Mathilde Ill - Verwirrung, Zweifel und vieles mehr

GeschichteAllgemein / P12
26.01.2015
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Güllen, 30.10.1955


Liebe Minerva,                                                                        

ich weiß, dass du schon seit einiger Zeit nichts mehr von mir gehört hast, aber hier in Güllen ist gerade etwas Furchtbares passiert: Claire Zachanassian will, dass Alfred für eine Milliarde umgebracht wird.

Wie du nur zu gut weißt, ist unsere Kleinstadt schon lange bankrott und ruiniert. Dies war ja auch einer der Gründe, warum du damals nach England gezogen bist. Dennoch hatten wir Güllener ein Fünkchen Hoffnung in uns und so kam es, dass Claire Zachanassian uns besucht hat. Ich kann es nicht fassen wie sehr sie sich verändert hat, körperlich sowie geistig. Weißt du noch, damals in der Schule? Sie war ein wildes, aufgewecktes Mädchen und strotzte förmlich vor Energie. Immer hatte sie Strafarbeiten und Schläge für ihre Missetaten bekommen. Trotzdem war sie oft voller Lebensfreude uns sicher kein Kind von Traurigkeit. Ich weiß noch wie wir zwei damals so oft über sie geredet haben. Anfangs habe ich sie doch immer ein klein wenig für ihren Mut und ihr Selbstbewusstsein bewundert, doch du hast mich, wie so oft, auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und mir ganz klar und deutlich gesagt, was du von ihr hältst. Ich kann mich gerade noch sehr gut an unser Gespräch vor der Schule erinnern, als du mir deutlich gezeigt hast, dass ich Klara eigentlich nicht für ihre Taten bewundern sollte, da sie damals schon nicht vor Gewalt und Verbrechen zurückschreckte nur, um ihren Sturkopf durchzusetzen. Du hast eigentlich immer hinter die Fassade der Menschen gesehen und genau deshalb habe ich dich schon immer als Freundin geschätzt und immer dich als erstes um Rat gefragt, wenn ich mal nicht weiterwusste.

Du merkst sicher schon, ich schweife ab. Also zurück zu Klara oder wie sie heute heißt, Claire Zachanassian. Sie ist jetzt ganz anders, ich hätte sie fast nicht wiedererkannt. Zwar sagt sie immer noch direkt was sie denkt, aber nun schmeißt sie mit ihrem Geld um sich, als wäre es wertlos wie Konfetti. Außerdem ist sie absolut herrisch und arrogant geworden. Und sie ist zwar bereits früher oft mit komischen Leuten durch die Gegend gezogen und hat ihnen mehr oder weniger Befehle erteilt, aber nun ist ihr Gefolge mehr als seltsam, fast sogar so bizarr wie sie. Sie ist nämlich mit ihrem Butler, ihrem siebten (!) Gatten und zahlreichen weiteren Handlangern angereist.

Aber du glaubst nicht, was der Grund für ihren Besuch ist. Eigentlich hatten wir alle gehofft, dass sie uns Geld spenden will und Fredi sollte sie um den Finger wickeln, sodass wir schneller unser Geld bekommen würden. Wobei ich ehrlich sein muss, letzteres störte mich schon ein bisschen, schließlich ist Alfred MEIN Ehemann und ich hatte kein gutes Gefühl dabei, weil sie früher eine Affäre hatten und ich mir mittlerweile nicht mehr sicher bin, ob er sie vielleicht nicht doch noch liebt. Jedoch ist unser Plan soeben buchstäblich ins Wasser gefallen, denn Claire hat uns angeboten Güllen eine Milliarde Mark zu schenken. Trotzdem ist dieses Angebot so ungeheuerlich, dass wir es eigentlich nicht annehmen können. Sie will nämlich, dass wir Güllener im Gegenzug Alfred umbringen. Ich bin so erschüttert! Als ich das gehört hatte wurde mir beinahe schwarz vor Augen und ich kam mir vor wie im falschen Film. Ich weiß, dass unsere Ehe aufgrund der Armut gerade nicht besonders gut läuft, dennoch liebe ich meinen Fredi aus ganzem Herzen. Wie kann dieses Biest nur so eine Forderung stellen, Anstiftung zum Mord ist immerhin eine Straftat. Was denkst du, sollte ich mich nicht lieber mit der Polizei in Verbindung setzen, oder hältst du das für keine besonders gute Idee, wenn man bedenkt wie viel Einfluss Claire auf ihr Umfeld hat, aufgrund ihres Geldes?

