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London 2012

von Anni83
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
26.01.2015
18.03.2021
37
44.224
4
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.07.2017 1.077
 
Hallo alle miteinander. :)
Pünktlich zur Schwimm WM geht es auch hier endlich einmal weiter.
Vielen Dank an Svergieflika, Asphaltluder und Leniiii für die Reviews.

Heute ist große Auflösung. :)
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Innerlich fluchte der Blonde auf. Das durfte doch jetzt nicht wahr sein. Da wollte er schon seinen ganzen Mut zusammen nehmen und ihr die Wahrheit sagen, und dann wurde er einfach so unterbrochen.
Auch Amelie fluchte leise auf. Es sah so aus als würde er ihr gerade etwas Wichtiges sagen wollen.
Mit einem leisen Seufzen stand Yannick vom Bett auf, begab sich zur Tür und öffnete diese.
Davor stand der Mannschaftsarzt der deutschen Mannschaft und sah den jungen Franzosen an.
Er machte ihm einfach die Tür weiter auf, sodass der Arzt eintreten konnte.
„Amelie was hast du schon wieder getan?“ fragte er sofort besorgt nach und hockte sich neben die junge Deutsche und sah sie besorgt an.
„Ich habe gar nichts getan. Das war ein Unfall. Ich war auf dem Weg nach draußen und da bin ich an einer nassen Stelle ausgerutscht. Irgend so ein Idiot hat auch noch eine Bierflasche mit reinschmugeln können, die ist kaputt gegangen und ich bin direkt in den Scherben gelandet die sich in meine Hand und mein Bein gebohrt haben“ erklärte sie ihm die Situation.
Der Arzt seufzte leise auf und fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
„Na dann wollen wir uns das doch einmal ansehen. Yannick, kannst du mir einen großen Gefallen tun?“
Der Franzose der die ganze Zeit über ganz ruhig in einer Ecke stand und alles beobachtete, zuckte nun erschrocken zusammen. Er hatte nicht damit gerechnet plötzlich angesprochen zu werden.
„Ja? Um was geht es denn?“ fragte er unsicher nach.
„Gehst du bitte eine Etage tiefer ins Zimmer 220 und holst Paul und Britta?“ bat ihn der Arzt nun.
„Na klar mach ich doch gerne“ lächelte er und war dann nur kurz darauf aus dem Zimmer verschwunden.



Im Zimmer von Britta und Amelie saß wieder die ganze Mannschaft versammelt vor dem Fernseher und schaute Fußball.
Ein lautes Klopfen an der Tür riss sie alle aus der Spannung und Yannick, der direkt an der Tür saß, stand auf und öffnete die Tür.
Seine Augenbrauen rutschten um einiges nach oben als er den jungen Franzosen davor, vor fand.
„Ehm…. Entschuldigung für die Störung. Aber ich müsste einmal kurz mit Paul und Britta reden. Es geht um Amelie“ erklärte er die Lage sofort.
Der junge Deutsche stöhnte gequält auf und öffnete die Tür etwas mehr.
Der französische Yannick riss die Augen weit auf, als er sah dass das Zimmer picke packe voll war.
„Paul, Britta? Euer Typ ist gefragt. Es geht um Amelie“ murmelte der deutsche Yannick.
Sofort stand Paul auf und auch Britta war sofort aufgesprungen.
„Wo ist sie?“ fragte Paul.
„Ihr geht es soweit eigentlich schon wieder ganz gut. Sie ist im Zimmer von mir und Jérémy“ beruhigte der junge Franzose ihn.
„Und euer Mannschaftsarzt ist auch schon bei ihr“ fügte er noch hinzu.
„Ich bringe sie noch um, das schwöre ich“ fluchte Paul leise, als sie auf dem Weg zum Zimmer der beiden Franzosen waren.
Plötzlich blieb Yannick abrupt stehen und drehte sich zu dem Pärchen um.
„Bitte seit nicht so voreilig mit einem Urteil. Es war nicht ihre Schuld, sondern ein Unfall“ wisperte er leise.



Kaum hatte Yannick die Tür geöffnet stürmten Paul und Britta an ihm vorbei und liefen auf das Bett zu, wo Amelie mit gesenktem Blick saß.
„Amelie verdammt“ flüsterte er leise in ihr Ohr und schloss sie auch gleich in seine Arme.
„Es tut mir so leid. Es war nicht meine Schuld“ entschuldigte sie sich auch gleich bei ihm.
Und so erzählte sie die Geschichte auch noch zum dritten mal an diesem Tag.
„Aber ihr braucht euch keine Sorgen zu machen. Es ist nicht so schlimm wie es aussieht. Ich habe ihr einen Tapeverband um den Fuß gemacht und sie kann auch damit trainieren.“ erklärte der Arzt den beiden sogleich.
„Ihre Hand wird auch schnell heilen und die Schnitte an ihrem Bein sind auch nicht so schlimm. Es gibt also keinen Grund, warum sie nicht in London antreten soll“
Paul drehte sich zu dem jungen Franzosen um und zog auch diesen in eine feste Umarmung.
„Danke das du dich um sie gekümmert hast“ wisperte er leise.
Yannick wurde leicht rot im Gesicht und senkte seinen Blick auf den Boden.
„Habe ich doch gerne getan. Und ich würde es immer wieder tun“ flüsterte er und sah dabei Amelie direkt an.



„Hey Kleines, was machst du denn für Sachen?“ wurde sie von den anderen der deutschen Mannschaft empfangen.
„Ich habe gar nichts gemacht. Das war ein Unfall. Ich habe nichts damit zu tun und stand ganz brav in der ersten Reihe“ antwortete sie darauf.
Den Rest des Abends verbrachten sie mit Fußball gucken und Amelie erzählte ganz viel von dem Konzert und was sie alles erlebt hatte.
Als sie später im Bett lag und das Licht schon aus war konnte sie einfach nicht einschlafen. Sie machte sich viel zu viele Gedanken um Yannick.
„Britta? Bist du noch wach?“ wisperte sie leise.
„Ja bin ich. Was ist denn los?“ erwiderte diese.
„Ich glaube ich weiß, wer diesen Brief geschrieben hat“ sagte Amelie dann.
Die Ältere drehte sich auf die andere Seite und sah Amelie mit einem fetten Grinsen an.
„Glaubst du es zu wissen oder willst du einfach nur das er von Yannick ist?“ stellte sie die Gegenfrage.
Nun wurde Amelie deutlich rot im Gesicht und biss sich unsicher auf ihrer Unterlippe herum.
„Irgendwie beides ein bisschen“ flüsterte sie.
„Er ist ein unglaublich netter Junge, Amelie. Und ich glaube er würde unglaublich gut zu dir passen“ sagte Britta leise und zog sie in eine Umarmung.
„Ich war so blind gewesen“ hauchte die Jüngere.
„Das kann jedem Mal passieren. Es ist nur wichtig das du irgendwann deine Augen öffnest“ machte die Freundin ihres Bruders ihr klar.
„Und jetzt schlaf. Es ist schon spät“
Nur wenige Minuten später schlief Amelie mit einem sanften Lächeln auf den Lippen ein.



„Jérémy?“
Der Franzose schlief noch nicht und öffnete wieder seine Augen.
„Hmm“ sagte er nur und drehte sich zu seinem jungen Teamkollegen um.
„Ich werde ihr die Wahrheit sagen“ meinte Yannick dann.
Auf den Lippen des anderen schob sich ein strahlendes Lächeln.
„Das finde ich eine sehr gute Idee. Sie wird dich schon nicht auslachen“ machte der Ältere ihm klar.
Bei Yannick dauerte es eine ganze Weile bis er endlich die Augen schloss und in einen festen Schlaf abdriftete.
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