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I saved your life

von chrissy45
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Chuck Gally Minho Newt OC (Own Character) Thomas
25.01.2015
10.01.2016
67
119.891
34
Alle Kapitel
244 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
21.03.2015 2.360
 
Wuhu, heute kommt mein zehntes Kapitel und ich hab mein Versprechen eingehalten :D das zweite Kapitel in einer Woche und ich finde es ist sogar ziemlich lang!! ;D
also, ich hoffe, dass euch das Kapitel gefällt und wenn ja, dass ihr es mich mit einem Kommentar wissen lasst :))
okay, dann viel Spaß mit dem neuen Kapitel! :D

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Endlich sprach Milan die erlösenden Worte aus: „Es ist so weit!“, „Mittagspause!“, fügte Phil hinzu und ich legte erleichtert meine Säge weg. Ich konnte jetzt schon förmlich spüren, wie sich an meinen Händen wegen diesem blöden Ding Blasen bildeten.
„Hast du Hunger?“, fragte Milan und ich begann eifrig zu nicken. „Ja total!“
„Dann lasst uns zu Bratpfanne gehen.“, meinte Phil ungeduldig und legte seine Säge weg. „Ich hab so einen Hunger, ich könnte jeden noch so ekeligen Fraß essen, den Bratpfanne mir auftischt!“
Milan lachte auf. „Jetzt übertreibst du aber!“
Phil schüttelte den Kopf. „Nein, leider nicht! Das ist mein heiliger Ernst!“, beharrte er.
Milan blickte ihn überrascht an. „Wow! Dann sollten wir mal besser gehen. Deine Lage scheint viel ernster zu sein, als es aussieht.“

Als wir in der Küche angekommen waren, bekam ich zum ersten Mal den Jungen zu Gesicht, der auf der Lichtung für das Kochen zuständig war.
Bratpfanne war ein großer, dunkelhäutiger Junge, der  ziemlich nett zu sein schien und mich freundlicherweise nicht Frischling nannte, wofür ich ihm sehr dankbar war.
Stattdessen nannte er mich „kleine Summer“, weil ich fast zwei Köpfe kleiner war als er und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich ihm diesen Spitznamen ab jetzt nie wieder würde ausreden können.
Mit unseren Tellern auf die Bratpfanne einen undefinierbaren Brei geschaufelt hatte, setzten Milan, Phil und ich uns an einen noch freien Tisch, wobei ich feststellen musste, dass alle anderen Lichter im Raum ihr eigenes Essen unterbrochen hatten, um mich zu beobachten.
Etwas verlegen ließ ich meinen Blick einmal durch den Raum schweifen, doch ich erkannte keines der mich anstarrenden Gesichter.
„Ignorier sie einfach.“, meinte Phil, der bereits begonnen hatte sein Essen in sich reinzuschaufeln. „Irgendwann werden sie schon merken, dass du einfach nur ein Mädchen bist.“
„Das hoffe ich doch! Ihr habt es schließlich auch gemerkt.“, sagte ich und nahm meinen Löffel in die Hand. Kritisch betrachtete ich den Brei vor mir auf dem Teller. „Kann man das wirklich essen?“, fragte ich irgendwann.
Milan und Phil prusteten los. „Es ist immer wieder schön zu hören, dass jeder Frischling die gleiche Frage stellt, wenn er Bratpfannes Meisterwerk zum ersten Mal sieht.“, sagte Milan grinsend.
„Ausnahmslos!“, fügte Phil hinzu.
„Tut mir ja leid, aber dieses Zeug sieht aus wie schonmal gegessen.“, gab ich zu.
Milan winkte ab. „Ach, so schlimm ist es nicht. Es schmeckt besser, als es aussieht.“
„Man muss sich nur überwinden den ersten Löffel zu essen. Danach ist es nicht mehr schlimm.“, meinte Phil.
„Okay.“, sagte ich, tauchte meinen Löffel in den Brei und führte ihn zum Mund. Bevor ich mich selbst fragen konnte, ob es irgendeine Alternative zu dem Brei gäbe, falls ich ihn nicht mögen würde, schob ich mir den Löffel in den Mund und schluckte den Brei einfach hinunter.
Erwartungsvoll blickten Milan und Phil mich an. „Und? Wie wars?“, fragte Phil neugierig.
„Es war...wirklich gar nicht so schlimm.“, stellte ich fest.