Apropos Straftat, scheinbar will sie Alfred töten lassen, weil er sie vor langer Zeit verraten hätte. Diese alte Geschichte ist heute zum ersten Mal ans Licht gekommen, auch ich wusste vorher nichts genaues darüber, obwohl ich schon so lange mit Fredi verheiratet bin und gemeint habe, dass ich ihn am besten kennen würde.

Diese Geschichte voller Verrat und Gemeinheit hat sich vor ca. 45 Jahren abgespielt und erst heute nach so langer Zeit kam die Wahrheit ans Licht. Klara war damals schwanger, jedoch wollte Alfred die Vaterschaft nicht anerkennen. Kannst du dir das vorstellen, mein Alfred wollte keine Verantwortung für ein Kind übernehmen? Ich kann das beinahe gar nicht glauben, wenn ich bedenke, wie sehr er sich immer bemüht hatte unseren Kindern ein guter Vater zu sein. Als sie noch klein waren hatte er sich selbst bei dem kleinsten Kratzer Sorgen gemacht und ich war in diesen Momenten immer kurz davor gewesen Tränen der Rührung zu vergießen. Und dieser Mann soll anschließend noch zwei Männer bestochen haben, sodass diese eine Falschaussage machten? Als ich diese Anschuldigungen zum ersten Mal gehört hatte, hätte mich beinahe der Schlag getroffen. So kenne ich meinen Alfred gar nicht, nie hätte ich ihm eine solch abscheuliche Straftat zugetraut. Auf jeden Fall wurde er freigesprochen und das auch nur, weil die zwei Männer, die heute übrigens Handlanger von Claire Zachanassian sind, von ihm bestochen wurden. Außerdem verlor Klara schlussendlich ihr Kind und wurde zur Prostitution gezwungen, zumal sie keinen andere Möglichkeit hatte Geld zu verdienen. Und das mit 17 Jahren! Irgendwie tut es mir schon leid, dass sie das alles durchmachen musste wegen Alfred. Er hat mir nie erzählt was damals vor Gericht genau passiert ist, deshalb habe ich mit der Zeit aufgehört danach zu fragen. Du musst wissen, dass er immer ganz komisch und abweisend wurde, wenn ich dieses Thema angesprochen hatte. Schon damals fand ich dieses Verhalten äußerst merkwürdig, es passte nämlich so gar nicht zu ihm. Jetzt weiß ich leider auch warum er sich damals immer so seltsam benommen hatte…

Was denkst du, ist ihm diese Tat peinlich und tut sie ihm auch leid? Bitte sag mir, was du davon hältst ich bin nämlich gerade so verwirrt und weiß momentan nicht, ob ich meinen Mann dafür hassen oder über die ganzen Tatsachen traurig sein soll. Ich dachte, ich würde Fredi kennen. All die Jahre, die wir schon verheiratet sind, hätte ich mir niemals träumen lassen, dass er zu so etwas fähig wäre. Wie schon gesagt, er war schon immer ein liebender Vater und wollte eigentlich ständig, dass es uns gut geht. Ich weiß noch, in unseren ersten gemeinsamen Jahren hat er mir so oft Komplimente gemacht und mir geschmeichelt, der alte Charmeur. Und bis heute hat sich dieses Verhalten genaugenommen nicht sonderlich verändert, auch wenn die Zeit wahrlich nicht spurlos an uns allen vorübergegangen ist und dazu kommt schließlich noch die Tatsache, dass wir alle ruiniert sind und in dieser bankrotten Kleinstadt leben und eigentlich keinen  Ausweg aus dieser Situation haben. Naja, außer Claire gibt uns das Geld, aber dafür müsste mein Mann umgebracht werden. Das wäre so schrecklich, ich könnte mir gar nicht vorstellen ohne ihn zu leben, schon früher in unserer gemeinsamen Schulzeit war ich geradezu besessen von ihm gewesen. Ich weiß noch, wie du anfangs häufig über meine Vernarrtheit geschmunzelt und mich so oft in die Realität zurückgeholt hast. Außerdem hast du mehrfach mit dem Kopf geschüttelt, als sich meine schulischen Leistungen verschlechterten, weil ich mich oftmals nur noch auf meine Liebe zu Alfred konzentriert habe, die er jedoch anfangs nicht wirklich erwiderte, weil er meistens nur mit Klara unterwegs war. Du warst eben schon immer die Vernünftigere von uns beiden gewesen. Früher hast du mich so oft aufgezogen, wenn ich mal wieder meinen zahlreichen Tagträumen nachhing. Voller Spott hast du mich „Träumerin“ genannt, aber ich wusste natürlich, dass du es nie böse gemeint hattest. Irgendwann hast du dann doch meine Vernarrtheit in Alfred so hingenommen und mir stets nützliche Tipps gegeben und mit deiner Hilfe konnte ich damals auch wieder meine Leistungen in der Schule verbessern. Dir konnte ich andauernd vertrauen und deine Ratschläge waren dazu jedes Mal die besten, ich wüsste nicht, was ich früher ohne dich getan hätte. Dies ist auch der Grund warum ich dir schreibe und nicht jemanden hier aus Güllen um Rat frage. Aber wer weiß, ob die Leute hier wirklich das Angebot weiterhin ablehnen werden oder ob sie irgendwann die Not nicht mehr aushalten und meinen Fredi beispielsweise einfach mitten in der Nacht abstechen. Oh Gott, diese Vorstellung ist so abscheulich. Was soll ich nur tun? Mir kommt das ganze hier vor wie ein Albtraum aus dem ich nicht erwachen kann.

