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I saved your life

von chrissy45
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Chuck Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
25.01.2015
10.01.2016
67
119.891
39
Alle Kapitel
244 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.08.2015 1.686
 
Hallo meine Lieben :)) jaa heute kommt wieder ein neues Kapitel ;D ich bin einfach grade so im Schreibfluss und dachte mir, heute kannst du ja mal wieder eins hochladen :)
Also, ich hoffe natürlich, dass ihr das Kapitel spannend findet, ich hab ja schon angekündigt, dass es das nämlich vermutlich sein wird ^^
Ich will dann auch nicht länger herum reden, also:
viel Spaß beim Lesen, ich hoffe es gefällt euch :)

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Damit hatte ich nicht gerechnet.
„Er sagt meinen Namen? Was...wieso...?“, setzte ich an, doch Jeff ließ mir zum Fragen keine Zeit. „Alby will, dass du sofort herkommst.“, erklärte er und sah mich ungeduldig an.
Ich warf Winston einen kurzen Blick zu, der daraufhin mit den Augen rollte und angenervt grunzte: „Dann fütter ich die Schweine halt selber! Immer diese Wichtigtuer.“
Mit diesen Worten riss er mir den Eimer mit dem Schweinefutter aus der Hand und stapfte in Richtung der Tiergehege davon, während Jeff mich eindringlich ansah.
„Los, komm mit!“
Ich lief hinter Jeff her, der in dem selben schnellen Tempo zum Krankenzimmer zurück eilte, in dem er hergekommen war und fragte mich dabei ernsthaft, was Ben wohl von mir wollte – falls er überhaupt etwas wollte.
Schließlich befand er sich ja gerade in der Verwandlung, wie Newt und Chuck gesagt hatten. Ich hatte gedacht, dass er währenddessen vielleicht irgendwie geistig weggetreten war – zumindest hörte es sich nach allem, was ich bisher über dieses Stadium erfahren hatte, so an.
Neben dieser Frage bildete sich noch eine weitere in meinem Kopf, die eindeutig unangenehmer war: woher kannte Ben überhaupt meinen Namen? Gut, der Name des einzigen Mädchens dürfte sich auf der Lichtung wohl so schnell verbreitet haben, dass auch Ben das mitbekommen hatte, doch trotzdem hatten wir doch nie ein Wort miteinander geredet. Was wollte er jetzt also von mir?
Jeff lief bereits die Treppen im Gehöft hoch und öffnete dann eine der Türen in dem Gang, in dem ich gestern mit Chuck geputzt hatte, hinter der sich vermutlich das Krankenzimmer befand, in dem Ben lag.
Wortlos ließ Jeff mir den Vortritt, indem er die Tür ganz öffnete und dann einen Schritt zurück trat.
In dem Zimmer befanden sich neben Ben, der in dem einzigen Bett lag, was dort stand, noch Clint, Alby und Newt, die mich alle drei anschauten, sobald ich den Raum betreten hatte.
„Da bist du ja.“, sagte Alby und blickte mich eindringlich an. „Ich hoffe, es kam nicht zu überraschend und ich habe dich nicht bei was gestört, aber Ben wiederholt ständig deinen Namen. Wir wissen nicht, was das bedeutet, deswegen hab ich dich herbestellen lassen.“
Der Anführer blickte zu Ben und dann wieder zurück zu mir. „Vielleicht redest du mal mit ihm. Wir bleiben hier, falls was passiert.“
Ich nickte und trat an das Bett des Kranken heran.
Ben hatte die Augen geschlossen und atmete flach, weshalb ich mich fragte, ob das mit meinem Namen vielleicht nur Einbildung gewesen war.
Ben sah nämlich nicht so aus, als wäre er in einem Stadium, in dem er etwas murmeln könnte, doch vier Leute konnten sich ja nicht getäuscht haben.
Ich trat noch näher an das Bett heran und betrachtete Ben aus nächster Nähe.
Seine Haut war so blass, dass sie fast durchscheinend war und ein paar Adern traten in seltsamen Lila – und Blautönen an seinem Hals hervor.
