Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

London 2012

von Anni83
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
26.01.2015
18.03.2021
37
44.224
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.01.2018 1.267
 
Moin Moin Leute.
Ich wünsch euch allen noch ein gesundes neues Jahr :). Neues Jahr, selbe Geschichte.
Vielen Dank an Svergieflicka und Fcked up fandom für die Reviews.
________________________________________________________________________
Vor ihr stand tatsächlich Yannick und sah sie ziemlich unsicher an. Doch auf den Lippen von Amelie hatte sich inzwischen schon ein strahlendes Lächeln ausgebreitet.
Vorsichtig hob sie ihre rechte Hand und strich damit über seine Wange, was ihm flatternd die Augen schließen ließ.
„Oh Gott Yannick. Es tut mir echt so leid“ wisperte sie leise.
Schwer schluckte er auf und in seinem Inneren zerbrach gerade etwas. Er hätte es wissen müssen. Warum sollte so jemand wie sie sich für ihn interessieren?
„Was tut dir denn leid?“ wollte er mit geschlossenen Augen und gesenkten Schultern wissen.
„Das ich die ganze Zeit über so blind war. Ich weiß einfach nicht wie du mir nicht auffallen konntest“ erwiderte sie und hoffnungsvoll öffnete er seine Augen wieder.
„Aber manchmal braucht man einfach einen Schubs in die richtige Richtung und ich bin dir zu tiefst dankbar dafür das du mit diesem Brief den ersten Schritt gemacht hast“ lächelte sie sanft und ihr Daumen strich noch immer sanfte Kreise über seine Wange.
Und nun machte es auch bei dem Franzosen klick und er begann zu realisieren dass das hier wirklich viel besser lief, als er sich das gedacht hatte.
Mit einem noch sehr schiefen Lächeln zuckte er die Schultern.
„Ohne Camille hätte ich mir das nie getraut“ murmelte er leise.
„Ich konnte mir schon irgendwie vorstellen das sie da mit dahinter steckt. Hatte sie mir ja auch gesagt.“ flüsterte sie leise.
„Und soll ich dir jetzt mal was sagen?“ hauchte sie leise und ihre Hand hatte sich inzwischen in seinen Haaren verfangen.
„Was denn?“ fragte er leise und der Blick, mit dem er sie ansah, verursachte bei Amelie eine Gänsehaut und ließ sie schwer schlucken.
„In den letzten Tagen habe ich mir sogar fast schon gewünscht das er von dir kommt“ meinte sie.
Nun wurde das Lächeln auf seinen Lippen noch strahlender.
„Na das ist doch jetzt mal richtig schön zu hören“ antwortete er darauf.



Im Hotel saßen in dem großen Aufenthaltsraum die restliche französische Mannschaft zusammen und schaute sich das erste Spiel zwischen Spanien und Italien an.
Carolie Balmy warf einen Blick durch die Runde und sie war die erste, der etwas wichtiges auffiel.
„Sagt mal, wo ist denn Yannick? Er verpasst doch sonst nie etwas wenn es um Fußball geht“ wollte sie wissen.
Auch die anderen fingen sich an zu fragen wo der junge Franzose war. Nur Camille und Jérémy sahen so aus als würde sie das nicht so wundern.
„Camille, Jérémy? Wisst ihr etwa wo der Kleine ist?“ fragte Laure nun nach und beide angesprochene warfen sich einen kurzen Blick zu.
Camille wusste das sich Yannick Jérémy anvertraut hatte und nun saßen sie beide ganz schön in der Bredouille.
„Ehm.... er fühlt sich nicht ganz so“ versuchte sich Jérémy rauszureden.
Blöd nur das ihr Trainer in genau diesem Moment reinkam und das mitbekam.
„Was? Yannick geht es nicht gut? Ich werde mal nach ihm schauen“ meinte er dann sofort.
„Nein“ kam es gleichzeitig von Camille und Jérémy und dies brachte ihnen beiden Blicke von den anderen ein.
„Okay. Schluss mit dem rumgeeir hier. Was ist los?“ wollte Laure dann wissen und sah ihre beiden Teamkollegen durchdringend an.
Camille seufzte leise auf und fuhr sich mit den Händen durch die Haare.
„Ich glaube wir können es nicht länger verheimlichen“ wandte sie sich an Jérémy und auch der sah nachgiebig aus.
„Er ist für heute entschuldigt mit uns zu gucken. Er ist in dem kleinen Pub die Straße runter“ murmelte Camille leise.
„Alleine?“ kam es Alain mit erhobenen Augenbrauen.
„Nein. Er ist nicht alleine da.“ erwiderte Jérémy.
„Sondern?“ hakte Florent nach und grinste schon wissend.
„Er trifft sich dort mit Amelie“ flüsterte Camille.
„ER TUT WAS?“ kam es von allen gleichzeitig.
„Oh man. Dieser Brief. Er ist von Yannick“ verstand Laure nun endlich.
Und als Camille und Jérémy dann auch noch leicht nickten, brach die Hölle über sie herein.



Es war schon kurz vor 11 als sich Amelie und Yannick endlich auf den Rückweg zum Hotel machten. Die letzten Stunden waren wirklich sehr schön gewesen. Sie hatten sich gut verstanden, viel gelacht und über Fußball und Musik gesprochen. Amelie musste zugeben das er wirklich ein sehr netter junger Mann war, der sie zum Lachen brachte und mit dem sie auch die gleichen Interessen hatte.
Und ihr wurde auch klar das sie ihn wirklich sehr mochte.
Als sie am Hotel ankamen, hielt er ihr die Tür auf und Amelie strahlte ihn an.
Aus dem Aufenthaltsraum hörten sie noch immer laute Stimmen.
Yannick seufzte leise auf.
„Ich hätte es wissen müssen“ murmelte er.
„Was ist denn?“ fragte Amelie nach.
„Die haben auf mich gewartet. Sie haben sich bestimmt gefragt wo ich heute bin und sie haben bestimmt so lange gestochert, bis Camille und Jérémy nachgeben mussten. Aber ich habe da heute keinen Bock mehr. Morgen können sie mich immer noch ausfragen“ erwiderte er und zog sie gleich mit zu den Fahrstühlen.
Amelie hatte gar nicht mitbekommen das ihre Hand irgendwann in seiner gelandet war.
Leise kicherte die Deutsche.
„Denkst du etwa, das es bei mir anders ist? Wenn ich gleich hoch kommen wird bestimmt noch das ganze Zimmer voll sein, weil sie es alle wissen wollen“ grinste sie.
Auch Yannick lachte leise und strich mit seinen Daumen über ihren Handrücken.



Mit einem Pling hielt der Fahrstuhl auf der Etage der Deutschen Mannschaft und anstatt ihre Hand loszulassen, folgte er ihr einfach mit nach draußen. Und Amelie schien das auch überhaupt nichts auszumachen. Ganz im Gegenteil sogar. Das Lächeln auf ihren Lippen wurde immer breiter und in ihrem Bauch fing es an wie verrückt zu kribbeln.
An der Zimmertür von Amelie und Britta blieben sie stehen und Amelie legte einen Finger auf ihre Lippen um ihm verständlich zu machen das sie horchen wollten.
Und tatsächlich hörten sie noch einen solchen Lärm aus dem Zimmer, das man davon ausgehen konnte das sie alle noch da waren.
Die Blonde verzog leicht das Gesicht.
„Oh man. Da muss ich wohl jetzt durch“ murmelte sie leise und ließ sich gegen ihn fallen, das sie in seinen Armen landete.
Wieder lachte er leise und strich sanft über ihren Rücken und ihre Haare. Einen Moment genoss sie einfach nur die zarten Streicheleinheiten und seufzte leise auf.
Doch nach wenigen Minuten löste sie sich wieder von ihm und sah direkt in die wunderschönen blauen Augen.
„Ich... es ist schon spät und es wird Zeit das wir ins Bett kommen. Mir hat dieser Abend unheimlich gut gefallen“ wisperte sie leise.
„Ja mir auch.“ erwiderte er und strich noch einmal über ihre Wange.
„Bis morgen früh Amelie. Schlaf gut“ wünschte er ihr und gab ihr einen Kuss auf die Wange.
„Du auch“ hauchte sie mit geschlossenen Augen und kurz darauf ließ er ihre Hand los und schlenderte zurück zum Fahrstuhl.
Einen Moment schaute Amelie ihm einfach nur hinterher und biss sich unsicher auf ihrer Unterlippe herum. Doch dann gab sie sich einen Ruck und lief ihm noch einmal hinterher.
„Yannick?“ rief sie ihn  als er schon fast an den Fahrstühlen war.
Er drehte sich noch einmal um und keuchte erschrocken auf als er gegen die Wand gepinnt wurde.
In der nächsten Sekunde lagen auch schon ihre Lippen auf seinen und für eine Sekunde blieb sein Herz glatt stehen.
„Gute Nacht“ hauchte sie dann noch einmal als sie sich wieder von ihm löste und schwebte geradezu wieder zurück zu ihrem Zimmer.
Yannick strich mit einem Finger leicht über seine Lippen und schaute ihr nur hinterher.
___________________________________________________________________
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast