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I saved your life

von chrissy45
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Chuck Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
25.01.2015
10.01.2016
67
119.891
34
Alle Kapitel
244 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
07.10.2015 1.647
 
Hey Leute :)
hier kommt schon das dreißigste Kapitel und ich hoffe natürlich so wie eigentlich immer, dass es euch gefällt ^.^
Nochmal ein großes Dankeschön an die Reviews, Empfehlungen und Favoriteneinträge <33 das freut mich echt, ihr seid toll :>
Also dann, viel Spaß :3

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Bei was für einem Aufbau wir helfen sollten,war mir, als wir aus dem Wald ins Freie traten, wirklich schleierhaft, denn das Lagerfeuer brannte bereits lichterloh und die Feier schien schon im vollen Gange zu sein, denn so gut wie alle Lichter standen um das Feuer herum, sprangen durch die Gegend, lachten oder tranken wieder Gallys ominöses Gebräu.
Dabei sahen sie so ausgelassen und glücklich aus, dass es mir irgendwie weh tat.
Ich war erst seit zwei Wochen hier, die meistens Lichter aber saßen an diesem Ort schon seit Monaten fest. Wieder stellte ich mir daraufhin die Frage, ob ich wohl jemals die Welt außerhalb der Lichtung und des Labyrinths sehen würde.
Nur ein Mal.
Das würde mir ja schon reichen!
„Schau dir das an!“, rief Chuck auf einmal begeistert und deutete auf das Lagerfeuer. „Gerade eben erst waren ein paar Lichter noch damit beschäftigt das Ding anzuzünden und da sah es noch nicht so vierversprechend aus, doch jetzt war ich nur kurz weg und schon ist das Feuer mehr als doppelt so groß wie wir!“
Damit hatte Chuck recht. Das Lagerfeuer überragte uns alle und spendete eine solche Wärme, dass mir sogar hier, noch gut zwanzig Meter entfernt, ganz heiß wurde.
„Ey, NEWT!!“, ertönte in diesem Moment ein Ruf, bevor ich auf Chucks Aussage eingehen konnte und kurze Zeit später stand Minho vor uns, der so breit grinste, dass seine Augen nur noch schmale Halbmonde bildeten.
„Hier steckst du, du Volldepp! Komm mit, Bratpfanne packt grad wieder seine schicken Tanzmoves aus!“, rief er begeistert. „Los, das darfst du dir nicht entgehen lassen!“
Newt grinste. „Nein, natürlich nicht!“, meinte er, doch bevor er Minho folgte, warf er mir ein fragenden Blick zu. „Kommst du mit?“, wollte er wissen, doch ich schüttelte nur den Kopf.
„Nein, geh nur ich ähm...hol mir was zu trinken.“, erklärte ich und setzte ein schiefes Lächeln auf. „Ich komm gleich nach.“
Newt nickte. „Okay, alles klar. Ich warte auf dich.“, sagte er und folgte Minho dann ins Gedrängel, um Bratpfanne beim Tanzen zuzujubeln.
Ich schaute den beiden kurz nach und blickte dann auf den Boden.
Warum nur konnte Newt so normal sein? Vielleicht bereute er ja mich fast geküsst zu haben und tat jetzt einfach so, als wäre das gar nicht passiert.
Oder vielleicht war es auch gar nicht passiert und ich hatte es mir tatsächlich nur eingebildet.
Aber es hatte so – okay, ich musste aufhören darüber nachzudenken!
Das würde es ja nicht besser machen.
„Summer, bist du dir sicher, dass alles in Ordnung ist?“, wollte Chuck plötzlich wissen und bedachte mich mit einem kritischen Blick der Art Ich-bin-mir-sicher,-dass-du-etwas-verbirgst zu.
Ich seufzte. „Ja, mir geht es wirklich gut und ja, da bin ich mir absolut sicher. Ich brauch nur ganz dringend war zu Trinken, sonst nichts.“, erklärte ich, doch Chuck schien nicht überzeugt.
„Ich hab euch doch nicht bei was gestört oder, dich und Newt?“, fragte er nach.
Sofort schüttelte ich den Kopf. „Was? Nein! Natürlich nicht! Wie kommst du darauf?“
Chuck zuckte mit den Schultern und meinte: „Naja, ihr saßt auf einem Baum.“
„Und das bedeutet?“
„Kennst du das etwa nicht?“
„Was?“
„Newt und Summer sitzen auf nem Baum...!“, begann Chuck zu singen.
Ich seufzte erneut. „Oh Gott, doch ja, das kenne ich.“, „K-Ü-S...“, „Ja, ist gut Chuck! Du musst das Lied nicht zu Ende singen.“
Chuck grinste mich schief an. „Also? Hab ich vielleicht doch bei was gestört?“, wiederholte er seine Frage.
„Nein, hast du nicht.“, murmelte ich unzufrieden. „Da war nichts. Gar nichts. Überhaupt nichts.“
„Dass du das steigerst, macht es nicht glaubwürdiger.“, warf Chuck ein.
„Soll es ja auch gar nicht sein. Ich brauche jetzt was zu trinken.“, beharrte ich energisch.
„Bist du dir sicher?“, fragte Chuck zweifelnd, doch ich nickte nur. „Todsicher.“, antwortete ich und mit diesen Worten machte ich mich auf die Suche nach dem Ort, an dem man Becher und Gallys Getränk bekam.
Weil es auf der letzten Feier Phil gewesen war, der mir was zu trinken besorgt hatte, hatte ich keine Ahnung, wo ich hin musste, was meinen zielsicheren Abgang ein wenig ruinierte, doch schließlich hatte ich jemanden gefunden, der mir lallend Gallys Gesöff andrehte, allerdings nicht in einem Becher, sondern in einer großen Glasflasche, die noch bis zur Hälfte gefüllt war.
Ich hielt einen Mment inne, dann schraubte ich einfach den Deckel ab und trank aus der Flasche.
Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass Chuck protestieren und mir die Flasche zu entreißen versuchen würde, doch als ich mich nach ihm umschaute, war er plötzlich verschwunden.
Einen Moment lang wunderte ich mich darüber, doch dann zuckte ich mit den Schultern und nahm einen zweiten Schluck, einen dritten, dann noch einen und noch einen...
Je mehr man von diesem Zeug trank, desto weniger schlimm schmeckte es – das musste ich ganz ehrlich sagen.
Außerdem wurde meine Sicht mit jedem Schluck immer schlechter und allmählich begann sich alles ein wenig zu drehen.
Auf einmal schlug mir jemand mit der Hand auf die Schulter und kurze Zeit später ertönte eine vertraute Stimme.
„Na, Frischling? Bekanntschaft mit dem Alkohol gemacht?“
Schwungvoll drehte ich mich zu Gally um, was ich kurz danach sofort bereute, denn von der hektischen Bewegung drehte sich mir der Magen um.
„Ich glaub, ich muss kotzen.“, murmelte ich.
Gally seufzte. „Ja, auch schön dich zu sehen, Summer.“, murrte er, während ich mich darauf konzentrierte das Überkeitsgefühl wieder zu unterdrücken.
„Nein, geht schon.“, meinte ich schließlich, ohne dabei auf Gallys Worte einzugehen.
„Darf man fragen, warum du dich hier ganz alleine betrinkst?“, wollte Gally wissen undd betrachtete mich mit hochgezogenen Augenbrauen.
Warum zu Hölle wollte er das wissen? Schließlich kümmerte er sich doch sonst nie um andere Menschen und schon gar nicht um mich.
Ich warf Gally einen misstrauischen Blick zu und antwortete schließlich kleinlaut: „Ich betrink mich überhaupt nicht.“
Gally lachte trocken auf. „Nein, ganz sicher nicht. Du bist stocknüchtern. Deswegen hast du doch sicher Lust noch was zu trinken, richtig?“, fragte Gally und hielt mir einen vollen Becher hin. Keine Ahung, wo er den plötzlich her hatte.
„Greif nur zu.“
Verbissen schnappte ich mir den Becher und kippte den Inhalt in einem Zug herunter.
„Dein Getränk schmeckt mir übrigens nicht.“, bemerkte ich patzig und warf Gally einen beleidigten Blick zu, der diesen jedoch mit einem spöttischen Grinsen erwiderte.
„Oh, jetzt fühl ich mich aber wirklich ernsthaft verletzt.“, meinte er, wobei seine Stimme vor Sarkasmus nur so triefte.
„Das ist mir doch egal.“, pampte ich ihn an und verschränkte die Arme.
Den Becher musste ich wohl aus Versehen fallen gelassen haben.
Gally seufzte. „Na gut. Wie auch immer, du gehst mir übrigens ziemlich auf die Nerven, weißt du das?“
Ich nickte. „Ja, weiß ich.“
„Und wenn die Tore offen wären, dann würde ich dich jetzt eigenhändig ins Labyrinth schubsen.“, fuhr Gally fort.
Ich nickte wieder. „Ist mir auch klar.“
Gally setzte ein unechtes Lächeln auf und klopfte mir auf die Schulter.
„Schön, das wir das geklärt haben. Ich wollte dir das nur mal gesagt haben. Morgen kannst du dich eh nicht mehr daran erinnern.“, behauptete er.
„Ach, was ich noch sagen wollte: warum bist du eigentlich nicht bei Newt?“
„Das geht dich gar nichts an!“, gab ich zurück und warf Gally einen wütenden Blick zu, der etwas irritiert zurück schaute.
Ganz ehrlich, was erwartete er denn? Dass ich ihm auf einmal mein Herz ausschüttete, obwohl er mir schon zwei Mal gedroht und offen gesagt hatte, dass er mich ins Labyrinth schubsen würde?
Doch statt beledigt zu sein, hob Gally eine seiner gruseligen Augenbrauen und bemerkte grinsend: „Oho, scheint wohl gerade nicht alles so rosig zu laufen. Ärger im Paradies?“
Ich intensivierte meinen bösen Blick, falls das überhaupt noch ging und fragte: „Was nennst du hier bitte Paradies? Wir sind eingesperrt auf einer Lichtung, die von Monstern und einem Labyrinth umgeben ist! Für mich klingt das nicht so nach Paradies!“
Gally seufzte und blickte mich gelangweilt an.
„Wie schön, dass du unsere Lage so treffend noch einmal zusammen gefasst hast, Summer. Das war wirklich nötig.“, erklärte er sarkastisch.
Einen Moment hielt ich inne, da mir nicht sofort etwas einfiel, das ich erwidern konnte.
Auch nach diesem Moment wusste ich nicht genau, was ich sagen sollte, deswegen hob ich spontan mein Kinn ein bisschen an, warf Gally einen hochnäsigen Blick zu und erklärte: „Du bist doof, ich mag dich nicht und ich gehe jetzt.“
Gally hob spöttisch eine Augenbraue und verschränkte die Arme. „Ach ja? Und wohin?“
„Weg.“, entgegnete ich kurz angebunden.
Dass ich selber noch nicht so genau wusste, wohin mich mein Abgang führen würde, musste Gally ja nicht wissen.
Der seufzte erneut auf und rollte mit den Augen.„Meinetwegen. Dann viel Spaß dabei.“, sagte er, wobei das 'viel Spaß' eher so klang wie 'ich hoffe, du gehst dabei verloren'.
„Werde ich haben. Jedenfalls mehr als hier.“, stellte ich klar, dann wirbelte ich herum und entfernte mich von Gally so schnell es ging.
„Wo gehst du hin? Die Party ist links.“, rief Gally mir noch nach, doch ich ignoriete ihn.
Dass ich mich gerade auf den Wald und nicht auf das Lagerfeuer zubewegte, hatte ich auch schon gemerkt, doch als ob ich jetzt umdrehen und nochmal an Gally vorbei laufen würde.
Schon schlimm genug, dass ich überhaupt mit ihm geredet hatte.
Und außerdem war der Wald ja gar nicht so schlecht – nur ziemlich dunkel und ein kleines bisschen angsteinflößend, doch das war mir im Moment sowieso egal.
Besser, als bei Gally zu bleiben, war das allemal, zumindest bis sich plötzlich begann alles vor meinen Augen zu drehen.
Gut, vielleicht war das doch keine so tolle Idee.
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