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London 2012

von Anni83
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
26.01.2015
18.03.2021
37
44.224
4
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
24.09.2017 1.052
 
Hallo meine lieben Leser.
Da bin ich auch mal wieder nach einer ziemlich blöden Zeit für mich. aber dieses Projekt wird auch zu Ende gebracht und ich arbeite sogar schon an einer Fortsetzung.
Vielen Dank an Leniiii und el pollito für die Reviews.


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Am nächsten Morgen saß Amelie noch ziemlich verschlafen am Frühstückstisch mit den anderen aus der Mannschaft und hatte große Schwierigkeiten damit ihre Augen offen zu halten.
„Hast du nicht gut geschlafen?“ fragte ihr Bruder nach und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Nein, nicht so wirklich“ erwiderte sie und verzog das Gesicht.
„Warum denn nicht?“ hakte er weiter nach.
Amelie zuckte mit den Schultern.
„Ich hab mir einfach zu viele Gedanken gemacht und hab keine Ruhe gefunden“ murmelte sie und erst jetzt viel ihr ein das sie die beiden Amerikaner noch nicht gesehen hatte.
„Sind Ryan und Mike schon weg?“ wollte sie wissen.
„Ja sie haben ja einen Fototermin. Aber heute Abend sind sie wieder da“ erwiderte Paul, während er in sein Marmeladenbrötchen biss.
Amelie nahm erst einmal einen kräftigen Schluck von ihrem Kaffee, bevor sie aufstand und sich auch was zu essen holte.
Nur wenige Meter von den Deutschen entfernt saßen auch die Franzosen beim Frühstück und Camille warf Amelie immer wieder besorgte Blicke zu. Sie sah wirklich nicht sehr gut aus.
„Okay jetzt reicht es mir“ haute sie auf den Tisch und ihr Gegenüber zuckte erschrocken zusammen.
„Sag es ihr endlich. Ich sehe mir das nicht noch länger an“ flüsterte sie ihm zu.
„Ja ich weiß. Ich werde es ihr heute noch sagen“ murmelte der Jüngere.
Camille seufzte leise und legte eine Hand auf seine.
„Hab keine Angst davor, okay? Sie mag dich echt gerne und sie wird dich nicht wegstoßen“ versicherte sie ihm noch und lächelte ihn an.
Auch auf seine Lippen schlich sich ein kleines Lächeln und er nickte nur.



Amelie war gerade mit frühstücken fertig, als der Teamarzt auf sie zutrat.
„Amelie ich würde mir gerne noch einmal deinen Fuß ansehen, bevor es zum Training geht“
Sie nickte, kippte den Rest ihres Kaffees runter und stand dann auf.
„Wir sehen uns nebenan“ wandte sie sich noch an ihren Bruder und folgte dem anderen dann nach draußen.
Unten im Keller lag sie auf der Liege und ließ die Behandlung über sich ergehen.
„Na das sieht doch schon wieder ganz gut aus. Die Schwellung geht langsam wieder zurück aber lass es heute noch ein bisschen langsamer angehen. Kein Kraftraum und Ausdauertraining für dich.“ sagte er dann zu ihr nach einer Weile.
Erleichtert atmete Amelie durch.
„Hast du schlecht geschlafen? Du siehst wirklich nicht gut aus. Hattest du Schmerzen gehabt diese Nacht?“ sah er sie dann besorgt an.
Die Blonde fuhr sich seufzend durch die Haare und verzog leicht das Gesicht.
„Nein das ist es nicht. Ich habe mir einfach zu viele Gedanken gemacht heute Nacht“ murmelte sie als Antwort.
„Wegen dem Brief?“ fragte der Arzt mit einem Grinsen nach.
Entsetzt sah Amelie ihn an.
„Was? Woher?“ wollte sie wissen.
„Ich bitte dich Amelie. Hier macht alles sehr schnell die Runde. Sogar das Fernsehteam hat das mitbekommen und will es unbedingt wissen. Die werden dich bestimmt auch drauf ansprechen nachher. Da bist du nämlich dran“ grinste er weiter.
Nun stöhnte sie eher gefrustet auf. Naja da musste sie wohl jetzt durch.
„Wann denn?“ fragte sie nach.
„Nach dem Mittagessen wenn die anderen im Kraftraum sind“ wurde ihr geantwortet.
„Hast du denn einen leichten Verdacht wer es sein könnte?“ fragte er dann neugierig.
„Ja ich glaube schon. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das nicht doch nur Wunschdenken von mir ist“ seufzte sie.
Der andere sah sie interessiert an.
„Nein vergiss es. Ich sag es euch schon wenn ich es raus gefunden habe oder wohl eher, wenn er sich zu erkennen gibt“ grinste sie nur.



