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London 2012

von Anni83
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
26.01.2015
18.03.2021
37
44.224
4
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Dieses Kapitel
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26.07.2016 1.309
 
Hallo Leute.
Hat wieder mal etwas länger gedauert und es stehen auch bald die Olympischen Spiele vor der Tür. Weil die Schwimmwettbewerbe extrem spät (oder bei uns in Deutschland eher früh) sind, habe ich mir die ganze Woche Urlaub genommen.

Vielen Dank an Asphaltluder für das Review.



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Eine leichte Berührung an ihrer Schulter und das Sonnenlicht, das hell durch das Fenster in das Zimmer schien, weckte Amelie am nächsten Morgen aus einem nicht gerade sehr erholsamen Schlaf. Leise murmelte sie vor sich hin und zog die Bettdecke noch mehr über ihren Kopf.
„Komm schon Kleines, wir müssen aufstehen. In 20 Minuten ist Frühstück“ erklang die leise Stimme von Britta und ganz langsam öffnete Amelie ihre Augen und zog die Bettdecke runter.
Sofort traf sie auf die besorgt dreinblickenden Augen der Freundin ihres Bruders.
„Wie geht’s dir?“ fragte sie nach und strich mit einer Hand durch ihre Haare.
„Nicht gerade gut. Ich hab total beschissen geschlafen“ antwortete sie und schwang ihre langen Beine aus dem Bett.
„Ja ich weiß. Hab ich mitbekommen. Du bist gar nicht richtig zur Ruhe gekommen, hast dich von einer Seite auf die andere gedreht“
„Um jetzt richtig wach zu werden brauche ich mindestens drei Tassen Kaffee“ murmelte Amelie.
Ständig musste sie heute Nacht an den Brief denken und wer ihn wohl geschrieben hat. Das hatte sie heute Nacht um den Schlaf gebracht.
Sie musste unbedingt ihre Augen offen halten in den nächsten Tagen. So schwer sollte das doch wohl nicht sein den Briefschreiber ausfindig zu machen.
Als sie gerade Sachen aus den Schrank suchte, hielt sie kurz inne. Ihr war gerade etwas eingefallen wie sie wenigstens einen ausschließen konnte.
„Was ist los?“ hakte Britta sogleich nach.
„Mir ist gerade eine Idee gekommen wie ich die Kandidatenliste verkürzen kann. Und dazu muss ich mich jetzt wirklich beeilen“ meinte sie und ging ins Bad.



15 Minuten später verließen sie zusammen das Zimmer. Amelie hatte den Brief in ihre Hoodedtasche gesteckt.
„Wir sehen uns unten beim Frühstück“ sagte sie zu Britta und während diese, die Treppen runter ging in Richtung Lobby, sprintete Amelie die Treppen eine Etage höher in den dritten Stock.
Im Flur stieß sie fast mit Alain Bernard zusammen.
„Wow immer schön langsam. Was hast du denn hier oben zu suchen und warum bist du so in Eile?“ fragte dieser sofort nach.
„Tut mir leid. Ich bin so in Eile weil ich nur 5 Minuten Zeit habe bis zum Frühstück und ich noch dringend mit Laure sprechen muss“ entschuldigte die Blonde sich sofort.
Der 29-jährige Freistilschwimmer sah sie nun genauer an und zog seine Augenbrauen nach oben.
„Du sieht mir gar nicht gut aus Amelie. Hast du schlecht geschlafen?“ fragte er weiter.
„Ja schon aber das ist etwas komplizierter. Kannst du mir sagen wo Laure ihr Zimmer hat?“
„Klar wenn du den Gang rechts bis ganz durch gehst auf der linken Seite. Zimmer 320.“ lächelte er.
„Danke“ bedankte sie sich ebenfalls lächelnd und wollte schon weiter laufen als sie abrupt stehen blieb.
Vielleicht… Eigentlich war sie sich sicher das sie Alain ausschließen konnte. Aber vielleicht wusste er von wem der kam und außerdem musste sie sich 100 %ig sicher sein.
„Alain warte mal kurz“ rief sie dem blonden Franzosen hinterher und ging die paar Meter wieder zurück.
„Was denn?“ fragte er.
„Du hast nicht zufällig etwas mit diesem Brief zu tun oder weißt von wem der kommt?“ fragte sie und reichte ihm den Brief.
Er entfaltete ihn und begann zu lesen. Währenddessen schob sich ein immer größeres Grinsen auf seine Lippen.
Danach faltete er ihn wieder zusammen und gab ihn an Amelie mit einem Lächeln zurück.
„Tut mir leid. Da kann ich dir nicht helfen. Von mir ist er nicht und ich weiß auch nicht von wem er kommt“
„Das er von dir kommt habe ich auch nicht vermutet. Aber ich muss ja wenigstens auf Nummer sicher gehen. Aber es hätte ja sein können das du weißt von wem er kommt“ senkte sie unsicher den Kopf.
„Kannst du denn ausschließen, das es einer von euch war? Auf jeden Fall kannst du davon ausgehen dass das kein dummer Scherz ist. Dafür ist der Brief viel zu ehrlich und schön geschrieben“
„Ja das kann ich ausschließen. Erstens waren wir alle gestern zusammen versammelt bei uns im Zimmer und haben Fußball geguckt als er durch den Türschlitz kam. Und zweitens kann keiner von uns so gut französisch das er einen ganzen Brief verfassen kann“ antwortete sie.
„Ich kann mich ja mal umhören. Wir finden schon raus wer das war“ zwinkerte er ihr zu.
„Dankeschön“ bedankte sie sich noch einmal und machte sich dann endlich auf den Weg zum Zimmer von Laure.
Im Laufen zog sie einen Zettel und einen Stift aus ihrer Hosentasche und strich einen Namen von der Liste. Na ja wenigstens schon ein Anfang.



Am Zimmer von Laure angekommen hörte sie noch Stimmen aus diesem, also war sie noch da. Noch einmal atmete sie tief durch, bevor sie an die Tür klopfte.
Nur wenige Sekunden später öffnete sich die Tür.
„Amelie?“ fragte sie mehr als nur verwundert.
„Tut mir leid wenn ich störe. Aber ich muss dich unbedingt was fragen und das ist wichtig“ begrüßte die 19-jährige die Topschwimmerin der Franzosen.
„Ehm… nein nein du störst nicht. Komm doch kurz rein“ erwiderte Laure und öffnete die Tür weiter um die Deutsche ins Zimmer zu lassen.
„Also. Wie kann ich dir helfen?“ lächelte sie.
Amelie hatte sich schon öfters mit Laure unterhalten und sie verstanden sich auch richtig gut. Deswegen fiel ihr gleich sie ein.
„Hör zu die Frage kommt dir vielleicht ein bisschen komisch vor aber jeder hier ist potenzieller Täter.“
Bei dem Ausdruck „Täter“ musste sie selber lächeln.
Laure sah sie verwirrt an.
„Okaaaaaaaay“ meinte sie langgezogen.
Noch einmal atmete Amelie tief durch und strich sich durch ihre Haare.
„Kannst du mir sagen ob Florent eine Freundin hat?“ fragte sie dann leise und mit gesenktem Kopf.
Ihr war das mehr als unangenehm aber wie sollte sie sonst vorwärts kommen.
Eine Hand legte sich unter ihr Kinn und hob ihren Kopf wieder hoch sodass sie Laure ansehen musste, die sie verschmitzt angrinste.
„Tut mir leid Kleines. Der ist vergeben“ antwortete sie dann.
Prompt wurde die Deutsche rot im Gesicht.
„Was? Oh man nein du verstehst das komplett falsch“ rechtfertigte sich Amelie.
„Gut. Dann klär mich auf“ forderte die Ältere.
Mit zittrigen Händen überreicht sie Laure den Brief.
„Ich will raus finden von wem der ist“ murmelte sie und trat von einem Bein auf das andere.
Einen Moment war es still und Laure überflog den Brief. Als sie aufblickte hatte sie Tränen in den Augen.
„Oh mein Gott. Ich wusste nicht das überhaupt einer von unseren Jungs dazu in der Lage ist solch einen schönen Brief zu schreiben“ flüsterte sie.
„Ich kann dir auf jeden Fall sagen das der nicht von Florent ist. Aber leider weiß ich auch nicht von wem er sonst kommen könnte“ antwortete sie und gab ihr den Brief zurück.
Leise seufzte Amelie auf, holte den Zettel wieder raus und strich einen Namen von der Liste, die sie gestern Abend noch erstellt hatte.
„Hast du eine Liste erstellt?“ wollte Laure grinsend wissen.
„Ja wie soll ich es denn sonst machen? Wenigstens hat es sich schon auf 10 reduziert“
„Wen hast du den sonst schon draußen?“
„Alain. Mit dem habe ich auch nicht gerechnet aber ich musste mir sicher sein und er ist mir gerade auf dem Flur begegnet“ antwortete Amelie.
„Du siehst müde aus Amelie“ fiel der braunhaarigen dann auf.
„Ja ich weiß. Ich hab nicht besonders gut geschlafen“ murmelte sie erneut und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
Ein belustigtes Schnaufen kam von Laure, bevor sie ihr einen Arm um die Schulter legte.
„Na los komm. Wir gehen erst mal runter zum Frühstück. Das wird sich schon in den nächsten Tagen aufklären“
Und somit zog sie die Jüngere mit nach draußen.
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