Ein lang gehegter Wunsch

GeschichteRomanze / P12 Slash
Buzz Lightyear Woody Pride
23.01.2015
23.01.2015
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Buzz fiel auf, dass Woody sich ziemlich verändert hatte in letzter Zeit. Andy würde bald die Highschool beenden und brauchte seine alten Weggefährten nicht mehr. Wahrscheinlich hatte dies Woody so sehr getroffen, dass er sich nun zurück zog. Schließlich war er immer Andys Lieblings Spielzeug gewesen.  Auch mit Jessie sprach er nicht viel und das obwohl sie sich früher so gut verstanden hatten.

„ Hey, Jessie ..?“, Buzz nahm sie beiseite. Erwartungsvoll sah sie ihn an. „ Ja, Buzz?“
„ Ich mache mir echt Sorgen um Woody. Ist dir nicht aufgefallen, dass er sich immer mehr zurück zieht? Früher war er doch so lebendig. Weißt du, ob etwas vorgefallen ist?“ „ Hmmm ...“, sie seufzte. „ Nein, ich kann es mir selbst nicht erklären. Ich denke, es hat nicht nur etwas damit zu tun, dass Andy langsam erwachsen wird und seinen eigenen Weg geht. Ich meine … Woody hat ja schließlich noch uns.“ „ Ich wünschte, ich könnte ihm irgendwie helfen“, sagte Buzz leise.
Jessie legte eine Hand auf seine Schulter. „ Wenn einer es kann … dann du.“
Sie verstummten, denn Woody war nun in das Zimmer gekommen. Buzz fiel auf, dass er noch mitgenommener aussah als sonst. „ Ich werde dann mal zu den anderen gehen“, murmelte Jessie und verschwand.
„ Na, Woody“, Buzz versuchte fröhlich zu klingen, immerhin war ihm sein alter Freund viel wert. „ Hi, Buzz“, sagte Woody und blickte zu Boden. Früher hatte er ihn doch immer in die Augen gesehen? Was war nur passiert? Er merkte, dass Woody wieder verschwinden wollte, so wie er es in letzter Zeit oft tat, um dies zu verhindern, drückte er ihn gegen die Wand. „ Verdammt Woody!“ Eindringlich sah er ihn in die Augen. „ Buzz“, er wich seinem Blick aus. „ Lass mich bitte los.“ „ Nein, das werde ich nicht tun! Ich kann mir so langsam nicht mehr mit ansehen, wie du dich veränderst. Du bist doch gar nicht mehr du selbst!“ „ Ich selbst?“, Woody lachte bitter auf. „ Ich bin ein verdammtes Spielzeug, Buzz! Und wenn Andy erst mal aufs College geht, wird sich alles verändern. Er ist schon fast erwachsen. Das heißt er wird ein nettes Mädchen treffen, sie verlieben sich und dann werden wir alle vergessen sein. Und nun …. lass mich bitte in Ruhe.“ Er wand sich aus Buzz´s Griff. „ Woody …?“ „ Ich will jetzt nicht reden, Buzz.“
Er drehte sich um und ging. „ Du hast doch gar keine Ahnung“, fügte er in Gedanken hinzu, während er spürte wie ihm sein Freund nach sah.

Es war Nacht und alle schliefen. Alle bis auf Woody. Er ging auf und ab. Sein Inneres war so unruhig, er konnte es sich selbst nicht erklären. Wieso hatte er Buzz an geherrscht? Er wollte doch nur sein Bestes. Und außerdem … freute er sich doch insgeheim, wenn sich Buzz Sorgen machte um ihn … das alte abgelegte Spielzeug. Ihm war schon lange aufgefallen, wie attraktiv Buzz doch war. Heimlich hatte er ihn beobachtet. Ihn bewundert im Verborgenen. Wenn er lächelte, war es, ein komisches Gefühl des Glückes, das ihn überkam. Fast so wie Andys Lächeln, an dem Tag, wo er Woody bekommen hatte. Oft stellte er sich vor, wie es wohl wäre ihn zu küssen. Oder sogar mehr. Aber was sollte all das … ? Sie waren doch nur Spielzeuge, Buzz und er. Durfte er da überhaupt lieben?
„ Woody … .“ „ Du bist also wach“, murmelte er. „ Na ja, du warst den ganzen Tag wieder so komisch. Und ich wollte endlich die passende Gelegenheit abwarten, noch mal mit dir zu sprechen.“ Woody drehte sich um und sah in Buzz´s Augen. Sein Herz, oder wie auch  er es nennen sollte, überschlug sich. Dieser Mann raubte ihm immer wieder aufs Neue den Atem. „ Danke dir ...“, kam es leise aus ihm heraus. „Doch nicht dafür, du bist mir halt sehr viel wert.“
Bei diesem Satz von Buzz, wurde Woody unwillkürlich heiß. „ Ich frage mich nur, ob ich so viel Aufmerksamkeit auch verdient habe.“ „ Was redest du denn da, Woody?“ „ Du bemühst dich immer so sehr um mich, während ich dir aus dem Weg gehe. Wieso nur?“ „ Na weil, ich dich mag und du mir wichtig bist.“ „ Wirklich?“, Woody sah ihn eindringlich an. „ Aber was ich für dich empfinde … geht darüber hinaus,  Buzz.“ „ Was meinst du damit?“ Woody strich ihm über das Gesicht. All die Emotionen, die er in letzter Zeit zurück gehalten hatte, überkamen ihn. „ Was machst du da?“, keuchte Buzz. Woodys Lippen nährten sich seinen. „ Es tut mir leid … ich habe es zu lange zurück gehalten. Ich muss es dir endlich sagen, dass ich dich liebe und wie sehr ich dich begehre. Auch wenn du es wahrscheinlich lächerlich findest. Ich habe schon so lange Gefühle für dich, aber hatte immer Angst, sie dir zu gestehen.“ „ Woody ...“, Buzz zog ihn an sich heran. „ Mir geht es doch genauso. Denkst du, ich hätte mich sonst so um dich gesorgt? Du warst schon immer mehr wie ein Freund für mich. Und als du uns damals vor Sid bewahrt hast … Woody, da hast du etwas in mir ausgelöst, was ich bis dahin nie kannte. Ich … ich liebe dich. Du bist alles für mich.“ Dann trafen ihre Lippen aufeinander. Aber es fehlte etwas … . Wie gerne würde Woody jetzt all das mit Buzz tun, was die Menschen taten. Ihn berühren und streicheln, seine nackte Haut spüren, nicht dieses Plastik, was die beiden trennte.  „ Ich weiß es, ich wünsche es mir doch auch so sehnlich, Woody. Du ahnst gar nicht wie sehr ich dich spüren will.“ „ Ach Buzz, verstehst du nun weshalb ich in letzter Zeit so deprimiert war?“ „ Ja, wenn es doch nur einen Weg gebe … .“

„ Den gibt es.“ Buzz und Woody drehten sich um. „ Entschuldigt die Störung, aber ich habe euch schon längere Zeit beobachtet.“ „ Bist du nicht?“ „ Ja“, fiel ihm das charmante Spielzeug, mit den dunkelbraunen Augen und dem pechschwarzen Haar ins Wort. „ Ich bin Aladdin.“ „ Hast du uns etwa eben die ganze Zeit zugeschaut?“, fragte Woody beschämt. Hatte er sich doch so sehr gehofft, ungestört mit Buzz zu sein. „ Keine Sorge, den romantischen Part, habe ich übersprungen“, zwinkerte er. „ Du meintest es gäbe einen Weg … das Woody und ich …?“ „ Das ihr Menschen sein könnt, genau. Ihr musst mir nur helfen.“ „ In wie fern?“, wollte Woody wissen. Er war misstrauisch. Wie sollte das denn gehen? Buzz, er und Aladdin … sie waren doch alle nur Spielzeuge.
„ Hör zu“, Aladdin hatte Woodys Misstrauen bemerkt. „ Ich weiß, dass es schwierig ist, mir zu glauben, dennoch sage ich die Wahrheit. Ich bin Mollys Spielzeug, ihr wisst schon, der Schwester von Andy. Sie hat mich erst vor einigen Wochen gekauft, leider musste ich meine große Liebe … Prinzessin Jasmin zurück lassen.“ „ Das tut mir sehr leid für dich“, meinte Buzz leise.
„ Na ja, ich möchte so schnell es geht zu ihr zurück … .  Es gibt für mich kein Leben mehr ohne sie.“
„ Kann ich verstehen“, stimmte Woody zu. Er lächelte Buzz verliebt an. „ Wie können wir dir helfen, Aladdin?“ „ Ihr könnt mich ruhig Al nennen“, meinte dieser lächelnd. „ Molly hat vor ein paar Tagen neue Spielsachen bekommen. Mit dabei ein Dschinni.“ „ Du meinst DEINEN Dschinni aus dem Film?“, Woody klang höhnisch bei dieser Frage. Bildete sich Aladdin etwa ein, er wäre der echte Held? „ Na, wenn ihr mir nicht glauben wollt… dann gehe ich halt.“ „ Warte, Al“, Buzz hielt ihn ab und sah Woody an. „ Wir müssen es einfach versuchen, Woody. Es gibt ohnehin nicht viele Chancen. Wenn nicht sogar diese hier die Einzige ist.“ „ Ok ...“, seufzte Woody. „ Was sollen wir tun?“ „ Der Dschinni ist immer noch in seiner Lampe und wurde von ihr in eine Kiste verstaut, aus der er ohne Hilfe nicht raus kommt. Ich schaffe es nicht alleine und Mollys Spielzeuge wollen mir nicht glauben. Ihr seid meine letzte Hoffnung.“ Da tat es Woody plötzlich leid, dass er Aladdin so viel Misstrauen entgegen gebracht hatte.
„ Wir helfen dir … auch wenn ich immer noch Zweifel habe, dass der Dschinni echte Kräfte besitzt … aber ich kann genau verstehen, was du durch machst. Und wenn er über keinerlei Kräfte verfügt, haben wir es immerhin probiert.“ „ Ich danke dir.“

Sie schlichen in Mollys Zimmer. „ Bloß nicht den Hund aufwecken“, flüsterte Woody den anderen zu.

„ Dort ist sie“, Al zeigte auf eine große, graue Plastikkiste unter Mollys Schreibtisch.
„ Wie bekommen wir sie nur auf“, fragte Woody. „ Hmm“, Buzz überlegte. „  Helft mir da rauf zu kommen, ich werde dann euch beide hoch ziehen.“ Al und Woody nickten. Sie hievten Buzz hoch.
„ Alles klar nun ihr beide“, er reichte ihnen die Hände und mit einem Schwung zog er sie auf die Kiste. „ Passt auf beim Öffnen. Molly ist nicht gerade die Ordentlichste“, zischte Al. Fast wäre Woody runter gefallen, doch er und die anderen beiden, hielten sich gekonnt fest, nach dem sie den Deckel der Kiste nach hinten geklappt hatten. „ Wow, du hast nicht übertrieben, Al. Wie sollen wir die Lampe nur in all der Unordnung finden?“ „ Du musst ruhig bleiben. Für Panik ist es der falsche Zeitpunkt“, flüsterte Al. Schritte waren zu hören. Allerdings keine menschlichen Schritte. „ Schnell“, herrschte Buzz sie an. „ In die Kiste.“ Sie ließen sich fallen. Buster, der Familienhund, nährte sich. „ Wenn er Molly weckt, dann haben wir ein Problem“, dachte Woody. Alle drei verfielen in die Starre, während Buster Mollys Zimmer erkundete. Er liebte es mit Woody zu spielen und war wahrscheinlich auf der Suche nach ihm. Nach einiger Zeit gab Buster auf und schnaufte leise, aber enttäuscht. „ Tut mir so leid, Kumpel“, dachte Woody traurig. Buster würde ihm fehlen, besonders das gemeinsame Spielen und der Spaß, den sie zusammen hatten. Doch ein Leben an Buzz Seite … ein menschliches Leben … entschädigte alles. Auch, das er Andy verlassen musste. Etwas grell Schimmerndes, ließ ihn aus seinen Gedanken, auftauchen. Könnte es etwa …?
„ Al“, flüsterte er. „ Ich glaube, ich habe sie gefunden.“ „ Bist du dir sicher?“, fragte dieser. „ Na ja, sagen wir zu 85 Prozent, aber wir sollten uns hier nicht mehr all zu lange aufhalten. Die Nacht endet bald.“ „ Ok“, meinte Al leise. „ Lassen wir es drauf ankommen. Woody … bitte hol die Lampe langsam daraus.“ Vorsichtig zog Woody dieses grell schimmernde Etwas hervor. Tatsächlich … unter all den Unrat, verbarg sich wirklich eine kleine, goldfarbene Lampe. Heißt das, dass auch der Rest von Aladdins Geschichte stimmte? „ Woody, Al, lasst uns schnell aus dieser Kiste raus.“ Sie wanden sich unter Mollys Sachen wieder an die Oberfläche hervor. „ Puh“, seufzte Al. „ Das war ja was und nun schleunigst aus Mollys Zimmer.“ Sie nickten sich zu, schlossen gemeinsam die Kiste und schlichen über den Gang. „ Und nun?“, Woody sah Al fragend an. „ Unter Andys Bett, da ist es sicher.“ „ Aber … .“ „ Vertraut ihr mir?“, fiel Al, Buzz ins Wort. Woody sah abwechselnd zu Buzz, dann zu Aladdin. „ Ja“, sagte er schließlich. „ Woody?“, Buzz starrte ihn skeptisch an.
„ Buzz“, seufzte Woody. „ Aladdin ist genau in der Nacht zu uns gekommen, als wir uns beide unsere Gefühle gestanden haben. Nach all den Jahren, die wir es nicht fertig gebracht haben, dazu zu stehen. Dies ist kein Zufall. Ich denke, dass er uns vielleicht sogar geschickt wurde, damit wir unseren Traum leben können.“ Er nickte Al zu. Dieser lächelte. „ Ich danke dir .“ Buzz ging wortlos auf Al zu. Seine Augen waren ernst. Woody befürchtete das Schlimmste doch dann … besänftigte sich Buzz´s Blick. Er lächelte und streckte Aladdin die Hand entgegen. „ Wenn Woody dir vertraut, dann tue ich es auch … Partner. Und nun nichts wie unter Andys Bett.“

„ Wie holt man den Dschinni aus der Lampe heraus?“, fragte Buzz. „ Das ist ganz einfach“, Al grinste breit und hielt Woody die Lampe hin. „ Du brauchst nur daran zu reiben.“ „ Aber Al, solltest du sie nicht …?“ Aladdin schüttelte den Kopf. „ Nein Woody, ich habe nur noch einen Wunsch offen und dieser ist, die Freiheit des Dschinnis. Das habe ich ihm versprochen. Wisst ihr, ich komme aus einem Paralleluniversum. Als ich diese Lampe fand, habe ich mir gewünscht, ein Prinz zu sein, um Prinzessin Jasmins Liebe zu gewinnen. Dabei wäre ich fast, von dem bösen Großwesir des Sultans, Jafar getötet wurden. Doch der Dschinni, hat mich gerettet, mit meinem zweiten Wunsch. Jasmin und ich wollten heiraten, aber ich zweifelte an mir. Immerhin bin ich nur ein einfacher Straßendieb. Als ich es ihr gestehen wollte, entriss mir Jafar die Lampe und wünschte sich der mächtigste Zauberer der Welt zu werden. Daraufhin verwandelte er Jasmin, meinen Affen Abu und mich in Spielzeugfiguren und schickte uns ins Exil, hier, in eure Welt. Abu, schaffte es allerdings ihm die Lampe zu entreißen. Doch bevor er handeln konnte, wurden wir von Menschen verpackt, getrennt und im Toycenter ausgestellt, wo mich dann schließlich Molly fand.“ „ Du liebst Jasmin wirklich sehr“, Woody legte seine Hand auf Als Schulter. „ Mehr  als mein eigenes Leben … und genau das, habe ich bei dir und Buzz gesehen. Wie sehr ihr euch liebt und bereit seid zu kämpfen. Da wusste ich, dass ihr mir helfen würdet und auch ich wollte, dass ihr euren Traum leben könnt. Nur bitte ich dich, dass du einen deiner Wünsche Jasmin und Abu widmest … sie sollen wieder in unsere alte Welt zurück und das Leben genießen. Wegen mir hatten sie nur Ärger. Es ist mein Wunsch, das sie glücklich werden … .“ Woody sah Al an und nickte bedächtig. Bevor er an der Lampe rieb, hörte er Andy im Schlaf reden, eine Angewohnheit, die er seit der Kindheit hatte: „ Woody …. Buzz …. ich werde euch vermissen.“ Wusste Andy das sie gehen wollten? Plötzlich wurde Woody klar, was zu tun war.

Er rieb an der Lampe, mit einem Zischen, dass zum Glück nicht den schlafenden Andy weckte, erschien der Dschinni.
„ Oh ein neuer Meister ...“, er klang deprimiert. Sein Blick fiel von Woody auf Aladdin und erhellte sich. „ Al! Du hast mich also gefunden. Ich wusste du lässt uns nicht im Stich.“ „ Das bin ich dir schuldig, alter Freund. Das hier sind Woody und Buzz. Sie haben mir geholfen.“ „ Ich danke euch“, der Dschinni lächelte Woody nun an und dieser erwiderte es. „ Zeit für deine Wünsche“, ermutigte ihn Al.
„ Ja ...“, Woody machte eine bedächtige Pause „ Ich wünsche mir, dass Aladdin, seine Liebsten und auch Andy ein glückliches Leben führen können.“ „ A … aber“, Aladdin war sprachlos. „ Ohne dich wären wir nie so weit gekommen, ich möchte, dass du mit Jasmin glücklich wirst. Und Andy … soll auch sein Glück finden. Das sind wir ihm schuldig. Ohne Andy, hätte ich Buzz, nie kennen gelernt und wir hätten nie all die schönen Jahre hier verbringen können.“ Der Dschinni lächelte zufrieden. Ein Licht umhüllte Aladdin. „ Du musst zurück, deine Prinzessin wartet bereits“, zwinkerte Dschinni. „ Wir werden uns wieder sehen, versprochen Al.“ „ Aber Dschinni, dein Wunsch?“ „ Nun mach dir  keine Sorgen“, er grinste. „ Sondern freue dich erst mal auf ein Leben mit Jasmin.“ Woody nickte Aladdin zu. „ Ich danke euch allen. Ihr werdet immer in meinem Herzen sein.“ „ Du auch in unseren“, sagte Woody und Buzz nickte bestärkt. Dann verschwand Aladdin.

„ Du hast übrigens noch zwei Wünsche“, ermutigte ihn der Dschinni.  Woody sah Buzz an. „ Ich wünsche mir, dass Buzz und ich ein Leben als Menschen führen können“, er nahm seine Hand. „ Wir beide zusammen. Geht das, Dschinni?“ „ Na, nichts lieber als das“, er klatschte zufrieden in die Hände. Buzz und er wurden von Lichtwogen umgeben. Woody spürte einen stechenden Schmerz. Was war das? Es fühlte sich fast so an, als würden ihm Glieder zerrissen werden. Er war wie benommen. Wollte ihn der Dschinni etwa umbringen …? Dann verlor er das Bewusstsein.


