London 2012

von Anni83
GeschichteRomanze / P16
26.01.2015
15.01.2020
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Vielen Dank an KatzenLady61 für das Review.

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Die nächsten Tage waren zwar sehr schön für Amelie, weil sie endlich wieder zu Hause war, doch auf der anderen Seite hatte sie auch tierische Sehnsucht nach Yannick. Das Training, das sie jeden Tag hatte, half ihr allerdings dabei nicht gleich durchzudrehen. Sie skypte jeden Abend mit ihm, was auch dazu beitrug, dass sie es gerade noch so aushielt.
Das letzte Training war am 23. Juli 2012. Einen Tag bevor es mit einem Schiff nach London gehen würde.
„Okay zum Schluss bleibt mir nichts anderes ürbig als Paul und Amelie alles gute für die Spiele zu wünschen. Kommt gut wieder zurück nach Hause und viel Erfolg bei den Wettbewerben“ wünschte ihr Trainer den Geschwistern noch.
Amelie stand auf und verschränkte ihre Arme hinter ihrem Rücken.
„Wir bedanken uns bei ihnen Trainer und wir werden ihnen versprechen, dass wir unser Bestes geben werden. Wir werden unsere Heimatstadt würdig vertreten“ sagte sie und setzte sich dann wieder neben ihren Bruder, der ihr anerkennend auf die Schulter klopfte während die anderen applaudierten.
Draußen vor der Halle atmete Amelie tief durch und schloss für einen Moment ihre Augen. Die Sonne schien, der Himmel war klar und es war angenehm warm, aber nicht zu heiß.
„Das hast du vorhin wirklich sehr schön gesagt“ trat ihr Bruder neben sie.
„Vielen Dank. Es kam auch von Herzen“ grinste sie.
„Freust du dich schon darauf ihn morgen wiederzusehen?“, fragte er sie dann.
Amelie drehte ihren Kopf in seine Richtung und lächelte ihn glücklich an.
„Oh ja. Und wie. Alleine das Training hat mich davon abgehalten richtig durchzudrehen, weil ich solche Sehnsucht nach ihm habe“
„Ja. Ich kann dich nur zu gut verstehen“ flüsterte Paul leise.
Die letzten Tage hatte Britta in Berlin verbracht, um anständig zu trainieren und sich auf die Spiele vorzubereiten. Auch Paul würde sie erst morgen in Hamburg wieder sehen, wo das Schiff ablegte.
„Ich glaube in den letzten Tagen haben wir beide uns durch das Training abgelenkt“, flüsterte Amelie.
Paul seufzte leise und legte ihr einen Arm um die Schulter.
„Na komm Kleines. Lass uns nach Hause fahren. Du musst deinen Koffer noch zu Ende packen, bevor es morgen losgeht.“ grinste er und zusammen gingen sie zum Auto.



Als sie das Haus betraten, kam ihnen sogleich ihre Mutter entgegen die ihre Tochter mahnend ansah.
„Es ist gut das ihr wieder zurück seid. Mein Fräulein, du gehst jetzt sofort nach oben und packst deinen Koffer zu Ende. Und bitte stelle ihn so hin das er nicht im Weg steht, ich habe mir vorhin fast den Fuß gebrochen als ich mich an ihm gestoßen habe.
Amelie biss sich unsicher auf der Unterlippe herum und senkte ihren Blick.
„Tut mir leid Mum. Aber du weißt doch selber wie ich bin. Und, wenn ich aufgeregt bin, ist es sogar noch schlimmer“ murmelte sie leise und begab sich nach oben in ihr Zimmer.
Paul sah ihr grinsend hinterher.
„Sei nicht so hart zu ihr Mum. Sie ist schrecklich aufgeregt, weil sie ihn morgen wiedersieht“ sagte er dann zu seiner Mutter.
„Ja ich weiß. Nur manchmal bringt sie mich mit ihrem Chaos zur Weißglut“ erwiderte sie.



In ihrem Zimmer angekommen musste Amelie zugeben, das es wirklich schon wieder sehr chaotisch und durcheinander war. Von neben an aus dem Zimmer hörte sie Musik und zwei Stimmen, die miteinander sprachen. Ein Lächeln schob sich auf ihre Lippen. Anscheinend war Sebastian auch da.
Die 19-Jährige schloss die Tür hinter sich und machte sich dann daran, ihren Koffer zu Ende zu packen. Nebenbei lief ihr Laptop und sie hörte eine Runde Muse. Es vergingen zwei Stunden bis sie es geschafft hatte den Koffer zu Ende zu packen und ihn zur Seite zu stellen damit sie morgen früh nicht darüber fallen konnte.
Kaum hatte sie das geschafft, da meldete sich ihr Skype. So schnell sie konnte lief sie rüber zu ihrem Bett und nahm das Gespräch an. Schon tauchte auf dem Bildschirm vor ihr Yannick auf.
„Hey mon chérie.“, begrüßte er sie.
„Hey Süßer“, erwiderte Amelie.
„Wie geht es dir so?“, fragte der Franzose.
„Es geht einigermaßen. Ich bin aufgeregt wegen morgen und kann es gar nicht mehr abwarten dich wiederzusehen“ wisperte sie leise.
„Du fehlst mir so“ fügte sie noch hinzu.
„Du mir auch Prinzessin“, flüsterte er.
„Ich bin gerade auch erst mit dem Packen von meinem Koffer fertig geworden. Meine Mutter hat sich schon beschwert sie hätte sich den Fuß gebrochen, wenn sie drüber gefallen wäre“
Yannick lachte leise und schüttelte den Kopf.
„Meine kleine Chaotin“
„Ja ich weiß, dass ich das bin. Aber jetzt bin ich fertig und er steht so das ich morgen nicht drüber fliegen kann“
„Na dann ist ja gut. Ich will dich gesund und heile morgen in London sehen“
„Wann kommt ihr ungefähr an? Damit ich die Stunden zählen kann“
„Unser Schiff kommt um drei Uhr in London an. Da werdet ihr wohl schon da sein“
„Ja da sind wir dann schon da. Wir fahren richtig früh morgen los nach Hamburg. Und ihr kommt also auch mit dem Schiff?“
„Ja wir kommen mit den meisten der anderen französischen Athleten an. Also wie bei euch“
Sie skypten zwei ganze Stunden bis ihre Mutter hereinkam und ihr sagte, das es Abendessen gab.
„Okay Süßer ich muss aufhören. Wir sehen uns ja morgen.“
„Bis morgen mon chérie. Schlaf gut mein Schatz“
Als er das Gespräch beendet hatte, atmete sie noch einmal tief durch, stand dann auf und folgte ihrer Mutter nach draußen die grinsend in der Tür stand.
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