„Ben.“, flüsterte ich, denn ich traute mich nicht, lauter zu sprechen. „Ben, ich bin's Summer.“
Ich wartete einen Moment, doch von Ben kam keine Antwort, nicht die kleinste Reaktion auf meine Worte.
Er lag nur weiter still da mit geschlossenen Augen, als wäre er geistig gar nicht anwesend.
Ich räusperte mich nervös und blickte zu Alby auf, der eine Bewegung mit seiner Hand machte, mit der er mir zu verstehen geben versuchte, dass ich weiter auf  Ben einreden sollte.
Unsicher schaute ich wieder zurück zu Ben und fuhr fort: „Du...du hast meinen Namen gesagt. Vielleicht willst du ja irgendwas...“, doch weiter kam ich nicht, denn plötzlich kam Leben in Ben.
Er schlug die Augen auf, die sich sofort auf mich richteten, fuhr im Bett hoch und packte mich am Kragen, um mich weiter zu sich herunter zuziehen.
Erschrocken keuchte ich auf, während die anderen ebenfalls überrascht nach Luft schnappten.
„Ben, was tust du da?!“, rief Newt aufgebracht und wollte mir schon zur Hilfe eilen, da stieß Ben ihn mit der anderen Hand weg, ohne mich aus den Augen zu lassen.
„Du!!“, spuckte er mir entgegen und sah mich mit vor Zorn lodernden Augen an. „Du hast alles durcheinander gebracht!“
Mein Herz pochte wild gegen meinen Brustkorb, während ich Ben panisch anstarrte. „Was meinst du?“, fragte ich, denn ich hatte keine Ahnung, wovon er da redete.
„Es war verboten! Du durftest das nicht!“, schrie Ben wütend, doch das machte noch weniger Sinn. Wovon sprach er denn?
„Ben, was faselst du da?“, fragte Alby aufgebracht. Bens Grobheit schien ihm entschieden gegen den Strich zu gehen, denn er kam auf Ben zu und entriss mein T-Shirt seinem eisigen Griff, sodass ich ein paar Schritte von Ben wegtaumeln konnte,was mir wirklich lieb war. Ben war ganz offensichtlich verwirrt. War das eine Nebenwirkung der Verwandlung?
„Ich habe sie gesehen!“, schrie Ben, wobei Speichelfetzen aus seinem Mund flogen – noch ein Grund mehr Alby dankbar zu sein, dass er mich von ihm weggezerrt hatte. „Sie kam! Sie kam später, das alles nur wegen...sie durfte das nicht!“
„Durfte was nicht?“, fragte Alby mit eindringlicher, aber ruhiger Stimme, als wollte er Ben hypnotisieren und in einen Trance-Zustand versetzen, damit der ihm die komplette Wahrheit erzählte, über das, was er...gesehen hatte – was auch immer er damit meinte.
Doch das hatte Ben überhaupt nicht vor.
Statt zu reden griff er nach der dem Knauf der obersten Schublade des Nachtschranks, der neben dem Bett stand, riss sie auf und holte ein spitzes Messer heraus, dessen Klinge er mir entgegenstreckte. „Du und er! Er wird auch noch kommen, doch erstmal wirst du büßen!“, schrie er und wollte sich auf mich stürzen.
Weil ich von dem Messer so überrascht war – war da eigentlich immer eins im Nachtschrank? Das konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, aber wie zur Hölle hatte Ben das dann da rein gekriegt? –, konnte ich mich nicht rühren und Ben hätte seinen irren Plan ganz sicher durchziehen können, wenn Newt und Clint ihn nicht rechtzeitig gepackt und aufs Bett zurück gedrückt hätten.
Als würde er das hauptberuflich tun, schlug Newt Ben das Messer aus der Hand, das klirrend auf dem Boden aufschlug.
Dieses Geräusch holte mich zurück in die Realität, obwohl die mir gerade nicht sehr real vorkam.
„Er...er wollte mich...“, stotterte ich und starrte auf das Messer.
