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Not again (Fortsetzung zu "Make it go away")

GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Riku Rajamaa Sami Osala Samu Haber
24.01.2015
07.05.2021
116
194.856
18
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Dieses Kapitel
22 Reviews
 
 
24.01.2015 1.746
 
Hallo ihr Lieben :)
Da meine andere Story ja diese Woche ein Ende gefunden hat, startet hier nun die Fortsetzung zu "Make it go away" :) Ich hoffe, sie gefällt euch und ihr hinterlasst  mir ein kleines Feedback?
LG und ein schönes Wochenende
Daniela1988
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-Anna-

Noch immer konnte ich mein Glück nicht fassen. Innerhalb eines Jahres hatte sich mein Leben vollkommen verändert. Nur noch selten dachte ich an meine Zeit in Essen zurück. An das Krankenhaus, die kleine Wohnung und an Patrick. Jedes Mal wenn ich allein an ihn dachte überzog eine Gänsehaut meinen Körper. Auch wenn ich meine Eltern und meine einzige Freundin zurückgelassen hatte, ich hatte alles richtig gemacht.

Verschlafen saß ich in der Nacht im Kinderzimmer unseres Sohnes und wiegte ihn sanft in meinen Armen. Er war erst zwei Monate alt und dennoch hatte er sich schon so sehr verändert. Jedes Mal wenn ich dieses kleine Geschöpf ansah umspielte ein glückliches Lächeln meine Lippen. Gerade hatte er getrunken und nun versuchte ich ihn in den Schlaf zu wiegen, doch spielte er viel lieber mit meiner Halskette.

„Hey kleiner Mann, es ist drei Uhr früh, du sollst noch ein wenig schlafen“ ein sanfter Kuss landete auf seiner Stirn während ich ihn weiter wiegte.

Es konnte nicht lange gedauert haben bis ich seine regelmäßigen Atemzüge hörte und ihn zurück in sein Bettchen legte. Liebevoll streichelte ich meinem Sohn über den weichen Flaum auf seinem Kopf bevor ich mich umdrehte und die Tür hinter mir anlehnte. Leise ging ich zurück ins Schlafzimmer in welchem Sami noch immer tief und fest schlief. Leicht musste ich schmunzeln wenn ich daran dachte dass ihn anscheinend nichts aus der Ruhe bringen konnte. Eng kuschelte ich mich an ihn, atmete seinen Duft ein und schlief nur wenig später wieder ein.

„Guten Morgen, Kaunis“ liebevoll wurde ich auf die Stirn geküsst und als ich meine Augen öffnete sah ich meine beiden Männer vor dem Bett stehen.

„Hey. Bist du schon lange auf?“ müde rieb ich mir die Augen bevor ich einen Blick auf den Wecker warf. Es war erst acht Uhr am Morgen und augenblicklich fragte ich mich, wie Sami um diese Uhrzeit schon derart fit sein konnte.

„Joel hat vor etwas über einer Stunde angefangen zu meckern und da haben wir uns gedacht, lassen wir die Mama doch mal ein wenig länger schlafen. Wir haben schon Frühstück gemacht“ ich staunte nicht schlecht über das, was Sami trotz unserem quengelnden Sohnes bereits alles geschafft hatte.

„Ich komme sofort...“ erneut rieb ich über meine Augen bevor ich ins Bad ging und mich fertig machte.

Mit Joel hatten wir wirklich Glück gehabt, er hatte bisher nie viel geschrien. Zumeist bekam er zwischen drei und vier Uhr in der Nacht die letzte Flasche und schlief dann bis in die frühen Morgenstunden. Frisch geduscht trat ich in die Küche und roch bereits den Kaffee, welcher noch in der Maschine gluckerte.

„Hast du gut geschlafen?“ erneut zogen mich Samis Lippen beinahe magisch an bevor ich mich neben ihn setzte.

„Ja, schon. Wieso?“ augenblicklich begann ich zu lächeln.

„Ach nur so. Man merkt, dass du viel mit den Jungs unterwegs bist“

„Es tut mir leid, hat er heute Nacht wieder so oft geschrien?“

„Nein, alles in Ordnung. Um drei Uhr hat er die letzte Flasche bekommen“ gemeinsam frühstückten wir während unser Sohn nebenan im Stubenwagen erneut schlief.

„Hast du heute irgendetwas geplant?“ fragend lag mein Blick auf Sami der sogleich heftig zu nicken begann.

„Unser Tagesplan sieht folgendes vor: ich werde gleich die Sachen von Junior zusammenpacken und dann werden wir unsere Sachen zusammenpacken. Unser erster Weg führt uns zu zwei wundervollen Onkel, dort wird Joel einen tollen Tag verbringen während ich meiner Frau einen Tag im Spa ermögliche und sie dann schick zum Essen ausführe. Was hältst du davon?“

„Wundervoll“ liebevoll küsste ich Sami.

Nun waren wir schon eine ganze Weile zusammen und verheiratet und noch immer schaffte er es, mich zu überraschen. Ich war gespannt wie es werden würde, meinen Sohn den ganzen Tag nicht zu sehen und ihn erst am nächsten Tag wieder abzuholen. Samu hatte schon öfter auf sein Patenkind aufgepasst und ich zweifelte auch nicht an seiner Kompetenz, doch würde ich meinen kleinen Racker einfach so abgeben können? Bevor ich unsere Sachen zusammenpackte warf ich noch einen kurzen Blick in den Stubenwagen, in welchem Joel noch immer tief und fest schlief.

„Hast du auch alles eingepackt? Windeln? Milchpulver? Genügend Kleidung?“ theatralisch verdrehte Sami die Augen bevor er mir die Babytasche hinhielt.

„Ich weiß, dass du sonst sowieso keine Ruhe gibst, also sieh nochmal nach“ belustigt sah er mir dabei zu, wie ich alles erneut aus der Tasche herausräumte, nur um festzustellen, dass er nichts vergessen hatte.

Unsere Sachen für das Spa hatten wir dann schnell zusammen und konnten uns nur wenig später auf dem Weg zum Haus Haber/Rajamaa machen. Schon auf dem Weg dorthin konnte ich Samus strahlendes Gesicht vor mir sehen wenn ich ihm den Maxicosi übergab.

„Mach dir keine Sorgen, Kaunis. Es ist nur einen Tag und eine Nacht“ strahlend funkelten mich seine Augen an als er den Wagen geparkt hatte und der Motor ausgestellt war.

„Ich weiß. Aber er war nachts noch nie von uns getrennt...“

„Süße. Samu und Riku sind die besten Onkel, die sich Joel nur wünschen kann. Mach dir keinen Kopf. Versuch die Zeit zu genießen die wir heute haben. Schon bald bin ich wieder eine Weile weg...“ deutlich war der Wehmut in seiner Stimme zu hören und ich wusste, dass er Recht hatte. Schon in wenigen Tagen würde die Toursaison wieder anfangen und ich wusste schon in diesem Moment, dass ich Sami erneut sehr vermissen würde.

„Ich weiß. Ich werde mich anstrengen, okay?“ sanft legte er seine Hand auf meine Wange bevor unsere Lippen zueinanderfanden und er mich liebevoll küsste. Noch bevor wir klingeln konnten öffnete Samu bereits die Tür und, wie sollte es auch anders sein, begrüßte erst einmal unseren Sohn.

„Ach hey ihr Zwei“ umarmte er erst mich und begrüßte dann Sami.

„Schön, dass ihr da seid. Möchtet ihr noch einen Kaffee?“

„Nein, danke. Wir müssen gleich weiter“

„Samu, hier ist die Tasche mit den Sachen. Windeln, Milchpulver und so weiter. Ich habe dir die Mengen...“ begann ich zu reden doch wurde schmunzelnd von Samu unterbrochen.

„Anna. Ich passe nicht das erste Mal auf ihn auf. Ich habe schon solch einen Zettel von dir und kenne die Mengen langsam. Ich passe gut auf den kleinen Racker auf, ich verspreche es hoch und heilig“ wie zum Schwur hob er zwei Finger der einen Hand und legte die andere auf sein Herz.

„Wenn irgendetwas passiert rufe ich an, okay? Macht euch einen schönen Tag, genießt eure Zweisamkeit. Joel ist gut aufgehoben bei Onkel Samu“ grinsend zog er mich in seine Arme und küsste mich auf die Schläfe bevor wir uns verabschiedeten. Gerade war Joel wach geworden und so nahm ich ihn auch nochmals zum Abschied in den Arm und hauchte ihm einen sanften Kuss auf die Wange.

„Ich liebe dich mein Engel“ kam es leise über meine Lippen bevor auch Sami ihm einen Kuss gab und ich unseren Sohn in Samus Arme legte.

Wenn ich mir diesen beinahe zwei Meter großen Mann ansah wie er einen so kleinen Menschen in den Armen hielt begann ich augenblicklich zu schwärmen. Leise schloss sich die Tür hinter uns und wenige Augenblicke später machten wir uns auf den Weg zum Spa. Ich hoffte, dass ich diesen Tag mit Sami würde genießen können, denn schon lange hatten wir keine gemeinsame Zeit zusammen mehr. Verträumt sah ich aus dem Fenster und wartete, dass wir ankommen würden.


-Samu-

Ein glückliches Lächeln legte sich auf meine Lippen als ich an diesem Morgen aufwachte und Rikus Arm um meine Hüfte spürte. Vorsichtig drehte ich mich um und sah nur Augenblicke später in das schlafende Gesicht des Mannes, den ich über alles liebte. Eine ganze Weile konnte ich meinem inneren Drang wiederstehen ihm durch seine braunen Locken zu streicheln doch irgendwann ließ der Wiederstand nach. Beinahe im selben Moment öffnete Riku seine Augen und begann zu gähnen.

„Guten Morgen“ ein leichtes Lächeln umspielte meine Lippen bevor diese sanft auf Rikus trafen.

„Morgen“ murmelte er noch vollkommen verschlafen.

Solche Augenblicke waren wirklich wertvoll geworden seit wir öfter und länger Tourten. Kaum durfte ich daran denken, dass wir schon in wenigen Tagen wieder in einem engen Nightliner unterwegs sein würden und uns wenige Quadratmeter mit den Jungs würden teilen müssen.

„Willst du zuerst ins Bad? Ich mache schon Frühstück“ zustimmend nickte Riku bevor wir aufstanden und sich unsere Wege vor der Schlafzimmertür trennten.

Gerade hatte ich den Kaffee aufgesetzt und den Tisch gedeckt als es schon an der Tür klingelte. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass wir spät dran waren, immerhin hatte uns Sami schon vergangene Woche gefragt ob wir Joel einen Tag nehmen würden. Ich freute mich, dass Anna und Sami uns so viel Vertrauen entgegenbrachten und zudem war ich vollkommen vernarrt in den Kleinen. Jedes Mal wenn wir auf Joel aufpassten spürte ich, wie schwer Anna die Trennung von dem Kleinen fiel und immer wieder versuchte ich, ihr dieses Gefühl der Angst zu nehmen. Ich hatte immerhin Erfahrung mit Babys, hatte schon vorher auf meine Nichten aufgepasst. Nun wäre es das erste Mal, dass Joel bei uns übernachten würde und ich hoffte inständig, dass es funktionieren würde.
Anna sah ziemlich geschafft aus und auch die Beiden brauchten mal wieder einen Tag und einen Abend nur für sich. Erleichtert seufzte ich als ich die Tür hinter den Beiden schloss und auf das Menschenbündel in meinem Arm sah.

„Na, was stellen wir heute an, Joel?“ ein zufriedenes Schmatzen verließ seine Lippen bevor er meinen Finger festhielt.

„Ach wir haben schon Besuch?“ grinste Riku mich freudestrahlend an und nahm Joel auf den Arm, damit ich ins Bad konnte.

„Was machen wir heute?“ fragend lag Rikus Blick auf mir während ich gerade in mein Brötchen biss.

„Spazieren gehen? Das Wetter sieht gut aus. Vielleicht können wir dann noch kurz bei Eve vorbei, sie liebt Babys“ augenblicklich musste ich Lächeln als ich daran dachte, wie vernarrt meine Mutter in alle Babys war, die sie sah.

„Okay. Ich mache den Kleinen fertig und du räumst auf?“ zustimmend nickte ich und machte mich sofort an die Arbeit.

„Oh Gott, Joel was ist denn in dich gefahren?“ intuitiv begann ich zu schmunzeln als ich Riku hörte während er Joel wickelte. Nur wenige Minuten später waren wir fertig und schlossen die Tür hinter uns um den sonnigen Tag zu genießen.
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