Als Woody aufwachte, war er nicht mehr in Andys Zimmer. Er lag auf einem Holzboden. Doch wo? „ Mhm“, entwich es ihm. Ganz langsam, erlangte er wieder seine Kräfte und als er an sich herunter sah, war da plötzlich schwarzer Stoff, der sich so unglaublich gut anfühlte auf seiner … Haut? Er sprang auf . „ Buzz?!“ „ Ich bin hier Woody.“  Da stand er.
Schwarzes Haar, ein muskulöser Oberkörper und die schönsten blauen Augen, die er sich je erträumt hatte. „ Du bist so wunderschön“, staunte Woody. Er fiel Buzz um den Hals und konnte nicht anders als ihn ungestüm zu küssen. „ Woody, immer sachte“, Buzz kicherte „ Sonst bleibt nichts mehr für nachher übrig.“ „ Oh entschuldige. Wo ist …?“ „ Ich bin hier“, der Dschinni klopfte ihm auf die Schulter. „ Dschinni, wo sind wir hier?“, fragte Woody. „ In eurem Haus. Hier startet euer neues Leben“, sagte er lächelnd „ Aber du hast auch noch einen Wunsch übrig.“ „ Ja.“
„ Dann sage mir was du noch begehrst, Meister.“ „ Ich möchte, erst mal, dass du mich nicht mehr so nennst, Dschinni.“ „ Wie?“ Buzz sah Woody an und musste grinsen. Er kannte seinen Cowboy halt zu gut. „ Ich wünsche …. dich hiermit frei.“ Fassungslos verharrte Dschinni, als die riesigen goldenen Armbänder, die beinahe Handschellen glichen, zu Boden fielen. „ Ich … ich bin frei“, Tränen glänzten in seinen Augen. „ Ich bin endlich frei.“ „ Nun können du, Al und Jasmin zusammen sein“, meinte Woody. Gerührt sah der Dschinni ihn an. „ Ich weiß nicht wie ich dir danken soll.“ „ Dschinni … du und Al, ihr seit unsere Freunde. Und Freunden hilft man nun mal“, brauchte es Buzz auf den Punkt. „ Ich bin euer Freund?“ Die beiden nickten. „ Ach, lasst euch umarmen.“ Er drückte die zwei Liebenden an sich.

Der Morgen graute, als sie sich von dem Dschinni verabschiedeten. Hand in Hand standen sie draußen vor der Tür und sahen ihm nach, wie er immer kleiner wurde und schließlich im Nichts verschwand. „ Ich freue mich so für euch“, murmelte Woody. Buzz räusperte sich. „ Und nun, Cowboy?“ Woody bemerkte wie er rot anlief. „ Ehm.“ „ Wir haben noch eine Menge nach zu holen“, zwinkerte Buzz. „ Und was … wenn ich dir gar nicht gefalle“, stammelte Woody unsicher. Buzz schüttelte den Kopf. „ Niemals!“ Er nahm seine Hand und zusammen gingen sie ins Haus. Endlich konnte Woody sein neues Ich im Wandspiegel begutachten. Er war immer noch größer als Buzz, doch von zierlicher Statur, die Reh braunen Augen, groß und ausdrucksstark. Er war zufrieden mit sich, denn er wusste, dass er sich nicht viel verändert hatte. Tief im Inneren war er schon immer ein Mensch gewesen. Sein schmaler Mund formte ein Lächeln.

Er bemerkte Hände, die seinen Körper ertasten, ihn streichelten. „ Woody … ich will dich“, hauchte ihm Buzz ins Ohr.
„ Ich will … dich … auch“, brauchte Woody stöhnend hervor, während Buzz Hände schon unter dem schwarzen Shirt waren und seine nackte Haut streichelte. Er zog Woody das Shirt aus und benetzte seinen Körper mit leidenschaftlichen Küssen. Woody ließ es geschehen. Er wollte nur seinem Space Ranger … seinem Buzz gehören. „ Mhmmm, Buzz“, japste Woody und ließ sich von Buzz hoch heben. Sanft legte ihn dieser aufs Bett. „ Woody ...“, er sah seinen Geliebten lange Zeit an und bewunderte seine Schönheit. Dann zog er sich das Hemd aus. Woody konnte nicht anders, er musste Buzz berühren. „ Buzz“, sagte er heiser. „ Ja?“ Woody drängte sich an Buzz´s Ohr. „ Ich gehöre dir.“ „ Ich weiß mein süßer Cowboy“, grinste Buzz schelmisch, dabei öffnete er Woodys Gürtel. Als Buzz ihn da liegen sah, mit fiebrigen, erwartungsvollen Blick, spürte er wie sehr er diesen Mann doch liebte. Er wollte Woody all das geben, nach was sich dieser sehnte. Vorsichtig zog er ihm die Hose aus. „ Ehm“, er schaute etwas verlegen drein. „ Ach Buzz“, Woody hatte die Gedanken seines Partners schon erraten, bevor sich dieser aussprach, „ Ich weiß, dass wir beide keine Erfahrung darin haben, aber ich vertraue dir. Nur dir.“ Das genügte Buzz. Er küsste ihn innig und sie gaben sich ganz ihrer, so lange, unterdrückten Leidenschaft hin …. .



ENDE