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London 2012

von Anni83
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
26.01.2015
18.03.2021
37
44.224
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.01.2021 1.112
 
Vielen Dank an KatzenLady61 für das Review.
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Ein leichtes Piksen in ihrer Seite weckte Amelie am nächsten Morgen.
„Lass mich in Ruhe!“ brummte die 19-Jährige und zog sich die Decke über den Kopf.
„Aufstehen. Aufstehen. Heute ist der große Tag.“ zog Britta ihr die Bettdecke weg und kitzelte sie von oben bis unten durch.
„Ahhhh nein. Hör auf damit. Ich steh ja schon auf.“ lachte Amelie und schwang ihre Beine aus dem Bett.
„Ich bin so aufgeregt wegen nachher.“
Die jüngere sah Britta mit erhobenen Augenbrauen an.
„Man könnte echt denken, das es deine ersten Olympischen Spiele sind.“, grinste Amelie.
„Ja ich weiß. Ich transformiere mich immer in ein kleines Kind, wenn eine Eröffnungsfeier ansteht.“
„Warum bist du eigentlich so cool. Man, das sind deine ersten Olympischen Spiele, die anstehen.“
„Lass mich doch erst einmal richtig wach werden. Du weißt doch das ich ein Morgenmuffel bin.“ erwiderte Amelie und rieb sich den Schlaf aus den Augen.
„Na dann mal los ab ins Badezimmer mit dir und mach dich fertig. Wir müssen nach unten zum Frühstück.“
Die Blonde ging an ihr vorbei, suchte sich aus dem Schrank neue Sachen heraus und begab sich ins Badezimmer.
Britta sah ihr grinsend hinterher. Sie konnte ihr nichts vormachen. Amelie wollte die coole spielen und sich das nicht anmerken lassen, aber sie musste aufgeregt sein. Und spätestens gleich unten beim Frühstück würde sich das auch bemerkbar machen. Und dann würden Paul und sie für sie da sein. Yannick war mit Sicherheit nicht minder aufgeregt als sie. Doch der junge Franzose hatte Camille, Benjamin, Jerémy und Florent an seiner Seite. Und Amelie würde halt sie alle an ihrer Seite haben. Egal ob sie das nun wollte oder nicht.



„Was ist los mit dir, Amelie? Warum isst du denn nichts?“ fragte Henning und sah seinen jüngsten Schützling besorgt an.
„Ich kann nichts essen.“ murmelte sie und stützte ihren Kopf auf ihrem Arm ab.
Britta flüsterte ihrem Freund etwas ins Ohr und auf seine Lippen schlich sich ein kleines Lächeln.
Er stand auf, ging zum Buffet rüber und kam mit einem vollen Teller zurück. Mit Rührei drauf, einem Brötchen, Nutella und zwei Pancakes. In der anderen Hand hatte er eine Tasse Kakao und das alles stellte er dann direkt vor Amelie ab.
„Ich habe keinen Hunger.“, wiederholte Amelie noch einmal.
„Das interessiert mich nicht. Du hörst gefälligst auf deinen großen Bruder und wirst jetzt etwas essen.“
„Paul...“
„Motzen bringt dich auch nicht weiter. Essen“ bestimmte er und Amelie murmelte etwas undeutliches zu ihm, doch sie nahm ihre Gabel in die Hand und fing an ihr Rührei zu essen.
„Ob es Yannick gerade auch so geht?“
„Wie denn?“ wollte Paul wissen.
„Na ja ... ob er auch so nervös ist, dass er kaum etwas essen kann.“ zuckte sie mit den Schultern.
„Ich denke, du bist zu cool, um nervös zu sein.“, grinste er.
Amelie warf einen bösen Blick zu Britta rüber, die sich allerdings auf ihr eigenes Frühstück konzentrierte.
„Das habe ich nicht gesagt. Ich war einfach nur noch im Halbschlaf. Jetzt ist mir richtig schlecht vor Nervosität.“
„Komm mal kurz mit nach draußen. Ich würde mich gerne mal mit dir unterhalten.“, sagte Paul, stand auf und hielt ihr eine Hand hin.
Amelie warf kurz einen Blick zu Henning, der ihr allerdings nur zunickte und lächelte.
Dann legte sie ihre Gabel zur Seite und ergriff die Hand von ihrem Bruder.



Sie setzte sich vor dem Speiseraum auf ein Sofa und Amelie sah ihren Bruder an.
„Weißt du ... vor meinen ersten Olympischen Spielen habe ich mich auch so gefühlt. Mir war sogar so schlecht gewesen, dass ich mich tatsächlich übergeben musste. Mir war das unglaublich peinlich und unangenehm. Aber Helge und die anderen waren alle da und haben dann mit mir das gleiche Gespräch geführt, das ich jetzt mit dir führe. Sie haben mir klar gemacht, dass es ganz normal ist, vor seinen ersten Olympischen Spielen nervös zu sein. Also mache ich dir jetzt einen Vorschlag. Schließ deine Augen und atme einmal tief durch. Das wird dir helfen“
Amelie tat, was er zu ihr sagte, schloss ihre Augen und atmete einmal tief durch. Und tatsächlich half es ihr. Die Bauchschmerzen verschwanden und sie fühlte sich gleich um einiges besser.
„Geht es dir besser?“ fragte er als sie wieder ihre Augen öffnete.
„Ja mir geht es besser. Dankeschön.“
„Nicht dafür Kleines. Hab ich gerne gemacht. Und jetzt lass uns wieder reingehen. Du musst noch ein bisschen was essen. Heute wird ein langer Tag.“ sagte Paul zu ihr und strich ihr sanft durch die blonden Haare.
Amelie lächelte etwas schief, stand dann aber wieder auf und folgte ihm wieder in den Speiseraum, wo sie sich wieder an ihren Platz setzte und diesmal um einiges entspannter ihr Frühstück genoss.
Henning warf erst einen verblüften Blick auf Amelie und dann einen lächelnden zu Paul, der auch gerade einen Kuss auf die Wange von Britta abbekam, weil er es geschafft hatte, sie einigermaßen wieder zu beruhigen.
Nachdem sie Gefrühstückten hatten, stand Henning auf und warf einen Blick auf die Uhr.
„Okay Leute. Ihr habt 10 Minuten, um kurz nach oben zu gehen, eure Schuhe anzuziehen und vergesst eure Persos bitte nicht. Die braucht ihr. Dann machen wir uns auf dem Weg ins Stadion, wo ihr euch dann eure Akkreditierungen abholen könnt.“
„Alles klar Chef“ salutierte Amelie und stand dann von ihrem Platz auf.



„Es scheint dir ja wirklich schon besser zu gehen“ lächelte Britta, als sie im Zimmer waren und Amelie das ganze Zimmer auf den Kopf stellte, weil sie ihren Perso nicht mehr finden konnte.
„Ja Paul hat kurz mit mir geredet wie er sich gefühlt hat bei seinen ersten Spielen. Das hat mir geholfen. Ich hoffe nur, dass die Jungs Yannick auch so schnell wieder runterbringen konnten. Florent und Alan haben doch auch schon einige Jahre auf dem Buckel und können ihm bestimmt auch einige Tipps geben.“ erwiderte sie und durchwühlte gerade ihren Rucksack.
„Suchst du den hier?“ grinste Britta sie an, Amelie sah zu ihr auf und ließ ihre Schultern dann hängen.
„Warum hast du das nicht gleich gesagt“ murmelte sie und nahm ihren Perso entgegen.
„Och ich seh dir doch immer so gerne dabei zu wie du ein bisschen zerstreut nach Sachen suchst.“grinste Britta immer breiter.
Amelie hatte ihn gestern schon aus ihren Rucksack genommen und ihn auf ihren Nachttisch gelegt, damit sie nicht mehr in letzter Sekunde danach suchen musste.
„Na los komm. Wir gehen nach unten. Henning wartet bestimmt schon auf uns und ich bin mir sicher, das wir im Stadion auch auf deinen Freund treffen“
Britta hielt ihr die Tür auf, legte ihr dann einen Arm um die Schulter und zusammen machten sie sich auf zu den Fahrstühlen.
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