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I saved your life

von chrissy45
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Chuck Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
25.01.2015
10.01.2016
67
119.891
34
Alle Kapitel
244 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
23.06.2015 1.849
 
Heyy Leute :D
Ich hab es mal wieder geschafft ein neues Kapitel zu schreiben und ich hoffe sehr, dass es euch gefällt :)) es ist sogar ziemlich lang geworden! :D
Also über Rückmeldungen würde ich mich wie immer sehr freuen :)
Dann jetzt viel Spaß mit dem neuen Kapitel :D

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Ich brauchte mich eigentlich gar nicht umzudrehen, um zu wissen, wen Phil meinte, doch ich tat es trotzdem und bekam gerade noch mit, wie Minho das Esszimmer betrat und als er unsere Blicke bemerkte, zielstrebig auf uns zu kam.
„Minho.“, begrüßte Milan ihn, als er sich neben Phil nieder ließ. „Alles klar?“
Aus irgendeinem Grund war ich vollkommen verwirrt, dass Minho sich so einfach zu uns setzte, als wäre sein Läuferkumpel nicht von einem (vermutlich) riesigen angsteinflößenden Monster gestochen worden.
Ungläubig starrte ich Minho an und fragte, noch bevor er Milan eine Antwort geben konnte: „Warum bist du nicht bei den anderen? Wollten die dich nicht mehr dabei haben? Wie geht es Ben?“
Ich holte tief Luft und stellte die letzte Frage, die ich eigentlich hatte für mich behalten wollen: „Und wo ist Newt?“
Minho blickte mich für einen kurzen Moment schweigend an und lachte dann los.
„Hi, Summer.“, sagte er schließlich, als er sich wieder beruhigt hatte. „Mir fällt gerade auf, dass ich noch gar nicht wirklich Bekanntschaft mit dir geschlossen habe.“
Mein Gesichtsausdruck wurde noch um ein paar Stufen ungläubiger – falls das überhaupt noch ging.
Wie konnte Minho so verdammt ruhig sein? Ben lag irgendwo herum und Jeff und Clint machten sonst was mit ihm, was scheinbar irgendwie geheim war (trieben sie ihm einen Dämon aus?), denn sonst hätte Alby es ja nicht 'Sonderfall' genannt.
Aber statt sich um ihn zu Sorgen, wollte Minho sich ernsthaft zuerst mit mir bekannt machen?
Der hatte vielleicht Prioritäten!
„Ich bin Summer, was du ja seltsamerweise schon weißt und du bist Minho, ein Typ, der das Labyrinth betreten darf, vor vielleicht fünfzehn Minuten einen Marathon hingelegt und wie ein wilder Stier einen von einem Griewer gestochenen Ben umgeworfen hat.“, platzte es aus mir heraus.
„Die arme Gabel.“, kommentierte Phil.
„Häh?“, fragte ich und blickte ihn konsterniert an. „Was für eine Gabel?“
Phil grinste. „Na, die Gabel, die du gerade in deiner Hand zerquetschst.“
Etwas verwirrt blickte ich zu meiner eigenen Hand herunter, als würde sie gar nicht zu meinem Körper gehören und musste feststellen, dass sie sich so fest um meine Gabel geschlossen hatte, dass meine Knöchel weiß hervortraten.
Schnell ließ ich die Gabel los, wobei das Blut wieder zurück in meine Finger fließen konnte und blickte wieder Minho an, denn er hatte auf meine...ähm Aussage noch gar nicht reagiert.
Wie ich seltsamerweise schon erwartet hatte grinste er mich an und fuhr sich dann durch die Haare.
„Ich weiß.“, sagte er schließlich. „Aber glaub mir, für mich ist das Ganze nicht mehr so aufregend, wie für dich. Ich bin abgehärtet. Aber ich will natürlich trotzdem deine Fragen beantworten:
Alby hat mich für den Rest des Tages freigeschrieben und zum Essen geschickt. Er findet, ich muss heute nicht nochmal ins Labyrinth, schon allein weil es langsam auch ein bisschen knapp werden würde. Er hat gemeint, ich sollte einfach nur was Essen und mir ne Mütze voll Schlaf holen.“ Er gähnte. „Ich bin auch echt müde.“, fügte er hinzu.
„Merkt man gar nicht.“, kommentierte Phil.
„Ach, und Newt ist noch oben.“, ergänzte Minho und grinste mich vielsagend an. „Warum wolltest du das denn wissen?“
Ich spürte, wie ich rot wurde und winkte schnell ab. „Ach, das...einfach nur so...halt.“
Wow, ich war ja eine tolle Schauspielerin!
