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London 2012

von Anni83
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
26.01.2015
18.03.2021
37
44.224
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.04.2020 1.061
 
Vielen Dank mal wieder an KatzenLady61 für das Review.



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Im deutschen Haus hatte Amelie ihre Sachen schon aus dem Koffer und in den Schrank gepackt und Britta, mit der sie sich wieder das Zimmer teilte, war auch schon fertig. Die 19-järhige saß gerade auf ihrem Bett und wollte ihren Laptop gerade hochfahren, da klingelte ihr Handy. Britta warf ihr nur ein Grinsen zu. Sie konnte sich schon vorstellen, wer Amelie da gerade anrief.
Und als sich dann auch noch ein strahlendes Lächeln auf Amelies Lippen abzeichnete, wusste sie Bescheid. Amelie stand von ihrem Bett auf und ging nach draußen auf den Balkon und nahm dann das Gespräch entgegen.
„Hey“, flüsterte sie leise.
„Hey, mon chérie. Wir sind in London angekommen und ich habe meine Sachen schon ausgepackt. Wollen wir uns an eurem Haus treffen?“ fragte Yannick.
„Wann?“, fragte sie einfach nur.
„Gib mir 5 Minuten“ grinste er und legte dann wieder auf.
Amelie rannte zurück ins Zimmer, lief ins Badezimmer und schloss sich dort die nächsten 3 Minuten ein.
Britta kicherte und schüttelte nur grinsend den Kopf. Amelie erinnerte sie so sehr an sie selbst. Als es bei ihr und Paul losging, war sie auch so drauf und ab und zu war es heute immer noch so, wenn sie sich lange nicht gesehen haben.
„Gehst du weg?“, grinste Britta sie an, als Amelie wieder aus dem Bad kam.
„Ehm...ja. Wir sehen uns wohl erst zum Abendessen wieder“ sagte Amelie noch und zog sich ihre Chucks an.
„Alles klar. Ich richte es deinem Bruder aus. Obwohl, der wird sich das bestimmt schon denken, wo du bist“
„Viel Spaß ihr beiden“ wünschte Britta ihr noch und Amelie lächelte sie sanft an.
„Dankeschön“ bedankte sie sich und verschwand dann aus dem Zimmer.



Amelie stürzte geradezu die Treppen nach unten und begegnete einigen der anderen Sportler, die sie anrempelte und sich im Vorbeilaufen bei ihnen entschuldigte. Sie kannte jetzt nur noch einen Weg und der ging strickt nach draußen, wo sie schon ihren Freund erwartete.
„Hey, wo willst du so schnell hin?“, fragte Jenny, an der sie vorbeilief.
„Dreimal darfst du raten“, rief Amelie ihr nur zu und rannte weiter.
Vor der Eingangstür bremste sie scharf ab, weil sie fast mit Fabian Hambüchen zusammengestoßen wäre.
„Wow. Nicht so schnell junge Dame“ lachte der Turner.
„Sorry, sorry, sorry“ entschuldigte Amelie sich und als sie dann Yannick sah, der draußen stand und auf sie wartete, wurde ihr Lächeln noch breiter und ihre Augen fingen an zu leuchten. Noch einmal atmete sie tief durch, öffnete dann die Tür und lief direkt auf ihn zu.
Yannick sah den deutschen Turner Fabian Hambüchen an ihm vorbeigehen und dieser lächelte ihn an. Der Franzose erwiderte das Lächeln ein bisschen schief und dann sah er, wie Amelie fast in ihn reinrannte und grinsend schüttelte er den Kopf. Seine kleine Chaotin.
Er sah wie sie sich bei ihm entschuldigte und dann hatte er gerade einmal Zeit seine Arme auszubreiten, bevor sie auch schon in seinen Armen landete und er wirbelte sie durch die Luft.
„Hallo mein Engel“ lachte er und ihm war es vollkommen egal das alle sie sehen konnten.
„Hallo mein Schatz“, flüsterte sie und küsste ihn dann sanft und liebevoll.
Yannick erwiderte den Kuss sofort und ein Kribbeln breitete sich in seinem Bauch aus. Es war das erste Mal, das sie ihn so nannte.
Nachdem sie sich von ihm gelöst hatte, sah sie ihn einfach nur an, ihre Hände umfassten sein Gesicht und lächelte ihn sanft an.
„Du hast mir so sehr gefehlt“, wisperte sie.
„Du hast mir auch gefehlt mon chéri“, erwiderte er und küsste sie noch einmal.
Amelie wären die Knie leicht geworden, wenn er sie nicht festgehalten hätte. Der Kuss war so voller Liebe, dass sie fast dahinschmolz.
Einen Augenblick standen sie einfach nur so da, hielten sich fest und Amelie lehnte ihren Kopf gegen seine Schulter. Sie konnte sein Herz schlagen hören. Die beiden nahmen nichts um sich herum wahr und so bekamen sie auch nicht mit, wie die Athleten, die an ihnen vorbeiliefen, sie mit großen Augen ansahen.
„Wollen wir uns ein bisschen das Dorf anschauen?“, fragte sie ihn.
„Das hört sich sehr gut an. Da bin ich auf jeden Fall dabei“ erwiderte er.
Er griff nach ihrer Hand und dann gingen sie Hand in Hand durch das Dorf und sahen sich alles an.