Das Training an diesem Morgen lief ausgesprochen gut für sie, dafür das sie mal wieder nicht sehr gut geschlafen hat und die Verletzung am Fuß hatte.
Am Ende der Trainingsseason nahm Henning Lambertz sie noch einmal beiseite.
„Wie geht es deinem Fuß?“ fragte er sogleich.
„Es geht schon besser. Wenigstens habe ich keine Schmerzen mehr und die Schwellung geht wieder zurück. Ich soll in den nächsten Tagen nur ein bisschen kürzer treten und für mich fällt Krafttraining und Ausdauer flach“ erwiderte sie.
„Ja das konnte ich mir schon vorstellen. Deswegen hast du nachher ja auch den Termin mit unseren Freunden vom Fernsehen“ grinste der Trainer.
„Ja das kann nur lustig werden. Vor allem weil ja auch schon das ganze Hotel von diesem Brief weiß“
„Welcher Brief?“ fragte Henning unschuldig nach und Amelie sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Okay tut mir leid. Und ja da musst du schon mit rechnen das sie dich danach fragen werden“ grinste er noch und wuschelte durch ihre Haare, bevor er wieder aufstand.
„Und jetzt auf nach oben zum Duschen. Es gibt gleich Mittag“
Das ließ sich Amelie nicht zweimal sagen und sie verließ die Schwimmhalle.



Paul und Britta hatten auf sie gewartet und nahmen sie jetzt vor der Halle in Empfang.
„Was wollte er denn noch?“ fragte Paul sogleich.
„Er wollte nur wissen wie es meinem Fuß geht. Und wenn ihr nachher Krafttraining habt, darf ich mich mit den Freunden der ARD rumschlagen“ grinste sie.
„Ach das wirst du schon überstehen. Auch wenn es dein erstes richtiges Interview ist“ machte Britta ihr Mut.
„Ja und die sind wirklich in Ordnung. Sie lassen uns auch unsere Freiheiten und lassen uns anständig trainieren. Sie machen ja auch nur ihren Job“ fügte ihr Bruder noch hinzu.
„Ja man ich weiß. Aber die werden mich unter Garantie auf den Brief ansprechen. Weil ja inzwischen jeder davon zu wissen scheint“
Die beiden lachten nur und legten ihr jeweils einen Arm um die Schulter.



Mit einem leisen Pling öffneten sich die Fahrstuhltüren und die drei traten aus diesem hinaus.
„Bist du heute Abend wieder beim Rudelgucken dabei?“ fragte Paul an seine Schwester gewandt.
„Ja ich glaub schon“ lächelte diese.
„Bis nachher ihr beiden“ verabschiedete er sich und verzog sich in sein Zimmer.
Britta und Amelie gingen weiter, doch nur wenige Meter vor ihrer Zimmertür blieb sie stehen.
„Hey, was ist denn los mit dir?“ sah Britta sie besorgt an.
Amelie deutete mit ihrem Kopf nur in Richtung ihrer Zimmertür.
Vor dieser lag eine blaue Rose und eine kleine Notiz dazu.
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