Milan grinste. „Haben wir doch gesagt!“
Ein paar Minuten später hatte ich bereits meinen ganzen Teller leer gegessen und war sogar fast schneller als Phil und Milan. Als wir alle satt waren mussten wir wieder zurück zum Quartier der Baumeister und weiter arbeiten und irgendwie fand ich es schade, dass Newt nicht in der Mittagspause bei uns gewesen war, denn seltsamerweise hatte ich gehofft ihn sehen zu können.
Den Rest des Tages arbeitete ich zusammen mit Milan, Phil und zwei anderen Baumeistern, die Nate und Parker hießen, an der Erweiterung des Gehöfts, wofür wir die Holzbalken benutzten, die wir Vormittags in gleichgroße Teile gesägt hatten.
Nate und Parker waren genau so gut drauf wie Milan und Phil, sodass mir bei ihnen überhaupt nicht langweilig wurde und ich es nicht mal schlimm fand, als Gally mir über die Schulter schaute und stöhnte: „Also die wird auf jeden Fall kein Baumeister!“
Trotzdem war ich froh, als sich irgendwann die Tore schlossen. Ich fand es zwar immer noch beunruhigend eingesperrt zu sein, doch immerhin musste ich jetzt nicht mehr sägen, kleben oder hämmern.
Als wir unser Werkzeug zurück zum Quartier der Baumeister brachten, fiel mir auf, dass einige der Lichter dabei waren, mitten auf der Lichtung ein riesiges Lagerfeuer zu zünden.  
„Warum machen die das?“, fragte ich mit einem Kopfnicken auf den riesen Haufen Holz, den die Lichter zusammengetragen hatten. „Ist heute Abend irgendwas besonderes?“
„Naja, manchmal zünden wir ein großes Lagerfeuer an und vergessen mal für einen Abend in was für einer bescheuerten Situation wir alle stecken.“, erklärte Phil. „Das ist sehr hilfreich! Wirst du schon sehen.“
Ein Lagerfeuer anzünden und einfach mal Spaß haben klang für mich so verlockend, dass ich es überhaupt nicht mehr abwarten konnte.
Als wir wieder aus dem Quartier der Baumeister auf die Lichtung traten, standen fast alle Lichter bereits um das brennende Lagerfeuer herum und lachten und unterhielten sich. Einige hielten Becher in ihren Händen mit denen sie sich zuprosteten und darum konkurrierten, wer sein Getränk am schnellsten trinken konnte.
Überrascht blieb ich einfach stehen, als wir bei den anderen Lichtern angekommen waren. Irgendwie hatte ich nicht erwartet, dass so etwas auf der Lichtung möglich war. Nach meiner ersten Nacht hatte ich eigentlich gedacht, dass es jeden Abend so ablaufen würde: alle gehen schön nachdem sich die Tore geschlossen haben ins Bett, aber das schien wohl doch nicht der Fall zu sein.
„Überrascht?“, fragte Milan neben mir.
Ich nickte. „Ja, schon irgendwie.“, gab ich zu.
„Naja.“, sagte Phil. „Nur weil wir auf einer Lichtung gefangen sind, aus der es kein Entkommen zu geben scheint, heißt das noch lange nicht, dass wir nicht feiern können!“
Ich wollte gerade etwas sagen, da entdeckte ich Newt, der bei einer Gruppe von Lichtern stand und als hätte er meinen Blick bemerkt drehte er sich plötzlich zu mir um.
Als er mich sah, lächelte er und kam auf mich zu.
„Hey, da bist du ja. Ich hab dich schon gesucht.“, sagte er.
„Wir haben auf sie aufgepasst.“, erklärte Phil stolz.
„Und wir haben ihr Bratpfannes Kochkünste bewiesen!“
Newt grinste. „Oh echt?“
Ich nickte. „Ja, war gar nicht so schlimm wie ich dachte.“, gab ich zu.
„Leute, holen wir uns jetzt mal was zu trinken?“, fragte Phil ungeduldig.
„Auf jeden Fall!“, unterstütze Milan ihn. „Eine Feier ohne Trinken geht gar nicht!“
„Ich geh und hol was.“, erklärte Phil und verschwand in der Menge.
„Wo warst du eigentlich in der Mittagspause?“, fragte ich an Newt gewandt. „Ich hab dich gar nicht gesehen.“
„Tut mir leid, ich musste was mit Alby besprechen.“, erklärte Newt. „Deswegen konnte ich erst später essen und da warst du schon weg.“
„Achso, kein Problem.“, meinte ich, denn ich wollte auf keinen Fall, dass Newt dachte, ich könnte nicht mal eine Mittagspause ohne ihn aushalten.
Endlich kam Phil mit vier gefüllten Bechern wieder, von denen er jedem von uns einen in die Hand drückte.
Feierlich hob er schließlich seinen eigenen Becher und rief: „Also dann: zum Wohl!“
„Warte!“, fuhr ich dazwischen.
Milan, Phil und Newt blickten mich erwartungsvoll an, während ich einen skeptischen Blick in den Becher warf. „Was ist das überhaupt?“
Milan lachte auf. „Das ist was ganz harmloses.“, behauptete er. „Wir wissen selber nicht so genau, was es ist.“
„Ist Gallys Geheimrezept.“, fügte Phil hinzu.
Bei dem Namen 'Gally' verfinsterte sich meine Miene. Irgendwie hatte ich jetzt noch weniger Lust dazu den Inhalt meines Bechers zu trinken. Wenn Gally das gemixt hatte, konnte das ja nur was Schlimmes sein.
Aber ich wollte schließlich keine Spaßverderberin sein, also hob ich ebenfalls den Becher und verkündete: „Okay, ich werd's trinken, aber wenn ich davon tot umfalle, dann war's ganz sicher Gallys Schuld!“
Und mit diesen Worten trank ich den Becher leer – oder sagen wir: wollte ich den Becher leer trinken, aber kaum dass sich die Flüssigkeit in meinem Mund befand, musste ich sie wieder ausspucken.
Milan, Phil und Newt begannen amüsiert zu lachen.
„Was ist das bloß für ein Teufelszeug?“, rief ich aus. „War ja klar, dass das von Gally kommt.“
Phil trank entspannt einen Schluck von dem Getränk in seinem Becher. „Keine Sorge, da gewöhnst du dich dran.“
Newt grinste mich schief an. „Gallys Geheimrezept haut sowieso ziemlich rein, also ist es gut, wenn du nicht so viel davon trinkst.“, meinte er.
„Ich werde sogar gar nichts mehr davon trinken, das kannst du mir glauben!“, beteuerte ich.
Newt musste schmunzeln. „Gut, das.“
Plötzlich ertönte lautes Gegröhle und Jubelrufe und als ich mich in die Richtung drehte, aus der die Geräusche kamen, stöhnte ich innerlich auf.
Zwei Jungs hatten angefangen miteinander zu ringen und die umstehenden Lichter feuerten die beiden an.
Innerhalb weniger Sekunden hatte der größere und muskulösere der beiden den Kampf für sich entschieden und blickte sich siegessicher um, bis sein Blick an mir hängen blieb.
Erst jetzt konnte ich erkennen, wer es war und irgendwie war ich darüber nicht sonderlich überrascht: es war Gally, der mit einem boshaften Grinsen auf mich zukam.
„Na, Summer? Bist du etwa beeindruckt von mir?“
Ich blickte ihn genervt an. „Von dir? Nein, nicht wirklich.“
Das Grinsen in Gallys Gesicht verschwand und stattdessen blitzte er mich jetzt boshaft an.
„Schön, wie wär's dann mit einem Kampf?“, fragte er.
Mein Gesichtsausdruck wechselte augenblicklich von genervt zu verwirrt. „Mit einem was?“
„Ein Kampf. Ich kämpfe immer gegen die Frischlinge, um ihnen gleich zu beweisen, wer der stärkere von uns beiden ist.“, erklärte Gally und reckte arrogant das Kinn, während mir die Kinnlade runter fiel.
Er wollte mit mir kämpfen?
Das lodernde Lagerfeuer spiegelte sich in Gallys Augen wieder und verlieh ihm damit einen ziemlich unheimlichen Ausdurck. „Also, was sagst du? Du gegen mich!“
Doch bevor ich etwas antworten konnte, ging Newt neben mir auf Gally zu und stellte sich ihm in den Weg. „Bist du verrückt geworden?! Du willst dich doch nicht mit einem Mädchen schlagen?“, rief er entsetzt.
„Wieso denn nicht?“, fragte Gally gereizt. „Sie hat mich beleidigt.“ Newt stöhnte. „Ja, das hast du ja auch verdient, verdammt nochmal!“
Gally funkelte ihn wütend an. „Ist ja schön zu wissen, für wessen Seite du dich entscheidest! Und jetzt geh beiseite!“, blaffte er, doch Newt dachte gar nicht daran.
