Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

I saved your life

von chrissy45
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Chuck Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
25.01.2015
10.01.2016
67
119.891
34
Alle Kapitel
244 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
08.11.2015 1.686
 
Hey Leute! ^.^
Gestern hab ich ganz motiviert das Kapitel zu Ende geschrieben und dachte mir, ich kann es heute mal hochladen, weil ihr einfach die tollsten seid!!
Niemals hätte ich gedacht, dass ich es schaffen würde 100 Reviews zu bekommen!! o_O ihr seid einfach der Hammer <3 Danke dafür *.*
Deswegen hoffe ich natürlich, dass euch das neue Kapitel gefällt ^.^ Ich glaube, es ist auch mal wieder etwas länger :)
Viel Spaß beim Lesen! ^.^

-----------------------

Ich hatte gefühlt die halbe Nacht an Newts Seite gesessen, bis ich schließlich so müde gewesen war, dass ich beinahe von der Bettkante gekippt wäre.
Trotzdem hatte ich nicht gehen wollen, um mich in meine Hängematte zu legen, also hatte ich stattdessen mit dem Sessel in der Ecke vorlieb genommen, den ich so nah wie möglich an das Bett geschoben hatte, damit ich immer noch ins Newts Nähe war.
Kurz nachdem ich mich in den Sessel gesetzt hatte, war ich eingeschlafen und erst dann wieder aufgewacht, als der neue Tag bereits angebrochen war.
Grund dafür waren leise Stimmen, die an mein Ohr drangen, die ich als Minho und Newt identifizierte, was bedeutete, dass letzterer wach und am Leben war.
„Sie war also die ganze Nacht hier?“, fragte Minho und weil sie gerade von mir in der dritten Person sprachen, behielt ich meine Augen noch zu und beschloss, auch wenn das so etwas wie lauschen war, dem Gespräch von Minho und Newt eine Weile zuzuhören.
„Ja, sieht ganz so aus. Weißt du, ich kann mich an nicht mehr viel von gestern erinnern, aber irgendwie bin ich froh, dass sie die ganze Zeit da war.“, antwortete Newt und ich musste bei seinen Worten höllisch aufpassen, nicht zu lächeln, denn falls die beiden mich gerade anschauten, würden sie vermutlich merken, dass ich gar nicht wirklich schlief.
Minho lachte. „Das ist wahre Liebe, mein Freund!“, rief er. „Nein, im Ernst. Ich finde ihr passt super zusammen. Summer ist echt toll und süß. Und sie sabbert nicht im Schlaf.“
Jetzt musste ich versuchen nicht plötzlich loszulachen und obendrein noch den Reflex unterdrücken, mir deswegen nicht auf die Unterlippe zu beißen.
Jede Bewegung könnte mich verraten, auch wenn ich langsam glaubte, dass es Minho und Newt auch nicht stören würde, wenn ich wach wäre, schließlich redeten sie gerade über nichts sonderlich Spannendes.
Ich wollte gerade die Augen aufschlafen und so tun, als wäre ich gerade erst aufgewacht, da fragte Minho: „Ist mit dir denn alles in Ordnung?“
„Ja, geht schon.“, behauptete Newt.
Ich hörte, wie Minho ein genervtes Stöhnen von sich gab. „Newt, ich bin dein bester Freund. Ich merke doch, dass du mir was verheimlichst!“
Eine kurze Stille trat ein, dann seufzte Newt auf und erklärte: „Na gut. Du willst es ja unbedingt hören: gestern hatte ich ständig wieder diesen Traum, es war einfach furchtbar.“
„Was für einen Traum?“, sprach Minho die Frage aus, die mir auch gerade in den Kopf geschossen kam.
Wieder war es kurz still, bis Newt antwortete: „Ich war wieder im Labyrinth.“
Beinahe wäre ich vom Sessel gefallen. Was meinte Newt denn mit 'wieder'? Gut, es war ziemlich offensichtlich, dass das bedeutete, dass er schon mal im Labyrinth gewesen war, aber warum erfuhr ich das erst jetzt?