Oh Gott, das konnte doch nicht wahr sein! Wenn Ben mit dem Messer vorgehabt hatte, was ich glaubte – und das hatte er ganz sicher, was sollte er schließlich sonst mit einem Messer? –, dann hatte er mich wirklich töten wollen. Und das, obwohl Jeff, Clint, Newt und Alby im Zimmer waren!
Gott sei Dank hatten Newt und Clint gute Reflexe.
Alby schien einen ähnlichen Gedankengang gehabt zu haben wie ich, denn schließlich schob er mich von Ben weg, hob das Messer vom Boden auf – wahrscheinlich, damit Ben es sich nicht noch einmal schnappen konnte – und knöpfte sich dann den wahnsinnig gewordenen Jungen im Krankenbett vor.
„Was zur Hölle sollte das denn werden?!“, brüllte Alby mit einer so lauten Stimme, dass ich schon befürchtete, dass jeder auf der Lichtung ihn hören konnte und starrte Ben wütend an. „Hast du noch alle Tassen im Schrank, du Volldepp?!“
„Sie!!“, keifte Ben und deutete anklagend auf mich. In seinen Augen loderten immer noch Zorn und Hass. „Sie hat einen Fehler gemacht!“
„Ach ja?“, fragte Newt wütend. „Und was für ein Fehler rechtfertigt, dass du ihr die Kehle aufschneidest?“ Er und Clint hielten Ben immer noch fest, was ich nur begrüßen konnte, denn ich war mir sicher, dass er sich, wenn er könnte, gleich wieder auf mich stürzen würde.
Was war denn bloß mit Ben los, wo kam dieser brennende Hass auf einmal her und was für einen Fehler hatte ich begangen?
Gut, ich hatte gestern beim Putzen den Staubwedel in einen Wassereimer getaucht, woraufhin Chuck mir erklären musste, dass man mit Staubwedeln trocken wischte, aber das konnte Ben doch nicht meinen – außer er hatte einen Staubwedelfetisch, was ich mir aber nicht wirklich vorstellen konnte. Wegen so was brachte man ja nicht gleich jemanden um!
„Ein unverzeihlicher!“, fauchte Ben.
Ah ja, sehr präzise!
Alby starrte ihn vernichtend an. „So, das wird mir jetzt zu melodramatisch! Ben, du hast es so gewollt.“ Er drehte sich zu Newt, Clint und Jeff um und sagte: „Sobald er wieder gesund ist, kommt er für zwei Wochen in den Bau. Obwohl, sagen wir drei Wochen.“
„Alby!“, rief Ben verzweifelt. „Du bestrafst den Falschen!“, doch der Ansicht schien Alby wohl nicht zu sein.
„Nein, ich bestrafe den, der in seinem Nachtschrank heimlich ein Messer geparkt hat und jemanden damit umbringen wollte.“, erklärte er sachlich. „Ich finde, das klingt schon so, als würde ich den Richtigen bestrafen.“
Er wandte sich wieder an die anderen und meinte: „Solange Ben noch hier ist, passt jemand auf ihn auf. Jeff, falls du nichts zu tun hast übernimmt du die erste Schicht.“
Jeff nickte. „Klar doch.“
Alby wandte sich wieder Ben zu und blickte ihn strafend an. „Und von dir will ich nichts mehr hören!“
Diese Drohung schien Ben wirklich Angst zu machen – verständlich, schließlich war Alby ja auch die Person mit dem Messer in der Hand –, denn er schaute den Anführer mit weinerlichen Augen an und hielt den Mund.
„Gut, das.“, meinte Alby und wandte sich ab. „Komm, Summer.“, sagte er an mich gewandt und drehte sich zur Tür. „Ich bring dich hier weg.“
Ich nickte folgsam, doch bevor ich Alby hinterher gin, warf ich Newt noch einen Blick zu. Der hielt Ben immer noch fest, doch er erwiderte meinen Blick, der auf mich so wirkte, als würde er sagen: „Tut mir leid, dass du das durchmachen musstest.“
Ich deutete ein leichtes Lächeln an, drehte mich dann um, um Alby zu folgen und während ich das Krankenzimmer verließ, hörte ich, wie Ben in meinem Rücken zu weinen begann.
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