„Gally, du Volldepp! Hier gibt es keine Seiten und ich werde hier ganz bestimmt nicht weggehen! Wenn du Summer auch nur ein Haar krümmst, dann werde ich dir –“, doch weiter kam Newt nicht, denn Gally holte einfach aus und schlug ihm mit der Faust direkt ins Gesicht. Es entstand ein hässliches Geräusch und Newt brach nach hinten zusammen.
Erschrocken lief auf ihn zu.
„Newt!“, rief ich und betrachtete sein Gesicht, doch Gott sei Dank hatte Gallys Schlag dort keinen zu großen Schaden angerichtet. Bis auf eine aufgeschlagene Lippe war Newt unversehrt.
„Kann jemand Eis holen?“, rief ich in die Menge und wandte mich dann an Gally. „Wie konntest du das nur tun?“, doch Gally sagte nichts, sondern rieb sich nur seine Faust.
Scheinbar hatte ihm der Schlag auch weh getan.
Das geschah ihm recht.
Ich richtete meinen Blick wieder zurück auf Newt.
„Newt! Sag was! Wie geht es dir? Geht’s dir gut?“, plapperte ich auf ihn ein.
Von Newt kam ein leises Husten.
„Oh mann.“, keuchte er und wollte sich schon wieder aufrichten, doch ich drückte ihn wieder zu Boden.
„Du bleibst schön hier liegen!“, befahl ich, denn aus der Wunde an seiner Lippe rann immer mehr Blut unaufhaltsam das Kinn hinunter. Wenn er jetzt aufstehen würde, würde es nur schlimmer werden.
In dem Moment war Phil mit dem Eisbeutel wieder zurück. Er warf ihn mir zu und ich drückte ihn gegen Newts Lippe.
„Das ist kalt.“, nuschelte er, doch ich hielt den Beutel einfach weiter gegen seine Lippe, ohne auf ihn zu achten. Keine Minute später hörte ich plötzlich Albys tiefe Stimme, die fragte: „Was ist denn hier los?“
„Es gab ne Schlägerei!“, antwortete einer.
Alby stöhnte. „Na ganz große Klasse. Wer hat kassiert?“, fragte er genervt, wobei er so klang, als würde es ihn nicht wirklich interessieren.
„Newt.“, sagte jemand und das schien Alby dann doch zu überraschen.
Als ich aufsah bekam ich gerade noch mit, wie Alby zwei Jungen, die ihm im Weg standen, beseite schob, bevor er sich auf Newts andere Seite mir gegenüber setzte.
„Oh, Mann, Newt! Was ist los mit dir?“, fragte Alby.
„Es war nicht seine Schuld!“, setzte ich an für ihn Partei zu ergreifen, doch Alby warf mir einen  vernichtenden Blick zu, dass ich sofort den Mund hielt.
„Wer war's?“, wollte Alby wissen.
„Gally.“, kam es von Phil.
„Na, vielen Dank auch!“, blaffte Gally. „Seid ihr jetzt etwa alle gegen mich oder was?“
Newt setzte sich vorsichtig auf und blickte Gally genervt an. „Niemand ist hier gegen irgendjemanden! Wir müssen das hier alle zusammen durchstehen! Das weißt du doch genau!“
Gally rollte mit den Augen. „Ja, ist klar, aber seit Summer aufgetaucht ist, ist plötzlich alles anders.“, behauptete er.
„Ich mach aber doch gar nichts!“, versuchte ich mich zu verteidigen.
„Aber du bist ein Mädchen, okay?! Ein Mädchen! Warum machen die Schöpfer das? Habt ihr darüber schon mal nachgedacht?“, rief Gally wütend.
Phil stöhnte. „Ja, natürlich, aber diese Schöpfer können doch überhaupt nicht ganz richtig im Kopf sein. Sie haben schließlich auch uns hierher gebracht. Warum regst du dich jetzt so auf, weil wir hier jetzt ein Mädchen haben? Sie stört doch überhaupt nicht. Ich versteh echt nicht, wieso du dich so aufführst.“
Der Asiate nickte zustimmend. „Und warum du Newt dafür eine reinhauen musstest.“
Gally warf mir einen wütenden Blick zu. „Siehst du jetzt was du angerichtet hast?“, zischte er und mit diesen Worten drehte er sich um und verschwand.
Für einen kurzen Moment war es vollkommen still auf der Lichtung, bis Alby schließlich kopfschüttelnd murmelte: „Das wird morgen aber ein Nachspiel haben.“
Dann wandte er sich an Newt. „Kommst du klar?“
Newt nickte. „Ja, ist ja nichts schlimmes passiert.“
„Aber ich schätze für heute ist die Party vorbei.“, meinte Phil.
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