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London 2012

von Anni83
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
26.01.2015
18.03.2021
37
44.224
4
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
1 Review
 
17.08.2020 980
 
Vielen Dank an anica, Kylia und KatzenLady61 für die Reviews.


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Einen Augenblick brauchte Amelie um das auch endlich zu begreifen. Dann griff sie wieder nach dem Laptop und schrieb eine kurze Antwort auf die Mail mit einem Terminvorschlag nach den Olympischen Spielen.
„Ich kann das einfach nicht fassen. Ich hab nie damit gerechnet das die sich wirklich bei mir melden würden“ flüsterte sie und schüttelte ungläubig den Kopf.
„Weiß dein Bruder eigentlich davon, das du nach Baltimore möchtest?“, fragte Britta.
„Ja davon weiß er. Ich habe ihm erzählt, dass ich mich bei der Uni in Baltimore beworben habe“
„Wie hat er darauf reagiert?“
„Toll fand er es nicht gerade. Aber er hat mich auch verstanden, warum ich das gemacht habe. Versteh mich doch bitte. Du wohnst in Berlin und das ist von Halle nicht sehr weit entfernt. Du kannst immer mal wieder zu uns fahren und kannst Paul sehen. Wenn diese Olympischen Spiele vorbei sind, dann bin ich in Halle und Yannick? Ja Yannick ist in Baltimore. Und ich glaube nicht das ich für eine Fernbeziehung gemacht bin“
Britta legte ihr einen Arm um die Schulter und zog sie in ihre Arme.
„Du wirst mir sehr fehlen, wenn du dann in den Staaten bist. Aber ich kann dich auch verstehen. Du liebst diese Stadt und jetzt hast du auch noch einen Grund mehr um nach Baltimore zu gehen. Deinem Bruder und mir wird es nur echt schwer fallen, wenn wir dich nicht mehr so oft sehen können. Und deinen Eltern wird es bestimmt auch so gehen. Da bin ich mir sicher“
„Ihr werdet mir auch fehlen. Aber es gibt doch Skype und ich komme euch besuchen, so oft es mir möglich ist. Aber ihr müsst uns dann auch mal besuchen kommen in den Staaten“ lächelte Amelie.
Die andere gab ihr einen kleinen Kuss auf die Wange.
„Na klar machen wir das. Auf jeden Fall“
Amelie warf einen Blick auf ihr Handy und sah, das es in 10 Minuten Zeit war zum Mittagessen.
„Gehen wir langsam runter? Ist gleich Mittagessen“
Britta stand vom Bett auf. Amelie stand ebenfalls auf, zog sich noch ihre Schuhe an, schnappte sich ihre Zimmerkarte und verließ dann mit Britta zusammen das Zimmer.



Die anderen saßen alle schon am Tisch und warteten eigentlich nur noch auf Britta und Amelie.
„Na ihr beiden? Habt ihr euch verquatscht?“ fragte Henning.
„Nö wieso? Wir sind doch pünktlich“ erwiderte Amelie und setzte sich Marko und Marco.
„Trotzdem sieht es aus als wäre etwas vorgefallen in den letzten zwei Stunden“ kam es von Paul.
Amelie sah Britta an und diese zuckte nur grinsend mit den Schultern.
„Ich habe eine E-Mail bekommen von der Uni in Baltimore“
Sie konnte sehen wie ihr Bruder zusammenzuckte und leicht gequält aussah.
„Und?“, wollte er wissen.
„Sag ich dir nach dem Essen, ja?“
Damit stand sie auf und holte sich vom Buffet etwas zu essen.
„Hast du dich etwa in Baltimore beworben?“, fragte Marko als sie sich wieder neben ihn gesetzt hatte.
Die Blonde nickte nur und nahm einen Schluck von ihrem Wasser vor sich.
„Aber das ist doch doof. Dann bist du in den Staaten und Yannick in Frankreich. Oder?“ fragte er nach.
„Nein ebend nicht. Yannick geht doch auch nach Baltimore“ erwiderte sie.
„Ahhh. Na jetzt verstehe ich diese Aktion.“
„Aber ich habe schon davor darüber nachgedacht nach Baltimore zu gehen. Ich habe diese Stadt letztes Jahr echt lieben gelernt und deswegen war das nur eins von zwei Argumenten warum ich das gerne machen möchte.“
„Und was willst du dann studieren?“, fragte Henning.
Er war nicht nur Trainer, sondern interessierte sich auch für das Privatleben seiner Athleten und wollte wissen was sie beruflich machen.
„Medizin“, antwortete sie.
„Wow. Na da hast du dir ja etwas vorgenommen.“
„Und sie hat auch die nötige Intelligenz dafür“, murmelte Paul.
Amelie wurde puterrot im Gesicht und senkte ihren Blick auf ihren Teller.



„Okay Leute ihr habt eine Stunde Zeit. Dann treffen wir uns alle im Kraftraum wieder“ sagte Henning zu ihnen.
„Schon wieder?“, kam es gequält von Amelie.
„Ja meine Beste. Schon wieder“
Draußen setzte sie sich mit Paul zusammen auf ein Sofa und sah ihn ernst an.
„Ich hab nach den Spielen einen Termin an der Uni. Ich werde wohl mit Yannick zusammen nach Baltimore fliegen“ sagte sie dann zu ihm.
„Also wollen sie dich wirklich haben?“
„Ja. So stand es jedenfalls in der E-Mail“
Paul stand auf, kam um den Tisch herum und umarmte seine Schwester fest.
„Ich bin sehr stolz auf dich. Und ich hoffe so sehr für dich das du da auch wirklich genommen wirst. Auch wenn ich dich dann nur noch sehr selten sehen werde“ flüsterte er leise und strubelte durch ihre Haare.
„So wenn du mich entschuldigst. Ich werde die Stunde nutzen und noch einmal zu meinem Freund schauen“ grinste sie und stand auf.
„Grüß ihn schön, ja? Und denk dran das du rechtzeitig dann wieder hier bist zum Training“
„Ja ich werde schon dran denken“ rollte sie mit den Augen und verließ dann das deutsche Haus.



Es wurde ein schöner Spaziergang durch das olympische Dorf und auf den Weg zu den Franzosen traf sie viele bekannte Gesichter, die sie grüßten.
„Amelie meine Beste. Wohin des Weges?“ kam ihr Tom entgegen und schon landete sie in seinen Armen.
„Tom Mensch. Ich war gerade auf dem Weg zu den Franzosen. Und ich habe nicht viel Zeit, weil ich in einer Stunde schon wieder Training habe.“
„Willst deinen Freund besuchen?“, grinste der Turmspringer sie an.
„Jap. Genauso sieht es aus“
„Seit ihr jetzt wirklich zusammen?“ fragte er.
„Ja so kann man das sagen“ lächelte Amelie ihn an.
„Mensch das ist ja eine Geschichte. Wir müssen uns in den nächsten Tagen unbedingt treffen. Mit deinem Freund zusammen“
„Na klar. Das schaffen wir schon. Aber jetzt muss ich los.“ verabschiedete sich Amelie von ihm und machte sich weiter auf den Weg zu den Franzosen.
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