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I saved your life

von chrissy45
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Chuck Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
25.01.2015
10.01.2016
67
119.891
34
Alle Kapitel
244 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
30.11.2015 2.508
 
Hey Leute ^.^
Dieses Kapitel ist - wie man es vielleicht schon am Titel erkennen kann - ein spezielles Kapitel, denn es ist mal aus Newts Sicht geschrieben :D
Ich dachte mir, das wäre keine schlechte Idee, damit ihr erfahrt, was hinter den Mauern passiert ist ( haha, das klingt wie bei so einem Film 'Hinter den Kulissen' ;D )
Also, ich hoffe euch gefällt dieses Kapitel und ihr findet es nicht schlimm, dass ich mal Newts Perspektive verwendet habe ^.^
Das nächste Kapitel ist dann übrigens automatisch wieder aus Summers Sicht :)
Das wäre dann alles, was ich loswerden wollte, bis natürlich auf: danke wie immer für die unglaublich tollen Reviews <33
Von euch zu hören freut mich jedes Mal *.*
So, jetzt bin ich fertig mit diesem Intro, deswegen wünsche ich euch jetzt nur noch: Viel Spaß ^.^

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NEWTS POV

„Du bist ein Idiot und du bist ein noch größerer Idiot!“, schalt Minho uns, als wir alle drei unseren hektischen Atem normalisiert hatten und sofort fragte ich mich, wer ich wohl war: der Idiot oder der größere Idiot, wobei ich doch stark auf letzteres tippte.
„Du hättest mal schön auf der Lichtung bleiben sollen“, motzte er Thomas an und an mich gewandt: „Und DU hättest Alby loslassen und rennen sollen, als ich es dir befohlen habe!“
Fassungslos starrte ich Minho an. „Hast du sie noch alle? Ich lasse doch nicht meine besten Freunde im Stich!“, rief ich und musste feststellen, dass es mir verletzte, dass Minho dachte, dass ich wirklich so kalt sein könnte.
Minho rollte jedoch nur mit den Augen und murrte: „Sehr ritterlich von dir, aber das bringt jetzt auch nichts! Ich hab dir gesagt, dass du dich in Sicherheit bringen sollst, du Volldepp!“
Er seufzte und fuhr sich erschöpft durch die Haare. „Naja schön, so kratzen wir wenigstens in vertrauter Dreisamkeit ab.“
„Wer hat denn was von abkratzen gesagt?“, meldete sich Thomas zu Wort und blickte uns ungläubig an.
Minho fauchte genervt auf. „Auch das noch! Du größter Depp, der mir von allen Deppen aus der Deppenwelt je untergekommen ist, latschst wie ein lebensmüder Idiot zu uns ins Labyrinth, weil du wahrscheinlich nur 'helfen' wolltest und bringst auch noch Gott verdammte Hoffnung mit, dass wir diese bescheuerte Nacht in diesem Monstrum überleben könnten! Ich fass es nicht!“, rief er und ging unruhig auf und ab. „Das ist mit Abstand der drittschlimmste Tag meines Lebens!“
„Was war denn der schlimmste?“, traute Thomas sich zu fragen und kurz nachdem er die Worte ausgesprochen hatte, wusste ich schon, dass das gerade ein großer Fehler gewesen war.
„Das geht dich einen verdammten...“, „Minho!“, unterbrach ich ihn genervt, denn jetzt einen Streit anzufangen würde uns kein Stück weiter helfen.
„Es regt mich einfach nur auf, dass dieser Scheißkerl hierher kommt und erstmal ein bisschen plaudern möchte! Wir sollten besser von hier verschwinden, bevor die Griewer kommen!“, rief Minho, doch bevor er das Weite suchen konnte, packte ich ihn am Arm.
„Minho, bleib stehen!“, sagte ich und schaute ihn eindringlich an, während Thomas mich unterstütze: „Was ist mit Alby? Er lebt doch noch! Wir können ihn nicht einfach so hier sitzen lassen.“
Minho schürzte die Lippen und erwiderte meinen Blick, woraufhin er sich schon wieder durch die Haare fuhr und angenervt fragte: „Und was habt ihr euch da tolles vorgestellt? Ich werde ihn ganz sicher nicht tragen! Der Kerl ist schwer wie... etwas, dass...sehr schwer ist.“
Jetzt blickte ich zu Thomas und fragte mich, ob er vielleicht einen Plan hatte, denn der Ausdruck mit dem er die Mauern links und rechts von uns betrachtete, schien zu sagen, dass sich in seinem Kopf gerade eine Idee entwickelte.
„Wie wär's denn mit den...was war das?“, unterbrach Thomas sich selbst, als plötzlich ein unheilvolles, metallisches Klicken ertönte.
Erschrocken zuckte ich zusammen und schaute mich hektisch um, denn dieses Geräusch verband ich nicht gerade mit besonders schönen Erinnerungen.
„Verdammt.“, fluchte Minho. „Wir müssen uns beeilen, wir müssen weg von hier! Das ist ein Griewer. Er ist noch weit weg, aber die Dinger sind gar nicht so langsam, wie sie doof sind!“
„Okay, was war dein supertoller Plan, Tommy?“, fragte ich und begann mir vor Nervosität auf der Lippe herumzukauen, obwohl ich das eigentlich lassen wollte.
„Wir könnten Alby im Efeu festmachen und...“, „Das klappt doch nie!“, unterbrach Minho ihn.
„Was seit ihr eigentlich ständig so pessimistisch?! Wir können es doch wenigstens versuchen!“, rief Thomas und blickte mich flehend an, als wartete er nur auf mein Einverständnis. „Wir machen ihn im Efeu fest und dann können wir immer noch weglaufen!“
Einen Moment hielt ich inne, dann begann ich zu nicken. „Okay.“, murmelte ich, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob diese Idee nicht einfach nur Zeitverschwendung war.
Nachdem Minho schließlich auch eingewilligt hatte, machten wir uns daran, Alby, den wir an eine der Mauern gelehnt hatten, zuerst an den Armen und dann an deinen Beinen am Efeu festzubinden.
Thomas kletterte an der Mauer hoch, um Albys Arme ein Stückchen höher festzubinden, während Minho und ich uns um seine Füße kümmerten.
So schafften wir es Alby Stück für Stück die Mauer hochzuschieben, bis er schließlich ungefähr drei Meter über dem Boden hing.
Ihn von hier unten zu sehen, wie er ohnmächtig an Armen und Beinen im Efeu hing, fühlte sich seltsam an, denn für mich sah er so aus, als wäre er tot.
Bei diesem Gedanken wurde ich noch nervöser, denn ich wusste, dass ich es kaum aushalten könnte, wenn Alby tot wäre. Es waren schon so viele Lichter gestorben, die ich kannte und Alby kannte ich mittlerweile am längsten.
Doch selbst wenn er überraschenderweise noch nicht tot war und wir – was ziemlich unwahrscheinlich war – die Nacht ebenfalls überleben würden, würde Alby trotzdem nicht mehr derselbe sein.
So oder so, der Alby, den ich gekannt hatte, war weg.
Das wurde mir erst jetzt so richtig klar.
„Newt! Was starrst du denn so blöd in der Gegend rum? Wir müssen weg hier!“, riss mich Minhos Stimme aus meinen Gedanken.
Ich schaute von Alby weg und starrte stattdessen Minho an. „Was? Alby ist da oben doch gar nicht sicher! Ich weiß ja nicht, ob du das vergessen hast, aber dir ist doch schon klar, dass die Griewer die Wände hochklettern können?“
Minho hielt einen Moment inne und fuhr sich dann zum wiederholten Mal nervös durch die Haare.
„Verdammte scheiße.“, fluchte er, während Thomas uns abwechselnd mit einem ziemlich erschockenen Gesichtsausdruck anstarrte. „Hättet ihr das nicht mal früher sagen können?“
Minho setzte gerade dazu an, etwas zu sagen – wahrscheinlich wieder irgendeine Beleidigung –, als das klickende Geräusch des Griewers, den wir vorhin gehört hatten, erneut ertönte und dieses Mal war es deutlich näher dran.
So nah, dass ich mir nicht sicher war, ob wir hier gerade in der Falle saßen.
„Oh Mann, dieser Tag wird ja immer schlimmer und schlimmer!“, fauchte Minho, der das Geräusch ebenfalls gehört hatte. „Okay, Kinder, wir müssen hier weg!“
„Wartet!“, rief Thomas, bevor Minho und ich uns aus dem Staub machen konnten.
„Was denn?“, fragte Minho genervt.
„Wir müssen auf den Griewer warten!“, setzte Thomas an, doch er schaffte es nicht, seinen Gedanken weiter zu führen, da Minho und ich ihn im Chor unterbrachen: „Was?!“
„Jetzt hört mir doch mal zu! Wir müssen warten, bis der Griewer uns entdeckt hat, damit wir ihn dann von Alby weglocken können, ansonsten war die Aktion mit dem Efeu für die Katz.“, erklärte Thomas und blickte uns erwartungsvoll an.
Ein Blick zu Minho reichte für mich aus, um zu erkennen, dass er von dieser Idee nicht gerade überzeugt war, doch weil ich selbst nicht wollte, dass der Griewer Alby doch noch umbrachte, sagte ich: „Der Plan ist zwar lebensmüde und total bescheuert, aber ich hab gerade keinen besseren.“
„Für einen besseren ist es jetzt glaube ich auch zu spät.“, bemerkte Thomas, denn genau in diesem Moment kam der Griewer um die Ecke gerollt.
„Großartig.“, murmelte Minho. „Jetzt überrollt uns das Ding. Ganz ehrlich, Thomas: dein Plan war sogar mehr als bescheuert!“
„Nein, war er nicht!“, beharrte Thomas, der den näher rollenden Griewer konzentriert beobachtete.
Dabei fiel mir auf, dass das hier der erste Griewer sein musste, den Thomas je gesehen hatte. Ziemlich ungewöhnlich, dass er überhaupt keine Angst vor ihm zu haben schien.
„Wenn der Griewer ganz nah ist, dann...dann ducken wir uns einfach zu den Seiten weg!“, erklärte Thomas, woraufhin Minho trocken auflachte. „Das klappt doch nie im Leben! Oh scheiße, Mann! Ich werde hier sterben, nur wegen dir, Frischling!“
„Das klappt schon! Vertraut mir doch mal! Außerdem bin ich kein Frischling mehr.“, rief Thomas und mit diesen Worten stürzte er auf den Griewer zu, der keine zwei Meter mehr von uns entfernt war.
„Verdammt, Newt, ich find das ja so gar nicht toll.“, jammerte Minho, bevor er sich ebenfalls in Bewegung setzte.
Ohne ihm eine Antwort zu geben, folgte ich ihm und als ich fast in den Griewer hineingelaufen wäre, duckte ich mich zur Seite weg.
Schade eigentlich, dass so ein Griewer auch an den Seiten diese dämlichen Spikes hat, allerdings wurde mir diese Tatsache leider erst bewusst, als mir im Vorbeirennen einer der Spikes in den Unterarm schnitt.
Erschrocken griff ich im Stolpern mit der rechten Hand nach meinem Arm und zog scharf die Luft ein.
Der Schnitt war nicht besonders breit, doch der war tief und brannte wie Feuer.
„Newt, ist alles okay?“, fragte Minho, der bemerkt zu haben schien, dass irgendwas nicht stimmte.
„Ja, geht schon.“, brachte ich zwischen vor Schmerz zusammengebissenen Zähnen hervor.
„Gut, das.“, meinte Minho, der sich wieder nach vorne gedreht hatte. „Jetzt müssen wir nämlich diesen bescheuerten Griewer weglocken!“
Damit hatte er leider recht, wobei mir auffiel, dass ich keine Ahnung hatte, wie wir den Griewer eigentlich wieder loswerden wollten.
An dem plötzlich wieder einsetzenden klickenden Geräusch konnte ich erkennen, dass der Griewer die Verfolgung aufgenommen haben musste. Trotzdem warf ich zur Sicherheit einen kurzen Blick über die Schulter, wobei ich tatsächlich feststellen musste, dass der Griewer uns hinterher rollte und ich begann mir sofort vorzustellen was passieren würde, wenn er uns eingeholt hatte – das waren wirklich nicht gerade schöne Bilder vor meinem inneren Auge.
Wenigstens würde dieser Griewer Alby verschonen, aber das hieß ja nicht, dass kein anderer ihn finden konnte.
„Wo läufst du eigentlich gerade hin?“, hörte ich Minho in diesem Moment Thomas zubrüllen, der die Führung übernommen hatte und das obwohl er noch nie hier gewesen war.
Minho kannte das Labyrinth auswendig und auch mir kamen die Gänge, die wir bisher entlang gelaufen waren bekannt vor, aber Thomas war erst seit zwei Tagen auf der Lichtung und verbrachte gerade seine erste Zeit hier. Warum lief er dann so zielsicher durch die Gänge, als hätte er einen ganz genauen Plan im Kopf?
„Ich weiß nicht, ich...ich hab so ein Gefühl.“, gab Thomas eine überhaupt nicht nachvollziehbare Antwort, die Minho ebenfalls nicht zu gefallen schien.
„Was soll das denn bitte heißen?“, fragte er, doch Thomas zuckte nur mit den Schultern. „Vertraut mir einfach!“
Die nächsten Meter hielt Minho zu meiner Überraschung die Klappe – eigentlich hatte ich nämlich gedacht, dass er gegen diese Vertrauenskiste irgendwelche Einwände haben würde –, bis Thomas bei einer Kreuzung, an die ich mich nur noch schleierhaft erinnern konnte, nach links abbog.
„Was zur Hölle machst du?“, brüllte Minho. „Willst du uns umbringen? Da ganz am Ende ist ne Sackgasse!“
„Ich weiß.“, sagte Thomas schon wieder und so langsam verwunderten mich diese zwei Wörter immer mehr.
„Das musst du uns wohl näher erklären, Tommy! Warum wirkt es die ganze Zeit so, als wüsstest du so viel über diesen Ort?“, fragte ich, doch wenig überraschend bekam ich schon wieder keine richtige Antwort: „Das würde ich ja, wenn uns nicht gerade ein schleimiges Monster verfolgen würde!“
Das war allerdings gar kein so schlechter Einwand, schließlich konnte ich ja nicht erwarten, dass Thomas mir haarklein erklärte, was er mit seinem komischen Getue meinte, während uns ein Griewer zufrieden über den Haufen rollte.
Als wir am Ende des Ganges eine Rechtskurve machen mussten, erkannte ich plötzlich, wo wir uns gerade befanden und welche Sackgasse Minho meinte: am Ende dieses Ganges war die Klippe und als mir das bewusst wurde, wurde mir klar, was Thomas vor hatte: er wollte dieses Ausweichmanöver direkt vor der Klippe durchführen, sodass der Griewer, der uns verfolgte, auf Nimmerwiedersehen ins Nichts stürzte.
Ich musste zugeben: dieser Plan war doch gar nicht mal so dumm, allerdings stellte sich mir dabei die beunruhigende Frage: wie konnte Thomas wissen, wo sich die Klippe befand?
Dass es sie gab, hatte ich ihm ja selbst erzählt, aber wo genau sie war, hatte ich ihm nicht beschrieben.
Das war wirklich gruselig!
Allerdings war das im Moment nicht unser größtes Problem, weshalb ich diesen Gedanken erst einmal zur Seite schob.
Nachdem wir noch eine Kurve gelaufen waren, lag die Klippe schließlich nur noch zehn Meter vor uns.
„Oh Mann.“, murmelte Thomas, was so wirkte, als sei er irgendwie überrascht, dass es die Klippe wirklich gab.
„Okay.“, sagte er dann laut an Minho und mich gewandt. „Wir machen es genauso wie vorhin! Auf den Griewer zu rennen und dann wegducken.“
„Schon klar.“, kam es von Minho, der irgendwie gefrustet darüber zu sein schien, dass ihm die Idee nicht selbst gekommen war.
Erst als wir direkt an der Klippe angekommen waren, blieben wir stehen und drehten uns zu dem Griewer um, wobei uns allen drei vermutlich der gleiche Gedanke kam.
„Woah, warum sind das denn plötzlich zwei?“, sprach Minho ihn aus, während wir dir beiden Griewer anstarrten, die brav hintereinander herrollten.
Für einen Moment war ich wie erstarrt, bis Thomas plötzlich sagte: „Leute, das schaffen wir auch so! Auf drei! Eins...zwei...drei!!“
Gleichzeitig stürmten wir auf die Griewer zu, wichen im letzten Moment zu den Seiten aus, kamen hinter ihnen stolpernd zum Stehen und wirbelten dann herum, um zu sehen, ob der Plan funktioniert hatte.
Tatsächlich fiel der erste Griewer bereits wie ein Stein die Klippe hinunter, wohingegen der zweite erst noch strauchelte und mit verzweifelten Bewegungen der Greifarme versuchte, das Gleichgewicht zurück zu erlangen, schließlich aber ebenfalls den Halt verlor und dem anderen hinterher stürzte.
Erleichtert und erschöpft atmeten Minho und ich aus, während Thomas auf die Klippe zulief und hinunter starrte.
„Das gibt es doch nicht.“, murmelte Thomas verwirrt und drehte sich kopfschüttelnd zu uns um.
Einen Moment stand er still vor uns, dann traten ihm plötzlich die Tränen in die Augen.
„Alles gut, Tommy! Die Griewer sind weg.“, versuchte ich ihn zu beruhigen, denn so wie es aussah, stand er gerade ziemlich unter Schock, was ja auch wirklich nachvollziehbar war. „Erzähl uns jetzt mal, woher du wusstest, wo du langlaufen musstest, um die Klippe zu finden.“
Minho hob den Kopf, weil ihm diese Antwort auch zu interessieren schien und so starrten wir beide erwartungsvoll einen ziemlich überfordert scheinenden Thomas an, der schweigend zwischen Minho und mir hin und her schaute.
„Ich...ich weiß wirklich nicht, warum, aber aller hier kommt mir so schrecklich bekannt vor.“
„Bekannt? Wie das denn?“, fragte Minho.
Thomas schluckte und kratzte sich nervös am Hals, bevor er antwortete: „So als ob ich schon mal hier gewesen wäre.“
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