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London 2012

von Anni83
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
26.01.2015
18.03.2021
37
44.224
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
10.06.2020 1.032
 
Vielen Dank an KatzenLady61 und amica für die Reviews. In den nächsten Wochen werde ich sehr viel Zeit zum Schreiben haben da ich eine Knie OP hatte. Wird also nicht ganz so lange dauern bis zum nächsten Kapitel ;)
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„Okay Leute das war es für heute. Ihr könnt euch umziehen gehen. Das war ein sehr gutes Training von allen von euch“ klatschte Henning in die Hände und Amelie stieg aus dem Wasser.
Auch sie war sehr zufrieden mit ihrem Training und sie freute sich schon so richtig darauf, wenn es in zwei Tagen endlich losging und die Eröffnungsfeier war. Bevor die Feier begann, sollten sie alle noch einmal ins Stadion kommen, um sich ihre Akkreditierungen abzuholen. Darauf freute sie sich auch schon so richtig. Vielleicht bekamen sie ja den ein oder anderen Künstler zu sehen, der bei der Eröffnungsfeier auftreten würde.
„Amelie? Kommst du noch einmal ganz kurz zu mir?“ rief Henning nach ihr und sie lief auf ihn zu.
„Ja was gibt es denn Trainer?"
„Wie geht es dir? Ist alles gut? Fühlst du dich fit?“ bombardierte er sie sofort mit Fragen.
„Keine Panik Henning. Mir geht es wirklich gut und ich fühle mich absolut fit“ erwiderte sie mit einem Lächeln.
„Wenn du nervös wirst und Probleme mit der Psyche bekommst, sagst du mir Bescheid okay? Dafür haben wir extra den Psychologen dabei. Der kennt ein paar gute Tricks und Kniffe, wie man sich nicht von seinen Nerven austricksen lassen kann“
„Oh… Dankeschön. Das hört sich sehr gut an und ich komme gerne darauf zurück, wenn ich den Bedarf verspüre“
„Gut. Dann sehen wir uns zum Mittagessen im Speiseraum. Du kannst jetzt gehen“
Amelie lächelte ihn noch einmal an und begab sich dann ebenfalls zu den Duschen.



„Was wollte er noch von dir?“, fragte Paul als sie in die Vorhalle des Aquaticcenters trat.
„Ach er hat mich nur gefragt, ob ich mich fit fühle und so. Und das ich zu ihm kommen soll, falls ich doch nervös werde und kalte Füße bekomme.“
„Na das würde ich dir aber auch vorschlagen. Wozu haben wir denn sonst Dr. Laurenz mitgenommen“ grinste er sie an und legte ihr einen Arm um die Schulter.
„Ulalala. Da vorne wartet schon unsere Ablösung“ hörte sie von Marco di Carli und er deutete zur Eingangstür der Halle.
Amelie folgte seinem Blick und ein dämliches Grinsen schlich sich auf ihre Lippen. Da saßen Florent, Camille, Benjamin, Jeremy, Alan und Yannick zusammen auf einer Bank und lachten über irgendetwas.
„Guten Morgen meine Herren“ grüßte Amelie die Schwimmer und ganz unauffällig streifte sie Yannicks Hand mit ihrer und überreichte ihm somit einen kleinen Zettel.
„Guten Morgen Amelie“ kam es im Chor zurück und Florent grinste sie geradezu an.
„Wie war Training?“, fragte Yannick nach und griff wieder nach ihrer Hand. Und diesmal ließ er diese auch nicht los. Amelies Bauch kribbelte und sie drückte seine Hand fester.
„Och war ganz gut. Ich bin ganz zuversichtlich“ erwiderte sie gelassen.
„Ach komm, du untertreibst doch schon wieder einmal schamlos. Du hast sie bestimmt alle fertig gemacht“ kam es von Benjamin.
Amelie warf ihren Bruder, der neben ihr stand, einen wissenden Blick zu.
„Und da fragt man sich doch wirklich, warum mir von Henning angeboten wurde zu Dr. Laurenz zu gehen“
„Wer ist das denn?“
Yannick sah sie fragend an.
„Unser Psychologe“
Wissend nickte der große Franzose, der ihr in so kurzer Zeit so sehr ans Herz gewachsen ist.
„Das kann manchmal sehr hilfreich sein.“
„Meine Herren, Schluss jetzt mit Kaffeeklatsch. Auf zum Umziehen“ forderte der Trainer der Franzosen seine Athleten auf.
„Nun gut. Wir müssen jetzt los zum Abrackern.“
Florent, Camille, Benjamin, Jeremy und Alan sprangen schon von der Bank und machten sich auf den Weg zu den Umkleiden.
Yannick küsste sie noch einmal sanft und folgte seinen Teamkameraden dann.
„Hach ja. Junge Liebe“ seufzte Marco neben den Geschwistern und Amelie versetzte ihm einen Schlag mit dem Ellenbogen in die Seite.
„Au“ beschwerte sich der rothaarige und warf Amelie einen empörenden Blick zu.
„Geschieht dir recht.“, grinste sie ihn an.
Paul konnte nur darüber Grinsen. Es war komisch, dass es ihm nichts mehr ausmachte, wenn Yannick seine kleine Schwester küsste. Er freute sich einfach nur tierisch für sie und der junge Franzose sah wirklich so aus als wäre er ihr vollkommen verfallen. Und Amelie war auf den besten Weg dahin ihm ebenfalls zu verfallen.



Amelie saß im Schneidersitz auf ihrem Bett, hatte ihren Laptop an und schrieb gerade einen neuen Eintrag in ihrem Tagebuch, als sie eine neue E-Mail bekam. Sie sah sich die Adresse genau an und ihr Herz setzte für eine Sekunde aus, als sie erkannte, dass sie von der Universität in Baltimore war. Britta saß neben ihr und nahm wahr, das sie wie versteinert dasaß und auf die E-Mail starrte.
„Amelie? Ist alles in Ordnung?“ fragte sie nach.
„Ehm... ich weiß nicht so wirklich. Ich habe eine E-Mail von der Uni in Baltimore bekommen“
„Was? Hast du dich etwa wirklich da beworben?“
„Ja in den Tagen wo wir dann zu Hause waren, habe ich eine Bewerbungsmappe zusammengestellt und sie in die Staaten geschickt“
„Worauf wartest du? Lies sie schon“ forderte Britta sie auf und sah ganz aufgeregt aus.
„Ich kann nicht“, flüsterte Amelie.
„Was? Warum denn das nicht“
„Ich habe Angst“
„Soll ich sie dir vorlesen?“ bat Britta ihr an.
„Oh ja das wäre echt toll, wenn du das machen würdest“
Amelie lächelte sie an und schob ihr den Laptop entgegen. Dann faltete sie ihre Hände zum Gebet zusammen und schloss für einen Moment ihre Augen.
Britta räusperte sich noch einmal und öffnete dann die E-Mail.

Sehr geehrte Mrs. Biedermann,

vielen Dank für ihre Bewerbung an unserer Uni. Wir fanden ihre Bewerbung sehr ansprechend und laden sie hiermit zu einem Vorstellungsgespräch an unserer Uni ein. Bitte geben Sie uns Bescheid, wenn sie Zeit haben.

beste Grüße
Helen McKinley
Sekretariat


Die E-Mail war zwar kurz aber es stand alles drin, was Amelie wissen musste und ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen.
„Sie wollen mich wirklich haben“, wisperte sie und Britta zog sie in eine feste Umarmung. Die ältere Blonde wollte noch gar nicht daran denken, das Amelie vielleicht bald sehr weit weg sein würde.
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