Warum war das so ein großes Geheimnis und wie war das überhaupt möglich? Es durften doch nur die Läufer ins Labyrinth!
Hieß das etwa, Newt war ein Läufer oder besser gesagt: er war einer gewesen? Aber das machte doch keinen Sinn, wieso war er dann jetzt keiner mehr?
Es fiel mir wirklich schwer, all diese Fragen für mich zu behalten, deswegen hoffte ich, dass Minho jetzt irgendetwas sagen würde, das vielleicht wenigstens etwas mehr Licht in das Dunkel bringen würde, in dem ich momentan noch tappte.
„Und was ist passiert?“, fragte Minho in besorgtem Tonfall.
„Naja, das was damals auch passiert ist.“, antwortete Newt, woraufhin ich am liebsten geschrien hätte: „Und was zur Hölle ist damals passiert?!“, doch ich hielt wieder den Mund.
Meine Güte, dieser Morgen war ja eine einzige Selbstbeherrschungs-Disziplin!
„Das tut mir leid, du hast es nicht verdient, diesen Tag nochmal zu durchleben.“, meinte Minho ernst.
Newt seufzte. „Es geht mir gut und das meine ich wirklich so. Warum glaubt mir das eigentlich nie jemand?“
Ich hörte, wie Minho leise kicherte. „Weil du ein verdammt schlechter Lügner bist, Newt!“, klärte er ihn auf.
„Ah, gut zu wissen.“, meinte Newt, woraufhin eine kurze Stille eintrat.
„Naja, ich schätze, ich muss dann mal los.“, sagte Minho. „Wir sehen uns heute Abend.“
„Alles klar, bis dann.“, verabschiedete Newt ihn und kurze Zeit später hörte ich, wie sich die Zimmertür öffnete und wieder schloss.
Um nicht zu Auffällig zu sein, blieb ich noch eine Weile 'schlafend' liegen, bis ich schließlich die Augen öffnete und mich vorsichtig aufsetzte.
„Guten Morgen.“, grüßte Newt mich grinsend, als ich zu ihm herüber sah.
Zu meiner Erleichterung sah Newt schon viel gesünder aus, als gestern. Seine Stirn und seine Wangen glühten nicht mehr und in seinen Augen loderte nicht mehr dieses beunruhigende Feuer des Fiebers.
„Guten Morgen.“, erwiderte ich den Gruß und erhob mich von dem Sessel, um mich stattdessen wieder auf die Bettkante zu setzen.
„Wie geht’s dir?“, fragte ich, woraufhin Newt mit den Schultern zuckte. „Auf jeden Fall besser als gestern.“, meinte er.
Ich lächelte, bis mir Newts Gespräch mit Minho wieder in den Sinn kam.
„Du Newt? Was hast du gestern eigentlich geträumt? Du hast im Schlaf die ganze Zeit so gezuckt, als hättest du einen Albtraum.“, erklärte ich und biss mir dann auf die Unterlippe. Hoffentlich wunderte Newt es nicht, dass ich den Traum ansprach, über den er sich gerade auch mit Minho unterhalten hatte.
„Ähm.“, machte Newt und kratzte sich am Hinterkopf. „Ist es okay, wenn...wenn ich dir das wann anders erzähle? Das ist alles ein bisschen, naja, kompliziert.“
Ich musste zugeben, dass ich enttäuscht war, dass Newt sich mir nicht anvertrauen wollte, vor Minho aber kein Problem hatte, über diesen Traum zu reden.
Allerdings kannte er Minho ja schon viel länger als mich. Ich konnte es ihm also nicht verübeln.
Außerdem hatte er mich wenigstens nicht angelogen, denn das hätte ich vermutlich noch schlimmer gefunden.
„Klar, kein Problem.“, sagte ich deshalb. Newt lächelte mich an. „Okay, gut.“, murmelte er und hielt einen Moment inne. „Es ist nicht so, dass ich dir nicht vertrauen würde, aber es ist trotzdem besser, wenn ich dir das wann anders erzähle.“
Ich winkte ab. „Newt, es ist okay.“, versicherte ich ihm, woraufhin er erleichtert ausatmete und gerade dazu ansetzte etwas zu sagen, als sich die Tür zum Krankenzimmer öffnete und Chuck mit einem Tablett in den Händen den Raum betrat.
„Alby hat mich zu dir hoch geschickt, um dir Frühstück zu bringen.“, erklärte Chuck sein Auftreten und stellte das Tablett auf dem Nachttisch ab.
