Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Sechs Gefährten im Krankenhaus

KurzgeschichteHumor, Fantasy / P6
23.01.2015
23.01.2015
1
903
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
23.01.2015 903
 
Nach einer mehr oder weniger langen Pause machen sich die Gefährten wieder auf den Weg. Zwar ist es nur ein kurzes Abenteuer, aber ein bedeutsames. Ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß, wie bei den anderen OS und lasst mir eure Meinung da, vielleicht auch Kritik?

Viel Spaß!



„Ruhe jetzt!“ Gandalf, der Zauberer in grau, drehte sich zu seinen Gefährten und sah diese warnend an. Frodo seufzte. „Wann sind wir endlich da …“ Alle sahen zu Streicher, der die Gefährten anführte. „Noch etwa …“, begann er, knickte einen großen, grünen Ast zur Seite und nickte. „Wir sind da.“ Alle jubelten, Gimli und Legolas umarmten sich vor Freude. Thranduil kam mit seinem Stab zu ihnen hinüber und stieß seinen Sohn gegen die Schulter. „Es ist schon genug, dass du mit ihm kommunizierst. Aber das …“ Legolas verdrehte die Augen und atmete tief durch. „Es scheint als hätte dein Vater zu lange keinen Geschlechtsverkehr gehabt.“ Beide lachten, sahen aber, dass Thranduil’s Blick töten könnte. „Wie war das, du kleiner, wertloser …“ Gandalf kam schlichtend nach hinten und versuchte die Spannung aufzulösen. „Denkt ihr, wir schaffen das hier ohne Streit? Dieses eine Mal?“

Aragorn war mit Frodo schon vorgegangen, über den Parkplatz, hinüber zum großen Haupteingang des städtischen Krankenhauses. Staunend standen die fünf Gefährten vor dem riesigen, weißen Gebäude. „So einen Palast will ich auch in Eryn Lasgalen.“, flüsterte Thranduil und sieht sich um. „Rasch jetzt, wir wollen nicht zu viel Aufmerksamkeit auf uns ziehen!“, rief Aragorn und war der erste, der durch die gläserne Drehtür schlüpfte. Ihm folgte Frodo, der auch keine Schwierigkeiten verursachte, Legolas kann sowieso alles, doch dann kam Gimli. Er mag noch so klein sein. Die Breite macht es aus. Leider trat der Sohn Gloin’s zu spät ein und … blieb in der Tür stecken. Verunsichert sah sich der Zwerg um, versuchte Arme und Beine zu bewegen. Aragorn, der schon drin stand, verdrehte die Augen. Thranduil lachte nur. Doch Gandalf klopfte ihm beim Vorbeigehen auf die Schulter. „Lacht nicht allzu laut. Noch seid ihr an der Tür nicht vorbei.“

Nachdem der Zauberer es mit seinem Zauberstab geschafft hatte, den Zwerg zu befreien, war Thranduil der letzte, der einzige, der noch draußen stand. Die anderen vier Gefährten verweilten mittlerweile drin. Aragorn und Legolas warteten mit verschränkten Armen auf den König unter Buche und Eiche, Gimli und der Hobbit versuchten einen Schokoriegel aus dem Süßigkeitenautomat zu bekommen und Gandalf informierte sich, wo der Westflügel sei. Plötzlich hörte man nur noch, wie Gimli laut lachend zusammen klappte und Thranduil sich, wieder mal, die Stirn rieb. „Vater, du bist peinlich.“ Doch der König schnaubte nur. „Ich kenne keine Tür die einfach stehen bleibt!“ Die Dame an der Rezeption stand auf und kam hinüber. „Sie müssen Abstand zwischen ihnen und der Tür lassen. Sonst hält sie an.“ Thranduil hob eine Augenbraue und sieht zu Legolas. „Redet das Weib mit mir?

Schließlich wurde der große Elb aus dieser mächtigen Türen befreit und es konnte weiter gehen. Stolz hielt Frodo den Schokoriegel in der Hand und strahlte über beide Augen. Nur eines konnte er nicht. Es essen. Verzweifelt versuchte er, die störische Folie abzureißen. Aragorn und Gandalf besprachen derweil die Lage. „Wir haben nicht mehr viel Zeit, das Portal schließt sich bald.“, stellte Streicher fest und drehte sich um. „Ich sage dir Gandalf. Mir diesen Gefährten schaffen wir es niemals rechtzeitig.“ Im selben Moment kommt eine alte Frau auf die Gefährten zu, sie hatte gerade ihren Mann besucht. Thranduil sprach zu seinem Sohn auf elbisch, damit Gimli es nicht verstehen konnte. Die Frau blieb stehen und sah den Elben hinterher. „Ausländer …“, war alles was sie sagte und ging weiter.

Und dann waren sie angekommen. Am Westgebäude. Stolz drehte der Zauberer sich um und nickte. „Meine Gefährten. Nach dieser langen Reise sind wir nun endlich da. Wir werden nun in den Westen gehen.“ Stille lag in der Runde. Alle sahen den Zauberer an. „Wir werden zurück nach Mittelerde gehen.“ Jetzt fingen sie an zu lächeln, vor Freude strahlen. „Gimli wird den Anfang machen.“, schob Gandalf hinterher und sah ihn auffordernd an. Doch der Zwerg stutze. „Warum denn ich?“ Thranduil grinste. „Wenn dir etwas geschieht, ist es wenigstens kein Verlust.“ Aragorn verdrehte die Augen. „Ich werde gehen.“ Und mit diesen Worten ging er durch die Tür und … war verschwunden. „Es hat funktioniert!“, rief Frodo und ging ebenfalls nach vorne. Ein letztes Mal drehte er sich zu den übergebliebenen und lächelte, was wirklich etwas verstörend aussah. Auch der Hobbit war nach wenige Sekunden zurück in seinem geliebten Auenland. Thranduil trat vor und sah zu seinem Sohn. „Kommst du, Legolas?“ Wehmütig sah dieser hinab zu Gimli. „Vater, ich … kann nicht zurück gehen.“ Entsetzt sah der König den jungen Elbenprinzen an. „Wo willst du hin?“ Legolas sah hinab. „Ich … weiß es noch nicht.“ Dies beantwortete Thranduil nur mit einem stummen Nicken. Und bevor er endgültig verschwunden war, hielt er noch einmal inne. „Legolas. Deine Mutter hat dich geliebt. Mehr als irgendjemanden sonst. Mehr als das Leben.“ Und dann war er auch schon verschwunden . Gandalf hob eine Augenbraue. „Ihr wollt hier bleiben?“ Legolas nickte langsam. „Meine Elbensinne sagen mir, dass ich hier zuhause bin.“ Gimli nickte zustimmend. „Ebenso wie meines. Gandalf, wir werden nicht mitkommen.“ Der graue Zauberer verdrehte die Augen. „Muss es wirklich immer ein Drama am Ende sein? Aber gut. Zwingen kann ich euch nicht. Lebt wohl.“

Und so verblieben ein Elb und ein Zwerg auf der Erde. Und brachten dort einiges durcheinander.

Fortsetzung folgt ...
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast