Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

I saved your life

von chrissy45
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Chuck Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
25.01.2015
10.01.2016
67
119.891
34
Alle Kapitel
244 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
28.11.2015 2.836
 
Hey Leute :D
Ein neues Kapitel nach einem Tag! Ich bin irgendwie stolz auf mich ;D
Und ich freue mich, dass ihr euch auf einen zweiten Teil freuen würdet ^.^
So, ich hoffe, dass es euch nicht stört, aber ich habe das Gefhül, dass dieses Kapitel extrem lang ist o.O
Vielleicht kommt mir das auch nur so vor, aber naja  - hoffentlich gefällt es euch trotzdem ;D
Übrigens ist dieses Kapitel für SilverShark19, weil sie sich diese bestimmte Szene schon die ganze Zeit gewünscht hat ^.^
Also dann: viel Spaß beim Lesen und weil ich glaube, dass ich morgen kein Kapitel schaffen werde: einen schönen 1. Advent *.*

---------------------

Es dauerte mit Sicherheit nicht mal eine Minute, da waren Alby, Newt und noch mindestens zehn weitere Lichter um die Stelle versammelt, an der Minho immer noch auf dem Boden hockte.
Thomas und ich hatten uns mittlerweile wieder aufgerichtet und standen jetzt wenig hilfreich in der Gegend herum, während Alby ein Gesicht machte, als würde er zum ersten Mal Bratpfannes Frühstücksbrei vorgesetzt bekommen.
„Kannst du das nochmal wiederholen?“, fragte er mit weit aufgerissenen Augen.
„Wie oft denn noch? Da draußen ist ein Griewer und er ist tot! Da wette ich meine Ehre drauf!“, sagte Minho toternst.
„Na hoffentlich bist du nicht auch so ein spitzenmäßiger Sani wie unser Doktor Nummer Eins hier!“, bemerkte Jeff grinsend und klopfte Newt dabei auf die Schulter.
„Sie hatte wirklich keinen Puls.“, versuchte Newt sich zu rechtfertigen, während Minho genervt aufseufzte.
„Ich schwöre es bei allem was mir heilig ist! Der Griewer ist so was von tot, das würde sogar ein Blinder sehen!“
„Ist ja gut, wir glauben dir ja schon!“, meinte Alby machte ein nachdenkliches Gesicht. „Wir werden ihn suchen müssen, dann können wir mal nachschauen, wie so ein Griewer von innen aussieht.“
Minho nickte. „Meine Rede!“, sagte er und blickte Alby dann fragend an. „Ich gehe auf jeden Fall, aber es wäre vielleicht besser, wenn ich nicht alleine gehen würde. Vielleicht gibt es ja irgendeinen mutigen Freiwilligen.“
Daraufhin ließ er seinen Blick aufmerksam über die umher stehenden Lichter schweifen, wobei mir auffiel, dass er Newt ganz demonstrativ ignorierte.
Verwirrt blickte ich zwischen Minho und Newt hin und her. Hatte das irgendwas zu bedeuten?
„Am besten, ich gehe mit.“, stellte Alby in diesem Moment fest, sodass ich von meinen Gedanken abgelenkt wurde. „Aber wir sollten besser erst Morgen gehen. Heute würden wir es mit Sicherheit nicht mehr schaffen.“
Minho nickte und ließ sich von Jeff und Clint auf die Beine helfen.
„Schlaf ne Runde. Wird ein anstrengender Tag morgen.“, meinte Alby und wandte sich dann an die schaulustigen Lichter. „Wieso kommt ihr eigentlich immer her, wenn irgendwas passiert? Habt ihr nichts Besseres zu tun?“
Daraufhin löste sich die kleine Versammlung schneller auf, als sie sich gebildet hatte und auch Newt verschwand mit schnellen Schritten in Richtung Gehöft.
Eigentlich wollte ich ihm hinterher, weil ich unbedingt wissen wollte, was das zwischen ihm und Minho zu bedeuten hatte, doch leider erwischte Jeff mich, bevor ich meinen Plan durchführen konnte.
„Kommst du, Summer?“, fragte er und blickte mich fröhlich an. „Wir haben wichtige Dinge zu tun!“
Ich seufzte. „Die Salben neu zu sortieren?“, fragte ich missmutig, woraufhin Jeff mich breit angrinste. „Du Genie!“


Erst nachdem sich die Tore geschlossen hatten, entließ Jeff mich meiner Freiheit, nachdem wir die komplette Sammlung an Cremes, Salben, Spritzen, Säften und Tabletten neu sortiert hatten – dieses Mal alphabetisch und nicht so wie das Mal davor nach Farben, was ziemlich langweilig gewesen war, da die meisten Verpackungen nur braun, weiß oder grün waren.
Sofort machte ich mich daran Newt ausfindig zu machen, doch draußen auf der Lichtung fand ich ihn nicht. Als er auch nicht in der Küche war, machte ich mir langsam Sorgen.
So verdammt groß war die Lichtung doch nicht! Wo konnte man sich da schon großartig verstecken?
„Alby, hast du Newt gesehen?“, fragte ich den Anführer, den ich seit meiner Ankunft erst zum zweiten Mal in der Küche stehen sah, allerdings blieb mir momentan keine Zeit dafür, deswegen überrascht zu sein.
Alby legte die Stirn in Falten und schüttelte dann den Kopf. „Nein, ich hab ihn schon den ganzen Tag nicht gesehen. Keine Ahnung, wo der schon wieder steckt.“
Ich seufzte und mich verließ schon der Mut, als mir eine eigentlich ziemlich simple Idee kam, wo Newt sich befinden könnte.
„Danke, Alby!“, rief ich erleichtert und bekam den verwirrten Blick, den der Anführer mir zuwarf gar nicht mehr richtig mit, denn ich war schon dabei mich umzudrehen und quer über die Lichtung zum Gehöft zu rennen.
Dort angekommen ging ich zielstrebig den Gang entlang, der zu einer Reihe von Türen führte, bis ich schließlich vor der am Ende des Ganges stehen blieb.
Einen Moment hielt ich noch inne und betete dabei, dass Newt wirklich – wie ich glaubte – in seinem Zimmer war, bevor ich die Tür öffnete, das Zimmer betrat und kurz darauf erleichtert ausatmete.
Tatsächlich sah ich Newt mit dem Rücken zu mir am Fenster stehen und er wirkte dabei so wehmütig, dass sich meine Erleichterung sofort verflüchtigte.
„Newt?“, fragte ich unsicher, während ich die Tür hinter mir schloss. „Ist alles okay?“
Beim Klang meiner Stimme zuckte Newt kein bisschen zusammen, so als hätte er schon erwartet, dass ich es war, die in sein Zimmer gekommen war.
Es dauerte eine Weile, bis ich eine Antwort erhielt, doch irgendwann drehte Newt sich schließlich zu mir um und schaute mich an. „Summer, ich glaube...ich muss dir was erzählen, was ich dir schon länger sagen wollte.“, murmelte er.
Einen Moment war ich verwirrt, doch dann glaubte ich zu verstehen, was er meinte.
„Heißt das, du...“, setzte ich an, doch noch bevor ich den Satz zu Ende gesprochen hatte, begann Newt zu nicken.
„Die Sache mit dem Traum als ich krank war...das ist alles ein bisschen kompliziert.“, fing er an, unterbrach sich dann aber selbst. „Na gut, kompliziert ist es eigentlich nicht. Eher unverständlich oder schwer nachzuvollziehen...obwohl, unverständlich ist vielleicht auch nicht das richtige...“
„Newt.“
„Ja?“
„Komm auf den Punkt.“
Newt seufzte und fuhr sich durch die Haare. „Okay, also...ich fang am besten ganz vorne an: wie du vielleicht weißt war ich einer der ersten Lichter hier. Damals war George noch der Anführer hier und wir waren erst ganz wenige. Nur George, Nick, Alby und ich. Wenig später kamen dann Minho, Gally, Jeff und Clint und die ganzen anderen.
Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Tut mir leid, ich bin nicht so gut im erzählen.“, entschuldigte er sich mit einem nervösen Lachen, bevor er weiter redete: „Am Anfang mussten wir die ganze Lichtung erkunden und haben die Berufe eingeteilt und alles und ich war ein Läufer.“
Beinahe hätte ich triumphierend: „Hab ich's doch gewusst!“ gerufen, aber ich verkniff mir diesen Kommentar lieber, weil ich Newt auf keinen Fall vom Reden abhalten wollte.
Gleich würde ich erfahren, was mit ihm im Labyrinth passiert war und ich konnte mit Sicherheit sagen, dass ich in meinem Leben noch nie so gespannt war wie jetzt gerade.
„Ich bin jeden Tag mit Minho und den anderen Läufern ins Labyrinth gelaufen, um einen Ausweg zu suchen. Am Anfang hatte das Ganze vielleicht noch was Aufregendes und Abenteuerliches an sich, aber dieses Gefühl hielt nicht wirklich lange an. Irgendwann war es für mich nur noch eine Qual den ganzen Tag durchs Labyrinth zu laufen, weil ich mir sicher war, sowieso nichts zu finden.
Hoffnung hatte ich bestimmt schon seit Monaten verloren, dabei sollte ich ja eigentlich täglich bei meiner Rückkehr welche mitbringen.
Naja, und dann kam dieser Tag an dem ich...nun ja, auf einem anderen Weg einen Ausweg gesucht habe.“
Newt hielt einen Moment inne und wich meinem fragenden Blick aus, als er erklärte: „Einen Ausweg aus dieser Hölle, den ich nur alleine gehen konnte.“
Jetzt schaute er mich wieder an und sagte leise: „Ich hab versucht mich umzubringen.“
Fassungslos starrte ich Newt an. Ich hatte mit allem gerechnet – nur nicht damit.
„Morgens bin ich als einer der ersten im Labyrinth verschwunden und diese Euphorie schien Alby wohl verdächtig vorzukommen.“, erzählte er weiter. „Eine Weile bin ich ganz normal durchs Labyrinth gelaufen, bis ich irgendwo ein gute Stelle gefunden hatte. Ich bin die Efeuranke hochgeklettert und...bin gesprungen. Es...es war aber nicht tief genug. Das nächste, an das ich mich erinnern konnte, war, dass ich im Sanitäterraum aufgewacht bin. Jeff hatte mir erzählt, dass Alby mich aus dem Labyrinth geschleift hatte, weil ich wohl gestolpert und ohnmächtig geworden bin.“
Newt seufzte und erst jetzt fiel mir auf, dass er am ganzen Körper zitterte. „Die meisten Lichter glauben heute noch, dass es so passiert ist und dass ich deswegen nicht mehr ins Labyrinth will. Nur Alby, Minho, Nick und ein paar andere wissen oder wussten von meinem Selbstmordversuch.“, sagte er und schaute mich an. „Und du weißt es jetzt auch, auch wenn ich gerade am Überlegen bin, dass es vielleicht doch keine so gute Idee war, dir das zu erzählen. Ich will zwar ehrlich zu dir sein, aber bestimmt denkst du jetzt, ich wäre schwach. Genau das müssen alle denken, sogar Minho.
Er hat nicht mal in Betracht gezogen mich mit ins Labyrinth zu nehmen, um den Griewer zu suchen, weil er denkt, ich wäre sowieso zu feige dafür.“
Einen Moment lang hielt ich inne, weil ich zuerst nicht sicher war, ob Newt noch was sagen wollte, doch als er still blieb und beschämt zu Boden schaute, ging ich auf ihn zu und fiel ihm um den Hals.
Überrascht erwiderte Newt meine Umarmung, bis ich mich vorsichtig wieder von ihm löste, um ihn ansehen zu können.
„Du bist kein Feigling, das weißt du genau! Und ich würde niemals von dir denken, dass du schwach wärst. Ich glaube immer noch, dass du einer der mutigsten Menschen bist, die ich je kennen gelernt habe. Und Minho sieht das bestimmt auch so. Er will dich nur schützen.“, erklärte ich. „Ich bin froh, dass du es mir gesagt hast, weil wir ehrlich zueinander sein müssen! Aber mein Bild von dir hat sich dadurch nicht geändert, das musst du mir glauben! Ich...ich kann leider nicht nachvollziehen, wie hart es für dich war, aber ich kann es verstehen. Trotzdem musst du dich nicht schlecht fühlen. Du bist mindestens genauso mutig wie Minho und Alby und du würdest diesen doofen, toten Griewer genauso schnell finden!“
Newt schwieg einen Moment und sah mich dann skeptisch an. „Und das sagst du nicht nur, weil ich gerade schlecht drauf bin?“, fragte er, woraufhin ich sofort mit dem Kopf schüttelte.
„Das sage ich, weil ich es so meine!“, versprach ich ihm. „Falls du es tust, musst du dich dafür wirklich nicht schämen. Ich bin einfach nur froh, dass es nicht funktioniert hat, denn wenn ich hier auf der Lichtung ohne dich wäre, wüsste ich nicht, ob ich es auch nur einen Tag aushalten würde! Und das meine ich sogar noch ernster!“
Auf Newts Lippen erschien ein leichtes Lächeln, als er sagte: „Ich glaube, man kann 'ernst' nicht steigern.“
„Doch kann man!“
„Nein.“
„Doch!“
„Nein.“
„Do-hoch!“
„Oh Mann, du weißt gar nicht, wie sehr ich dich liebe.“, sagte Newt unvermittelt und schloss erneut die Arme um mich. „Wenn du hier niemals aufgetaucht wärst, wüsste ich überhaupt nicht, was ich mit dem Leben anfangen sollte!“
„Gar nichts, ohne mich wärst du nämlich aufgeschmissen!“, stellte ich fest.
Einen Moment lang standen wir so da, bis Newt schließlich bemerkte: „Woah, draußen ist schon dunkel! Irgendwie habe ich das gar nicht richtig mitbekommen.“
Ich löste mich von ihm und musste grinsen. „Tja, dann sollte ich vielleicht langsam mal schlafen gehen.“, meinte ich, doch bevor ich mich von ihm verabschieden konnte, fragte Newt: „Könntest du vielleicht die Nacht hier bleiben? Ich weiß, Chuck und Thomas werden dich bestimmt vermissen und deine Hängematte hat bestimmt auch schon Sehnsucht nach dir, aber eine Nacht werden die wohl ohne dich aushalten, oder?“
Ich blickte in Newts Gesicht, in dem ein schiefes Grinsen lag und musste bei diesem Anblick ebenfalls schmunzeln. „Klar, die drei müssen auch mal ohne mich auskommen!“
Als ich wenig später in Newts Arme gekuschelt neben ihm in seinem Bett lag, fühlte ich mich schon wieder so unerwartet glücklich, dass es nicht lange dauerte, bis ich einschlief.
Allerdings dauerte dieses Glücksgefühl mal wieder nicht sehr lange an, denn als ich am nächsten Morgen aufwachte, war die Betthälfte neben mir leer.
Verwirrt richtete ich mich auf und schaute mich um, bis ich Newt mit dem Rücken zu mir stehen sah.
Er war gerade dabei sich seinen Ledergurt umzulegen, was nichts Ungewöhnliches war.
Das einzig beunruhigende war der kleine Rucksack, den er sich kurz danach umlegte.
„Was...was machst du da?“, fragte ich mit einer schläfrigen Stimme.
Sofort drehte sich Newt zu mir um und warf mir einen nachdenklichen Blick zu. „Ich bin mir nicht sicher, ob dir das gefallen wird, aber ich habe einen Entschluss gefasst und die Sache auch schon mit Minho geklärt: ich gehe mit ins Labyrinth.“
Diese Worte waren wie ein Schlag ins Gesicht. Sofort war ich hellwach und konnte nicht anders, als Newt erschrocken anzustarren.
„Was...?“, setzte ich an, doch Newt unterbrach mich: „Ich kann nicht ewig Angst vor dem Labyrinth haben und die Sache mit dem Griewer ist meine Chance meine Angst zu überwinden und alles wieder gut zu machen.“
„Was? Nein! Ich meinte das gestern eigentlich nur theoretisch!“, begann ich einen Versuch Newt von der größten Dummheit seines Lebens abzuhalten.
Ich wollte nicht, dass er ins Labyrinth ging. Das durfte er nicht!
„Summer, es tut mir leid, aber ich muss das machen. Es wird ja nichts passieren. Alles wird gut, okay?“, versprach er mir, während ich dabei war etwas umständlich aus dem Bett zu klettern.
„Nein, wird es nicht! Was ist, wenn du...wenn dir was passiert?“, fragte ich panisch.
„Wird es nicht, Alby und Minho sind doch dabei. Wir passen auf, das schwöre ich dir!“, erklärte Newt und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Mach dir keine Sorgen um mich. Wir schaffen das.“
Ich nickte und fiel Newt noch ein letztes Mal um den Hals. Vielleicht sollte ich ihm glauben. Minho kannte sich schließlich im Labyrinth aus.
Allerdings wurde mir schnell klar, dass es mir nicht gelang, solche optimistischen Gedanken aufrecht zu halten.
Nachdem Newt schließlich mit Minho und Alby im Labyrinth verschwunden hatten, konnte ich nicht mehr still sitzen.
Die ganze Zeit ging ich nervös umher, machte mir Sorgen und trieb Jeff und Clint dabei in den Wahnsinn.
„Entspann dich! Sie schaffen das schon!“, versprach Clint mir zuversichtlich, doch auch das half mir nicht, vor allem als die Sonne begann unterzugehen und irgendwann wurden dann auch die anderen nervös.
„Langsam müssten sie mal wieder kommen.“, bemerkte Jeff, als wir draußen auf der Lichtung vor dem Westtor standen, in dem die drei heute Morgen verschwunden waren.
„So lange kann das wirklich nicht gedauert haben.“, überlegte Owen laut.
Scotty neben ihm machte ein nachdenkliches Gesicht. „Vielleicht ist ja was passiert?“
„Sag sowas nicht, du Vollidiot!“, schalt Dave ihn. „Es ist nichts passiert. Die kommen bestimmt jeden Moment.“
In diesem Moment ertönte ein lauter Knall.
„Oh, verdammt.“, murmelte Clint neben mir, während ich erschrocken die Mauern anstarrte, die begannen sich aufeinander zuzubewegen.
„Nein!“, rief ich. „Die Tore dürfen sich nicht schließen!“
„Summer, wir...wir können sie aber nicht aufhalten.“, murmelte Clint. „Wir müssen akzeptieren, dass...“
„Hey, schaut mal!“, ertönte Thomas aufgeregte Stimme. „Da sind sie!“
Aufgeregt versuchte ich im dunklen Gang, der hinter dem Westtor lag etwas zu erkennen, bis ich die Gestalten von zwei Jungs erkennen konnte, die einen Dritten, der ohnmächtig zu sein schien, mit aller Kraft in unsere Richtung schleppten.
Für einen Moment bekam ich Panik, weil ich mir Sorgen machte, dass dieser Junge Newt sein konnte, doch je näher sie kamen, desto eher konnte ich erkennen, dass der ohnmächtige Junge Alby war.
Unterdessen hatten die Jungs um mich herum zu schreien begonnen. Ihre lauten Rufe sollten Minho und Newt wohl anfeuern, aber davon wurden sie doch auch nicht schneller.
„Können wir ihnen nicht helfen?“, fragte Thomas, der wohl den gleichen Gedanken wie ich gehabt zu haben schien.
„Nein.“, antwortete Gally barsch. „Das sind die Regeln. Du darfst da nicht raus.“
„Aber sie schaffen es nicht!“, beharrte Thomas. „Wir müssen ihnen helfen!“
„Du bewegst dich nicht vom Fleck, du Volldepp, ist das klar?!“, befahl Gally, woraufhin Thomas seinen Blick wieder auf das Tor richtete.
Mittlerweile war nur noch ein vielleicht anderthalb Meter breiter Spalt übrig und Minho, Newt und Alby waren noch viel zu weit weg.
Sie würden es nicht schaffen.
Verzweifelt warf ich Thomas einen Blick zu, der mit eiserner Miene verfolgte, wie die Mauern sich langsam aufeinander zu bewegten.
„Thomas...“, sagte ich, weil ich plötzlich ein ganz ungutes Gefühl bekam, dass er etwas Dummes anstellen konnte und kaum, dass ich seinen Namen ausgesprochen hatte, setzte er sich in Bewegung.
Er rannte auf die Mauern zu, quetschte sich in letzter Sekunde unter Gallys Protestschreien hindurch und war auf der anderen Seite angekommen kurz nachdem sich die Mauern schlossen.
Thomas konnte man es nun Mal unverkennbar ansehen, wenn er beschlossen hatte, etwas Dummes anzustellen.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast