Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

London 2012

von Anni83
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
26.01.2015
18.03.2021
37
44.224
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
21.10.2020 1.073
 
Vielen Dank an KatzenLady61 für das Review.


_________________________________________________________________________________________
Im französischen Haus angekommen traf sie in der Lobby sogleich auf Jérémy, Alain, Florent, Laure und Camille Muffat.
„Hey... schaut mal wer da kommt“ kam Florent auf sie zu und zog Amelie in eine Umarmung.
„Hey. Ich habe nicht sehr viel Zeit, weil wir gleich noch Krafttraining haben. Ich bin auf der Suche nach Yannick. Hast du ihn gesehen?“ fragte sie sofort.
„Ehm ja. Er ist mit Camille und Benjamin im Aufenthaltsraum. Los komm mit ich bringe dich hin“
Sie lächelte den anderen noch zu und folgte Florent dann in den Aufenthaltsraum für die Athleten. Dort fand sie ihn am Billardtisch zusammen mit Camille, Benjamin und einigen der französischen Handballer.
Sie räusperte sich einmal kurz und Yannick hielt in seinem nächsten Stoß inne und schaute nach oben. Ein sanftes Lächeln schlich sich auf seine Lippen als er sie sah.
„Meine Herren. Dürfte ich mir Yannick ganz kurz einmal ausleihen? Es dauert nicht lange und ihr könnt euer Spiel dann sofort fortsetzen“ fragte sie.
Er gab den Queue kurz an Benjamin weiter und ging auf sie zu.
„Was ist los? Hast du etwa schon wieder Sehnsucht nach mir?“ fragte er leise, zog sie in eine abgeschiedene Ecke und küsste sie sanft auf die Lippen.
„Aber natürlich. Was glaubst du denn? Aber deswegen bin ich nicht hier. Ich habe heute eine E-Mail bekommen von der Uni in Baltimore.“
„Sie nehmen dich an“
„Noch nicht ganz. Ich soll nach den Olympischen Spielen einmal kurz vorbeikommen zu einem Gespräch. Möchtest du da gerne mitkommen?“ fragte die Deutsche.
„Ja sehr gerne. Wenn du das möchtest“
„Sonst hätte ich dich doch nicht gefragt Dummerchen. Ach und... ich werde auf jeden Fall in Baltimore studieren. Denn ohne dich in Europa zu bleiben würde ich nicht sehr lange durchhalten.“
Er zog sie noch einmal zu sich heran und küsste sie sanft und liebevoll.
„Mon Chéri. Das würde ich auch nicht. Nicht einmal eine Woche würde ich das Durchstehen“ erwiderte er darauf.
Amelie warf einen kurzen Blick auf die Uhr und riss erschrocken die Augen auf.
„Fuck. Süßer ich muss jetzt leider los. In 10 Minuten ist Krafttraining“ sagte sie und küsste ihn noch einmal.
„Na dann aber los jetzt.“
„Ach ja... und macht die Handballer fertig“ drehte sie sich noch einmal zu ihm um und zwinkerte ihm zu. Dann sah sie aber zu das sie zurück zum Deutschen Haus kam.



„Wow na sieh mal einer an. Gerade noch rechtzeitig“ grinste Henning sie an als sie mit quietschenden Schuhen noch gerade rechtzeitig im Kraftraum ankam.
„Ich habe mein Bestes gegeben“ keuchte sie und hielt sich die schmerzende Seite.
„Komm erst einmal wieder richtig zu Atem und dann schwing dich aufs Fahrrad und mach dich warm“, sagte er zu ihr.
„Als wenn ich das jetzt noch nötig hätte“, murmelte sie doch begab sich ohne zu murren zu dem Fahrrad neben dem von Paul.
„Was hat dein Freund dazu gesagt das du mit ihm zusammen nach Baltimore gehst?“, fragte dieser.
„Er freut sich ungemein darüber. Und er hat auch gesagt das er keine Woche in Baltimore überleben würde, während ich in Europa bin“ erwiderte sie mit einem Grinsen.
Paul seufzte leise auf und legte seiner Schwester einen Arm um die Schulter.
„Ich habe dich noch nie so glücklich gesehen. Und deshalb bin ich auch gar nicht mehr so verletzt, dass du uns verlassen willst. Du bist bei Yannick sehr gut aufgehoben“
In der nächsten Stunde rackerte sie sich an den Geräten ab und war danach froh als sie endlich unter der schönen warmen Dusche stand.