Sie vebrachten den ganzen Nachmittag zusammen und als es Zeit zum Abendessen war, verabschiedete er sich von ihr vor dem deutschen Haus.
„Sehen wir uns morgen nach dem Training?“, fragte er.
„Ja ich muss zwar gucken was, die morgen mit uns so vorhaben, aber wenn nichts ansteht sehen wir uns auf jeden Fall“, erwiderte sie.
„Gute Nacht mein Engel. Und schlaf schön“ wünschte er ihr noch.
„Danke Schatz. Du auch“ erwiderte sie.
Noch ein letzter Kuss und dann ging sie nach drinnen ins Haus.
Sie ging gar nicht erst hoch in ihr Zimmer, sondern gleich in den großen Speiseraum. Dieser war schon propen voll und als sie ihn betrat, wurde sie aus vielen Augenpaaren neugierig angestarrt.
Mit gerunzelter Stirn ging sie zum Tisch ihrer Mannschaft und setzte sich neben Paul. Die ganze Mannschaft sah sie grinsend an.
„Okay was ist hier los?“, wollte sie wissen.
„Ihr beiden wart ziemlich unvorsichtig“ grinste Paul.
„Was soll das heißen?“, hakte sie nach.
„Das soll heißen das euch viele aus dem deutschen Team zusammen vor dem deutschen Haus gesehen haben und sich die Nachricht dann verbreitet hat wie ein Lauffeuer.“, legte Britta ihr einen Arm um die Schulter.
„Oh verdammt“, murmelte Amelie nur.
„Ja… so würde ich das auch sagen“ kam es von Henning, der sie ebenfalls angrinste.
„Ach was solls. Irgendwann hätten sie es eh herausbekommen“ zuckte sie mit den Schultern, stand auf und holte sich etwas zu essen vom Buffet.
Sie fühlte sich auf dem Weg dorthin wie ein Allien das von allen Seiten angestarrt wurde. Amelie konnte nur hoffen, das dies in wenigen Tagen wieder vorbei wäre. Spätestens wenn morgen der Dokufilm über ihr Trainingslager laufen wird und sie alle erfahren würden, wie sie zusammen gekommen waren.
Die nächsten Wochen würde nicht nur sportlich ein Abenteuer werden, sondern auch für sie persönlich. Da war sie sich sicher. Doch so lange sie Yannick, ihren Bruder und Britta an ihrer Seite hatte, würde sie das alles schon überstehen. Und nach den Spielen konnte sie dann endlich etwas Zeit mit Yannick alleine verbringen.
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