Falsch. Das Ganze hier ist ein wahrgewordener Albtraum und der trägt den Namen Claire Zachanassian. Eigentlich befinde ich mich nur wegen ihr in dieser miserablen Lage. Dieses arrogante Biest behauptet zwar, dass es sich lediglich die Gerechtigkeit kaufen möchte, aber du siehst doch sicher auch, dass es nur aus Rache handelt. Claire nutzt eigentlich die finanzielle Notlage unserer Stadt aus, um ihre Ziele durchzusetzen, vollkommen kalt und ohne Rücksicht auf Verluste. Und das alles nur, weil mein Fredi ihr diese Untat in seinem jugendlichen Ungestüm angetan hat. Natürlich ist Alfreds Tat unerhört, aber warum muss sie gleich so dermaßen überreagieren und will ihn nun tot sehen? Minerva, kannst du mir sagen warum sie nicht einsieht, dass Gewalt keine Lösung ist? Ich kann Claires verqueren Ansichten nämlich momentan nicht wirklich nachvollziehen, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich gerade so durch den Wind bin. Oder verstehst du, warum die beiden nicht einfach miteinander sprechen können, um diese Angelegenheiten zu klären? Mir will beim besten Willen nicht bewusst werden, warum sie nicht mal vor solchen grausamen Anstiftungen zurückschreckt, um ihre Ziele zu erreichen. Mit ihren zwei Handlangern, die damals von Alfred bestochen wurden, hat sie nämlich auf absolut unmenschliche Weise abgerechnet. Ich kann es immer noch nicht fassen, sie ließ die zwei kastrieren und blenden. Allein die Vorstellung zu solchen brutalen, verrückten Maßnahmen zu greifen ist absolut widerlich. Oh Minerva, warum tut sie das nur, diese Frage stelle ich mir immer wieder. Etwa nur, weil sie früher so ein schlechtes Leben hatte? Also ehrlich gesagt, ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, du etwa? Sag mir, könnte das etwa daran liegen, dass ich aus guten Verhältnissen stamme, im Gegensatz zu ihr? Aber nun bin ich bettelarm und ihr gehört praktisch die Welt. Eigentlich könnte sie sich doch mit dieser Tatsache zufrieden geben, schließlich geht es Alfred jetzt sehr schlecht und sie ist vollkommen wohlhabend. Wie siehst du das? Kann sich Claire nicht damit zufrieden geben und ihn weiterhin in diesen schlimmen Verhältnissen leben lassen, wenn sie unbedingt Rache will? Dies ist zwar sehr unvorteilhaft für das ganze Städtchen, aber ich möchte nicht, dass mein Mann umgebracht wird nur damit wir besser leben können.

Trotzdem, man kann sich doch keine Gerechtigkeit kaufen, selbst wenn man so reich ist wie sie, oder? Ihre Vorgehensweise ist jedenfalls alles andere als gerecht, denkt die eigentlich nur an sich?

Was soll denn jetzt aus unserem Laden und der Familie werden? Alfred war immer der beliebteste Bürger hier gewesen, er wäre sogar der nächste Bürgermeister geworden. Stell dir das mal vor, mein Fredi als Bürgermeister und ich, als Gattin, an seiner Seite! Da hätten mir die anderen Güllenerinnen bestimmt den ein oder anderen neidischen Blick zugeworfen. Aber nun kann ich wahrscheinlich froh sein, wenn sie mich überhaupt noch anschauen. Sicherlich verbreiten sie nun lauter Gerüchte, diese alten Tratschtanten. Das war schon immer so gewesen. Bereits früher habe ich mich immer über ihre Lästereien aufgeregt, aber du bist immer ruhig geblieben und hast mir geraten, dass ich sie einfach weiterreden lassen sollte. Aber jetzt kann ich doch nicht zulassen, dass sie mich nur wegen Alfred vor dem ganzen Dorf schlecht machen! Am Ende haben wir gar keine Kundschaft mehr und ganz Güllen schreit unsere Familie aus, weil Alfred vor so langer Zeit eine Straftat begangen hat. Ich kann es ja selbst nicht fassen, dass er zu sowas überhaupt fähig ist und dass er mich die ganzen Jahre angelogen hatte. Ehrlich gesagt bin ich gerade auch ziemlich sauer auf ihn, weil er mir nie sein schreckliches Geheimnis verraten und sich immer nur davor gedrückt hatte mir die Wahrheit zu erzählen.

Aber jetzt wo ich die ganze Wahrheit über den Fall vor Gericht weiß, möchte ich sie eigentlich nur verdrängen. Schließlich hat mein Alfred Klara Wäscher vor über 40 Jahren etwas wahrlich Schreckliches angetan. Ständig geht mir das gleiche durch den Kopf: Er wurde freigesprochen und sie verließ die Stadt, dabei war sie noch nicht mal volljährig und dazu noch hochschwanger. Dabei fällt mir gerade auf, dass keiner von uns Bürgern genau wusste, warum sie fort ging. Es musste sie wirklich tief verletzt haben, dass Alfred zu solchen Maßnahmen griff, nur um sie zu verraten und weil er keine Verantwortung für das Kind haben wollte. Somit war sie ganz allein und hatte kein Geld, wurde zur Prostitution gezwungen, um zu überleben. Einfach grauenhaft diese Geschichte. Und das arme Kind, das so gut wie keine Überlebenschancen hatte… Das alles nur wegen Alfred, ich kann es immer noch nicht fassen.

Merkst du, wie verwirrt ich gerade bin? Einerseits ist es doch kein Wunder, dass Claire mit meinem Mann abrechnen will, schließlich hatte sie ziemlich viel Schlimmes wegen ihm durchmachen müssen. Andererseits sind dies doch im Grunde keine Gründe, um eine ganze Stadt zum Mord anzustiften, oder Minerva? Was soll ich jetzt nur tun? Ich liebe Fredi so sehr, damals wie heute. Weißt du noch, früher war ich immer eifersüchtig, weil Alfred ständig ausschließlich Zeit mit Klara verbracht hatte. Stets habe ich versucht ihn auf mich aufmerksam zu machen, habe mir die schönsten Kleider gekauft, um ihn zu beeindrucken, was allerdings auch nur möglich war, weil meine Familie Geld hatte. Dann kam alles ganz plötzlich: der Fall vor Gericht, von dem niemand wirklich etwas wusste, Klaras Verschwinden und schlussendlich Alfreds irgendwie überraschender Heiratsantrag etc. Ich weiß noch, wie glücklich ich war, als Fredi um meine Hand angehalten hatte, das war schließlich immer das, was ich mir erträumt hatte.

Und heute? Heute kommt Claire Zachanassian in ihre Heimatstadt zurück wie ein Racheengel und will, dass mein Ehemann für eine Milliarde umgebracht wird.

Wie immer denkt sie doch nur an sich und kann sich gar nicht vorstellen in was für einen Zwiespalt sie mich damit gedrängt hat. Empathie muss diesem Weib ein Fremdwort sein. Oder denkst du etwa, dass sie das Ganze mit Absicht getan hat, um auch mich mit diesen widerspenstigen Gefühlen zu bestrafen, nur weil Fredi mich und nicht sie geheiratet hat? Ob sie uns dadurch vielleicht sogar auseinander bringen will? Oder schlimmer noch, denkt sie etwa, dass ich schlussendlich selbst auf meinen Mann losgehe, um das Geld zu bekommen und endlich aus dieser Misere befreit werde? Aber das kann sie vergessen. Du kennst mich ganz genau und weißt, dass ich auf jeden Fall zu meinem Fredi halte und ihn nicht wegen seinen vergangenen Taten verurteilen werde, so schlimm sie auch waren. Claire Zachanassian hat zwar durch ihre Aktion die Saat des Zweifels in Güllen und auch in mir gesät, aber ich werde mich nicht durch ihre Milliarden beeinflussen lassen.

Trotzdem sollte ich so bald wie möglich mit Alfred über die ganzen Vorfälle reden, findest du nicht? Diese Verwirrung und die aufkeimenden Zweifel müssen unbedingt ein Ende haben.

Du kannst dir gar nicht vorstellen wie gerne ich dich jetzt in dieser schweren Stunde bei mir hätte. Du wüsstest bestimmt, was zu tun wäre, früher hattest du doch auch immer die besten Einfälle. Schade, dass du in dieser schrecklichen Zeit so weit weg sein musst. Ich könnte deinen Rat und Beistand hier nur zu gut gebrauchen.

Schreib bitte so schnell wie möglich zurück. Ich muss mir auf jeden Fall Klarheit verschaffen, dazu benötige ich deine Ratschläge. Wer weiß, was das rothaarige Biest noch alles vorhat, also melde dich bitte bevor es endgültig zu spät ist.

Deine Mathilde              







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AN: Dieser Brief von Mathilde Ill war eigentlich ein Übungsaufsatz zu unserer diesjährigen Prüfungslektüre „Der Besuch der alten Dame“ und es würde mich brennend interessieren, ob er euch gefallen hat und was ich noch verbessern könnte. Mein Problem ist nämlich, dass ich eigentlich ziemlich gut in Deutsch, aber im Thema „Produktiven Schreiben“ mal besser und mal schlechter bin. Ich glaube, dass das bei mir auch daran liegt, zu welchem Buch wir einen Aufsatz schreiben müssen. Vorletztes Jahr haben wir nämlich eine Arbeit zum Buch „Im Chat war er noch so süß“ geschrieben und (obwohl das Buch nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehört ) war ich da eigentlich ziemlich gut (*chrmchrm* STREBER). Letztes Jahr handelte es sich allerdings bei unserer Ganzschrift um „Pampa Blues“. Ich komme zwar selber aus einem Kaff (und damit meine ich wirklich ein Kaff, in dem bestimmt mehr Kühe als Menschen leben [auch wenn es im Grunde gar nicht so schlimm ist wie viele denken. Nur die Internetverbindung ist nicht grad die Beste]), aber irgendwie war ich dann in der Klassenarbeit nicht ganz so gut, aber immer noch ok. Und mein Lehrer (der übrigens aussieht wie Albert Einstein) will nicht mehr, dass ich meine Hausaufsätze vorlese, weil ich diese schon so oft vorgelesen hätte und die (laut ihm) eigentlich immer sehr gut waren (*hust, hust* seit wann schleimen sich LEHRER bei SCHÜLERN ein?! Normalerweise machen die uns doch immer nur fertig…)  Tja und weil Mr Einstein 2.0 nun beschlossen hat, dass nun öfters meine Mitschüler vorlesen sollen, hab ich jetzt keine Ahnung wie ich mich dieses Jahr beim Thema produktiven Schreiben einschätzen soll. Außerdem sind meine Klassenkameraden von Mr An-meinem-Unterricht-gibt-es-überhaupt-nichts-zu-kritisieren-sondern-nur-an-eurer-Arbeitshaltung-da-der-Schnitt-der-Parallelklasse-um-ganze-zweizehntel-besser-ist-usw-usw’s Beschluss, dass ich nun nicht mehr so oft vorlesen darf ziemlich genervt, weil ich ihnen somit immer wieder einen Gefallen getan habe, da sie dann meistens nicht lesen mussten.

Also… ich weiß, lange Rede, gar kein Sinn  ich würd mich wirklich freuen, wenn ihr mir ein Review dalassen würdet und mir sagen könntet, was ich noch besser machen könnte, was ihr nicht so toll fandet etc. (das Übliche eben  ) Falls das Ganze hier zu sehr nach Review-Bettelei klingt, tut mir das wirklich leid, so war es nämlich echt nicht gemeint.  

Eure (welch kreativer Name) LilaLauneQueen
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