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I saved your life

von chrissy45
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Chuck Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
25.01.2015
10.01.2016
67
119.891
34
Alle Kapitel
244 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
23.08.2015 2.151
 
Heyy Leute :D
jaaa heute kommt mal wieder ein Kapitel, das 20. sogar schon! ;D
Ich war im Urlaub und konnte deswegen keins hochladen, aber dafür habe ich schon ganz viele vorgeschrieben! Also kommen in den nächsten Tagen vermutlich mal mehr Kapitel und ihr müsst nicht wieder so lange warten ^^
Also ich hoffe euch gefällt das Kapitel :)
Viel Spaß beim Lesen :))

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„Das, was ich Alby vorhin erzählt habe, entspricht nicht ganz der Wahrheit.“, setzte ich an, doch ich wurde sofort wieder von Newt unterbrochen, der mich erschrocken fragte: „War Gally doch daran Schuld, dass du ohnmächtig geworden bist?“
Ich schüttelte schnell den Kopf. „Nein, die Sache mit dem Besen stimmt...hey, hör auf zu grinsen!“
„Tut mir leid.“, sagte Newt und versuchte seine Mundwinkel, die immer wieder nach oben wandern wollten, unter Kontrolle zu kriegen – ohne Erfolg.
„Newt!“, „Schon gut, ich bin ganz ernst!“
Ich seufzte. „Okay, also...ich hab gelogen. Gally war doch bei mir.“
Dieser Satz reichte um Newt wirklich komplett ernst werden zu lassen. Er starrte mich an und fragte: „Summer, wieso hast du denn nicht...“, doch ich unterbrach ihn, bevor er die Frage zu Ende stellen konnte. „Lass mich erstmal ausreden. Es ist kompliziert, ich...wollte es Alby einfach nicht erzählen, weil es mir so kindisch vorkam. Also, Gally ist in die Putzkammer gekommen, hat mich gegen den Schrank geschubst und mir gedroht, aber er war nicht daran Schuld, dass ich bewusstlos war.“
Nachdenklich blickte Newt mich an. „Und was hat er dir vorgeworfen?“
„Er hat gesagt, er glaubt mir nicht, dass ich mich an nichts erinnern kann. Er glaubt, dass ich hierher geschickt wurde, um euch auszuspionieren.“, gab ich das wider, was Gally mir in der Putzkammer an den Kopf geworfen hatte.
Newt machte ein verständnisloses Gesicht. Scheinbar ergab Gallys Behauptung für ihn auch keinen Sinn.
„Und warum? ...Ich meine... wieso? Wieso sollten dich die Schöpfer hierher schicken, um uns auszuspionieren? Das machen die doch sowieso schon die ganze Zeit!“, sagte er nachdenklich.
Ich hielt inne und blickte ihn überrascht an. „Wie meinst du das?“
Die Schöpfer beobachteten uns?
„Hast du schon mal ein kleines rotes Licht gesehen in einem Gebüsch oder in einer der Ritzen in der Mauer?“, stellte Newt eine Gegenfrage, die so klang, als hätte er meiner überhaupt nicht zugehört.
Unsicher schüttelte ich den Kopf. Was hatte denn ein rotes Licht damit zu tun, dass uns die Schöpfer tagein tagaus beobachteten?
„Wenn man nicht weiß, dass sie existieren, dann sieht man sie auch nicht.“, sagte Newt, was mir und meiner Verständnislosigkeit absolut nicht weiter half.
„Wen?“, hakte ich nach, in der Hoffnung jetzt endlich eine Antwort zu bekommen, mit der ich etwas anfangen konnte.
Newt schaute mich ernst an, bevor er sagte: „Wir nennen sie die Käferklingen.“
Ich hätte am liebsten laut aufgeseufzt. Na toll, durch diese Antwort kamen zu der anderen noch zwei neue Fragen dazu.
Erstens: wie kommt man auf so einen komischen Namen? Und zweitens: WAS ZUR HÖLLE IST EINE KÄFERKLINGE?
Allerdings schien Newt die beiden Fragen an meinem Gesicht ablesen zu können, denn er setzte gleich zu einer Erklärung an: „Käferklingen sind kleine Wesen, die von den Schöpfern erschaffen wurden, also so wie die Griewer. Sie sehen aus wie metallene Käfer – daher der Name –, absolut harmlos, aber dafür sind in ihren Augen Kameras eingebaut, mit denen uns die Schöpfer beobachten können. Diese Käferklingen gibt es praktisch überall auf der Lichtung und dir sind sicherlich schon ein paar von denen über den Weg gelaufen, ohne dass du es gemerkt hast.“
Mir lief es eiskalt den Rücker herunter. Die ganze Zeit war ich beschattet worden, ohne es zu wissen! Vermutlich hatten die Schöpfer sogar die Szene in der Putzkammer mitbekommen, höchstwahrscheinlich hatten sie mir auch beim Schlafen zugesehen!
Oh Gott, das war wirklich gruselig.
„Aber wieso denkt Gally dann, dass ich von den Schöpfern geschickt wurde, um euch auszuspionieren, wenn sie das sowieso schon tun?“, fragte ich verwirrt. Das ergab doch alles keinen Sinn!
Newt schien es ähnlich zu gehen, denn er schüttelte langsam den Kopf. „Ich weiß es nicht. Aber er kann dich aus irgendeinem Grund nicht leiden, so viel steht fest.“, sagte er.
Dann schwieg er einen Moment und sah mich schief an. „Danke, dass du es mir erzählt hast.“
Ich nickte. „Natürlich, ich musste es jemandem erzählen. Und ich vertraue dir.“ – das war mir einfach so herausgerutscht, aber es stimmte.
Ich vertraute Newt wirklich. Mehr als jedem anderen auf der Lichtung.
Chuck ausgenommen, denn eigentlich hatte ich das Gefühl, dass ich dem Kleinen auch alles anvertrauen konnte, was mir durch den Kopf ging, doch wenn ich ihm von so etwas erzählen würde, wie von Gallys Drohung, dann würde er sich nur Sorgen machen und das wollte ich nicht.
„Du erzählst es aber keinem weiter, oder?“, wollte ich von Newt wissen, der sofort den Kopf schüttelte. „Nein, natürlich nicht. Aber wenn Gally nochmal was Linkes abzieht, dann sorge ich höchstpersönlich dafür, dass er den Rest seines Lebens im Baum verbringt.“
Ich musste schmunzeln. „Klingt gut.“, meinte ich und lächelte ihn an. „Aber das muss er sich auch erstmal trauen. Von dem blauen Auge, was du ihm verpasst hast, muss er sich ja erstmal erholen!“
Newt grinste verschmitzt. „Ja, ich musste die dicke Lippe ja irgendwie wieder ausgleichen.“, meinte er und blickte mich an. „Außerdem dachte ich, dass er dir was angetan hat... denn ich meine, nach einer der Regeln ist das verboten.“, fügte er hinzu und kratzte sich nervös im Nacken.
„Ich finds gut.“, meinte ich ebenfalls grinsend. „Ein blaues Auge hat er mehr als verdient.“
Newt lachte. „Seh ich auch so.“
„Und was ist eigentlich mit dir?“, fragte ich und legte den Kopf schief.
„Mir?“
„Du musst für eine Nacht in den Bau.“
„Ich weiß.“
„Ohne Essen.“
„Ja, das wird schwer. Schließlich esse ich immer nachts.“
„Natürlich.“
„Mitternachtssnack.“
„Kann ich dir auch vorbei bringen.“
Newt lachte. „Dann steckt Alby dich auch gleich in den Bau.“ Ich zuckte mit den Schultern. „Dann bist du wenigstens nicht alleine.“
„Stimmt auch wieder.“, meinte Newt und seufzte. „Ich schätze, ich muss dann mal wieder an die Arbeit.“
Ich nickte zustimmend. „Ja, wahrscheinlich. Ich glaube, ich gehe zu Chuck und helfe ihm. Alby hat zwar gesagt, dass ich frei habe, aber ich bin fit genug, um zu arbeiten.“
„Alles klar!“, meinte Newt und öffnete seine Zimmertür. „Nach dir.“, sagte er und trat einen Schritt zurück, um mich vorzulassen.
Ich ging hinaus auf den Gang und drehte mich zu Newt um. „Wir sehen uns dann bestimmt später, oder?“
Er nickte. „Bestimmt.“
Mit diesem Wort war ich voll und ganz zufrieden und so drehte ich mich um, um nach Chuck zu suchen.


Chuck war im ersten Stock damit beschäftigt Staub zu wischen und weil das nicht sonderlich schwer war, beschloss ich ihm zu helfen. Wir arbeiteten zusammen, bis zur Mittagspause. Danach machten wir weiter und als sich schließlich am Abend die Tore schlossen, hatte Chuck einen neuen Rekord aufgestellt: innerhalb von vielleicht sechs Stunden hatte er mich fünfundsechzig Mal gefragt, ob es mir gut ging und danach immer mit großen Augen auf den Verband geschaut, der meinen Kopf zierte.
Jedes Mal hatte ich mit „Ja, Chuck, es ist alles in Ordnung!“ geantwortet und jedes Mal hatte Chuck mich darauf mit einem Ich-glaube-dir-kein-Wort-Blick angeschaut.
Erschöpft legte ich den doofen Staubwedel weg, den ich zu meinem neuen Erzfeind erklärte. Schwapper würde ich nicht werden wollen und ich hoffte sehr, dass Peter das auch nicht wollte.
Und an dem abschätzigen Blick, den er mir jedes Mal zuwarf, wenn er an mir vorbei lief, machte ich fest, dass er mich scheinbar auch nicht in sein Herz geschlossen hatte. Dann würde er sich ja hoffentlich wehren, falls ihn später jemand zwang mich in seiner Schwapper-Bande aufzunehmen.
„Ich hab Hunger.“, seufzte Chuck und legte seinen Staubwedel weg. „Gehen wir was essen?“
Ich nickte. „Nichts lieber als das! Wenn ich diesen Staubwedel noch länger ansehen muss, dann mache ich ihn kaputt und das wäre eher nicht so schlau, weil Peter sonst sicherlich Kleinholz aus mir macht.“
„Das garantiere ich dir.“, meinte Chuck und machte sich auf den Weg zur Treppe.
Als wir auf die Lichtung hinaus traten, merkte ich, wie Chuck schon wieder mit großen Augen auf meinen Verband schielte.
Ich blickte ihn strafend an. „Chuck! Wehe du machst eine Sechsundsechzig draus!“
Chuck blickte mich überrascht an. „Du hast mitgezählt? Und außerdem wollte ich das gar nicht fragen! Ich hab mir nur den Verband angeschaut!“, behauptete er.
Ich seufzte. „Chuck, mir geht es wirklich gut. Das war doch nur ein Besen. Ein gemeiner Besen.“
Chuck nickte. „Ich weiß, Besen sind immer gemein.“
Im Esszimmer angekommen holten wir uns einen Teller von Bratpfannes heutigem Menü und setzten uns an einen freien Tisch, doch wir blieben nicht lange alleine.
Schon wenig später setzte sich Newt an unseren Tisch und blickte mich schief an. Er setzte gerade dazu an, etwas zu sagen, da ließ sich Minho aufgeregt neben ihn fallen.
„Oh Mann, als Läufer bekommt man echt gar nichts mit!“, rief er und klopfte Newt dann auf die Schulter. „Mir ist grad Gally übern Weg gelaufen mit diesem riesigen blauen Auge! Das ist echt Wahnsinn! Totaler Badass-Newt! Das bin ich von dir gar nicht gewohnt!“  
Wieder wollte Newt etwas sagen, doch dieses Mal setzten sich Milan und Phil zu uns, von denen letzterer sofort loszuplappern begann. „Echt, als Parker das erzählt hat, wollt ich's erst nicht glauben, aber der Verband sagt ja alles! Dir ist wirklich ein Besen gegen den Kopf geknallt!“, sagte er verblüfft.
Ich seufzte. „Wie schnell spricht sich das denn hier rum? Gibt es auf der Lichtung gar keine Geheimnisse?“
„Nein.“, warf Milan ein. „Neuigkeiten verbreiten sich hier schneller, als die Pest.“
„Treffender Vergleich.“, meinte ich, während Phil sich an Newt wandte. „Und du hast Gally eine reingehauen? Mann, ich glaub Summer bringt ihr richtig Schwung in die Kiste!“
„Geht's dir denn gut?“, fragte Milan mich. Ich wusste, dass er es höflich meinte, doch nachdem ich mir diese Frage schon fünfundsechzig Mal anhören musste, konnte ich es nicht mehr aushalten.
„Ja, es geht mir wirklich gut, aber wenn mich das in den nächsten vierundzwanzig Stunden nochmal jemand fragt, wird meine Antwort zum ersten Mal 'Nein' sein.“, sagte ich und schwieg einen Moment. „Den Besen sollte aber vielleicht mal jemand da fest machen. Ich hatte keine Chance dem Ding auszuweichen. Wieso hat mir eigentlich niemand gesagt, dass das gefährlich ist?“
Phil zuckte mit den Schultern. „Hm, könnte daran liegen, dass vor dir noch niemand von einem Besen erschlagen wurde.“, gab er mir zu bedenken.
Ich schürzte die Lippen. „Das könnte natürlich sein.“
Newt lehnte sich zurück. „Ich hoffe aber mal, dass morgen mal wieder ein normaler Tag wird. Ganz ohne Aufregungen.“
Phil schüttelte den Kopf. „Wir haben jetzt Summer. Da wird’s praktisch nie langweilig!“


Nachdem Newt in den Bau geklettert war, schloss ich das Gitter hinter ihm ab. „Ist gemütlich hier.“, meinte Newt ironisch und grinste mich an. „Wie war das nochmal mit dem Mitternachtssnack?“
Ich grinste zurück. „Wenn ich eine Uhr hätte, würde ich's vielleicht sogar machen, aber so habe ich ja keine Ahnung, wann Mitternacht ist.“
Newt lachte leise. „Dann werde ich wohl verhungern müssen.“, sagte er. „Und du musst mit der Schuld leben, weil du weißt, dass du mir etwas zu Essen hättest bringen können.“
Ich winkte ab. „Ach, damit komm ich schon klar.“, meinte ich, woraufhin Newt sich theatralisch an die Brust griff. „Das schmerzt mir im Herzen!“, rief er aus, sodass ich leise kichern musste.
„Ich geh jetzt zu meiner Hängematte.“, erklärte ich wieder ernst. „Sonst wird es zu dunkel und ich finde den Weg nicht mehr.“
„Klar.“, meinte Newt grinsend. „Ich will ja nicht, dass du dich auf dem langen Weg zu deiner Hängematte verirrst.“
Ich warf ihm einen gespielt beleidigten Blick zu. „Sei froh, dass du im Bau sitzt, sonst würde ich dich jetzt hauen!“
Newt schüttelte den Kopf. „Würdest du nicht.“
„Würde ich wohl.“
„Dann würde es aber nicht sonderlich weh tun.“
„Das werden wir ja sehen, wenn du morgen wieder da raus kommst.“, meinte ich.
Newt grinste. „Alles klar, dann wünsche ich dir eine gute Nacht in deiner Hängematte, während ich hier im Loch hocke und vor Angst zittere, weil mich morgen früh der schlimmste Schmerz meines Lebens treffen wird.“
„Warum bist du eigentlich so blöd?“, fragte ich ihn, woraufhin Newt mit den Schultern zuckte. „Ich schätze, das ist mein Charme.“, „Ist es nicht.“, erwiderte ich grinsend.
Newt lachte und blickte mich dann etwas ernster an. Er schwieg einen Moment, bis er schließlich sagte: „Gute Nacht, Summer.“, „Gute Nacht, Newt.“, erwiderte ich den Gruß und stand auf.
Ich wollte schon gehen, da rief Newt mir hinterher: „Hoffentlich findest du deine Hängematte!“
Ich rollte mit den Augen, obwohl sich gleichzeitig ein Lächeln auf meine Lippen stahl. „Sehr witzig!“, rief ich zurück und meinte noch Newt leise kichern zu hören, doch vielleicht war das auch nur Einbildung.
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