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I saved your life

von chrissy45
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Chuck Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
25.01.2015
10.01.2016
67
119.891
34
Alle Kapitel
244 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
11.09.2015 1.391
 
So, das neue Kapitel ist zwar nicht so besonders lang, aber ich hoffe natürlich trotzdem, dass es euch gefällt :D
Viel mehr hab ich auch eigentlich nicht zu sagen, außer natürlich, dass es mich echt freut, dass euch meine Geschichte gefällt ^^
Also dann viel Spaß mit dem neuen Kapitel :)

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Eine Weile lang starrte ich die Worte an, als wäre ich von ihnen hypnotisiert worden. Dann blickte ich zu Newt auf, der mich abwartend ansah.
„Oh.“, machte ich schließlich, weil ich absolut keine Ahnung hatte, was ich dazu sagen sollte.
Die Nachricht konnte nämlich nur eins bedeuten: der, der sie mir geschrieben hatte, hatte gewusst, dass ich mit dieser Box hierhin geschickt wurde. Er hatte gewusst, das hier auf der Lichtung Gefahren lauerten würden und weil diese Person sich um mich sorgte, hatte sie diese Nachricht für mich in der Box hinterlassen.
„Das...ist seltsam.“, murmelte ich und starrte den Zettel an. Zu gerne wüsste ich, wer ihn mir geschrieben hatte, doch selbst wenn ich es wüsste, würde mir der Name vermutlich überhaupt nichts sagen.
Ich musste die Person zwar vor meiner Zeit auf der Lichtung gekannt haben, sonst würde sie sowas ja nicht schreiben, aber ich hatte keinerlei Erinnerung mehr an sie.
Newt kaute sich derweil nachdenklich auf der Unterlippe herum, bis Alby neben ihn trat.
„Tja.“, meinte der Anführer und blickte auf den Zettel. „Scheint, als wäre irgendwer von denen besorgt um dich.“
„Von denen?“, wiederholte ich verwirrt. Wen meinte er damit?
„Na, die Schöpfer.“, erklärte Alby. „Wie sonst sollte der Zettel in die Box gekommen sein? Sie sind es, die uns hier hochschicken, ich denke nicht, dass andere Leute zu der Box Zugang haben.“
Das machte natürlich Sinn, aber wieso sollte mich einer der Schöpfer mit der Box hochschicken, obwohl er sich Sorgen um mich machte? Naja, gut, vermutlich wurde er gezwungen, aber war es nicht verboten, so eine Nachricht zu schreiben?
Und was sollte sie mir überhaupt aussagen? Jetzt wusste ich, dass ich auf mich aufpassen sollte, aber das hätte ich ja auch so getan! Dazu brauchte ich keine schriftliche Aufforderung.
Ich faltete den Zettel wieder zusammen und fragte an Alby gewandt: „Kann ich den Zettel behalten?“
Alby zuckte mit den Schultern. „Klar, warum nicht? Ist ja an dich adressiert.“, meinte er. „Ich werd' dann jetzt mal nachsehen, wie es Ben so geht.“
Mit diesen Worten drehte er sich um und ging in Richtung Gehöft.
Die Menschenmenge vor Box, die aus Minho, Bratpfanne, Chuck und einigen anderen Schaulustigen bestanden hatte, löste sich ebenfalls auf.
Während ich die Notiz einsteckte, schaute Newt mich an. „Ist wirklich schräg.“, murmelte er. „Aber wirklich weiterhelfen tut uns diese Botschaft ja nicht.“
Ich nickte. „Wer auch immer sie geschrieben hat, hätte vielleicht besser erwähnen können, wie man aus dem Labyrinth heraus kommt.“, meinte ich.
Newt warf einen wehmütigen Blick zu den mittlerweile geschlossenen Toren. „Wir können schließlich nicht ewig hier bleiben.“, sagte er leise.


Bratpfannes Kartoffelsuppe hatte ihren Ruhm auf der Lichtung wirklich verdient. Noch nie hatte ich bis jetzt etwas so gutes gegessen, was Bratpfanne gekocht hatte. Außerdem war ich dermaßen hungrig, weil ich das Mittagsessen ausgelassen hatte.
„Wo warst du eigentlich?“, fragte Chuck. „Ich musste ganz alleine essen!“
„Ich glaube, sie war zu vertieft ins Eintütern!“, vermutete Phil.
Wie fast immer saß ich zusammen mit Milan, Phil, Chuck, Newt und Minho an einem Tisch, doch heute hatten sich auch Jeff und Clint zu uns gesellt.
„Wie schade!“, meinte Jeff und blickte mich grinsend an. „Ich hatte gehofft, du würdest unser Sani-Duo mit deinen außerordentlich hochwertigen Dorn-Entfern-Künsten bereichern!“
Ich musste ebenfalls grinsen. „Ich hab gar nicht vor Eintüter zu werden!“, stellte ich schnell klar. „Wir haben nur das Schädelfeld ein bisscheh neu gestaltet. Das ist alles.“
„So wie du das sagst, klingt das so, als ob das ein Kinderspiel gewesen wäre!“, meinte Owen plötzlich, der sich gerade auf den letzten freien Stuhl an unserem Tisch fallen ließ. „Und das war es garantiert nicht!“
Daraufhin erzählte Owen den anderen von meiner Idee mit den neuen Kreuzen, wobei er immer so redete, als hätte ich Gott weiß was großartiges erfunden, dabei hätte auf diese Idee wohl jeder kommen können. Trotzdem fand ich es lustig mit den Jungs an einem Tisch zu sitzen, weil sie alle einfach gut drauf waren und ich sogar vergaß, dass sich um uns herum ein Labyrinth befand, in dem auch der Griewer hauste, der Ben gestochen hatte und der deshalb versucht hatte mich umzubringen.
All das konnte ich für einen Moment vergessen, allerdings nur, bis ich einige Zeit später in meiner Hängematte lag. Unruhig wälzte ich mich hin und her und versuchte die seltsamen Gedanken, die in meinem Kopf umherschwirrten, zu vertreiben, um endlich schlafen zu können.
Eine gefühlte Ewigkeit lag ich wach, bis ich endlich eingeschlafen war und mich in einem Traum wieder fand.


Ich sitze wieder an dem Tisch und beobachte die Frau, die am Herd steht. Wie in meinem vorigen Traum rührt sie in einem Topf und scheint ganz konzentriert zu sein.
Gelangweilt baumelt mein jüngeres Ich mit den Beinen und ist von einem Fussel fasziniert, der durch die Luft fliegt. Plötzlich dreht sich die Frau am Herd zu mir um und für einen kurzen Moment spiegelt sich in ihren Augen der pure Wahnsinn wider, der mir irgendwie Angst macht, doch in der nächsten Sekunde ist ihr Blick auch schon wieder klar – und besorgt.
„Du wirst hier sitzen bleiben und still sein, als wärst du überhaupt nicht da.“, bläut sie mir ein und wischt sich dann mit dem Handrücken über die Stirn. „Du darfst kein Wort sagen, hörst du?“
Mein jüngeres Ich beginnt unsicher zu nicken.
Ich selbst habe keine Ahnung, was die Frau meint, doch mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass sie meine Mutter ist.
In dem Moment ertönt die Türklingel, von der meine Mutter erschrocken zusammen zuckt.
Sie legt hektisch den Kochlöffel in ihrer Hand beiseite und ruft mir noch einmal zu: „Rühr dich nicht von der Stelle!“ Dann dreht sie sich um und geht zur Tür.
Ich warte einen Moment, höre, wie sie sie öffnet und dann mit demjenigen spricht, der geklingelt hat.
Ich kann nicht verstehen, was sie sagen, doch in dem Moment steht mein jüngeres Ich auf, um näher zur Tür zu gehen und das Schauspiel zu beobachten.
An der Tür stehen zwei Männer, die Männer, die ich schon in meinem vorigen Traum gesehen hatte.
Wieder erkenne ich nur das G, das S und das T.
Wofür auch immer das wohl stehen mag!
„Er hat mir gesagt, Sie wollen sie nicht!“, kann ich meine Mutter sagen hören. „Sie dürfen sie nicht haben!“
„Da lag er wohl falsch.“, sagt der linke Mann.
Meine Mutter schüttelt verzweifelt den Kopf. „Nein, wir...ich...ich muss sie doch beschützen!“, jammert sie.
Der rechte wirft ihr einen abschätzigen Blick zu und meint: „Sie können sie sowieso nicht mehr beschützen. Das haben Sie ja nicht mal bei sich selbst geschafft.“
Meine Mutter will gerade zu einem Protest ansetzen, als der linke Mann auf einmal direkt zur Tür schaut und mich im Rahmen kauern sieht.
Überrascht reißt er die Augen auf, stößt dann seinen Partner an und nickt in meine Richtung.
„Ist sie das?“, fragt er.
Auch meine Mutter wirbelt herum und starrt mich entsetzt an. „Ich sagte doch, du sollst dich nicht von der Stelle rühren!“
„Entschuldigen Sie, Ma'am, aber wir müssen sie leider mitnehmen.“, sagt der rechte Mann.
Meine Mutter dreht sich wieder zu ihnen um. „Nein! Das können Sie nicht machen! Ich...ich will zuerst mit ihm reden!“
Der linke Mann schüttelt den Kopf. „Tut mir leid, das geht leider nicht.“, erklärt er und schiebt sich an meiner Mum vorbei.
Mit schnellen Schritten kommt er auf mich zu, was mir irgendwie Angst macht. Was wollen die Männer bloß von mir?
Bevor er jedoch bei mir angekommen ist, schreit meine Mutter: „Nein! NEIN! Das könnt ihr nicht machen!“
„Doch Ma'am, das können wir.“, behauptet der Mann, der jetzt bei mir ist und mich anlächelt.
„Komm mit, Kleine. Wir bringen dich an einen sicheren Ort!“
Unsicher blicke ich den Mann an, dessen Anblick vor meinen Augen zu verschwimmen beginnt.
Der Mann nimmt meinen Arm und zieht mich mit sich aus dem Haus. Ich trete nach ihm aus dem Haus auf die Straße, als schließlich alles dunkel wird.
Das letzte, was ich höre, ist ein langer, verzweifelter Schrei.
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