„Danke, Chuck.“, sagte Newt.
„Keine Ursache.“, meinte Chuck und wandte sich dann an mich. „Und du kommst mit mir ins Esszimmer. Du sollst nämlich nicht die ganze Zeit hier rumhängen, weil du erstens trotzdem arbeiten musst und dich zweitens nicht bei Newt anstecken sollst, weil diese verdammte Krankheit sonst nie verschwindet.“
Synchron warfen Newt und ich Chuck einen irritierten Blick zu, der mit erhobenen Händen ergänzte: „Das war Albys Wortwahl! Ich wiederhole nur, was er gesagt hat!“
Ich musste schmunzeln und erhob mich langsam vom Bett. „Alles klar, dann komm ich besser mit, bevor Alby mich höchstpersönlich hier raus schleift.“, meinte ich und folgte Chuck aus dem Zimmer, jedoch nicht ohne Newt noch einen letzten Blick zuzuwerfen.
„Ich komm dich später nochmal besuchen!“, rief ich ihm noch zu, bevor ich die Tür hinter uns schloss.
Nebeneinander machten Chuck und ich uns auf den Weg ins Esszimmer und so langsam musste ich zugeben, dass ich wirklich hungrig war.
Wenig später saßen wir zu zweit an einem Tisch und machten uns über unser Essen her, wobei ich mit meinen Gedanken ständig zu Newts Traum und dem Satz „Ich war wieder im Labyrinth“ zurück schweiften.
„Chuck? Kann ich dich etwas fragen und du versprichst mir, dass du niemandem erzählst, dass wir darüber geredet haben?“, fragte ich ganz plötzlich.
Chuck blickte mich erwartungsvoll an und nickte. „Natürlich! Ich kann schweigen, wie zehn Gräber, das weißt du doch! Bei mir sind deine Geheimnisse sicher!“, behauptete er.
„Wir wissen beide, dass das nicht stimmt.“, bemerkte ich grinsend, woraufhin Chuck seufzte. „Ja, vermutlich hast du recht.“, murmelte er, schaute mich dann aber aus seinen großen Augen flehend an und erklärte: „Aber dieses Mal meine ich es wirklich ernst! Wenn ich niemandem was von diesem Gespräch erzählen soll, dann mache ich das auch!“
Ich hielt einen Moment inne und nickte dann langsam. „Okay, ich verlasse mich auf dich.“
Erleichtert atmete Chuck aus und fragte dann neugierig: „Also, worum geht’s?“
„Es geht um Newt. Weißt du zufälligerweise, ob er mal ein Läufer war?“, fragte ich.
Chuck blickte mich verwirrt an. „Newt? Ein Läufer? Wie kommst du denn darauf?“, wollte er wissen.
„Nur so.“, log ich. „Warum findest du das denn so abwegig?“
Chuck zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung, ich hab Newt nur noch nie auch nur in der Nähe der Mauern gesehen.“, erzählte er. „Deswegen glaube ich, dass er nicht einmal Läufer sein wollen würde.“
„Hm.“, machte ich und kaute nachdenklich auf meiner Unterlippe herum.
Ich wollte einfach nur noch wissen, wie und warum Newt meinte, er wäre schon einmal im Labyrinth gewesen. Das machte doch gar keinen Sinn!
„Warum wolltest du das denn jetzt wissen und was ist daran so geheimnisvoll?“, fragte Chuck, woraufhin ich nur mit den Schultern zuckte. „Es ist einfach...besser, wenn niemand weiß, dass ich dich das gefragt habe. Vor allem nicht Newt, okay?“
Chuck nickte. „Okay, kein Problem! Ich werde niemandem was sagen!“, versprach er mir und machte sich weiter daran, seinen Frühstücksbrei zu löffeln, während ich langsam bereute, Chuck nach der Sache mit Newt und dem Labyrinth zu fragen.
Allerdings konnte ich es jetzt auch nicht mehr ändern.
Ich konnte nur hoffen, dass Newt sich bald dazu durchringen würde, mir von dem Traum zu erzählen, ansonsten müsste ich irgendwie einen anderen Weg finden, um zu erfahren, in welcher Verbindung Newt zum Labyrinth stand.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast