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Was wäre wenn... Harry nach Slytherin gekommen wäre?

von Bekki
GeschichteFreundschaft / P12 / Gen
Draco Malfoy Harry Potter
23.01.2015
25.02.2015
4
2.404
1
Alle Kapitel
32 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
25.01.2015 1.081
 
Vielen Dank für 7 Favos und eine Review! Als Dankeschön kommt heute das zweite Kapitel. Danke auch wieder an meine wunderbare Beta Bekki :* HDGDL!
Viel Spaß beim Lesen! Eure Anna

2. Kapitel: Slytherin. Bitte.

Vor ihnen, auf einem der vielen Berge, stand eine riesige Burg. Der Anblick war beeindruckend. Überall waren Zinnen und Türme und alles war so groß. Harry wurde noch aufgeregter, als er vorher schon gewesen war.
„Bitte zu viert in ein Boot einsteigen!“
Erst jetzt bemerkte er die kleinen Holzboote die auf der hellblauen Oberfläche des Sees schwammen, der sie von dem Schloss trennte.
„Wir nehmen das.“ Beschloss Draco und wies auf das größte Boot. Crabbe und Goyle gehorchten sofort und kletterten hinein. Hinter ihnen stieg Draco ein und Harry ließ sich als letzter ins Boot fallen. Einen Moment schwankte er, dann stand er wieder gerade und setzte sich hin. Es war ziemlich schlechtes Wetter und die Wellen schlugen gegen das Boot. Harry suchte sofort nach einem Ruder, bis ihm einfiel, dass Zauberer so etwas bestimmt nicht benötigten. Hagrid hatte ja auch nur seinen rosafarbenen Schirm gebraucht. Ohne dass er irgendwo einen Zauberstab gesehen hatte, setzten sich die Boote in Bewegung. Harry wurde von dem Ruck umgeworfen und hielt sich instinktiv an Goyles Umhang fest. Dieser warf ihm jedoch einen so bösen Blick zu, dass Harry rasch wieder los ließ und sich aufsetzte.
„Bist du nicht auch aufgeregt?“ fragte er Draco erstaunt, da dieser völlig ruhig im Boot saß, den Blick gelangweilt auf die Wellen gesenkt.
„Warum sollte ich? Es ist doch völlig klar, dass ich nach Slytherin komme.“ Das klang einleuchtend. Harry war sich da überhaupt nicht so sicher. Er hatte Angst, er könnte in eines der anderen drei Häuser gesteckt werden, in denen doch nur die Versager waren. Auch war er sehr gespannt auf das Schloss, auf den Unterricht, auf die Lehrer, einfach auf alles. Als Harry aus dem Boot stieg, sah er sich um. Er befand sich auf weitläufigen, grünen Ländereien. In der Nähe stand eine alte, knochige Weide und viel weiter weg sah er einen tiefen Wald, der bedrohlich in den Nachthimmel ragte. Hagrid führte sie direkt auf das Schloss zu, das von hier aus sogar noch größer und beeindruckender erschien, als von der anderen Seite des Sees. Sie wurden durch ein großes Portal in die Eingangshalle gebracht, wo sie eine Frau mit streng zurück gekämmten Haaren und einem leicht unfreundlichen Lächeln auf den Lippen erwartete.
„Guten Tag. Mein Name ist Professor McGonagall. Ich werde Sie gleich in die große Halle führen, wo entschieden werden wird, in welches Haus sie gehören. Bitte warten Sie einen Moment“ sagte sie und verschwand durch eine kleine Tür, die Harry zuerst gar nicht aufgefallen war.
„Das ist die Hauslehrerin von Gryffindor.“ Erzählte ihm Draco. Harry antwortete nicht, sondern starrte auf den Boden. Wie wurde wohl entschieden, in welches Haus man kam? Darüber hatte er noch gar nicht nachgedacht.
„Na, schöne Fahrt gehabt?“ Vor ihm stand der rothaarige Junge, den er schon am Bahnhof getroffen hatte. Harry wollte gerade antworten, als Draco sich zu ihnen umdrehte und ihn von oben bis unten musterte.
„Rote Haare, schäbiger Umhang. Wie alt ist denn dieser Zauberstab? Du bist sicher ein Weasley.“ Er warf dem Jungen einen sehr herablassenden Blick zu, während dieser genauso rot wurde wie seine Haare und schnell weglief.
„Vater sagt, die Weasleys sind alle arm und dumm. Wir haben es nicht nötig, uns mit denen abzugeben.“  In diesem Moment öffnete sich die riesige, wunderschön verzierte Tür und gab den Blick in die große Halle frei. Direkt dahinter stand Professor McGonagall und bedeutete ihnen, ihr zu folgen. Die Halle war noch viel höher als die Eingangshalle, Harry konnte überhaupt keine Decke erkennen. Da wo eigentlich eine Decke sein müsste, sah man nur den dunklen Nachthimmel. Vier lange Tische, die einmal durch die ganze Halle reichten, waren mit Schülern besetzt. Alle trugen lange Umhänge. Kerzen schwebten in der Luft und beleuchteten ihren Weg nach vorn, zu einem etwas kürzeren Tisch, an dem offenbar die Lehrer saßen. Harry fühlte sich, als würde er träumen. Konnte das alles wirklich real sein? In der Mitte des Lehrertisches saß ein großer Mann mit langen weißen Haaren und einem noch längeren weißen Bart. Trotz, oder vielleicht gerade wegen seiner seltsamen Erscheinung strahlte er eine unglaubliche Autorität aus. Er blickte freundlich über die halbmondförmigen Gläser seiner Brille zu den Erstklässlern. Sie stellten sich in einer Reihe auf. Vor ihnen auf einem Holzstuhl, lag ein alter, in die Jahre gekommener Hut. Harry fragte sich, welche Rolle er wohl spielte, als sich eine Art Mund in seiner Krempe öffnete und er ein Lied anstimmte, aus dem Harry alles über die Häuser erfuhr. Es war ganz lustig, dem Hut zuzuhören, aber er wusste ja schon, dass für ihn nur Slytherin in Frage kam. McGonagall rollte eine lange Pergamentrolle auf und begann, den ersten Namen zu lesen.
„Abbott, Hannah!“ Ein Mädchen stolperte in Richtung des Stuhles und setzte sich. Ihr Gesicht spiegelte Harrys Gefühle wieder. McGonagall setzte ihr den Hut auf und er verkündete laut: „Hufflepuff!“ sie schwankte immer noch ein wenig, als sie auf einen laut jubelnden Tisch in der Mitte zu lief. So ging es immer weiter. Bei manchen Schülern ging es schneller, bei anderen dauerte es dagegen sehr lange. Ein Mädchen mit krausen, braunen Haaren und leicht vorstehenden Zähnen saß fast zwei Minuten auf dem Stuhl, während  der Hut bei Draco noch nicht mal ganz seinen Kopf berührt hatte, als er auch schon „Slytherin!“ rief.
Harry war froh, als er durch das laute „Potter, Harry!“ endlich vom langen Warten erlöst wurde. Während er langsam auf den Stuhl zuging, wurde im ganzen Raum sein Name geflüstert. Doch seit dem tropfenden Kessel überraschte ihn das nicht mehr.  Der Hut, den McGonagall ihm auf den Kopf setzte, rutschte ihm sofort über die Augen und er sah nur noch schwarz. „Harry Potter. Interessant.“ wisperte eine leise Stimme in sein Ohr. „Du ist mutig, oh ja sehr mutig. Du bist aber auch listig und ehrgeizig. Die Entscheidung fällt mir schwer… Gryffindor wäre gut für dich. Ja doch, Gryffindor.“
„Nein!“ schrie Harry, so laut, dass es ihn selbst überraschte. „Nein bitte nicht. Ich will nach Slytherin bitte!“ sagte er schon etwas ruhiger. „Slytherin. Bitte.“
„Bist du dir sicher? Gryffindor würde wirklich sehr gut zu dir passen.“
„Bitte, ich möchte nach Slytherin.“
„Na gut, wenn du dir sicher bist." "Slytherin!“ rief der Hut laut in den Raum und der Tisch ganz links begann laut zu jubeln und zu klatschen.
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