Adresse. 19 Uhr. Sei pünktlich, Hachi.«

Dann legte sie auf. Langsam senkte Hachi ihr Handy und starrte es an, versuchte irgendwelche Anzeichen dafür zu finden, dass das alles vielleicht nur ein Traum war. Doch da stand sie, Rens Nummer, deutlich eingespeichert in ihrem Verlauf. "Nana sollte sich wirklich einmal ein Handy besorgen...", dachte sie lächelnd. Schon eine Sekunde später war Hachi aufgesprungen.

»Verdammt, ich muss mir die Haare waschen und was soll ich anziehen und-«


Nana senkte ihre Hand genauso langsam wie Hachi. Wie in Trance stand sie da, ein wenig überrascht war selbst sie von sich.

»Na? Betrügt mich da jemand?«, hauchte eine raue Stimme dicht an ihrem Ohr und verursachte ihr Gänsehaut. Sie machte einen Satz rückwärts.

»Erschreck mich doch nicht so!«, knurrte Nana und funkelte Ren an, der grinsend mit verschränkten Armen vor ihr stand. Er wartete auf eine Antwort.

»Und? Schon genug von mir?«

Sein Tonfall war neckisch, aber trotzdem trafen sie seine Worte. Nana wandte ihren Kopf zur Seite und erwiderte schnippisch:

»Und wenn?«

»Dann werde ich dich jetzt vernaschen, damit es niemand anderes tun kann.«

Plötzlich war er wieder so dicht bei ihr, dass sie seinen Atem auf der Haut spürte. Es jagte Schauer über ihren Rücken, wie Wellen. Sie musste eine Menge Willensstärke aufbringen und ihn wegschieben.

»Es tut mir leid, heute gehöre ich Hachi«, lächelte sie. Ren sah ihr tief in die Augen und nickte schließlich.

»Wie die Dame es wünscht.«


Sag Nana, hättest du je gedacht, dass wir beide jemals ein Date haben würden? Diese Aufregung ist anders als bei jedem Date, dass ich je hatte. Sag, warum ist das so?

»Ich hätte doch noch einmal auf die Toilette gehen sollen...«

Resigniert den Kopf gesunken haltend hibbelte die Braunhaarige von einem Fuß auf den anderen. Vor lauter Aufregung und Angst zu spät zu kommen, war sie Hals über Kopf eine Stunde zu früh los gegangen, dabei hatte die Taxifahrt nicht einmal eine halbe Stunde gedauert. Es war ein wenig unangenehm so allein vor dem Restaurant zu stehen und den Blick des ___ im Rücken zu spüren.

Auf den ersten Blick wirkte das Restaurant unglaublich edel und das Essen teurer als alles, was Hachi besaß, doch schaute man genauer hin, schienen die Preise sogar ganz annehmbar. Auch herrschte hier nicht diese steife Atmosphäre, die einem eine steife Haltung und einen gekünstelten Tonfall aufzwang. Sie verstand, warum Nana diesen Ort ausgewählt hatte.

In diesem Moment frischte der Wind auf und Hachi bekam eine Gänsehaut. Sie schlang ihren Mantel enger um sich. Ihr pfirsichfarbenes Kleid umspielte locker ihre Beine. Da spürte sie sie.

»Nana!«

Freudestrahlend drehte sich Hachi um und erblickte ihre Freundin dort stehen. Sofort fielen die beiden Frauen sich in die Arme, dabei musste sich die Braunhaarige zusammenreissen, um nicht ein paar Tränen zu vergießen. Schließlich wollte sie Nana nicht als Panda auf ihrem ersten Date in Erinnerung bleiben.

»Wir haben uns doch erst drei Tage nicht gesehen«, lachte Nana, doch ihre Augen zeigten, dass auch sie die Braunhaarige schrecklich vermisst hatte.

»Ich weiß, aber es ist so einsam ohne dich«, schniefte Hachi.

»Ich weiß«, erwiderte Nana und strich ihr eine Haarsträhne zurück hinter ihr Ohr. »Wollen wir dann mal?«

Hachi zögerte nicht, sich bei ihrer Freundin einzuhaken, als diese ihr einen Arm anbot. Strahlend betraten die beiden das Restaurant.

Der ____ führte die beiden Frauen zu ihrem reservierten Tisch, dabei musterte er sie mit einem teils neugierigen und teils verwirrten Blick. Ein Kellner reichte ihnen die Speisekarten.

Während Hachi begeistert herum zu blättern und bei den Bildern wie ein Kleinkind fast zu sabbern begann, beobachtete Nana ihre Freundin. Sie wirkte wie immer, doch den Funken Verlorenheit hatte sie dennoch in den großen funkelnden Augen bemerkt.

»Ist etwas?«

Hachi hielt in ihren Bewegungen inne und sah zu der Schwarzhaarigen, die kurz den Kopf schüttelte, als müsse sie einen merkwürdigen Gedanken loswerden.

»Nein, es ist alles in Ordnung. Ich freue mich nur, dass wir beide mal wieder seit langem etwas Zeit miteinander verbringen können.«

»Geht mir genauso, Nana! Ich wusste nicht, was ich ohne dich machen sollte. Am ersten Tag habe ich sogar gewohnheitsmäßig für uns beide gekocht, bis mir eingefallen ist, dass du nicht mehr da bist. Und dann war es auch noch etwas, was am nächsten Tag nicht mehr haltbar gewesen wäre. Du glaubst nicht, was für Bauchschmerzen ich an dem Abend hatte...«

Das traurige Lächeln von Nanas Seite ließ Hachi verstummen. Abwinkend bewegte sie ihre Hände.

»Ich will dir jetzt kein schlechtes Gewissen machen! Ich bin es nur nicht gewohnt, so lange allein zu sein.«

»Du bist wirklich wie ein Hündchen«, lachte Nana auf. Hachi stimmte mit ein und die anfängliche Befangenheit fiel von den beiden ab.

Sie sprachen eine ganze Weile über dies und jenes, aßen und lachten. Nana gab zu, dass sie Hachis Kochkünste vermisste, denn weder sie noch Ren waren große Talente in der Küche. Hachi erzählte von ihrem Tag, wie sie ewig nach diesem Kleid hatte suchen müssen, dass in den tiefsten Tiefen ihres Schrankes verborgen gewesen war.

»Nana, du siehst wunderschön aus«, sprach Hachi ihren Gedanken aus. Fast schon verwundert blickte Nana an sich herunter, so, als hätte sie das gar nicht bemerkt.

Die Schwarzhaarige trug ein enger anliegendes, dunkelrotes Kleid. Es war relativ hochgeschlossen, doch beinahe ihr gesamter Rücken lag frei und das machte es so elegant. Hachi bildete sich beinahe ein, dass Nanas Haut im gedämpften Licht glitzerte und funkelte. Die Farbe ihres Kleides passte perfekt zu dem roten Lippenstift, den diese aufgetragen hatte. Hachi dagegen strahlte dagegen in ihrem lockeren pfirsichfarbenen eine angenehm fröhliche Atmosphäre aus, die die Menschen lächeln ließ.

Wie immer ergänzten sich die beiden Frauen, die eine rein, süß und attraktiv, die andere mysteriös, verführerisch und dunkel. Plötzlich griff Nana nach Hachis Hand und drückte sie fest.

»Hachi, wenn du ein Mann wärst, hätte ich dich schon längst geheiratet«, stieß sie unvermittelt hervor und wirkte dabei merkwürdig frustriert.

Überraschung spiegelte sich in Hachis Gesicht wider, bevor ihr gesamter Gesichtsausdruck weich wurde. Sie legte ihre zweite Hand auf Nanas andere.

»Ich dich auch. Männer können so unglaublich frustrierend sein...«

Eine Weile sagte keine der beiden etwas, sie genossen den zweisamen Moment schweigend. Ihre Finger lagen verschränkt auf der weißen Tischdecke und sie spürten die Wärme der jeweils anderen.

»Möchten Sie noch ein Dessert?«

Beinahe wäre dem Kellner sein Notizblock aus der Hand gefallen bei dem Blick, den Nana ihm zuwarf. Hachi schien von der Idee sofort sehr angetan und sie bestellte noch etwas.

»Und ich muss das bezahlen...«, grummelte die Schwarzhaarige, nachdem der Mann wieder verschwunden war, wobei sie sich weniger wegen Hachi ärgerte als wegen dem Kellner. Hachi schlug eine Hand vor den Mund.

»Tut mir leid! Daran habe ich überhaupt nicht gedacht, ich gebe dir das Geld wieder, wenn ich wieder arbeiten gehe!«

»Nein nein«, beschwichtigte Nana die andere. »Mach dir bloß keine Sorgen, schließlich habe ich mein eigenes Geld mit. Außerdem schulde ich dir eh noch etwas, wenn ich mich nicht irre.«

»Du bist so ein Gentleman...«, hauchte Hachi verzückt und kicherte. »Fast ein wenig wie Choji damals...« Ihre Stimme wurde ein wenig leiser. Gemischte Gefühle stiegen auf, sowohl gute als auch schlechte Erinnerungen blitzten vor ihren Augen auf.

»Und Takumi ist kein Gentleman?«

Noch immer tat Nana sich schwer, ihre Abneigung gegenüber dem Bassisten Trapnests  zu verbergen. Prüfend blickte sie zu ihrer Freundin, die sich auf ihre Unterlippe biss, fast schon schuldbewusst irgendwie.

»Es...es tut mir leid.«

Entschuldigend griff sie nach Hachis Hand und drückte diese sanft. Diese schüttelte abwehrend ihren Kopf und wischte sich kurz eine Träne weg.

»Du weißt es vielleicht noch nicht, aber ich versuche mit ihm abzuschließen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich ihn überhaupt richtig liebe. Dafür hat Nobu mir seine Gefühle gestanden und ich...bin verwirrt. Ich bin so verwirrt, Nana.«

Sie senkte ihren Kopf, plötzlich völlig überfordert mit all ihren Gefühlen. Alles schaukelte sich mit einem Male hoch und ohne Nanas Hand hätte sie sicherlich den Halt verloren.

Da spürte sie etwas warmes unter ihrem Kinn und ihr Kopf wurde angehoben. Nanas verständnisvolle Augen trafen auf ihre, es schien, als vertrieb sie die dunklen Schatten um Hachis Herz.

Sie musste lachen. Hachi lachte vor Freude, Erleichterung und Dankbarkeit. Sie lachte aus tiefstem Herzen. Nana stimmte mit ein. Und sie lachten gemeinsam ihre Sorgen hinfort.


»Ich habe dich lieb, Nana. Danke für das schönste Date meines Lebens.«

»Ich liebe dich auch, Hachi.«


Hörst du mich, Nana? Ich liebe dich und nichts kann unser gemeinsames Band trennen.


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Hallo liebe Leser!

Neben dem Jubiläum freue ich mich natürlich auch, weil ich endlich mal etwas zu NANA veröffentlicht habe ^^ Ich liebe den Manga und den Anime so unglaublich (und ich werde meine andere Hälfte auch noch dazu bringen).

Ich möchte noch einmal betonen, dass es sich hierbei nur um die freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden geht (wenn es hätte mehr werden sollen, hätte ich mehr geschrieben). Natürlich steht es trotzdem jedem frei, das zu interpretieren, was er will.

Auf alle Fälle hoffe ich, dass es euch gefallen hat und vielleicht hinterlässt sogar jemand ein kleines Feedback? Das würde mich sehr freuen!

LG
CrazyAnimeGirlHoch2
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