Minho nickte, lehnte sich zurück und verschränkte die Arme, hörte dabei aber nicht mit diesem Ja-ist-klar-Blick auf.
Ich wollte gerade noch etwas hinzufügen, als Milan schließlich fragte: „Wie war das eigentlich im Labyrinth? Wo kam der Griewer her?“
Minho riss den Blick von mir los und seufzte. „Das wissen wir selber nicht. Das verdammte Ding war einfach plötzlich da. Wir laufen um die Ecke und da steht dieser Scheißgriewer. Er hat Ben total erwischt, der ist praktisch in ihn reingelaufen. Aber aus irgendeinem Grund hat der Griewer uns nicht angegriffen, sondern ist einfach umgedreht und weggelaufen.“
„Weggelaufen?“, wiederholte Milan ungläubig.
Minho nickte. „Ja, keine Ahnung, warum.“
„Krass.“, fand Phil und stocherte in seinem Essen herum.
„Naja, und als ich Ben dann zurück zur Lichtung schleppen wollte, ist der Scheißkerl plötzlich aufgesprungen und losgerannt. Ich dachte, ich werd nicht mehr! Tja, dann bin ich ihm hinterher und...zack, den Rest der Geschichte kennt ihr selbst.“, erzählte Minho zu Ende.
„Und was genau machen die da jetzt mit Ben?“, fragte ich. „Ist er immer noch so...aggressiv?“
Minho zuckte mit den Schultern. „Weiß ich nicht. Alby hat mich weggeschickt. Ich hab nur noch gesehen, wie sie Ben aufs Bett gehievt haben. Ehrlich gesagt wollte ich aber auch gar nicht mehr sehen, weil...Chuck.“
Weil Chuck?
„Wieso Chuck?“, fragte ich irritiert, als ich merkte, dass Minho auf jemanden hinter mir schaute, doch bevor ich mich umdrehen konnte, setzte sich Chuck bereits neben mich.
In seinem Gesicht war wie fast immer dieser aufgregte Ausdruck, als würde er gerade irgendetwas unfassbar geheimes erfahren haben, was er unbedingt verraten wollte.
„Oh Mann, Summer!“, rief er und blickte mich mit großen Augen an. „Echt, seit du bist geschehen nur noch aufregende Dinge! Das ist so cool!“
„Und? Was weißt du über Ben?“, fragte Minho und verschränkte erneut seine Arme.
„Wieso fragst du mich das?“, wollte Chuck wissen. „Du warst doch derjenige, der mit ihm im Labyrinth war!“
Minho nickte. „Aber du warst derjenige, der heimlich im Gehöft herumspioniert hat.“
Chuck schwieg einen Moment, als würde er über Minhos Worte nachdenken, doch schließlich seufzte er nur und begann wie ein Wasserfall zu Reden: „Okay, ich geb's zu, aber echt! So was hab ich noch nie gesehen! Ben lag auf einem Bett und Jeff, Clint, Alby und Newt standen daneben. Sie mussten ihn alle festhalten, weil er sich so gewehrt hat.
Einmal hat Newt einen Tritt von Ben abbekommen, aber das war nichts ernstes.“
Bei diesen Worten blickte er mich an und grinste, so als wollte er mir sagen 'Mit ihm ist also alles in Ordnung'.
Ich musste schmunzeln, aber verdrehte dabei gleichzeitig genervt die Augen. Chuck würde nie aufhören mich mit Newt aufzuziehen.
„Also“, fuhr Chuck wieder fort. „dann hat Clint Ben so eine Spritze gegeben – da war ganz sicher das Griewerserum drin! Darauf verwette ich drei Mahlzeiten von Bratpfanne! – und auf einmal war er komplett still! Also Ben meine ich jetzt. Das war echt irre! Vorher noch schlägt er um sich wie ein Verrückgewordener und im nächsten Moment liegt er da als wäre er tot.“
Chuck machte eine kurze Pause um zu Atem zu kommen, denn er hatte während seines ganzen kurzen Vortrags kein einziges Mal Luft geholt.
„Und was ist jetzt mit ihm?“, fragte Milan neugierig.
„Jetzt liegt er da immer noch rum.“, meinte Chuck. „Vermute ich zumindest.“
Phil nickte langsam. „Krass.“, sagte er schließlich.
„Das ist echt...krass.“
Chuck nickte. „Ja, echt! Eigentlich hätte ich gerne noch mehr gesehen, aber dann hat Clint mich bemerkt und ich bin schnell abgehauen. Keine Ahnung, was die da oben jetzt noch machen.“, meinte er und zappelte aufgeregt auf seinem Stuhl herum. „Das ist echt so aufregend!“
Minho nickte, obwohl er nicht wirklich so wirkte, als ob er Chucks Aufregung tatsächlich teilen würde und warf einen Blick auf seine Armbanduhr, wobei mir jetzt erst auffiel, dass er überhaupt eine besaß.
Wieso hatte Minho eine Armbanduhr und niemand sonst? Zumindest keiner von den Leuten an unserem Tisch. Das war echt unfair. Irgendwie.
„Mittagspause ist vorbei.“, erklärte Minho, woraufhin von Milan, Phil und Chuck kollektives Stöhnen kam.
„Ich werde mich jetzt Mal ne Runde aufs Ohr hauen.“
„Ernsthaft jetzt?“, fragte Phil in einem maulenden Tonfall. „Und wieso musst du mir das sagen? Echt, ich muss jetzt gleich Arbeiten und du kannst schlafen!“
Milan nickte. „Ja, die Welt ist ungerecht.“
Chuck seufzte. „Wem sagst du das.“
„Was musst du jetzt machen, Summer?“, fragte Milan und blickte mich an.
Ich zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Alby hat gesagt, ich habe frei. Also werde ich wohl mal...meine Freiheit genießen“ – die sich allerdings nur auf die wenigen Quadratmeter innerhalb der Mauern beschränkte.
Freiheit konnte man das wirklich nicht nennen.
Minho erhob sich vom Tisch, gähnte und streckte sich ausgiebig, verabschiedete sich dann, als er fertig war, mit einem müden Winken und machte sich auf den Weg zu seinem Schlafplatz – wo auch immer der war.
Schlief er auch wie manche andere Lichter auf dem Boden, so wie Newt und ich gestern, oder bekam er in der Hinsicht auch eine Extrabehandlung? (Das mit der Uhr nahm ich ihm echt übel. Ich würde ja auch gerne wissen, wie spät wir es gerade hatten! Zeitgefühl besaß ich nämlich überhaupt keins. An der Sonne konnte ich ablesen wie spät es war. Und schätzen erst recht nicht.)
Milan, Phil, Chuck und ich erhoben uns ebenfalls und weil ich nicht wusste, wohin ich sollte, folgte ich den dreien aus der Küche zurück ins Freie.
Dort blieb ich allerdings einfach auf der Lichtung stehen, während Chuck sich auf den Weg ins Gehöft und Milan und Phil sich auf den Weg ins Quartier der Baumeister machten.
Bis die drei aus meiner Sichtweite verschwunden waren, blieb ich reglos auf meinem Fleck stehen, doch schließlich beschloss ich mich doch zu bewegen.
Ich ging ein paar Schritte weiter und setzte mich ins Gras. Gedankenverloren riss ich einige Grashalme aus der Erde, bis ich schließlich ein Gänseblümchen in die Hände bekam.
Aus irgendeinem Grund begann ich dem Blümchen die weißen Blätter auszureißen und leise vor mich hinzumurmeln, ohne richtig zu realisieren, was ich da gerade tat.
Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich, er liebt mich nicht.
Ich riss gerade das letzte Blatt aus und murmelte: „Er liebt mich.“, als eine Stimme ertönte, die meinen Namen rief. „Summer!“
Ich blickte aus meinen Gedanken gerissen auf. Das war Newts Stimme gewesen, da war ich mir ganz sicher.
Tatsächlich entdeckte ich Newt, der auf mich zu gelaufen kam. Bevor er bei mir zum Stehen kam, rappelte ich mich auf und klopfte mir die kleinen weißen Blätter des Gänseblümchens von den Beinen.
Trotzdem schien Newt sie zu bemerken, denn er grinste mich amüsiert und etwas verwirrt zugleich an und fragte: „Was hast du gemacht?“
Das war eine gute Frage! Was war da gerade in mich gefahren?
„Ich, ähm...nichts, wirklich. Mir war nur gerade langweilig.“, behauptete ich.
Newt grinste. „Oh, das trifft sich gut! Ich weiß, Alby hat dir für den Rest des Tages frei gegeben, aber mir ist eine bessere Idee gekommen. Falls du nicht mit jeder Pflanze so umgehst“ – bei diesen Worten blickte er zu den ausgerissenen Blütenblättern auf dem Boden – „könnte ich mir vorstellen, dass dir das Gärtnern Spaß macht.“
Er legte fragend den Kopf schief. „Was hältst du davon?“
Ohne richtig darüber nachzudenken, nickte ich. Ich hatte nämlich wirklich keine Lust den ganzen Tag auf der Wiese zu sitzen und arme Gänseblümchen zu verstümmeln, also sagte ich: „Klar, gerne.“
Newt grinste. „Alles klar, dann komm mal mit!“
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