Nach dem gemeinsamen Abendessen trommelte Henning sie alle noch einmal zusammen.
„Ihr wisst ja das morgen die Eröffnungsfeier im Wembley ist. Wir werden uns morgen nach dem Frühstück dorthin begeben und ihr könnt euch eure Akreditierungen abholen. Auch die anderen Mannschaften sind dann da und werden sich ihre abholen. Ihr habt nun für den Rest des Abends frei“
„Ach wundervoll. Ich kann es gar nicht mehr abwarten bis es endlich losgeht“ rieb Amelie ihre Hände aneinander.
„Amelie? Würdest du heute Abend etwas für uns vorlesen?“ kam Yannick auf sie zu.
„Oh ja eine Märchenstunde. Vielleicht bei uns im Zimmer?“ sah auch Britta sie bittend an.
Die Blonde verdrehte ihre Augen genervt und sah die beiden noch einmal skeptisch an.
„Bitteeeeeee“
„Okay okay okay ist ja schon gut. Also schön. Märchenstunde heute bei uns im Zimmer. Ich sehe mal alles durch was auf meinem I Book ist“ stimmte sie endlich zu.
Yannick und Britta schlugen miteinander ein und Amelie konnte nicht anders, schnaufte belustigt und schüttelte amüsiert den Kopf.
Oben im Zimmer warf sie einen Blick auf ihr Handy und sah, das sie eine neue Whattsapp von Yannick bekommen hatte.

Hey mon chéri
ich war vorhin etwas perplex von deinem Vorschlag und du warst ja auch ziemlich schnell wieder fort. Ich will einfach nur, das du weißt wie viel es mir bedeutet, dass du mit mir zusammen nach Baltimore kommen willst. Aber es ist eine Entscheidung fürs Leben und wenn du noch Bedenken hast, solltest du noch einmal richtig darüber nachdenken. Ich bin mir 100%ig sicher das ich mein ganzes Leben mit dir verbringen will, weil ich dich schon so lange liebe. Für dich ist das alles noch vollkommen neu. Ich wäre also nicht sauer, wenn du noch ein bisschen Bedenkzeit bräuchtest. Du kriegst von mir alle Zeit der Welt.
Je t'aime mon chéri


Das sanfte Lächeln auf ihren Lippen und ihre leuchtenden Augen waren eigentlich schon Antwort genug. Noch nie in ihrem ganzen bisherigen Leben hatte sie jemanden so sehr gemocht wie sie Yannick mochte. Er sah gut aus. War nett, witzig, einfühlsam und er liebte sie. Das waren nur einige der Eigenschaften, die sie an ihm so sehr liebte. Also dachte sie nicht noch länger nach, sondern antwortete ihm.

Hey Süßer,
bitte mach dir keine Sorgen darum, ja? Ich weiß ganz genau was ich tue. Ich weiß das alles unglaublich schnell geht und es macht mir auch ein bisschen Angst. Aber ich will mein Leben mit dir verbringen. Ich will mit dir alt werden und bei dir sein, wenn du deinen letzten Atemzug machst. (Ich hoffe das wird noch so an die 80 Jahre dauern bis ich das erlebe). Ich habe mir das sehr gut überlegt und schon die letzten Tage ohne dich waren schwer. Also... Ich weiß was ich da mache und auf was ich mich einlasse. Bis morgen mein Engel.
Ich liebe dich auch

_________________________________________________________________________________________________
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast